Fender Jazzmaster , Jaguar , Mustang

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Phil Fuchsu
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Hi ich intressiere mich für die Fender Jazzmaster ( die made in Japan , die anderen sind zu teuer ) , und werde wahrscheinlich bald auch zu einem großen Musikladen fahren und eine testen . Obwol ich eher eine gebrauchte suche , aber egal das ist nebensächlich.
Denn eine Frage intressiert mich nun schon länger unzwar:

Was ist denn der große Unterschied primier zwischen einer Fender Jaguar und einer Fender Jazzmaster , nur das die jaguar Humbucker hat und die jazzmaster Singlecoils ?
haben die sonst noch klangliche unterschiede oder auch von der bespielbarkeit ?
und inwiefern sind diese Modelle noch mit der fender Mustang zu vergleichen ? Diese kommt mir vor wie eine , in der Form , leicht veränderte jazzmaster.


verrückte sache :eek:
 
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hi phil!
keine der 3 genannten gitarren hat humbucker - alle haben (unterschiedliche) single-coils.
neben der unterschiedlichen tonabnehmerbestückung und elektrischen schaltung besteht der hauptunterschied zwischen jaguar und jazzmaster in der kürzeren mensur der jaguar. diese macht sowohl im klang als auch im handling unterschiede aus.
diese kürzere mensur hat auch die mustang. darüberhinaus ist sie ganz allgemein wesentlich schlichter (auf)gebaut als die anderen beiden gitarren.

cheers - 68.
 
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Ergänzend:

- Nur die Special Reihe der Jaguar, die JGS-86, die JGS-83 und die Baritone, kommt mit zwei Humbuckern daher.

- Die Jazzmaster ist die Älteste unter den drei Gitarren. Sie wurde 1958 vorgestellt. Die Jaguar sollte 1962 ihr Nachfolger sein und hat deutlich mehr Chrom, die Mustang folgte 1964/65

- Die Jaguar hat von allen drei Modellen die aufwändigste und vielfältigste Elektonik / Schaltung.

- Neben der kürzeren Mensur haben die Jaguar und die Mustang zudem noch 22 Bünde, die Jazzmaster 21 Bünde.
 
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Das besondere bei der Jazzmaster ist ein kleiner Kniff in der Elektronik:

Du kannst sie mittels einem speziellen Schalter (von oben auf die gitarre gesehen links) auf dem schlagbrett so umschalten, dass sie sehr stark nach jazz-Gitarre klingt, also weniger spitze höhen, mehr bässe...

Ich habe selbst eine 72'er oder 73' jazzmaster und mir gefällt die besser als die neuen, weil die ab 69 glaube ich schönere Inlays hatten, Binding am Hals und auch die größere seventies Kopfplatte, während die früheren eher Dot-Inlays hatten und keine Bindings...

Wird vllt. an den Pics klar

72'/73'er Modell:
http://globalvintage.com.au/shop/images/73-Jazzmaster.jpg

früheres 62'er modell:
http://perso.wanadoo.es/tallent/gear/pics/sale/EF7350.jpg


Und noch den Schaltplan:
http://www.guitarnucleus.com/gitschems/JazzMaster62_wir.jpg

Ich hab sie in 3-Tone Sunburst, die schönste farbe in der du sie kriegen kannst;)

Und sie hat den besten clean Sound den ich je von einer Gitarre gehört habe. Schön warm aber weder zu dumpf noch zu spitz. Einfach Traumhaft!;)
 
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Phil Fuchsu
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okay,danke für die schnellen Antworten :)

aber hört auf so zu schwärmen ,solange ich noch keine eigene hab,da werd ich ja noch neidischer :D

hmm das mit dem schalter habe ich auch schon gehört bzw. gelesen.
zudem habe ich auch gelesen das die bridge ziemlich schlecht sein soll und sehr locker sitzt stimmt das generell und vor allem bei der neuen 62 fender ( die ja als einzige annähernd im preislichen rahmen für mich liegt ... )

und wie sieht es aus in puncto vielseitigkeit ?
nun gut, ich habe niemals vor die totale metal-axt bei der gitarre rauszuholen , aber manchmal soll es halt schon etwas mehr sein , zudem möchte ich aber auch noch blues und funk spielen. leider habe ich die gitarre bis jetzt noch nicht live gehört deswegen frage ich mich ob sich dieses klangbild mit der gitarre abdecken lässt.
 
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hey,

also ich hab die jaguar nur relativ kurz im original zusatnd gespielt, da ich sie sehr bald umgebaut hab auf einen humbucker und tune-o-matic bridge.
in der kurzen zeit kam sie mir etwas dünn rüber zumindest am steg klang sie sehr dratig, metalisch aber wohl auch sehr klasisch - nach surfgitarre
ich spiele gerne etwas härter - nicht vollgas aber mehr als ac/dc
der steg selbst ist nicht das beste aber da gibts diverse abhilfen wie buzz-stop, mustang bridge oder eben auf tune-o-matic umbauen passt allerdings nicht 100%..
die kurze mensur ist wirklich sehr interessant und eine welt wenn man danach eine strat in die hand nimmt.

mit nem humbucker am steg ist sie für mich eine sehr feines instrument..
ich hab zwar die out of phase schaltung verloren aber im zusammenspiel mit dem hals single coil und als gesplitteter humbucker klingt sie sehr gut und vielseitig.

du solltest versuchen eine anspielen zu können denn sie ist schon anders :cool::)
jag-stang.com ist auch eine informative seite

gruss
 
kypdurron
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Ich selber habe seit über 10 Jahren eine Fender Japan Jazzmaster, mein Bruder hatte zeitgleich lange Zeit eine Jaguar aus der gleichen Zeit. Die Mensur ist bei beiden gleich, die Mustang ist kürzer. Bei der Jaguar von meinem Bruder war der Hals etwas schlanker, was ich angenehmer fand als bei der Jazzmaster.

Vom Klang her ist die Jazzmaster insgesamt etwas fetter, auch auf dem Stegpickup. Allerdings war sie immer noch schrill genug, dass meine Bandkollegen sie am liebsten manchmal aus dem Proberaum verbannt hätten ;) Die separate "Jazz"-Schaltung war mir persönlich zu muffig, die benutze ich eher selten. In der Standard-3-Wege-Schaltung sind aber alle Sounds sehr gut, insbesondere clean oder angezerrt. Vollverzerrt ist die Jazzmaster sehr eigenwillig, in den Akkorden nicht sehr differenziert, bei Solopassagen sehr schneidend ... wenn Du nicht auf volle Verzerrung gehen willst, kann man aber schon ne Menge damit anfangen, von sehr sanft über bluesig und 70er-rockig bis grungig.

Im Vergleich zur Jaguar klingt sie aber noch relativ alltäglich, die bringt praktisch kaum Bässe und kaum Mitten, wobei man das so extrem schalten kann, dass praktisch nur noch ein indirektes Klirren rauskommt. Wenn man genau diesen Sound sucht, gibt es nix besseres, die Jazzmaster ist aber erheblich "alltagstauglicher". Die Jaguar würde ich praktisch nur für Surf und Neubauten/Cave etc empfehlen ;)

Was die Bridge angeht, so ist die in der Tat nur "aufgelegt" und wird durch den Saitendruck fixiert, was bedeutet, dass sie die Stimmstabilität erheblich reduziert. Ich habe deshalb das Tremolo arretiert und den Hebel in der Schublade. Auch geraten die Saiten auf der Bridge leicht ins Rutschen, was man wohl auch nicht wirklich beheben kann. Ich lebe damit, mein Bruder hatte sich für ca. 70 € eine andere Brücke gekauft, auf der die Saiten auf Rollen liegen. Das löst diese Probleme komplett.

Insgesamt würde ich die Jazzmaster durchaus empfehlen. Kaum jemand hat eine, man fällt quasi automatisch auf. Der Sound ist eben auch mit keiner Strat oder Tele vergleichbar. Leider passt die Gitarre auch in keinen Standard Strat-o der Telekoffer, also am besten gleich mitkaufen.
 
frinderman
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hi,
mal kurz was zur Geschichte der "Jazzmaster" : Leo Fender suchte eine Antwort auf die grosse Gibson Konkurrenz und hatte die Idee, alternativ zur ES 135/165/175 eine "Brett-Gitarre" mit ähnlichem Sound, die sich auch bequem im sitzen spielen lässt, zu bauen. Das ist erstaunlich gut gelungen. Der Spielkomfort im sitzen ist optimal. Daraus wird aber auch das Einsatzgebiet klar - eben Jazz und Blues. Wenn man sie mit P90er bestückt, ist sie der ultimative Bluesbringer. Mit der richtigen Einstellung (ausprobieren) kann man mitten im Stück zwischen Strat und Telesounds hin und herschalten. Bestes Beispiel die DVD von Magic Slim and the Teardrops -anything can happen-. Magic Slim spielt darauf 2 verschiedene Jazzmaster mit unterschiedlichen Pick-Ups. Absolut empfehlenswerte DVD.
 
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