Frage zu Behringer Eurorack mx2004A

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White Shaft

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Hallo!

Meine Band und ich wollen demnächst mit Cubase SX unsere Songs aufnehmen. Soundkarte wollen wir die Waveterminal 192M verwenden. Um die ganze Sache abzumischen hatten wir das Behringer Eurorack MX2004A im Visier. Jetzt meine Frage (Achtung sind auf diesem Gebiet absolute Noobs):

Was sind die Channel Inserts auf der Rückseite des Mischpults. Sind das die Ausgänge? Klingt ja nicht gerade danach *ggg*. Wie kann ich, oder besser gesagt kann ich überhaupt mit diesem Mischpult die Drums abnehmen? Ich will die Drums mit 6 Mikros abnehmen und dann vom Mischpult zu den Line-ins der Soundkarte (bei der Waveterminl Soundkarte sind es ja 6 Line-ins, glaub ich zumindest).

Vielleicht kann mir wer wieder weiterhelfen oder mir vielleicht einen anderen Lösungsvorschlag geben. Wäre supi.

PS.: Ja, ja ich weiss => very low budget ;-)
 
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magicgynnii

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Hi,

wenn Ihr nicht gerade an den Kauf eines neuen Mischpultes denkt (was qualitativ für Recordingzwecke sicherlich nachdenkenswert wäre) kann man die Inserts schon zu Direct Outs "umfunktionieren".

Der Insert ist gedacht, um in einen Kanal z.B. einen Kompressor einzuschleifen. Dazu wird das Signal im Kanal abgegriffen, zu dem externen Gerät geführt, dort "bearbeitet" und wieder in den Kanal zurückgeleitet. Verwendet wir dazu ein Stereoklinkenstecker, bei dem über die Spitze das Signal abgegriffen wird, über den unteren Ring wieder zurückgeleitet - der Schaft ist die gemeinsame Masse. Beim Einstöpseln des Steckers wird das Signal im Kanalzug unterbrochen - man muss also dafür sorgen dass der Signalfluss nicht unterbrochen wird. Dazu muss man sich ein Kabel basteln, das auf einer Seite einen Stereoklinkenstecker hat, bei dem die Spitze und der Ring gebrückt sind. Auf der anderen Seite wir dann entspechend des Aufnahmegerätes entweder ein Cinch- oder ein Monoklinkenstecker angelötet.

Eine unsichere Methode ist auch, einen normalen Monoklinkenstecker in den Insert zu stöpseln - nicht ganz einstecken sondern den Punkt suchen, an dem das andere Ende des Kabels Signal bekommt und die beiden Kontakte in der Buchse gebrückt werden. Diesen Punkt gibt es und es funktioniert - nur sobald der Stecker ein bisserl verrutscht, ist Sense. Also besser ein Kabel löten.....

Gruß Günter
 
.Jens

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Moin...

Wenn du nur zu Aufnahmezwecken die Inserts zu DOs umfunktionieren willst, kannst du auch einfach mit einem normalen Monoklinkenkabel arbeiten (ganz eingesteckt). Dann kommt zwar auf dem Kanalzug nichts mehr an, aber wenn du aus dem Pult nur die 6 Mikropreamps brauchst, ist das ja auch gar nicht nötig.
In dem Fall würde ich allerdings erst mit nicht gesteckten Inserts einpegeln und Mikros positionieren und erst wenn alles fertig ist die Klinken stecken...

Jens
 
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magicgynnii

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Hi,

@ .Jens:

Meist wollen die Leutchen aber doch die recht flexiblen Möglichkeiten des Pultes auch zum Abhören nutzen (z.B. die Outputs der Soundkart an die Stereoeingänge und dann über den Control Room.....)

Da scheint mir 6x Lötarbeit schon die elegantere Lösung zu sein ;-)

Gruß Günter
 
.Jens

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Hast ja recht, ich mein' ja auch nur... Für so ganz gelegentliche Aufnahmen würd ich mir die Arbeit nicht machen, und das obwohl ich sonst immer die "elegante" Lösung bevorzuge.

Naja, White Shaft kennt jetzt beide Möglichkeiten und wird sich die für ihn günstigste aussuchen, denk ich :)

Jens
 
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White Shaft

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Danke für die vielen Antworten erstmal!

Und wie wäre es jetzt, wenn ich die drums ohne ein Mischpult dazwischenzuschalten aufnehme. Sprich wenn ich direkt über die Line-ins der Soundkarte aufnehme und alles softwaremäßig abmische? Ist das eine Schnapsidee oder denkbar?
 
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magicgynnii

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Hi,

Du sprichst doch nicht von E-Drums? An die Lineeingänge kannst Du keine Mikrofone anschließen (das heißt: anschließen kannst Du sie schon - es wird aber nichts dabei ´rüberkomen) - da müssen erst einmal Preamps davor. Und die bieten Die die Kanalzüge Deines Mischpultes...

Gruß Günter
 
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...im Übrigen tust du ja bei deiner ursprünglichen Idee nichts anderes (Direktaufnahme der einzelnen Spuren und softwaremäßiges Mischen). Denn gemischt wird in dem Fall ja nichts, es werden lediglich die Mic-Preamps benutzt.

Die Inserts liegen schaltungstechnisch direkt hinter den Preamps, also Pre-EQ und Prefade. Echte Direct Outs liegen dagegen üblicherweise PostEQ, Post-Insert und je nach Pult Pre-oder Postfade (bzw. schaltbar).
Aber selbst in dem Falle würde im Pult nichts gemischt, man hat lediglich den Vorteil, schon den AnalogEQ benutzen zu können und eben bei der Aussteuerung der Kanäle nicht immer das fummelige Gain-Poti bedienen zu müssen, sondern (vernüftig eingepegelten Gain und Pult mit etwas Headroom vorausgesetzt) das Finetuning hardwaremäßig per Fader im Griff zu haben.

Jens
 
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White Shaft

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Hm, wäre es dann für meinen Zweck nicht besser, statt des Mischpults einen Preamp zu verwenden? Wenn ich ja sowieso am Mischpult nix abmischen kann. Oder?

Wie zB dieser hier:

Behringer Ultralink Pro MX882

http://www.behringer.com/02_products/prodindex.cfm?id=MX882&lang=ger
 
.Jens

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Naja, mit einem Preamp kommst du ja nicht weit. Du brauchst ja 6 Kanäle (gleichzeitig)...
Du wolltest doch auch gar nichts abmischen (am Pult)... So, wie du das vorhattest (Einzelspueren aufnehmen und dann im Rechner mischen), ist das schon richtig.

Das einzige, was sich anbieten würde, wäre eben ein anderes Pult mit besseren Preamps. Da du das Behringer ja nun anscheinend schon hast, ist es eine Frage des Anspruchs, ob sich die Investition lohnt.
Insbesondere bei Drums (und nur da braucht man ja viele Preamps gleichzeitig) fallen nämlich die Nachteile der Behringerschen Eingangsstufen nicht wirklich ins Gewicht, weil du zum einen Signale mit hohem Schalldruckpegel hast (= wenig Gain und damit auch weniger Verstärkerrauschen als z.B. bei Vocals) und zum anderen Drumtracks i.d.R. sowieso beim Mischen mit Gates versehen werden, um das Übersprechen zwischen den Drummikes in den Griff zu kriegen. Damit drückst du jedes Rauschen zwischen zwei Schlägen gnadenlos weg.

Wie gesagt, für z.B. Demoaufnahmen im Proberaum kann man auch mit den B.-Pulten einigermaßen arbeiten, so schlimm sind die dann auch wieder nicht.

Und für die Vocals kann man sich dann immer noch ein gutes Mikro und einen passenden Preamp kaufen bzw. leihen (!).

Oder man macht es so wie wir wahrscheinlich demnächst: Instrumentaltracks aufnehmen im Proberaum und für die Vocals und zum Abmischen ins Studio.

EDIT: Im übrigen ist der Ultralink kein Mehrkanal-Preamp, sondern ein Splitter. Und Behringer durch Behringer zu ersetzen macht auch nicht wirklich Sinn ;)

Jens
 
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magicgynnii

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Hi,

werden wir doch etwas praktischer.

Das Behringerpult (vorhanden, daher ist keine weitere Investition notwendig) taugt schon mal als Lieferant der Preamps für die Aufnahme. Zumindest für Drums. Wenn Ihr ein Interface mit 8 Eingängen habt, sind die 6 Preamps des Behringer 2 zu wenig - und fürs gesamte Schlagzeug reichen meist auch nicht 6 Mikros. (BD, Snare, HH, 3 Toms - aus) Da fehlen die OHs - und die haben auch bessere Preamps verdient ;-) Ausserdem wollt Ihr ja als Band sicher auch Gesang aufnehmen.

Meine Frage erst einmal: was ist denn an Mikrofonen vorhanden?

Fürs Schlagzeug würden 8 Stück benötigt (nach meiner Rechnung - es geht auch mit weniger - das wäre aber optimaler) - drei Kondensatormikros (2x OH, HH) der Rest dynamische.

E-Gitarre könnt Ihr über ein dynamisches Mikro vom Amp abnehmen und kann auch wegen des hohen Pegels über das Behringer gehen.
Bass geht über DI- Box
Keyboards - direkt in den Line In.

Fehlt Gesang. Die Bühnenmikros, Dir Ihr wahrscheinlich verwendet, wären eher ungeeignet - da müsste schon ein Großmembrankondensator her - die gibts ab ~ 100 Euro.


Fpr die Overheads bräuchte man (wenn meine Rechnung oben aufgeht) noch mal einen Stereopreamp, die in ordentlicher Qualität (zumindest besser als die im Behringer) ab ~ 130 als Stereoteile zu haben sind. Den könnte man dann auch für eine Gesangsaufnahme benutzen.....

Wäre das ein Lösungsansatz?

Gruß Günter
 
.Jens

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Moin...

das MX2004A hat schon acht Mikrokanäle, so ist das nicht. Das tut aber Gynniis Vorschlag erstmal keinen Abbruch. Die Begrenzung liegt eher in der Karte: die hat nämlich nur 6 Kanäle...

Ich hab mir gerade mal die Daten der Waveterminal-Karte angeschaut, von daher gleich die gute Nachricht: Das Ding hat 4 Line-Eingänge und - siehe da - zwei Mikroeingänge. Wie das mit deren Qualität aussieht, weiss ich leider nicht... Phantomspeisung allerdings wohl Fehlanzeige.

Von daher würde ich mal folgenden Alternativvorschlag in den Raum werfen: 8 Mikros benutzen (so wie von Gynnii vorgeschlagen) und auf 6 Kanäle vormischen. Zum Beispiel: BD und Snare auf die beiden Karten-Eingänge (dynamische Mikes) = je ein Kanal. Den Rest auf das Pult und die drei Toms auf eine Stereo-Subgruppe ("Alt 3-4") verteilen (= 2 weitere Spuren für die Toms). Und dann entweder

- die zwei Overheads über einen Aux rausführen (suboptimal, beide OHs als Monosumme, aber irgendwo muss man bei 6 Kanälen Kompromisse machen) und die HH auf den verbleibenden letzen Kanal

oder

- die OHs Stereo und dafür die Toms mono, HH wie gehabt

Ob man dann für die "guten" Mikros (so sie denn vorhanden sind) einen besseren Preamp inkl. Phantomspeisung (!) spendiert, ist sicherlich zu überlegen, aber nicht zwingend erforderlich.

Dritte Variante: Falls wirklich noch ein Großmembraner angeschafft wird, das als (alleiniges) OH benutzen und die Toms wieder schön ins Panorama.

Ich hoffe, White Shaft, du kommst noch mit...!? ;)

Jens
 
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White Shaft

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Ok, sehr viel Information. Sehr viele Fachbegriffe. Aber die Lösung von dir Jens kommt mir sehr plausibel vor.

Oh, aber eines hab ich wohl falsch rübergebracht. Das Mischpult und die Soundkarte hab ich noch garnicht gekauft. Die Soundkarte ist mir von Musikproduktiv empfohlen worden und zusammen mit dem Behringer Mischpult hab ich mir gedacht wäre es eine kostengünstige Kombination.

Wir haben vorher mit einer Soundblaster Live 5.1 aufgenommen (bitte verurteilt uns nicht *ggg*) und einem Mini-Mischer mit 6 Kanälen (Klinken) => 1 Stereoausgang (denk ich). Wir haben dann halt alle Mikros von den Drums auf eine Spur zusammengemixt. Aber wir hatten extreme Latenzzeiten. Schlimme Verzögerungen besonders bei der Schlagzeugspur. Wir dachten uns schon, das wir überhaupt kein Rhythmusgefühl haben. Noch dazu haben wir die Schlagzeugspur zuletzt aufgenommen. Habe inzwischen erfahren, dass es besser ist Drums und Bass zuerst einzuspielen.

Naja, aber zurück zum Thema, was ich noch fragen wollte: Weiss jemand eine bessere low-budget Lösung als die, die ich mir vorgestellt habe (Waveterminal und Behringer)? Budget => 500 €.
 
.Jens

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dann haben die Euch bei der Karte falsch (naja, nicht so ganz falsch) beraten. Denn: Viele Ausgänge braucht ihr erstmal nicht... Und wenn man schon eine Mehrkanalkarte anschafft, sollten es schon zumindest die magischen 8 Eingänge sein, um die Drumproblematik zu entschärfen.

Nun sind aber 500EUR für Karte und Mische verdammt eng.
Alternative zur Karte: Terratec EWS88 MT
Alternative zum Pult: In der Preiskategorie wenig bis gar nicht. Dann schon eher was gebrauchtes von "eine Etage drüber", sprich z.B. Soundcraft M-8 oder M-12.

Wenn ihr die Mische nicht auch noch für live oder den Proberaum braucht, sondern nur zum Aufnehmen, dann käme evtl. als Alternative zu der Kombination Karte/Mixer sowas in Betracht:
Edirol DA2496. Wahrscheinlich auch keine Spitzenpreamps bei dem Preis, aber da kann ja vielleicht mal einer was zu sagen (im Vergleich zu Behringer).

Jens
 

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