flötenkauf

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wie vielleicht einige von euch gesehen haben, gibt es zur zeit beim hofer einen querflöte zu kaufen ... mich würde interessieren, ob dieses instrument ausreichend ist für ein bisschen spielen-können ... hatte vor jahren einmal querflöte gelernt, aber das instrument danach verkauft ...

meine ansprüche dahingehend sind nicht so hoch, möchte bloß mal wieder das eine oder andere stücke spielen ...
 
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I woas ned... Ich geb ja zu, ich kauf viel beim Aldi, aber bei Musikinstrumenten bin ich eigen :)
Schau's Dir auf alle Faelle gut an, ob die Klappen sauber schliessen und leichtgaengig sind. Spiel's mal an, ob's sauber ist. Ich selber taet ja lieber im Musikladen Mietkauf oder sowas machen.
 
habe bei Aldi /Hofer bis jetzt meist gute Erfahrungen gemacht (zB. Gitarre, etc.).
Ich persönlich würde mir aber keine Querflöte mit geschlossenen Klappen kaufen, weil
meiner Ansicht nach die Ausdrucksmöglichkeiten des Instrument damit zu
sehr eingeschränkt sind - ist aber persönliche Geschmacksache.
(zu einem ähnlichen (bzw. sogar noch etwas günstigeren?) Preis gibt es eine
Querflöte mit semi-geschlossenen Klappen, welche man durch herausnehmen/einlegen
der Einsätze wahlweise sowohl geschlossen (z.B. für Anfang) als auch offen spielen kann.
http://hobby-keller-shop.de/
Allerdings kann ich zur Qualität dieses Instruments aus eigener Erfahrung leider noch
keine Aussagen machen, würde mich aber selber interessieren, ob vielleicht schon
jemand darüber berichten kann.
 
Ich persönlich würde mir aber keine Querflöte mit geschlossenen Klappen kaufen, weil
meiner Ansicht nach die Ausdrucksmöglichkeiten des Instrument damit zu
sehr eingeschränkt sind - ist aber persönliche Geschmacksache.
Also das seh ich jetzt am Anfang weniger als Problem an. Allerdings wird man mit Ringklappen schon gezwungen, sauber zu greifen.
(zu einem ähnlichen (bzw. sogar noch etwas günstigeren?) Preis gibt es eine
Querflöte mit semi-geschlossenen Klappen, welche man durch herausnehmen/einlegen
der Einsätze wahlweise sowohl geschlossen (z.B. für Anfang) als auch offen spielen kann.
Oeh - meine Floete kommt entweder mit Ringklappen oder ohne. Ich hab die mit Ringklappen und guess what? Im Auslieferungszustand waren da Stoepsel drin...
 
Hallo,

zu den Ringklappen, bei 90% der Ringlappenflöten gehören zum Lieferumfang Stöpsel aus Plastik, mit denen kann man gut spielen. Zusätzlich kann man sich für ein Paar Euro Stöpsel kaufen die versilbert sind und so sich optisch nicht von geschlossenen Klappen unterscheiden.

Zum eigentlichen Thema: Lass die Finger von der Flöte, Aldi ist an sich nicht schlecht, aber wenn was mit der Flöte ist hast du nur Streß mit einschicken etc. Schließlich gibts im Aldi keinen Fachmann der dir eben mal die Flöte richtet. Und aus meiner Erfahrung ist bei diesen Billig Flöten relativ schnell irgendwas. Wenn du natürlich nur alle paar Wochen, vielleicht 2 mal im Monat mal ein kleines Liedchen spielen willst würde sie es tun. Wenn du mehr damit vorhast würde ich zu einem gebrauchten Markeninstrument greifen (da gibts ab 200€ schon viel) bzw. zu einer neuen Querflöte von Viento oder Koge. Beide Marken sind sehr günstig und dafür ausgesprochen gut.

@alienblues: Die Ausdrucksmöglichkeiten eines Instruments haben so gut wie gar nichts mit den Klappen zu tun. Das Spielgefühl ist bei Ringklappen ein anderes, wie ich finde angenehmeres und die Fingerhaltung wird dadurch automatisch besser (wenn auch sicherlich Ringklappen kein Quarant für eine richtig gute Fingerhaltung sind) und du hast mehr Möglichkeiten was neue Techniken angeht (Glissandi, Mikrotöne etc). Aber gerade der letzte Punkt ist für den normalen "zu hause" Spieler meist nicht wirklich wichtig, und eine gute Fingerhaltung kann man sich auch mit geschlossenen Klappen angewöhnen.

Und zurück zur Ausdrucksmöglichkeit: Da spielen Faktoren wie Material und Verarbeitung und vor allem Schnitt des Mundstücks eine wichtige Rolle, und die werden bei diesem Aldi Instrument sowieso unter aller Sau sein. Ausdrucksstarke Instrumente fangen bei 2000€ an, mit Flöten darunter kann man zum Teil schon sehr viel machen, aber eben nicht alles. Aber ich weiß ja nicht was du unter Ausdrucksstark verstehst. Unabhängig davon kommt es letztendlich auf den Spieler an, ein richtig guter spielt mit jeder Gurke mit Deckelklappen relativ ausdrucksstark (auch wenn natürlich das Instrument dann einschränkt) ein schlechter bringt auch aus der teuersten Muramatsu nichts bedeutendes raus.
 
@alienblues:
du hast mehr Möglichkeiten was neue Techniken angeht (Glissandi, Mikrotöne etc).

..ein richtig guter spielt mit jeder Gurke mit Deckelklappen relativ ausdrucksstark (auch
wenn natürlich das Instrument dann einschränkt).

@luvanir: wie Du selbst richtig geschrieben hast, muß man unterscheiden
zwischen dem "emotionalen Feeling" welches ein Musiker darstellen möchte, und
den Ausdrucksmöglichkeiten, welche das Instrument hierzu bietet.

Letzlich ist beim Instrumentenkauf auch immer zu berücksichtigen, wie viel Geld man
ausgeben will und kann.
Einerseits bringt es nichts (gerade bei einem technisch schon eher anspruchsvollen und
empfindlichen Instrument wie einer Querflöte) an der falschen Stelle zu sparen, wenn sich
das Teil dann ev. als unbrauchbar herausstellt.
Andererseits ist ein hoher Preis noch lange keine Qualitätsgarantie, obwohl die
Wahrscheinlichkeit betreff Hochwertigkeit meist doch etwas höher ist.
Die von mir bezeichnete Ringklappen-Querflöte kostet dzt. 109.-Euro, und ist
damit das preisgünstigste Angebot, welches ich bisher gefunden habe
(Flöten mit geschlossen Klappen gibts (neu) z.B. bei ebay schon ab 70.- bis 80.- Eu)
aber wie gesagt: über die Qualität kann ich leider noch keine Auskunft machen.
Der Kauf eines gebrauchten Instrument mit so einer empfindlichen Mechanik ist (meiner
Ansicht nach) ein rel. unkalkulierbares Risiko -wenn man nicht wirklich etwas davon
versteht, da die Kosten für Instandsetzung u.U. in keinem Verhältnis zum tatsächlichen
Wert stehen können, und man (bei Privatkauf) keinerlei Gewährleistungsanspruch u.
Garantie hat.
---------------------------
(z.B. meine ind.Bambusquerflöte hat 8.- (in Worten: acht) Euro gekostet, und
ich bin damit glücklich und zufrieden: hat zwar nur ca. 2 Oktaven, (aber bei den ganz
hohen Tönen tun mir sowieso schon die Ohren weh), dafür ein einfaches Griffschema
vergleichbar mit einer Tinwhistle, mit allen Möglichkeiten für Mikrotöne, Glissandi, etc.,
einfach im Aufbau, und einen schönen farbigen, warmen Klang.)

_________________________________________________
(Anmerkung zu meinem vorherigen Kommentar: die unterstrichen dargestellten
Textstellen sind Hyperlinks: könnten zwecks besserer Erkennbarkeit als solche
z.B. durch grüne Schrift gekennzeichnet werden..?)
 
Hallo,

zu den gebrauchten Instrumenten: Von Privatkauf würde ich natürlich auch abraten (höchstens das Instrument wurde vorher von einem Fachmann durchgecheckt), aber die meisten Fachgeschäfte die neue Flöten verkaufen, verkaufen eben auch gebrauchte Instrumente. Jene sind normalerweise von einem Fachmann kontrolliert und eventuell nachjustiert worden. Viele Geschäfte geben dann auch noch ein Jahr Quarantie auf das gebrauchte Instrument. Meine Schüler spielen nahezu alle bisher gebrauchte Instrumente und wir hatten noch keine größeren Probleme. Natürlich muss man darauf achten dass das Instrument in einem guten Zustand ist, aber da wird man normalerweise gut beraten, die Geschäfte wollen ja Kunden gewinnen und nicht vergraulen. Auf der sicheren Seite ist man auch mit einem generalüberholten Instrument (Vorsicht: Nachfragen was in der Generalüberholung alles Inbegriffen war), da dürfte dann in den nächsten Jahren nichts sein.

Bei den Billiginstrumenten weiß man halt nie wie gut der Zustand wirklich ist. Oft klingen sie gar nicht schlecht, aber sind halt nicht wirklich lang spielbar. Man darf nicht unterschätzen wieviel Zeit in der Herstellung eines solchen Instruments liegts und wieviel Arbeitsaufwand. Es gibt absolut günstige und von der Qualität annehmbare Low-Budget Instrumente (siehe Viento, Koge), aber die kosten auch mehr als 100€. Alleine die Polster einer Querflöte sind eine Wissenschaft für sich, wenn die nicht richtig schließen wird man absolut nie saubere Töne aus dem Instrument bekommen, die ganze Mechanik ist sehr sensibel und kompliziert, wenn da geschlampt wurde, dann hat man echt schnell Probleme. Und ein gut geschnittenes Mundloch ist einfach wichtig für einen einigermaßen klaren und schönen Ton.

Und man kann eine Bambusflöte nicht mit einer Querflöte vergleichen. Querflöten sind einfach technisch komplizierte Instrumente (wie auch Klarinetten und Oboen). Man würde ja auch kein Bobycar mit einem normalen Auto vergleichen. Und da liegt genauso viel an Technik dazwischen. Und aus diesem Grund gibt es da eben auch einen kleinen Preisuntersschied.

Ich gehöre sicher nicht zu den Leuten die nur das teuerste für gerade gut genug halten, aber aus der Erfahrung raus muss man für eine gute Querflöte schon mehrere 100€ ausgeben. Natürlich kommt es immer darauf an wieviel man sich leisten kann/will und welche Ansprüche man hat. Wie schon gesagt, zum ab und zu spielen tuts vielleicht auch ein Aldi Instrument. Wer mehr will sollte schon zu einem Markeninstrument greifen (z.B. Viento geschlossene Klappen 309€, Ringklappen 318€). Aber das ist definitv unterste Grenze für ein dauerhaft spielbares und einigermaßen funktionsfähiges Instrument.

Ich habe selber Erfahrungen mit den Querflöten von Thomann gemacht und muss einfach sagen dass wir die 3jährige Quarantie mehrmals ausnutzen mussten weil relativ oft etwas kaputt war. Bei meiner Yamaha Querflöte war bis zur ersten Generalüberholung nie etwas.
 
habe mir jetzt selber die ((Billig-) Querflöte um 109.- Eu, mit Ringklappen, versilbert, von hobby-keller-shop.de gekauft, und bin bis jetzt damit ganz zufrieden, (soweit ich das -zugegebenermaßen laienhaft, beurteilen kann).
Jedenfalls sprechen alle Töne bis in die tiefsten Lagen gut an, was auch auf dicht schließende Klappen hinweist.
Allerdings räume ich ein, keine Vergleichsmöglichkeiten mit anderen Herstellern zu haben, insbesondere was die Ansprache, Klang, etc. (sowie Langlebigkeit/ Haltbarkeit) betrifft - wobei ich aber den Eindruck gewonnen habe, das 99% vom richtigen Ansatz (und sorgsamen, pfleglichen Umgang) abhängt:
Das heisst, das man auch auf einem billigen Instument, welches technisch o.k. ist, sehr schöne Musik spielen kann, und andererseits das teuerste Instrument nichts nützt, wenn der Ansatz noch nicht ganz passt.
Im Unterschied zur Bambusquerflöte fällt vor allem die wesentlich größere Lautstärke, speziell in den tieferen Lagen auf.
Auch die sehr kompakten Abmessungen aufgrund der Zerlegbarkeit, sind hinsichtlich Transportierbarkeit ein nicht zu unterschätzender Vorteil.
Anm.: auf der Bambusquerflöte empfinde ich (zumindest subjektiv) den Ansatz aufgrund der kleineren Einblasöffnung zwar nicht schwieriger, aber vergleichsweise noch sensibler als bei der Klappen-Querflöte, wobei ich aufgrund meiner (persönlichen) asymmetrischen (d.h. aussermittigen) Lippenposition, welche einen sehr "scharf gezielten" Luftstrom ermöglicht, damit ganz gut zurechtkomme.)
Trotz der Ringklappen an der Querflöte, erscheint die "intuitive Bedienbarkeit" der Bambusquerflöte (mit dem Tin-Whistle Griffschema) vor allem für Gelegenheits- u. Hobbyspieler einfacher:
man braucht sich im Gegensatz zum Klappensystem, meist weniger Gedanken zu machen, welche Griffe man anwendet, und kann den Ton in prakt. allen Lagen mittels der abzudeckenden Bohrungen spontan u. beliebig "formen" bis er der klanglichen Vorstellung entspricht, inclusive div. Glissandi, Mikrotöne, usw.
(mein Favorit ist u.bleibt allerdings die Panflöte -zumindest wenn man keine schnellen, großen Intervallsprünge spielen braucht (dann wird's manchmal schwierig..), aber insbesondere zur Interpretation von Gesangstimmen ein wunderbares Instrument...)
 

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