Eure Basis für Improvisation

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matpio
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Hallo Jazzer,

bis dato mache ich es bei der Improvisation so, dass ich mir den Song anschaue, die Vorzeichen und dann relativ tonikabezogen improvisiere, bis zur bridge natürlich..., d.h. hat ein song z.B. drei b-Vorzeichen, wissen wir: Es-dur = c-moll und auf dieser basis improvisiere ich.

wie macht ihr das? von akkord zu akkord?

freu mich auf feedback
matt
 
Eigenschaft
 
Kommt sehr auf das Stück an. Meistens von Akkord zu Akkord, jedenfalls bei "richtiger" Jazz-Harmonik.
 
dito. kommt auf das stück an und wie es aufgebaut ist.

man merkt aber schon bei typsischen standards, dass es irgendwo auch besser klingt, wenn man mehr auf die changes achtet.
 
Es bietet sich übrigens an, auch ganz gezielt "umzuschalten". Bei Jazz-Blues ("Billies Bounce", "Tenor Madness", "Blue Monk") ergibt es einen guten Effekt, abwechselnd erst auf die Akkorde einzeln einzugehen und dann einen Durchgang nur Pentatonik zu spielen.
 
Ich versuche, beim Üben vielseitig vorzugehen, und sowohl den Akkorden, wie auch den "Klischee-Skalen" oder abseitigeren Tonmaterialien (MM-Skalen, GT, verschobene Pentatoniken) genügend Platz einzuräumen.
Was dann in der Improvisation passiert, kann ich dir nicht sagen - ich lass einfach alles raus, was raus will.
 
Da gibts zich Möglichkeiten. Von akkordbezogenen Skalen und Pentatoniken über typische Phrasen bis hin zu motivischem Spiel und Ausnutzen von Guidelines.
 
... bis dato mache ich es bei der Improvisation so, dass ich mir den Song anschaue, die Vorzeichen und dann relativ tonikabezogen improvisiere, bis zur bridge natürlich...,

und was machst Du dann?
Um über die Brücke (Bridge) trockenen Fußes zu gehen musst Du Zoll (in Form von Theorie) bezahlen oder Du springst ins Wasser und hoffst die Strömung ist nicht allzu stark. Aber schon bei einer Strömung von 1 - 2 Vorzeichen Unterschied zum A-Teil kann's ziemlich schnell knapp werden.

... d.h. hat ein song z.B. drei b-Vorzeichen, wissen wir: Es-dur = c-moll und auf dieser basis improvisiere ich.
Ich kenne keinen einzigen Standard der rein diatonisch ist. Mit Deiner Methode musst Du immer irgendwo mogeln.

Nun frage ich.
Wieso nicht einfach sich hinsetzen und die erforderlichen Vokabeln pauken?
Wenn man Englisch sprechen will, sollte man Englisch lernen.
Wenn man Musik "sprechen" will, sollte man Musik lernen.

Es ist nicht der Weg des geringsten Widerstandes. Es gibt keine Patentrezepte und Talent ist ein sehr sehr kleiner Teil vom Ganzen.

Von Akkord zu Akkord zu denken ist keine Lösung. Du musst Zusammenhänge erkennen, Akkordschemen die immer wieder auftauchen realisieren.
Dazu ist ein Studium der Materie unerlässlich, es sei denn Dir gefallen Schwimmfeste. :)

Falls Du spezifische Fragen hast, bitteschön!

CIAO
CUDO
 
Wenn man Musik "sprechen" will, sollte man Musik lernen.

Genau richtig.
Lern die Skalen, lern wo man welche spielen kann.

Du kannst ja auch keine Weltbewegenden Romane schreiben, wenn du nur die Buchstaben A und B kannst. Man muss alle lernen.

Danach geht die Dichtkunst erst los.

Ein möglicher Übungsplan wäre

Alle Bluesscales in allen Tonarten
dann die Durtonleitern und alle Permutationen
und dann Melodisch Moll+Permutationen.
Halbton-Ganzton und Ganzton-Halbton.

Dann hast du dein Alphabet im groben abgedeckt.
 
Das ganze sehe ich als ein Prozess. Eigentlich bin ich der typische Skalen typ, aber ich beschäfte mich mehr und mehr mit Akkordbezogenen solieren. WAs aber am Ende denke ich herauskommen soll ist nicht ein stupides rauf und runter von Appregios oder mal ein überwechseln auf Pentatonik.

Ich finde man sollte immer wissen wo man ist, dass ist das Ziel, und für jeden Akkord wissen wo mein Ruhepunkt liegen kann. Das heisst auf den Tönen des Akkordes der gerade gespielt wird ausruhen.

Man kann ja z.B: auch wilde chromatische Läufe spielen ohne großen Zusammenhang, vorrausgesetzt man hat einen Ruhepunkt der inhalt des nächsten Akkordes ist. Natürlich sollte man darauf achten bei den chromatischen Üebrgangstöne möglichst skalen oder akkordeigene Töne mit fremden Tönen zu mischen. Nur fremde Töne wird dann doch auffällig ;-) .

Was ich eigentlich sagen will ist, dass es mit der Zeit verschmelzen sollte. Man sollte irgendwie wissen, es verinnerlichen auf welchen Tönen ich mich gerade ausruhe und vorallem über welchen Akkord ich welchen Ton als Ruhepunkt setze.

Ich hoffe das konnte man irgendwie verstehen ^^

Wobei es dann in Fleisch und blut über geht, wann ich mal etwas daitonisches Spiele, wann ich chromatisches Zeug spiele mit Ruhepunkten auf dne Akkordtönen . Oder einfach nur Appregiobezogene MEldien einsetze oder einfach von Skala zu Skala springe. Aber wenn man sich während des improvisierens zu viel darüber gedanken macht, wird es sich nciht gtu anhören. Man muss es einfach in sich haben, sonst hängt man während eines Jams da und überlegt 3 Minuten bis man den nächsten Ton spielt und das Feeling ist weg
 
hallo zusammen,

danke für die anmerkungen. meine letzten "übungsstunden" fanden lediglich mit papier, stift und theoriebüchern statt. nun komme ich langsam dahinter, wann harmonisch moll, melodisch moll, moll-penta etc. zu spielen ist, welche akkorde mit welchen skalen gut klingen (z.B. G7b9 mit As-Dur etc.) , welche chromatischen verbindungen wirken, welche turnarounds gängig sind etc. insofern hat sich binnen kurzer Zeit mein horizont massiv erweitert, was folgt ist die praktische übung.

danke
matt :great:
 

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