Feedbackunterdrueckung - was sind Eure Tipps & Tricks dazu?

von bemymonkey, 22.03.08.

  1. bemymonkey

    bemymonkey Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.03.08   #1
    So, mir geht's auf die Nerven, dass meine Pacifica in kleinen Spielpausen (z.B. bei kurz gedaempften Noten) oft kleine Feedback-Attacken hat. Dies scheint durch den extrem hohen Hochmitten- und Hoehenanteil der Gitarre zu liegen (Erlekorpus mit Ahorndecke und Ahornhals... das Ding klingt halt unglaublich BRIGHT!), und ist definitiv eine Saiten-Rueckkopplung, also nichts mikrofonisches.

    Nun wollte ich mal wissen, wie Ihr mit Feedbackproblemen umgeht - was habt Ihr fuer schlaue Loesungen, die mir noch nicht eingefallen sind?

    Was ich schon probiert hab:

    1. Gain raus, Hoehen raus - bringt in nem gewissen Masse etwas, aber mit so viel Gain spiele ich eh schon nicht, und ohne die Hoehen klingt's halt nicht so, wie ich will - kommt also nicht wirklich in Frage.

    2. Noise gate - im meinem GT-8 ist ein halbwegs anstaendiges Gate vorhanden, welches bei starken Einstellungen ein Wenig hilft - aber man merkt deutlich, dass das Gate manchmal nicht so schnell zu macht, wie ein Feedback sich aufbaut. Leider sind niedrigere Threshholds nicht moeglich, da dann schon Teile des Nutzsignals weggeschnitten werden.


    Ich wollte mir vielleicht demnaechst mal so was bestellen:

    https://www.thomann.de/de/artec_parametric_eq.htm


    Das wuerde ich dann vermutlich vor die Vorstufe haengen, und gezielt die Frequenz suchen, die diesen Feedback erzeugt, und dann mit kleiner Bandbreite rausschneiden oder zumindest absenken (was durch die Platzierung vor der Vorstufe wohl zu einer Gainminderung in der angewaehlten Frequenz fuehren sollte, und dann weniger Feedback). Was meint Ihr zu der Idee?

    Sonst noch irgendwelche Vorschlaege? Sind z.B. die ISP Decimator Pedale auch fuer Feedbackunterdrueckung geeignet?
     
  2. jesses

    jesses Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.03.08   #2
    hm.. parametrischer EQ ist nur bedingt geeignet, wenn überhaupt, ich würd eher zu nem grafischen EQ mit 10 Bändern (MXR) raten, bei PA's eliminiert man ja auch Feedback zugegebenermaßen mit 31- oder mehr -Band-EQs..
     
  3. bemymonkey

    bemymonkey Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.03.08   #3
    10-Band grafischer EQ ist definitiv zu wenig, das hab ich quasi in meinem GT-8 eh schon integriert, und bringt nicht viel. Vor allem brauche ich einstellbare Bandbreite, damit ich nicht zu viel von dem restlichen Sound wegschneiden muss...

    31-Band EQ wuerde's wohl auch tun, aber ist glaub ich unnoetig teurer... ich hab ehrlich gesagt auch nicht so viel Lust, mir extra dafuer ein Rack zusammenzustellen. ;)
     
  4. LX84

    LX84 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.03.08   #4
    na wenn du das GT8 verwendest, da hast du ja auch zwe parametrische EQs eingebaut, bei dem du das Q nach belieben einstellen kannst...

    wenn der nichtsbringt, wird dir ein extra pedal auch nicht viel bringen...
     
  5. the flix

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    Erstellt: 22.03.08   #5
    Wenn der EQ ein richtiger parametrischer ist, dann ist da auch die Bandbreite (Q) regelbar. Und damit beeinflusst der EQ das Signal sehr viel weniger, als ein 10-Band-EQ.
    Und das ist, soweit ich das sehe, beim verlinkten der Fall.

    Aber wenn das GT-8 schon einen parametrischen EQ drin hat, dann ist das wirklich überflüssig.

    Was mich wundert, ist, dass du das Problem überhaupt hast. Ich habe ja die gleiche Gitarre und ich habe es damit schwer, überhaupt ein Feedbak zu erzeugen. Gut, ich spiele auch nie wirklich laut, auch nicht in der Band. Aber wenn ich mal ein Feedback zustande bekomme, dann ist das sehr kontrollierbar.
    Hast du nicht mal die Tonabnehmer gewechselt? Wie war das mit den originalen Tonabnehmern?
     
  6. bemymonkey

    bemymonkey Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.03.08   #6
    Hi Flix!

    Der EQ im GT-8 ist nur pseudo-parametrisch. Man kann zwar die Frequenz veraendern, und auch die Bandbreite, aber nur in fest eingestellten Schritten. Die Mitten sind z.B. auf 250, 400, 600, 800 hz beschraenkt, und dazwischen nichts. Ist also eigentlich ncihts Anderes als ein 10-Band graphischer EQ, bei dem man nur 4 Baender auf einmal benutzen kann. Bissel doof - fuer normale Gitarristen-Soundsachen reicht's ja, aber fuer Feedbackunterdrueckung braeuchte man eigentlich was Genaueres...

    Was die Gitarre angeht - joah, hab' die Tonabnehmer getauscht - mit den Duncans war's noch schlimmer (geht eigentlich nur um den Steg-PU, in den anderen Positionen hab' ich keine Probleme, weil diese laengst nicht so hoehen- und hochmittenlastig sind). Der SH680 den ich jetzt am Steg habe ist nicht ganz so grell wie der SH4 war, und ist auch schon ein Wenig unempfindlicher.

    Ich fahre mit der Klampfe nen ziemlich harten Sound, mit relativ viel Gain (naja, Metal halt :D) und das bei sehr hohen Lautstaerken. Da kann's schon mal vorkommen, dass es ein Wenig Feedback gibt ;)...
     
  7. the flix

    the flix Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 22.03.08   #7
    Vielleicht leihst du dir mal einen vollparametrischen EQ aus dem PA-Bereich aus und testest das so?
    Das sollte ja ohne großen finanziellen Aufwand machbar sein.
     
  8. bemymonkey

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    Erstellt: 22.03.08   #8
    Hmmm, das ist wohl ne Idee. Der Frontmann aus einer meinen Bands hat im Siderack ein paar anstaendige EQs, vielleicht sollte ich die Dinger einfach mal in meinen Setup haengen.

    Die Frage ist nur, ob ich da nen anstaendigen Pegel kriege (wegen symmetrischer Signalfuehrung bei FOH-Geraeten)... wenn ich glueck hab gibt's den Eingang als symmetrische Klinke, aber da hab ich ja nen ziemlichen Pegelverlust...

    Naja, mal probieren und dann weiter schauen, danke fuer die Idee :D
     
  9. bemymonkey

    bemymonkey Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.03.08   #9
    Sagt mal, mir ist grad noch ne Frage eingefallen - Wie machen das denn die richtig Grossen? Satriani, Gilbert, Vai? Kann ja nicht sein, dass die alleine durch ihre Anschlagstechnik so viel weniger Gain nach mehr klingen lassen koennen... Es steckt viel in den Fingern, aber irgendwann gibt der Amp auch nicht mehr her ;)...

    Hat jemand ne Ahnung, was die fuer so etwas benutzen?
     
  10. the flix

    the flix Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 22.03.08   #10
    Ich denke, du hast einfach eine ungünstige Kombination aus Gitarre, Amp, usw.
    Jedenfalls habe ich noch nie von so einem Problem gehört. Wenn es was allgemeines, häufges wäre, dann würde man da viel mehr drüber lesen können.
     
  11. bemymonkey

    bemymonkey Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.03.08   #11
    Das waer' natuerlich die ultimative Arschkarte, die Pacificas (412, 612, 812) liegen mir naemlich von der Form und dem Spielgefuehl so unheimlich gut, dass ich vermutlich in absehbarer Zeit nicht mehr davon wegkomme... und die sind alle ausm gleichen Holz ;)...
     
  12. nighthawkz

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    Erstellt: 23.03.08   #12
    Teste mal folgendes: Lege die Hand nach dem Anschlag fest auf die Saiten, so dass diese nicht schwingen können. Wenn jetzt noch was fiept, MUSS es mikrofonisch sein - egal, wie das fiepen klingt. In dem Fall helfen die üblichen Sachen wie Wachsbad, Tonabnehmerwechsel etc.
     
  13. jesses

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    Erstellt: 23.03.08   #13
    oopss.. hab da bischen was verwechselt
    die wohl einfachste Methode wäre eigentlich, die Lautstärke , du sagtest ja "hohe Lautstärke", einfach runterzudrehen, bis das Feedback aufhört..
    ich denke die "Großen" reissen ihre Amps auch nich über das Maß des Erträglichen auf..
     
  14. DenniZ_10000

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    Erstellt: 23.03.08   #14
    Ich würde auch mal mit der Position experimentieren. Manchmal hilft es schon wenn man sich einen halben Meter bewegt oder sich etwas dreht....
     
  15. nighthawkz

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    Erstellt: 23.03.08   #15
    Stimmt, das kommt noch dazu. Die "Großen" haben live oft einfach einen größeren Abstand zum Amp.
     
  16. bemymonkey

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    Erstellt: 23.03.08   #16
    Es ist, wie im ersten Post schon erwaehnt, kein mikrofonischer Feedback... wenn ich die Saiten festhalte, fiept ueberhaupt nichts - aber ich muss halt wirklich fest drauf druecken. Wenn ich nur einen Finger von meiner Greifhand ueber die Saiten lege (so wie ich's von meiner Ibanez gewoehnt bin), geht das Gepfeife los. Wobei, dann meist in ner tieferen Frequenz... Ich spuere dann ja auch richtig, wie die Saiten mitschwingen.

    Um den Feedback ganz zu daempfen muss ich mich komplett vom Amp wegdrehen und wirklich mit beiden Haenden die Saiten festhalten :p

    Naja... dann hoert mich der Reste der Band ja nicht mehr. Vielleicht liegt's natuerlich auch daran, dass ich so nah an meinem Amp stehe - aber wir haben im Proberaum nun mal nen Buehnenaufbau, und da muessen wir ja ab und zu auf Buehnen auskommen, die nur 3m tief sind ;)... wenn ich dann Monitor und Floorboard wegrechne hab' ich nur noch anderthalb Meter fuer mich zum stehen UND fuer den Amp. Kann also hoechstens einen Meter von dem Amp weit weg stehen ;)... Leider kann ich das auch nicht wirklich aendern.


    Mich hat nur die ganze Sache ein Wenig angekotzt, weil ich mir letztens ein Paul Gilbert Video reingezogen hab', bei dem er bei Shred-Levels (zwei Fullstacks direkt hinter sich) mit ner Semiakustik gespielt hat, und in Spielpausen absolute Ruhe war... Und ich duempel hier mit meiner Solid-Body rum und hab' trotzdem mehr Feedback-Probleme ;)... Genau deswegen hatte ich ja auch den schleichenden Eindruck, dass mir irgendwas entgeht :p.
     
  17. nighthawkz

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    Erstellt: 23.03.08   #17
    Viele Profis drehen das Gain viel weiter runter als man denkt, das kann man gut per Lautstärke und Anschlag kompensieren... fällt mir dazu ein. Plus: Bestimmte Gitarre/Amp-Kombinationen koppeln schlimmer als andere.

    Edit: Da fällt mir ein, du könntest tatsächlich (DEZENT) per Equalizer die Entpfeifmethode der PA-Fuzzies testen...
     
  18. bemymonkey

    bemymonkey Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.03.08   #18
    Joah, also, die typische PA-Entkoppelmethode werde ich durchaus probieren - vielleicht bei der naechsten Probe oder so, wenn ich unseren Frontmann dazu ueberreden kann, mit mir mal das Siderack ausm Sprinter zu holen, und mich da an der Verkabelung rumpfuschen zu lassen ;)...

    Meine Gitarre ist halt wirklich besonders schlimm, was Koppeln angeht - hab' ja wirklich das Gefuehl, dass das Ding einfach viel zu hell klingendes Holz hat. Vielleicht kann ich ja irgendwas einloeten, was den Klang des Steg-PUs ein Wenig weniger hoehenreich macht (Kondensator, was weiss ich?) - habt Ihr da vielleicht irgendwelche Vorschlaege? Das koennte ich ja durchaus mal schnell ausprobieren, ist ja kaum finanzieller Aufwand dabei, oder? Loetkolben liegt eh fuer's Basteln bereit...
     
  19. jesses

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  20. bemymonkey

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    Erstellt: 23.03.08   #20
    Heisst das also, ich koennte einfach einen Kondensator mit einem Ende an die Signalleitung des Pickups und mit dem anderen Ende auf Erde loeten? Kann da jemand vielleicht irgendwelche Werte vorschlagen? Wuerde dann mal so 10 bestellen, weiss aber gar nciht wo ich anfangen soll. Der Pickup soll ja schliesslich danach auch noch den normalen Tonepoti durchlaufen...

    Danke fuer den Link!
     
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