Frage zu Behringer DCX2496 Ultradrive Pro

doch mein post sagt:

für einfache anwendungen, also 2 weg stereo oder 3 weg stereo ist das ding recht leicht zu bedienen,
des weiteren:
dass die software unübersichtlich ist

und dass das menü eigentlich ähnlich übersichtlich ist wie T.C., was sehr für die menüführung des behringers spricht! zu anderem brauch ich nix zu sagen, da ich damit völlig übereinstimme!

also kurz:
günstiges, taugliches gerät mit übersichtlichem menü...

aber das stand auch schon in meinem beitrag davor....
 
Rockopa schrieb:
So ich habe mal wieder ein bisschen mit dem Teil experimentiert.
Aufgrund einiger Fragen hier im Forum zu Subs und ihrer Trennung habe ich bewusst mal ganz extreme Werte gesetzt.
Butterworth Filter -48dB bei 40 Hz und BWF-48dB bei 120Hz um den Sub mal richtig im Frequenzspektrum einzugrenzen.
Bei starken Filtern verschiebt sich ja auch die Phase,berücksichtigt das der DCX und korrigiert das? oder muss ich das alleine machen.
Denn im Moment hört es sich so an als ob der Sub auf einer anderen Party spielt.;) ;)
Jemand schon mal ähnliche Erfahrungen gemacht.

Ich hab zwar die DCX noch nicht, aber weis wie solche Kosten arbeiten und hab mal das Manual gelesen:

Zu deinen Delays (so wie ich es aus dem Manual verstanden habe):
Die short delays sind dazu gedacht bei Lautsprechern im selben Gehäuse oder übereinander die paar cm Unterschiede in der Einbautiefe der Lautsprecher auszugleichen. Könnte z.B. bei Hörnern sehr sinnvoll sein (Treiber ist ja effektiv 10 cm tiefer als der Mitteltöner) und linearisiert so den Frequenzgang im Übergangsbereich.

die long delays sind wohl für delay lines gedacht (Lautsprecherposition um mehrere m verschoben.

Das kann die Kiste anscheinend selbst einmessen in dem es ein Rauschen drauf schickt und aus der Phasenlage zueinander bzw. den Auslöschungen die passenden Delayzeiten errechnet. So bekommt die Kiste auch die Polarität raus. Ob das bei mehreren Metern funktioniert, keine Ahnung, ich werd's bald ausprobieren.


Und mit den Filterwerten, die du da eingestellt hast, wäre ich vorsichtig.
Digitale Filter höherer Ordnung und niedriger Frequenz haben Probleme mit der Rechengenauigkeit. Beispiel:
Du willst ein Filter mit einer Güte von 1 und 48 Hz und 48 dB/oct (8. Ordnung).
Analog würde so ein Filter einen großen Kondensator haben, digital als IIR Filter realisiert, werden viele Eingangswerte aufakkumuliert.
Und das Problem ist, je größer die Ordnung, Güte und das Verhältnis fs zu fg ist (Grenzfrequenz zu Samplingrate), desto größere Werte kommen so zustande.
Sprich:
48kHz/48Hz = 1000 ; 1000 * 1 * 2^8 (Verh. * Güte * 2^Ordnung) = 256000
Es kommen also 256000 mal größere Werte zustande. Wenn man davon ausgeht, dass die Kiste mit 32 Bit rechnet und dann 18 Bit für diese Rechnerei draufgeht, so bleiben bestenfalls noch 14 bit für die Auflösung übrig. Reicht also nicht mehr (14 Bit entspricht S/N = 84dB)! Bei höherer Güte (z.B. Feedback destroyer) wäre es noch eher vorbei. So kommen komische Effekte, schlechter Klang und eben Quantisierungsfehler zustande. Kann sein, dass die Kiste schlau genug ist, das in mehrere Filter niedrigerer Ordnung aufzubrechen, dann wäre das Problem nicht ganz so gravierend.
Schlimmstenfalls merkt die Kiste beim ausrechnen der Faktoren nicht damit, dass sowas passiert und das Filter clippt intern (ja, das gibt's). Denn sterng genommen müsste man, wenn man die 24 Bit Auflösung einhalten will, schon bei Filtern erster Ordnung und <200 Hz mit mehr als 32 Bit Auflösung rechnen!
Also Digital ist nicht immer gut und man muss es konsequent umsetzen. Daher kann ich mir auch vorstellen, dass einige sagen die Driverack PA ist besser, der nächste sagt die DCX rauscht weniger etc. Das Rauschen und die Verzerrungen kommen halt, wenn man seine Formeln und Rechengenauigkeiten nicht bestens im Griff hat, nicht nur vom AD - DA Wandler. Da haben halt verschiedene Leute verschiedene Filter am laufen gehabt, mit denen die Kisten unterschiedlich gut zurecht kommen.

Zu der Phase: Die Phasenverschiebung lässt sich nicht 'korrigieren', dazu müsste die Kiste in die Zukunft schauen können (oder einfach alles vorher über eine Delay Line schicken). Der Trick ist derselbe wie bei jeder analogen Frequenzweiche: Mitteltöner umpolen und ein Hochpassfilter mit derselben 3 dB Grenzfrequenz und Güte verwenden. Wenn mich nicht alles täuscht kann das die Kiste automatisch. So kompensieren sich die Phasenverschiebungen zu einem linearen Amplitudenfrequenzgang (Mehrwegeboxen mit linearem Phasenfrequenzgang gibt's nicht, könnte man zwar bauen, aber da müsste man zuerst alles um 10ms per delay verzögern).


PS: und falls sich einer über die Zahlen zu der Überhöhung im Filter aufregt, die seien nicht korrekt: Stimmt, hab nur mal grob ne Faustformel für den worst case genommen. man könnte jetzt die Cx und Dx Werte zu dem Filter oben suchen (Tietze Schenk z.B.) und das mal durch die bilineare Transformation jagen: http://wwwex.physik.uni-ulm.de/Lehre/PhysikalischeElektronik/Phys_Elektr/node68.html Will nur das Problem verdeutlichen
 
Rockopa schrieb:
Bei starken Filtern verschiebt sich ja auch die Phase,berücksichtigt das der DCX und korrigiert das? oder muss ich das alleine machen.

Noch was zu meinem letzten Beitrag:
http://www.pm-fairsand.de/malareen//shop/product_info.php?cPath=44_46&products_id=345&osCsid=19bc5c7bc244e2e3101a82fd87583072

Die Kiste setzt einiges davon um:
"The 64-bit DSP processing prevents noise and distortion induced by truncation errors of
the commonly used devices."
Die rechnen also nicht mit 32 sondern 64 bit um das Problem zu umgehen, brauchen dafür aber 4 mal so viel Rechenleistung.
"FIR (Finite Impulse Response) crossover filters were also implemented in the system.
FIR gives a linear phase response at the crossover frequency which is much preferred over IIR (Infinite Impulse Response) filters."
Die FIR Filter können ohne Phasenbeeinflussung arbeiten, aber unter deer Bedingung dass das gesamte Signal erst mal verzögert wird. Der Bass wird sicher nicht so getrennt, denn die Rechenleistung für so ein Filter ist proportional mit (fs/fg)*fs, also steigt linear mit dem Abstand von Grenzfrequenz zu Abtastrate und quadratisch mit der Abtastrate. Bei einem 200 Hz Filter 3. Ordnung sprechen wir da von 20 ms Delay im Signalweg und 400 Millionen Multiplikationen und Additionen (MACs) pro Sekunde.
 
Also ich hab das Wunderteil jettz auch und einfach am anfang isses sicher nicht!!
Brauch ich ein spezielles messmikro oder reicht mein sennheiser 845s?
für was brauch ich ein EQ und ein dynamischen EQ?
 
DJ_Freeride schrieb:
Also ich hab das Wunderteil jettz auch und einfach am anfang isses sicher nicht!!
Brauch ich ein spezielles messmikro oder reicht mein sennheiser 845s?
für was brauch ich ein EQ und ein dynamischen EQ?
1. Sollte schon ein spezielles Messmicro sein, aber so viel lässt sich damit nicht rausholen, also erst mal einfach nach Gehör einstellen. (Gibt eins von Behringer oder das MM-1 von Beyerdynamics)
2. Sicher dass du den DCX meinst dun nicht den DEQ? Wusste nicht, dass der DCX auch diesen 'dynamischen' EQ hat. Der Unterschied ist, dass der dynamische EQ lautstärkeabhängig arbeitet, also so eine Mischung aus Filter und Kompressor. Kann man z.B. dafür benutzen, eine 'loudness' zu erzeugen. Wenn die Musik leise spielt, sind die Höhen und Tiefen angehoben, sobald es lauter wird, nimmt das Teil die Anhebung autom. zurück! So wie ein mehrband Kompressor oder Expander, nur frei konfigurierbar
 
Japs ich mein den DCX =) kann das nämlich auch. Also regelt der dynamische EQ das selber nach?
 

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