Frust über mangelndes Harmonie-Veständnis nach langjährigem Spielen!?

von Ingsten, 04.02.20.

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pedaltrain
  1. Dietlaib

    Dietlaib Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.03.20   #81
    Ein Solo nach der Trial & Error-Methode, ohne das zugrunde liegende Akkordmaterial zu verstehen oder gar zu kennen? Glaube ich sofort. :cool:

    Erinnert mich an den "besten" Spruch, den ich in diesem Zusammenhang mal gehört habe. Ein "Theorie-Gegner" teilte mir mit, dass man auf der Basis fehlender Theoriekenntnisse besser improvisieren könne, denn das würde sich zwangsläufig so ergeben, da alles, was man spielt, logischerweise improvisiert ist, wenn man keine theoretischen Grundlagen hat.
     
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  2. Ponti

    Ponti Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.03.20   #82
    Und so hört sich das dann auch wahrscheinlich an. :D Free Jazz pur....
     
  3. OldRocker

    OldRocker Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.03.20   #83
    ...klar, natürlich wisst ihr alle wie das klingt, denn ich schraddel ja nur was, Ohren hab ich keine.

    Und übrigens Dubbel, kopiert aus dem Duden:

    Beispiele
    • ein virtuoses Solo
    • ein Solo singen, tanzen
    • ein Oratorium für Soli, Chor und Orchester
     
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  4. B.B

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    Erstellt: 06.03.20   #84
    @OldRocker Ich glaube @Ponti bezog sich damit auf die Anekdote von @Dietlaib nicht auf dich....


    Es gibt schon solche Leute die das sofort hören, zeitgleich aber nix von Theorie verstehen, das will ich nicht abstreiten. Wo du dich da einordnest vermag ich nicht zu beurteilen, aber du schreibst ja sonst eignetlich auch keinen Quatsch :)

    Die sind aber recht selten.

    Und meiner Erfahung nach dürften bestimmt 80% Prozent der Theoriegegner hier im Board eher nicht zu dieser Sorte gehören...

    grüße B.B.
     
  5. Dietlaib

    Dietlaib Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.03.20   #85
    Ich denke auch, dass Pontis Antwort auf meine kleine Geschichte bezogen war.

    Kann ja sein, dass du wirklich ein theoriefreier Ausnahmemusiker der Extraklasse bist. Das kann ich nicht wissen. Du schriebst, du wurdest von Studios (also Mehrzahl) "eine Zeitlang immer" für Soli gebucht. Gibt es vielleicht ein paar Titel auf Youtube (vielleicht von anderen hochgeladen)? Vielleicht kannst du mal nach ein paar Sachen suchen, damit man sich einen Eindruck verschaffen kann. Ansonsten wirkt es ein bisschen wie eine Stammtischgeschichte.

    Wenn jemand Soli zu komplexen Akkordfolgen spielen kann, ohne Theoriekenntnisse zu besitzen, dann hat er sich das dafür notwendige Vokabular auf andere Weise angeeignet. Und zum Vokabular gehören z.B. solche Dinge wie Triads und Arpeggios. Für mich kaum vorstellbar, dass jemand das mal ganz spontan und sogar studioaufnahmereif aus dem Ärmel schlackert und gleichzeitig stolz verkündet, nicht mal die verwendeten Akkorde spielen zu können. Ich hab' schon einige gute Gitarristen kennengelernt, aber ein derart herausragender Gitarrengott war bisher nicht dabei.

    Es wirkt immer befremdlich, wenn sich jemand selbst Fähigkeiten zuschreibt, die weit über das normale Maß hinausgehen. Wenn man dann noch den ausgebildeten, vom Blatt spielenden Gitarristen als gut genug für die Akkorde, die man selbst nicht hinkriegt, aber als ungeeignete zweite Wahl in Bezug auf Soli hinstellt, wird's auch nicht besser.
     
  6. dubbel

    dubbel Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.03.20   #86
    ich finde, hier wird überinterpretiert.

    mein geflachse auf der seite vorher hin oder her - was OldRocker schreibt, kann ich absolut nachvollziehen.
    mal ganz plakativ: es gibt eben virtuosen, die die komplexesten akkorde und akkordfolgen bauen können.
    und dann gibt es sensationelle one note solos, die nur auf feeling, rhythmus und dem ton der gitarre gebaut sind.

    und zwischen diesen beiden extremen ist viel platz.
     
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  7. Dietlaib

    Dietlaib Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.03.20   #87
    Das ist richtig. Übertreibung ist ein probates Stilmittel, um etwas deutlich zu machen.

    Die funktionieren aber nur bei entsprechendem Akkordmaterial und sind nicht derart verbreitet, dass Studios extra dafür einen besonderen Spezialisten buchen.
     
  8. nasi_goreng

    nasi_goreng Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.03.20   #88
    Es gibt tatsächlich Gitarristen, die auch ohne Theoriekenntnisse tolle, geile Soli spielen - und das auch über komplexe Akkordfolgen.
    Und dann auch die anderen, die halt alles über einen theoretischen Unterbau entwickeln (müssen).
    So what?
     
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  9. B.B

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    Erstellt: 06.03.20   #89
    gutes Beispiel, das geht tatsächlich ganz gut mit Gehör, wenngleich man natürlich zu den beiden Quartakkorden, die gemeinsam einen Modus abbilden auch einen Aufsatz schreiben könnte....

    ;)


    grüße B.B.

    PS: @nasi_goreng User mit über 1500 Beiträgen sind gesetzlich verpflichtet ihr Profilbild nicht zu ändern um deren Wiedererkennungswert zu gewährleisten..... ;) ;)
     
  10. nasi_goreng

    nasi_goreng Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.03.20   #90
    Hallo,
    jetzt hast Du mich gerade echt schockiert, mir war gar nicht bewußt, dass ich so viele Posts geschrieben habe :eek:
    Dann sollte ich mich ja wirklich beizeiten wieder um ein gscheites Profilbild kümmern ;)
    Beste Grüße
     
  11. Rotor

    Rotor Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.03.20   #91
    Das Thema ist einfach zu vielschichtig. Ich kann selbst kaum Solo-Sachen spielen. Ein wenig, ok. Aber ich bin faul. Ich kenne auch die Pentatonik-Lagen. Aber übe sie einfach zu wenig. Ein Beispiel aus unserer Band: Ich kann vermutlich ein wenig mehr Theorie-Blabla als unser anderer Gitarrist. Trotzdem improvisiert der um Welten besser als ich. Er ist einfach "Freier" im kopf, macht einfach und es passt meistens. So what. Es ist ein wenig wie beim Fußball: Manche brauchen das Training, um auch im Spiel die Leistung zu bringen und es gibt "Baslers", die einfach irgendwie immer was reißen und durchkommen oder sogar mal mehr abrufen als sie können dürften :-) Ich gehöre eher zur ersteren Spezies.
     
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