Fender(Squier) Japan Vintage Stratocaster

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Hi Community,

ich habe noch keinen Thread zu diesem Thema gefunden, deshalb eröffne ich einen. Momentan verkaufen sich Fender japan vintage Stratocaster auf Ebay wie warme Semmel. Ich habe rausgefunden, dass diese Gitarren von 1982-84 in Japan produziert wurden und der Untermarke Squier angehörten. Außerdem sollen sie früher 500-600 Mark gekostet haben und für Squier eine relativ hohe Qualität haben. Die Preise, die diese Gitarren bei Ebay erzielen sind gigantisch und in der Tendenz steigend. Ein Beispiel:

http://cgi.ebay.com/Fender-Japan-19...J-/120706772035?pt=Guitar&hash=item1c1aaf2c43

Was haltet ihr von diesen Strats? Sind die Preise gerechtfertigt? Lohnt es sich für mich, der sich eigentlich eine neue Mexico Strat für 700 Euro kaufen wollte, eine von diesen Gitarren bei eBay zu ersteigern?

Vielen Dank für eure Antworten im Vorraus!

LG

SilverSurfer
 
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NIEMALS würde ich so eine Strat bei ebay ersteigern. Made in Japan war damals zu vergleichen mit heute made in China. Es waren richtig gute Instrumente dabei in Ausnahmefällen, vielleicht in einigen Ausnahmefällen mehr als heute. :) Aber: Der Hype der um diese Instrumente zur Zeit gemacht wird, ist für mich keinesfalls nachzuvollziehen, es waren gute Einsteigerinstrumente für ihre Zeit und mehr nicht. Und jetzt, auf dem Höhepunkt dieses Hypes so eine Strat blind zu ersteigern ist ein sehr hohes Risiko. Geh in einen schönen Gitarrenladen, probier ein paar mexikanische Ladys aus, nimm vielleicht auch mal eine Alternative in die Hand (Godin, Blade, Rockinger, die kann man leider nicht anspielen, vielleicht auch mal eine Highway one) und werde glücklich mit der, die du vorher probiert hast. ;)
 
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NIEMALS würde ich so eine Strat bei ebay ersteigern. Made in Japan war damals zu vergleichen mit heute made in China. Es waren richtig gute Instrumente dabei in Ausnahmefällen, vielleicht in einigen Ausnahmefällen mehr als heute. :) Aber: Der Hype der um diese Instrumente zur Zeit gemacht wird, ist für mich keinesfalls nachzuvollziehen, es waren gute Einsteigerinstrumente für ihre Zeit und mehr nicht. Und jetzt, auf dem Höhepunkt dieses Hypes so eine Strat blind zu ersteigern ist ein sehr hohes Risiko. Geh in einen schönen Gitarrenladen, probier ein paar mexikanische Ladys aus, nimm vielleicht auch mal eine Alternative in die Hand (Godin, Blade, Rockinger, die kann man leider nicht anspielen, vielleicht auch mal eine Highway one) und werde glücklich mit der, die du vorher probiert hast. ;)
Diese Verurteilung von JV-Squiers kann ich als ausgewiesener Japan-Fanboy nicht hinnehmen :D.
Korrigiert mich, wenn ich mich täusche: Die Gitarren wurden von Fujigen produziert und haben einen durchgängig hohen Verarbeitungsstandard (anders als chinesische Gitarren); Fender USA hatte zu der Zeit - auch hier könnt ihr mich gerne korrigieren - überhaupt keine Produktionsstätte und hat in den letzten CBS-Jahren ziemlich viel Käse produziert. Mein Gitarristen-Kollege spielt eine solche Japan-Squier und ist damit seit 30 Jahren zufrieden - und ich kann das nachvollziehen ;).
Grundsätzlich ist es natürlich immer problematisch, über ebay eine Vintage-Gitarre zu ersteigern - erst recht, wenn sie aus den USA kommt. Da ist das Risiko groß. Empfehlenswerter ist der Kauf in D oder im benachbarten Ausland - oder in einem Laden - und da hängen nunmal selten Vintage-Klampfen. Wer ein bisschen Mojo oder Voodoo haben möchte, wird aber meiner Meinung nach feststellen, dass da die echten alten Gitarren den "Road Worns" (und Konsorten) überlegen sind.
Also: Wenn es sich alt anfühlen soll, würde ich sowas (oder ne´alte Tokai) durchaus empfehlen; wenn es einfach nur eine gute Gitarre sein soll, dann fährt man wohl mit einer neuen besser bzw. kommt billiger davon. Insofern hat der Schmendrick imho Recht ;).
 
Die Gitarren wurden von Fujigen produziert und haben einen durchgängig hohen Verarbeitungsstandard

Jetzt und in der letzten Zeit wohl ja, früher in der oben angesprochenen Zeit eher nicht durchgängig.
Schmendrik hat schon recht mit dem Vergleich China heute, Japan früher.
Ich habe die Zeit aktiv mitgemacht und der Hype der heute über diversen Japan-Gitarren schwebt, zaubert mir ein Lächeln ins Gesicht.
ES soll jetzt nicht heißen, daß KEINE guten Instrumente zu der Zeit aus Japan kamen, ganz im Gegenteil, aber um die 80ziger Jahre
das Wort Japan als alleiniges Qualitätsmerkmal zu missbrauchen ist :eek:

Also, auch wenn Japan draufsteht, sollte anspielen Pflicht sein.

Allerdings würde ich aus dieser Zeit auch keine Fender aus den USA unangespielt kaufen,
das war so die Zeit als CBS in den letzten zuckungen lag und auch, in Folge von Einsparungen, eine Menge Müll produzierte

Gruß TOM
 
Zuletzt bearbeitet:

;) ja, genau das wollte ich sagen. In zwanzig Jahren, sollte unsere Welt noch bestehen, haben chinesische Gitarren auch einen durchweg hohen Verarbeitungsstandard. Haben die meisten heute schon. Eine Squier kostete damals ca. 500DM, sie heute pauschal als überdurchschnittlich gut einzustufen, grenzt an Wahnsinn. Man muss das nochmal so deutlich sagen: es waren Billiginstrumente, CNC-Maschinen wie heute gab es noch nicht und dass sie heute so teuer gehandelt werden liegt an macforst&Co. :D
 
ich habe mal eine witzige Bemerkung gelesen
Frage: Weißt du warum die alten 50'er/60'er Jahre Fender Klampfen heute alle so geil klingen?
Antwort: Weil die miesen Klampfen der 50'er/60'er heute nicht mehr leben.

Genauso verhält es sich mit den JV Squiers. Ich bin ausgesprochener Fan der JV-Serie. Nach 4 Strats, 1 Tele und 1 Bass darf ich sagen: ALLE 6 Gitarren waren durchweg erstklassig verarbeitet und hatten eine Klangqualität vom Feinsten! Das Holz war sehr tonal und die Hardware und Pickups waren 100% USA Fender-Teile.
Das was man den Japanern in den 70'ern und teilweise auch noch 80'ern (schlecht) nachgesagt hatte, war eine mangelhafte Elektrik. Das Problem wurde durch die Kooperation mit Fender vollkommen ausgebügelt. Diese neue Qualitätsnorm hat sich seitdem durchweg (nicht nur auf Fender Japan) Gitarren ausgewirkt.

Wer heute behauptet eine Japan Squier aus der JV-Serie sei heute vergleichbar mit einer China-Squier, der hat wohl noch keine JV in den Händen gehalten.

Zugegeben: Bei Preisen um 700-1000 Euro für JV's im Originalzustand überlegt man sich dreimal, ob man sich nicht doch lieber eine gebrauchte American Standard für die Hälfte holen soll (weil Made in USA draufsteht). Ich kann euch versichern, sobald ihr beide INstrumente nebeneinander gespielt habt, legt ihr die Am.Std. rasch beiseite. (Bevor wegen dieser Zeile Streit aufkommt: Es gibt natürlich auch herausragend gute Am.Std.)
Die JV Squier sind locker auf dem Am.Vintage Reissue Niveau.
Ich habe eine 88'er Mary Kaye mit nem Hals von Scott Buehl (kurz bevor er in den Custom Shop berufen wurde), die ist auch nicht besser als die 56'er Strat Reissues von Squier JV...

...nur meine 2 Cent...
 
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Jetzt und in der letzten Zeit wohl ja, früher in der oben angesprochenen Zeit eher nicht durchgängig.
Also nach meiner Kenntnis stimmt das nicht. klick Der Initiator dieser Page ist neuerdings auch Forumsmitglied (Freunde der japanischen Gitarren, wo seid ihr? Euer Lieblingsobjekt wird hier gerade zerredet:D)
Die heutigen Fender Japan-Instrumente kommen übrigens auch nicht mehr von Fujigen. Zu dem Rest des Posts kann ich nur sagen: Spielt - wenn ihr die Gelegenheit habt - einfach mal eine ältere Japan-Squier oder Fender an. Ich habe z. B. ca. 1992 mein Erspartes in die Hand genommen, bin in de nächsten großen Laden gegangen und habe mir nach langem Testen die meiner Meinung nach beste Strat im Laden gekauft - eine Fender Strat CAR aus Japan. Die Amerikanerinnen kamen da nicht mit. Dass sie aus Japan kam, war mir damals vollkommen egal. Auch dass sie 300 DM billiger war als die Amerikanerinnen, war nicht ausschlaggebend.
Natürlich gibt es auch bei diesen Instrumenten mittelmäßige - ist doch logisch. Der Verarbeitungsstandard war aber - wie gesagt - hoch (hat wohl auch kulturelle Ursachen; wir reden über ein Land, in dem sich damals noch Zugführer umgebracht habe, die mit ihrer Bahn zu spät gekommen sind), wirklich schlechte habe ich damals wie heute nicht gespielt. Habt ihr?
Einen hohen Verarbeitungsstandard habe mit Sicherheit heute auch einige chinesische Fabriken - aber längst nicht alle "China-Gitarren". Insofern ist der Vergleich äußerst undifferenziert.
 
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Kann eigentlich auch von keinen schlechten japanischen Gitarren aus der Zeit erzählen. Die billigen Squiers, die dann auch wirklich nicht mehr so gut waren, kamen in meiner Jugend schon aus Korea (also eher ende 80er).

Tatsächlich ist es so, dass die massiv gestiegene Qualität der Japaner um 1980 Fender überhaupt erst bewegte, in den japanischen Markt einzusteigen. Da ging es weniger um billige Offshore-Produktion, da ging es vielmehr darum, Tokai und Co. nicht kampflos den asiatischen Markt zu überlassen. Wenn ich das richtig verstanden habe, waren die ersten Squiers dann einfach die Exportversionen dieser Gitarren für Europa.

Dieser Hype nervt aber trotzdem, ich würde mich so was heute auch nicht kaufen.
 
wir reden über ein Land, in dem sich damals noch Zugführer umgebracht habe, die mit ihrer Bahn zu spät gekommen sind),

was natürlich wirklich ein gutes Argument ist, ohne Ironie gesagt, ich schwör´s! :) Ich will sie ja auch nicht schlechtreden, mich nervt nur dieses Kultgehabe japanischer 70er/80er-Jahre-Gitarren.
 
Ich will sie ja auch nicht schlechtreden, mich nervt nur dieses Kultgehabe japanischer 70er/80er-Jahre-Gitarren.

So ähnlich sehe ich das auch.
Die Preise die heute eine Japanische Squier / Fender erziehlt haben wenig mit der Wirklichkeit zu tun.
Die sind eher durch Wissenserweiterung in Form von Discussion entstanden.

Gruß TOM
 
Danke für eure Antworten! Ich denke ich weiß jetzt was ich mir kaufen werden ;D
 
Hallo Ihr alle

Ich hab da ein wenig mitgelesen.

Natürlich muss ich mir nichts beweisen. Ich sage es einfach mal so:

Die japanischen Squier und Fender Gitarren haben nichts zu tun mit den heutigen Chinesen. Da ist höchstens was in den Köpfen so hängen geblieben, oder es wird so gemacht.

Ich habe infolge Arbeit in einem Musikhaus wohl 100te Gitarren in den Händen gehabt und weiss, dass Fujigen zwischen 1982 und 1997 die besten Gitarren baute.

Man sollte schon einige solcher Damen in den Händen gehabt haben, um da mitzureden.

Ich hoffe mir nimmt keiner meine Äusserung übel.

Auf meiner Page könnt Ihr sämtliche Informationen zu den Squier und Fender Made in Japan entnehmen. Die heutigen Fender Japan Gitarren werden von Kanda Shokai gebaut. Immer noch besser als jede Mexiko, aber nicht ganz so gut, wie die von Fujigen gebauten Instrumente. Aus diesem Haus kamen auch die Ibanez Gitarren und dort wäre es wohl eine Sensation, dass diese Leute den JEM Hals entwickelten, scheint aber nicht wichtig zu sein. Das spricht wohl für sich.

Gruss René
 
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Hallo zusammen

ich möchte mich Renè anschließen. Japan hat in der Fertigung auch wenn es zur damaligen Zeit bedingt durch Kursumrechnungen anderst aussah nicht`s aber auch gar nicht`s mit der Fertigungsqualität mit China gemein. Japan hat und macht immer noch in Fertigunsstätten wie Futjigen absolute Top Qualität. Highend Produkte ohne wenn und aber. Ihr schmälert das Ansehen von Japan Plant`s im Vergleich zu China erheblich. Chinesen sind plumpe Kopisten die mit westlichen Maschinen einen guten Fertigungsstandart heute hervorbringen. Japan hat damals schon hingegen Amerika in der Qualität um Längen geschlagen. Experten wissen das. Man muß die Ära der 70 ger bis 80 ger Jahre in der Fertigungsqualität sehen. Egal wo Japan eingestiegen war ( Mazda RX7 Wankel, Minolta, Onkio,Pioneer,Alpine ) es war Highend zu dem Kurs.

Und deshalb sind die ersten Squire so beliebt. Nie mehr dargebotene Qualität. Hat die Fenderprodukte in Bezug auf Qualität geschlagen im Preis Qualitätsverhältnis. Deshalb die hohen Preise bei Squire Gitarren aus der Zeit. Das darf man nach heutigen Messpunkten nicht mit China gleichsetzen. In Japan wurde zu dieser Zeit noch viel von Hand gearbeitet. Und das wissen die Musiker die sich auskennen. Daher die hohen Preise für Squire Produkte aus der Zeit.

Ich habe letztes Jahr zwei Jazzmaster Matchet Headstock verkauft. Die Amerikanische war neu und aus USA und mit Fenderkoffer. Die Japanische war ohne alles und gut besielt ,ein paar Jahre alt und ohne Koffer. Trotzdem wurde mir die japanische Jazzmaster für das doppelte des Preises der US Ausführung aus der Hand gerissen. Von einem Mitglied einer Band, die auch im TV regelmässig auftritt. Ich denke er wusste was er will.

Gruß
switch
 
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Vielen Dank Dir

Ich ergänze noch...

...irgendjemand hat da noch erwähnt von wegen warum das Billiginstrumente sein sollen.

Oioi, dochdoch, CNC Maschinen gab's natürlich, nur Fullerton hatte noch keine, oder ausgeleiertes Zeug (72er Ära!), da diese zuerst mal ihre Werkstätten für den automatisierten Bau von Gitarren ausbauen musste. Fujigen hatte die schon längere Zeit, die CNC Maschinen und durch den Vertrag mit Fender, rüstete man dann noch auf. Fujigen war 1982 die modernste Gitarrenwerkstatt der Welt mit höchstem Niveau! Sie verwendeten die besten Materialien.

Wenn es jemand interessiert, sei hier dieser Beitrag von jemandem der einige Berichte geschrieben hat in die damalige Zeitschrift "Musikmagazin Fachblatt", empfohlen. Denn er war dort und hat das gesehen mit eigenen Augen.

Sehr interessant...

Fujigen

Es spricht für sich, dass diese Gitarren im Wert steigen und von nichts kommt nichts. Jeder der eine hat, verscherbelt sie nicht einfach billig, das erklärt die hohen Preise und sonst nichts.

Noch ein tolles Wochenende

Gruss René
 
Hallo noch mal

Was ich eigentlich noch immer nicht so ganz verstanden habe ist :
Was, im Einzelnen, ist denn nun an einer Japan Squier so besonders und besser als bei anderen Modellen ?

Gruß TOM
 
@ Laggy: kurze Antwort: Nimm eine in die Hand, dann weißt du es.
Längere Antwort: Exzellente, lange abgelagerte Hölzer, die von Experten mit jahrelanger Erfahrung ausgewählt und zusammengefügt werden. Das alles im Auftrag von Fender, was sowohl für Fender selbst (in der Zeit, als in den USA nix produziert wurde, außer den Vintage Reissues) und die Japaner für den Sprung nach Europa und America eine Win-Win-Situation darstellte. Das in Kombination erzeugte Engagement auf höchstem Niveau, denn für alle Beteiligten war es eine Chance, die so nicht wieder kommen würde. Spätestens wenn Fender USA wieder in die Massenproduktion eingestiegen wäre, wäre der Drops für die Japaner gelutscht gewesen. Aber auch für Fender wr der Sprung über den Teich ein super Chance den Asien-Markt zu erschließen und dafür eben die Hardware und Pickups geschickt, um sich von asiatischen Markt abzuheben. Wäre ja Quatsch gewesen, auf eine Tokai Springy Sound einfach ein Fender Decal zu kleben. Den Mehrpreis hätte niemand bezahlt.

Heute wird auch bei den großen Häusern überwiegend auf Masse produziert. Da steckt einfach mehr Profit drin. Das Angebot an INstrumenten ist heute so groß, dass selbst eine kleine Enttäuschung bei Gibson oder Fender kaum ins Gewicht fallen würde. Schon das nächste Instrument von den beiden (oder den vielen anderen) würde dem Endkunden wieder mehr zusagen und der Ärger wäre vergessen. Der Markt ist schneller geworden. Sowas wie G.A.S. gab es damals in der heutigen Form nicht. Schon allein, weil man die Kleinanzeigen noch in Papierform abonnieren musste.
Wenn man heute also eine Gitarre in die Hand nimmt, wo Hals und Korpus hervorragend zusammen passen und die Elektronik zuverlässig ist, dann ist das schon großes Glück oder einfach schweineteuer. Daher sind die alten Japan-Klampfen so beliebt. Sie bieten für den Preis einfach ein rundes Paket, bei dem man keine Kompromisse machen muss.

Wer heute eine Squier 51 (einer der Megahypes der letzten Jahre) kauft, der denkt sofort ans Pimpen. Neue PU's, neue Bridge, neue Tuner...das war bei den Japan Squier einfach nicht nötig und sie waren trotzdem (damals) sehr günstig.
 
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Sehr guter Beitrag oben Danke!

Ok, ja was ist es denn? Gute Frage!

Ich habe eine Website gebastelt, wo man alle diese Eigenschaften und Unterschiede nachlesen kann http://stratomaniac.com. Ich will erwähnen, dass man sich über längere Zeit, nicht nur mit den Techniken die angewendet werden beim Bau von Gitarren auskennen sollte, sondern es ist auch von Vorteil, wenn man noch etwas über die Geschichte der Firmen weiss. Man kommt dann von selber drauf, warum zum Beispiel die CBS 70er Jahre Gitarren nicht so gut waren, wie die pre CBS, also die Leo Fender Gitarre.

Ich merke, dass immer wieder in den Foren Fender und Squier Made in Japan nicht für sich betrachtet werden. Fender Japan und auch die Squier Japan wurden von Fujigen gebaut. Beide in sehr guter Qualität. Ich will unbedingt erwähnen, dass nur die erste Serien, welche das kleine Squier Logo an der Stelle hatte wo "original Contour Body" gestanden hat, die gleichen Gitarren waren, wie die Fender Logo Gitarren. Diese wurden nur 2 Monate produziert.
Dannach war die Squier, das kostengünstigere Modell. Somit waren die JV Fender Logo Gitarren besser. Die Squier liegen nicht viel darunter, aber es ist eine Squier und keine Fender Made in Japan. Die Nachfolge Serien mit Fender Logo sind oftmals besser, als die Squier JV. Was man wissen sollte ist, dass Squier und Fender Made in Japan sehr gut Instrumente waren und dass man das nur beurteilen kann, wenn man mehrere gesehen hat und vor allem auch gespielt hat. Hier kann man die Unterschiede der Typen nachlesen Fender und Squier JV Modelle.

Zu Deiner Frage

Zum Beispiel spricht man von der Verarbeitung.

Das Bebunden:

Beispiel Mexiko Fender: Die gehen hin und überlackieren den bebundeten Hals. Das heisst, der Hals wird bebundet und dann wird, sage und schreibe, einfach darüber lackiert. Die Japaner gehen hin und lackieren die Hälse und nachher muss natürlich sehr sorgfältig bebundet werden und der Lack muss von guter Qualität sein, damit der durch das Bebunden nicht wegblättert und man kann so nichts unter dem Lack vertuschen. Das gilt natürlich nur für die Ahorngriffbretter. Man kann das sehr gut sehen, ansonsten stelle ich sehr gerne zwei Fotos von den beiden Techniken in das Web. Welche Technik mit mehr Aufwand verbunden ist, muss nicht erwähnt werden. Auch nicht welche Technik, den Ton verändert.

Die Fräsungen:

Unter den Pickguard gut zu sehen sind bei den Mexikanern die Humbuckerfräsungen was wiederum ermöglicht, dass die nur eine CNC Maschine richten müssen und dann werden alle Bodys für alle Typen von Gitarren durchgelassen. Also SSS, HSH, HSS usw.
Zusätzlich findet man noch viele andere Löcher unter den Pickguards die mir schon fast wehtun wenn ich das sehe. Es gibt sogar Gitarren, die haben ein Loch rausgefräst für alle PU. Das sind sogenannte Poolfräsungen.

Natürlich gibt es noch mehr solcher Geschichten und bekanntlich geben viele Dinge auch eine grosse Sache. Alles was nicht mehr so ist, wie es Leo an seiner Fender gebaut hat, ist meiner Meinung nach eine Veränderung und alles, aber auch wirklich alles was verändert wurde, lässt sich mit den heutigen Frequenz-Techniken sichtbar machen. Und es wurde sehr viel verändert und auch sehr viel ausgemessen und dokumentiert. Zum Beispiel nur schon die Unterschiede von Stimmmechaniken die einen anderen Frequenzverlauf gut erkennen lassen, also klingen sie nicht gleich.

Die Japaner hatten die Leo Fender perfekt kopiert, also Halsstab von unten zugänglich, die gleichen PU-Fräsungen usw. bei den 85er und 115er Nitrolackierungen usw. Es liegt auf der Hand, dass diese Instrumente nur schon wegen den Verarbeitungstechniken sehr nahe an das Original kamen. Dazu verwendeten die Japaner das beste Material in den Anfängen.

Mit diesen Erklärungen will ich nicht sagen, dass keine anderen Gitarren die günstig sind, auf dem Markt sind, aber wenn die berechtigte Frage gestellt wird, warum man über die Japaner denn so gut spricht, dann versuche ich es zu vermitteln. In den Foren wird oft auch nicht von den Typen der Squiers gesprochen, denn da sind natürlich Unterschiede. Unter dem Link oben, kann man das nachlesen.

Wie gesagt auf meiner Website kann man schon ne ganze Menge Erfahren und den Rest werde ich nach und nach ergänzen. Viele Fotos findet man hier Stockliste. Dort sieht man auch, dass die nicht so teuer sind (SFR-Euro umrechnen) wie erzählt wird. Ich sammle diese Gitarren aus Freude an der Sache, wer investiert schon einen Teil seines Lebens in eine Sache, die er nicht liebt...

Vielen Dank Euch

Gruss René
 
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Das Bebunden:

Beispiel Mexiko Fender: Die gehen hin und überlackieren den bebundeten Hals. Das heisst, der Hals wird bebundet und dann wird, sage und schreibe, einfach darüber lackiert. Die Japaner gehen hin und lackieren die Hälse und nachher muss natürlich sehr sorgfältig bebundet werden

Die Fräsungen:

Unter den Pickguard gut zu sehen sind bei den Mexikanern die Humbuckerfräsungen was wiederum ermöglicht, dass die nur eine CNC Maschine richten müssen und dann werden alle Bodys für alle Typen von Gitarren durchgelassen. Also SSS, HSH, HSS usw.

Und genau das ist mir als Musiker völlig Brust... Ich kaufe mir keine Gitarre, um allen die Unterbundlackierung und die Fräsungen zu zeigen, sondern um darauf zu spielen. Außerdem nähern sich die JVs langsam US-Standard-Preisniveau. Klanglich, und nur darum geht es MIR, ist für mich eine US-Standard höher anzusiedeln als eine JV, und Fräsungen hin oder her, eine moderne Squier für 300€ tut denselben Job.
 
Ich habe keine Probleme damit, Deine Meinung stehen zu lassen und muss da auch nicht kontern. Es ging um eine Frage.

Gruss René
 
Ich habe keine Probleme damit, Deine Meinung stehen zu lassen und muss da auch nicht kontern. Es ging um eine Frage.

Gruss René

Ich weiß, peace! :) Und ich beantworte sie noch einmal kurz:
Die überlebenden Squier JVs sind unter Umständen sehr gute Instrumente, die man aber nicht blind ersteigern sollte. Kaufen mit Rückgaberecht macht Sinn und vielleicht ist es das Instrument für´s Leben, in der Bucht privat ersteigern- nein.
 

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