Erste Vintage Gitarre - Was muss ich wirklich beachten?

  • Ersteller JohnnyAoricot
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Sieht so aus, als ob da mal 3 zusätzliche Mechaniken eingebaut waren um eine 9 Saitige Gitarre draus zu machen. Diese Modifikationen wurden in den 60ern öfter gemacht, ich kenn das von Indo-Rockern wie den Tielman Brothers..
Ich persönlich würde von dieser Gitarre Abstand nehmen da sie mir zu verbastelt wäre. (Auch der Humbucker). Für das wäre sie mir zu teuer.
 
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Mir gefällt sie ja eigentlich gut, definitiv kein Sammlerstück. Aber originale(re) Pickups hätte ich dann schon gerne. Ist aber am Ende eine Frage des Klangs, den man sucht. Mit Humbucker und Buzz-Stop dürfte sie deutlich tighter klingen als mir lieb wäre.
 
Genaugenommen ist da an der Gitarre außer dem Holz nichts mehr original. Dazu ist die Kopfplatte (entsprechend mit dem Logo) verbastelt. Für mich sieht das Teil eher abgeranzt aus. Und bei aller Liebe und Euphorie: Die Bilder sind eine Vollkatastrophe für ein 6.500€ Investment! (Edit: zu den Bildern s.u.)

(mir ist schon klar, was @JohnnyAoricot sucht. Hier würde ich aber Abstand von nehmen. Zu den Bünden steht da noch gar nichts. Wenn die auch neu müssen.....ist halt ein bisschen wie Verloben - Festhalten und weitersuchen. Stünde 1.695 € dran, wäre es mir das nicht wert. Du hast Sie hier ins Schaufenster gestellt - daher meine Meinung dazu, auch wenn Sie nicht positiv ausfällt!)



Edit sagt noch: Die Mechaniken scheinen auch nicht original (Sind die Wirbel aus Kunststoff?) Es fehlt auf jeden Fall auch ein Foto vom Stempel bei ausgebautem Hals. Dass die Gitarre tatsächlich aus 1963 ist, ist in der Anzeige nirgends belegt!

hier die Anzeige von GP https://guitarpoint.de/product/1963-fender-jazzmaster-sunburst/ Hier steht, dass GP die Bünde hat erneuern lassen...
 
Grund: Text ergänzt
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Und ehrlicherweise ist es das auch häufig im Vintage-Bereich:

Kann ich mit den Modifikationen leben, die hier über die Zeit verbrochen und teilweise rückgängig gemacht wurden? Wir reden hier halt auch von über 60(!) Jahren Instrumentenleben. Da hab ich schon mind. eine neue Hüfte.

Leider sind die viel bespielten und gut klingenden Instrumente dann eben auch die Opfer davon. Und die, die unbeschadet überlebt und in Würde gespielt und gealtert wurden, kosten am Ende des Tages dann deutlich mehr. Da gilt es dann, seine eigene Schmerzgrenze zu finden.

Anekdote II: Die einzige early 80s Gibson V die ich mir hätte leisten können/wollen hatte original eine TOM-Brücke, dann hat jemand ein Kahler reingefräst, dann wurde da ein Block eingesetzt und auf TOM zurück gerüstet. Dazu dann white over black Refinish. Aus der Ferne hätte ich das Ding für tot erklärt, war trotzdem ein sehr geiles Brett!
 
Mein Gott, wenn Du genau so eine Gitarre mit der Ausstattung willst und Dein Geld schreit "lass mich los", spricht doch nichts dagegen.

Ich persönlich finde, dass das einfach nur eine ramponierte Gitarre mit unklaren Basteleien ist. Die Spezifikationen gehen für weniger als den halben Preis - wenn es nur auf das Spielgefühl und die genutzte Technik ankommt. Abschrabbeln und dreckig machen kannst Du sie mit wenig Einsatz auch selbst. Und was soll da jetzt das Attribut "vintage" bringen? Für mich sehr verwirrende Beschreibung und Angaben.
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Leider sind die viel bespielten und gut klingenden Instrumente dann eben auch die Opfer davon.
Vorneweg: Alle meine vintage Gitarren haben Lebensmarken - das ist in der Tat auch meine Philosophie, dass nur gute Gitarren gespielt werden und dass man das dann auch sieht/sehen darf.

Aber Opferschäden und heftige Modifikationen sind nicht zwangsweise damit verbunden. Z.B. wurden sehr viele hochwertige Gibson LP (vielleicht gilt das auch für Fender-Modelle?) in Chorbegleitbands jahrzehntelang gespielt worden, was man an Abnutzungen sieht, was aber ohne massive Macken abging, weil man auf die Gitarren schon auch aufgepasst hat. Ja, diese Exemplare sind nicht automatisch gut, aber man sehr gute darunter finden, für die dann auch ganz vernünftige bis eher günstige Preise aufgerufen werden.

Eine meiner Gibson LPs ist aus einem Musikstudio in New York und wurde auch nur dort genutzt und viel gespielt, aber immer angemessen bis vorsichtig benutzt. Trotz Roland-Synth Ausstattung wurde sie beim Verkauf nur nach der Optik quasi als reines Studio-Modell (nur Dot-Einlagen, aber tatsächlich Custom Shop) eingestuft und war abgrundtief billig. Wohlgemerkt, es handelt sich um eine von ca. 15 je gebauten und die Schwestern waren z.B. bei Steve Howe und Bob Welch.

Wenn man eine Vintage Gitarre haben will, braucht man viiiel Zeit und Wissen (siehe mein Beitrag oben). Oder man kauft halt irgend etwas!
 
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Meine Gibson hatte eher mich gefunden als ich sie.
 
Frag mal nach, warum die Kopfplatte so abgewetzt ist. Das sieht für mich in Art und Umfang sehr unnatürlich aus. Was sollte man im normalen Gebrauch an der Kopfplatte so flächig machen, dass es zu einer solchen Abnutzung kommt? Weiter hab ich mir das aber dann nicht mehr angeschaut, weil so etwas für mich schon raus wäre, zumal auch der Preis für mich nicht begründet ist.
 
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Frag mal nach, warum die Kopfplatte so abgewetzt ist. Das sieht für mich in Art und Umfang sehr unnatürlich aus.
In manchen Szenen, aufgrund der Nutzungsweise, eine relativ übliche Art des spurenhinterlassens an einer Jazzmaster ;-)


1771761511757.png
 
Nach so einer Abnutzungsursache sieht es aber bei der angebotenen Gitarre nicht aus:

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Außerdem ist sie durch die "Umbauten" grundlegend verpfuscht, wobei sie 4500 € kosten soll :unsure: . Sachen gibt's ...
 
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hmm.. @soundmunich jetzt hast Du die falsche Gitarre genommen und nicht die aus #27...
da ist das Logo auch beschädigt, aber anders!
 
Da hast Du natürlich völlig Recht :prost:

Ich meinte diese Kopfplatte

1771792961492.png


Und die kostet ja auch über 8500 €!!!
 
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Nach so einer Abnutzungsursache sieht es aber bei der angebotenen Gitarre nicht aus:

Anhang anzeigen 1020963

Außerdem ist sie durch die "Umbauten" grundlegend verpfuscht, wobei sie 4500 € kosten soll :unsure: . Sachen gibt's ...
Die Kopfplatte sieht wohl wegen den zusätzlichen Mechaniken so aus. 4500€ hat sie vor ein paar Jahren gekostet. Aktuell ist sie für 6500€ inseriert.

Ich würde aber nicht behaupten dass Sie verpfuscht ist? Der Tielman-Mod war damals wohl mode. Eine 56er oder 60s Conversion LP gilt ja auch nicht als Pfusch. Es ist nur grob wertmindernd.
 
Vor einiger Zeit war mal Andy Tielmans Original-Jazzmaster im Ebay zum Verkauf angeboten.
Edit das war sie Link
 
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Dieses "....hach, eine so richtige Vintage Gitarre"-Gas, hatte ich irgendwann auch schon mal und hatte dann tatsächlich die Möglichkeit in Oldenburg (allerdings als "Music Station" und "Vintage Guitars" noch ein Laden war...) mich durch deren "Low-Budget" Vintage Gitarren zu testen. Da waren mehrere Gibson Juniors, ES,... dabei. Das war (zum Glück!!!) eine für mich heilende Erfahrung. Wirklich günstig war das schon damals nicht, aber hackelige Mechaniken, abgespielte Bünde, krachende Potis und Schalter,... , was man nicht mal reparieren "darf", weil sich der Wert der Gitarre dann halbiert...
Ok, dann aber zumindest die große Erwartung, dieses geheimnisvolle "Mojo" mal zu spüren... leider komplette Fehlanzeige. Für mich waren waren einfach alte abgerockte Gitarren, die noch nicht mal gut klangen...
Daher würde ich gerade Vintage Gitarren, nie ohne die Möglichkeit, die vorher ausprobieren zu können, kaufen/bestellen, schon gar nicht bei einem 5+ k€ Instrument via kleinanzeigen ohne Rückgabe Option.:govampire:
 
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Nach sehr vielen Vintage Instrumenten, welche ich testete/spielte, war auch das meine Erfahrung. Es waren oft tolle Gitarren dabei, aber es hätte eher selten Klick gemacht. Oft sind Spielgefühl und Ton auf der Strecke geblieben.
Vielleicht denke ich aber auch nur zu pragmatisch und bin einfach zu sehr Player. :) Mojo alleine holt mich nicht ab!
 
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Daher würde ich gerade Vintage Gitarren, nie ohne die Möglichkeit, die vorher ausprobieren zu können, kaufen/bestellen, schon gar nicht bei einem 5+ k€ Instrument via kleinanzeigen ohne Rückgabe Option.:govampire:
Nachvollziehbar, aber damit scheiden halt auch sehr viele Chancen aus.

Vorher auszuprobieren geht halt immer auch nur mit fremdem Equipment in fremder Umgebung (abweichend von den Hörgewohnheiten zuhause) und letztlich auch nur relativ kurz. Ich hab halt gekauft und in aller Ruhe und ausgiebig bei mir getestet und notfalls halt wieder verkauft, wobei ich immer nur zu meinen Preisvorstellungen auch wirklich kaufte und oft genug deshalb die Finger davon ließ. Man braucht da natürlich auch ein Bisschen "Spielgeld", weil schon mal ein paar Gitarren finanziert werden müssen, bis welche evtl. wieder verkauft sind.

Und, wie schon so oft geschrieben: Lieber eine gute Gelegenheit verpasst, als in eine schlechte reingetappt.
 
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Nachvollziehbar, aber damit scheiden halt auch sehr viele Chancen aus.
Wenn man beim Instrumentenkauf „gewinnen“ möchte, muss man etwas riskieren. Wenn man aber kein Geld in den Sand setzen will, muss man diese „Chancen“ ungenutzt lassen. Aber „Spekulation“ und Spiel mit dem Risiko ist sicherlich auch ein relevanter Teil vom Markt/Geschäft mit Vintage Gitarre. Wenn es da um den Einsatz wirklich weh tut, turnt man da eh in der falschen Liga.
Vorher auszuprobieren geht halt immer auch nur mit fremdem Equipment in fremder Umgebung (abweichend von den Hörgewohnheiten zuhause) und letztlich auch nur relativ kurz.
Um herauszufinden, ob eine Gitarre mir gefällt oder nicht, brauche ich einen einigermaßen vernünftigen Verstärker und maximal eine halbe Stunde. Das reicht in jedem Geschäft und auch bei Gebrauchtkauf. So meine Erfahrung selber. Wenn ich dann das für gut befundene Instrument, zuhause gespielt hatte, waren Ergebnis/Bewertung dann eher noch positiver.
 
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brauche ich einen einigermaßen vernünftigen Verstärker und maximal eine halbe Stunde
Da ist halt jeder unterschiedlich. Ich hab bei der Fremd-Hardware immer Bedenken und Zeitdruck stresst mich, weil ich ja eine Entscheidung treffen muss. Vor allem mag ich verschiedene Amps mit einer Gitarre probieren, weil es für mich gut und schlecht passende Paarungen gibt. Aber wie gesagt ist das alles Geschmackssache :prost:
 
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einigermaßen vernünftigen Verstärker und maximal eine halbe Stunde
So geschen bei den meisten meiner Gitarren.
Bei der Ibanez SB70 ( ist die inzwischen auch schon Vintage ? ) waren nichtmal alle Saiten drauf und der Übungsamp im Laden war ein grottigster Brüllwürfel.
 

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