Erster Akkord im Song ein C= Song "in C"??? +Fragen zu Tonarten

von Chrisn12345, 20.12.07.

  1. Chrisn12345

    Chrisn12345 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.12.07   #1
    Hallöchen,

    ich setzt mich zur Zeit mal ein bischen mit Harmonielehre auseinander und bin gerade dabei Tonleitern zu lernen. Hab gelernt, daß ein Song "in C" oder "in G" ist, wenn die Töne und Akkorde aus eben der entsprechenden Tonleiter kommen.
    Jetzt stellen sich mir nur einige Fragen;

    Wenn ich in einem Song die Akkorde G-Dur, A-Dur und C-Dur habe, dann ergeben sich diese Akkorde sowohl aus der C- als auch aus der G-Dur Tonleiter.
    Woher weiß ich denn jetzt in welcher Tonart der Song ist? C oder G?

    Dann noch ne Frage;
    Wenn ich die C-Dur Tonleiter als Beispiel mal nehme;
    Dort habe ich die Töne C-D-E-F-G-A-H-C, jedoch wird nichts darüber ausgesagt was für eine Tonhöhe also in was für einer Oktave diese Töne sind. Kann ich in einem Song, der in C-Dur ist jedes E oder jedes A spielen (in nem Solo zum Beispiel)???

    Und dann meinte mal jemand zu mir, der erste Akkord der in dem Song vorkommt ist auch die Tonart. Beginnt der Song mit nem G, ist die Tonart auch G etc...Is das richtig?
    Was ist denn, wenn ich in 2 songs die selben Akkorde habe, nur beide auf unterschiedlichen Akkorden beginnen? Sind sie (nur deswegen) dann auch in ner anderen Tonart?

    Danke schonmal für eure Fragen. Ich hoffe ihr versteht meine Verwirrung und könnt ein wenig Aufklährungsarbeit leisten ;-)
     
  2. Domo

    Domo Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 20.12.07   #2
    Die Tonart ergibt sich nicht allein aus der Wahl der Akkorde, sondern aus dem Verhältnis der Akkorde zueinander. Ein guter Anhaltspunkt ist es, sich den Schlussakkord des Liedes herzunehmen, da wohl 99% aller Pop- und Rocksongs auf der Tonika, sprich auf dem Grundakkord enden. Hingegen sind auftaktige Akkorde gar nicht so selten, so kann es durchaus mal sein dass bei einem Song in C-Dur zunächst ein G-Dur (V. Stufe) erklingt.

    Ja. Welche Oktave du spielt spielt keine Rolle.


    Wie oben beschrieben ist der Anfangsakkord nicht unbedingt ausschlaggebend. Wenn sich nur der erste Akkord unterscheidet, ändert das nichts an der Tonart.

    Hoffe ich konnte dir ein bisschen helfen ;)
     
  3. Benno _8)

    Benno _8) Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.12.07   #3
    A-Dur liegt nicht in den genannten Tonleitern, vermutlich meintst Du A-Moll.

    Formelle Anhaltspunkte für die Tonart sind natürlich Schlußakkord, Kadenzen (etwa wenn die Akkordfolge mit G C endet, verstärkt das die Schlußakkord-Vermutung) und auch der Tonvorrat der Melodie (taucht da ein f oder ein f# auf?). Der Akkordvorrat ist, wie Du festgestellt hast, nicht eindeutig, da aber die meisten Stücke wenigstens mit Tonika- und Dominantakkord begleitet werden, spricht das gegen G-Dur, da dessen Dominante (D) fehlt (Falls sie nicht doch durch A-Dur ersetzt wird). Entscheidend ist aber der Höreindruck. Welcher Ton bzw. welcher Akkord wird als Ruhepol empfunden?
     
  4. moniaqua

    moniaqua Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 21.12.07   #4
    Ein guter Tip ist auch, die Vorzeichen anzuschauen. Gar keines kann C-Dur oder a-moll sein, ein Kreuz G-Dur oder aeh, e-moll, usw, das geht im Quintenzirkel Ob es nu moll oder Dur ist kriegste durch den Klang oder durch ersten und letzten Ton anschauen (vor allem der letzte ist meist der Grundton, muss aber nicht)
     
  5. Orgeltier

    Orgeltier Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.12.07   #5
    Oder im stück des threaderstellers sind nicht nur leitereigene akkorde. a-dur könnte in c die zwischendomintante zur 2. stufe (dm) sein, und in g-dur die zwischendominante zur 6. stufe. solche sachen sind, auch in der popmusik, sehr geläufig.
    so wie meine vorredner schon gesagt haben, meistens erkennt man die tonart an der schlußkadenz. meistens kann man auch "erspüren" wo der "ruhepol" des stückes ist.
     
  6. Benno _8)

    Benno _8) Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.12.07   #6
    Die zweite Möglichkeit hatte ich ja schon angedeutet. G C A G z.B. klingt schon recht spannungsvoll, aber durchaus nach G-Dur.

    Chrisn12345 hatte allerdings angegeben, daß sich die Akkorde aus den angegebenen Tonleitern bilden lassen, da erschien mir eine Verwechslung des Akkordgeschlechts als der wahrscheinlichere Fehler. Aber da könnte der Urheber selbst für Klärung sorgen:confused: .
     
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