Funktion der Basslinie

von Pearly, 28.06.05.

  1. Pearly

    Pearly Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.06.05   #1
    Hallo!

    Ich würde gerne wissen, welche Aufgabe die Basslinie hat, also was ist, wenn im Bass nicht der Grundton eines Akkord ist? Mir ist bisher nur aufgefallen, dass wenn bei dem Schlussakkord (Tonika) eine Terz oder Quinte ist, die Schlusswirkung nicht so stark ist. (oder bilde ich mir das ein...?)

    Pearly
     
  2. Alpha

    Alpha Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 28.06.05   #2
    Grooven soll sie :D
     
  3. joergen

    joergen Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.06.05   #3
    Also die Bassstimme ist naturgegenermaßen eine der beiden Außenstimmen. Dadurch wird sie prinzipiell schon mal sehr wichtig.

    Außerdem ist es grundsätzlich auch Geschmackssache, welchen Akkordbestandteil du in den Bass legst. Das können also auch nicht nur Grundton, Terz oder Quinte sein, sondern auch Septime, None oder was immer dir einfällt. Vor etwa 200 Jahren galt ein Akkord, der seine Quinte im Bass hat als ein wenig problematisch. Er taucht in der klassischen Musik immer nur an ganz bestimmten Stellen auf. Das muss uns heute aber vielleicht nicht mehr interessieren.

    Besonders pfiffig wird es, wenn du deine Bassstimme melodisch führst und dadurch neue Zusammenklänge entstegen.

    Ein Beispiel:

    C - - -|C - - -|F - A - |dm - - -|gm---|dm---|E7 - - -|A - - -|d5 ---||
    c - - -|B - - -|A H cis -|d - - -|g - - -|a - - -|gis - - -|a - - -|d - - -||
     
  4. Little_Raven

    Little_Raven Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.06.05   #4
    Genau für dieses Thema interessiere ich mich gerade auch, deswegen mal eine kleine Frage:

    Gitarristen neigen immer zu einem sehr Gitarrenorientierten Lied. Den Bass lasse ich zum Beispiel nur die Grundtöne spielen.
    Dass es auch anders geht hat Joergen schon gezeigt aber wie sieht es rhythmisch aus?

    Bzw. Wie sollten sich Gitarre und Bass rhytmisch verhalten?
    Manchmal sehe ich leider keine andere Möglichkeit als den Bass denselben Rhythmus spielen zu lassen.
     
  5. Hans_3

    Hans_3 High Competence Award HCA

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    Erstellt: 29.06.05   #5
    Quinten im Bass findet man heute fast standardmäßig in (Süd)Afrika. Bei Kadenzen wie z.B.

    C F C G werden so gut wie nie durchgängig Grundtöne vom Bass gespielt, sondern z.B.

    C/G F/F C/G G/G


    Oder umgekehrt: Der Bass spielt die Grundtöne

    C F G C

    doch als Dominantakkord bleibt über dem Bass-G F-Dur liegen (statt G-Dur), woraus sich klanglich ein lupenreiner G11 als Dominante ergibt.

    Kleine Ursachen - Riesenwirkung.
     
  6. Pearly

    Pearly Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.06.05   #6
    Danke für die Antworten!

    Pearly
     
  7. Cudo

    Cudo Mitgliedschaft beendet

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    Erstellt: 30.06.05   #7
    Hallo Pearly,
    Joergens Aussage „die Bassstimme ist naturgegebenermaßen eine der beiden Außenstimmen. Dadurch wird sie prinzipiell schon mal sehr wichtig“, ist absolut richtig und wichtig!
    Spiele Deine Arrangements in der Art und Weise durch, dass nur Melodie- und Bassstimme erklingen. Wenn das gut und schlüssig klingt, kannst Du anfangen die Mittelstimmen auszusetzen. Mit anderen Worten, Bass und Sopran müssen eigenständig funktionieren. Deshalb ist es auch ungemein wichtig zu lernen welche Umkehrung und vor allen Dingen aber auch welche Reharmonisation in welcher Situation Du gebrauchen kannst. Das bestimmt nämlich die melodische Linie der Basslinie. Sehe die Basslinie als eigenständige, singbare Melodie an. Danach testest Du sie mit der Sopranstimme.
    Dies ist eines der vielen Geheimnisse die amerikanische Songwriter uns voraus haben.

    CIAO
    CUDO
     
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