G ionisch - Stufen - Vierklangbildung

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M4st3r
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Liebe Leute,

ich steige hier nicht durch. Meine Aufgabe lautet, die Stufen zu bestimmen, wenn G die Tonika ist und wir uns im ionischen System bewegen. Mache ich das mit C als Tonika, erhalte ich folgende Akkorde:

I - Tonika - Cj7
II - Subdominantparallele - Dm7
III - Dominantparallele - Em7
IV - Subdominante - Fj7
V - Dominante - G7
VI - Tonikaparallele - Am7
VIII - Verkürzter Septakkord - Bm7b5

Jetzt habe ich die ersten drei Stufen mit dem Ton G als Tonika erstellt und Folgendes herausbekommen:

I - Tonika - Gj7
II - Subdominantparallele - Am7
III - Dominantparallele - Hm7b5

Und genau hier merke ich, dass ich einen Fehler gemacht haben muss, denn der verkürzte Septakkord kommt im ionischen System ausschließlich auf der siebten Stufe vor, richtig?
Nun weiß ich, dass G-Dur bei F ein Kreuz besitzt. Aber was bedeutet das für die anderen Akkorde? Wird JEDES F automatisch zu F#? Dann hätte ich in der zweiten Stufe ein Amj7 und in der dritten ein Hm7. Liegt es daran?

Danke im Voraus,
Ben
 
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Du könntest es dir einfach machen und dir die Akkordtypen merken, die auf den jeweiligen Stufen sitzen. Bei deinem Beispiel aus C Dur stimmen die ja schon (7. Stufe ist nach deutscher Schreibweise, die du ja unten verwendest, allerdings ein Hm7b5). Das gleiche gilt für G Dur oder auch Es Dur oder F# Dur und alle anderen, da die leitereigenen Vierklänge in den Dur-Tonarten immer den gleichen Strukturen folgen:

1. Stufe: maj7
2. Stufe: m7
3. Stufe: m7
4. Stufe: maj7
5. Stufe: 7
6. Stufe: m7
7. Stufe: m7b5

In Fall von G sind die Stufen G, A, H, C, D, E, F#

Ich komme ja ich Versuchung, dir noch eine Hausaufgabe zu stellen, aber ich glaube, davon hast du schon genug ;-)
 
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Hey Signal2Nase,

danke für deine Antwort. Es ist schon einmal gut zu wissen, dass die Akkordtypen auf den Stufen immer gleich sind. Aber das reicht mir nicht - ich will ja wissen, warum! Ich schreibe die dritte Stufe mal aus, um zu zeigen, wie ich vorgehe Konnte man hier nicht mal Noten reinschreiben? Na gut, ich mach's mal so:

H (1) - C (b2) - D(b3) - E(4) - F(b5) - G(b6) - A(7) - H(8)

Beim F handelt es sich eben nun einmal um die verminderte Quinte (6 Halbtonschritte). Und das D ist die kleine Terz. Laut dieser Auflistung handelt es sich also um einen Hm7b5. Und das kann nicht sein. Meine Vermutung ist, dass durch das Vorzeichen das F automatisch zum F# wird, ich also eine große Quinte rausbekomme und der Vierklang Hm7 heißt. Das deckt sich dann ja auch mit deiner Typenauflistung. Ist meine Annahme richtig?
 
Nun weiß ich, dass G-Dur bei F ein Kreuz besitzt. Aber was bedeutet das für die anderen Akkorde? Wird JEDES F automatisch zu F#? Dann hätte ich in der zweiten Stufe ein Amj7 und in der dritten ein Hm7. Liegt es daran?

Wenn du in der Tonart G-Dur bist, enthält die Tonleiter ein f# statt f. Da die Stufenakkorde aus den Tönen der Tonleiter gebildet werden, gibt es dort auch kein f mehr.

Das f# ist in 4 Akkorden enthalten: In Gmaj7 als maj7, in Bm7 als 5, in D7 als 3 und in F#m7b5 als 1. In den anderen 3 Vierklängen kommt das f# nicht vor.
 
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Hey Signal2Nase,

danke für deine Antwort. Es ist schon einmal gut zu wissen, dass die Akkordtypen auf den Stufen immer gleich sind. Aber das reicht mir nicht - ich will ja wissen, warum! Ich schreibe die dritte Stufe mal aus, um zu zeigen, wie ich vorgehe Konnte man hier nicht mal Noten reinschreiben? Na gut, ich mach's mal so:

H (1) - C (b2) - D(b3) - E(4) - F(b5) - G(b6) - A(7) - H(8)

Beim F handelt es sich eben nun einmal um die verminderte Quinte (6 Halbtonschritte). Und das D ist die kleine Terz. Laut dieser Auflistung handelt es sich also um einen Hm7b5. Und das kann nicht sein. Meine Vermutung ist, dass durch das Vorzeichen das F automatisch zum F# wird, ich also eine große Quinte rausbekomme und der Vierklang Hm7 heißt. Das deckt sich dann ja auch mit deiner Typenauflistung. Ist meine Annahme richtig?


Du hast nicht die III. Stufe in G notiert, sondern die VII. Stufe in C.
Signal2Nase hat absolut Recht. Die Tonleiter welche du ab dem H notiert hast nennt sich H-lokrisch und entsteht auf der VII Stufe einer Dur-Tonleiter. In diesem Fall der VII. Stufe der C-Dur-Tonart.

Grüße
Frank
 
MaBa hat es ja eigentlich schon auf den Punkt gebracht. Wenn du die leitereigenen Akkorde einer Dur-Tonleiter herausfinden willst, musst du:

1. Das Tonmaterial ermitteln - du kennst ja die Sprüche von den frischen Brötchen und dem armen Esel, der immer Fisch holen muss? :)
2. Wenn du die Töne deiner Tonleiter kennst, darauf die beschriebenen leitereigenen Akkorde aufbauen.

Wenn dus genau wissen willst, kannst du dich mal an ein Klavier setzen und versuchen, nachzuvollziehen, dass alle Dur-Tonleitern die gleiche Intervallstruktur haben. Es gibt also immer eine große Sekunde, große Terz, reine Quarte, reine Quinte, große Sexte und große Septim über dem Grundton. Deshalb ist die siebte Stufe in G natürlich ein F#, die siebte in Ab ein G und die siebte in A ein G# - immer eine große Septim eben.

Die Kirchentonleitern (ionisch, lokrisch und wie sie alle heißen) würde ich mir aufheben, bis du die Sache mit der Intervallstruktur drin hast.

Insgesamt ist das alles gar nicht so kompliziert. Im Prinzip gilt für alle Tonarten das Gleiche.
 
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[....]
VIII - Verkürzter Septakkord - Bm7b5

Jetzt habe ich die ersten drei Stufen mit dem Ton G als Tonika erstellt und Folgendes herausbekommen:

I - Tonika - Gj7
II - Subdominantparallele - Am7
III - Dominantparallele - Hm7b5
[...]

Soll kein Vorwurf sein, aber es sieht irgendwie abgekupfert aus:weird:
Schließ ich mal daraus, dass du bei H/B mal die deutsche, mal die englische Schreibweise nimmst und nicht wusstest, was Generalvorzeichen sind (das ist das F# was bei einem Stück in G ganz am Anfang steht und für das ganze Stück gilt).

Wie gesagt, soll kein Vorwurf sein, aber es sollte dir bewusst sein, wenn du das wirklich verinnerlichen willst, dann bist du bei Schritt 10 und hast 2-9 übersprungen. Das Problem wäre z.B. bei normalen Dreiklängen ja auch schon aufgetreten - du kommst direkt mit Vierklängen.
Deswegen mal schlicht und einfach die Frage: Was ist den der Hintergrund zu dem Thread?

Grüße
 
Soll kein Vorwurf sein, aber es sieht irgendwie abgekupfert aus:weird:
Schließ ich mal daraus, dass du bei H/B mal die deutsche, mal die englische Schreibweise nimmst und nicht wusstest, was Generalvorzeichen sind (das ist das F# was bei einem Stück in G ganz am Anfang steht und für das ganze Stück gilt).

Wie gesagt, soll kein Vorwurf sein, aber es sollte dir bewusst sein, wenn du das wirklich verinnerlichen willst, dann bist du bei Schritt 10 und hast 2-9 übersprungen. Das Problem wäre z.B. bei normalen Dreiklängen ja auch schon aufgetreten - du kommst direkt mit Vierklängen.
Deswegen mal schlicht und einfach die Frage: Was ist den der Hintergrund zu dem Thread?

Grüße

Ist abgekupfert, aber von mir selbst ;). Ich habe da eben einmal das H als B aufgeschrieben, und dann wieder als H. Da habe ich nicht aufgepasst. Ich habe mich auch immer noch nicht entschieden, ob ich H oder B sagen will. Aber solange mich das nicht verwirrt, ist alles in Ordnung. Ich weiß ebenfalls, welche (Dur!-)Tonart wie viele Vorzeichen besitzt.

Kreuze:
C - 0; G - 1; D - 2; A - 3; E - 4; H(!) - 5; F# - 6
Bs:
C - 0; F - 1; B - 2; Eb - 3; Ab - 4; Db - 5; Gb - 6

Was ist nun der Hintergrund? Ich spiele seit ein paar Jahre Gitarre, hatte aber NIE eine Ahnung von der Theorie. Und damit ist jetzt Schluss. Ich nehme jetzt Unterricht bei einem extrem guten Lehrer, der mich Schritt für Schritt an diese Thematik führt. Mit den Standard-Intervallen einer Dur-Tonart habe ich begonnen, Terzschichtung und damit Dreiklangbildung ist mir auch ein Begriff. Meine Aufgabe war es eben nun, statt C in der ersten Stufe G in die erste zu schreiben und alle weiteren Stufen zu notieren, die Intervalle und Vierklänge zu bestimmen. Und da G ein Kreuz bei F besitzt, kam ich nicht klar. Genau folgende Info hat mir gefehlt:

Wenn du in der Tonart G-Dur bist, enthält die Tonleiter ein f# statt f. Da die Stufenakkorde aus den Tönen der Tonleiter gebildet werden, gibt es dort auch kein f mehr.

Das f# ist in 4 Akkorden enthalten: In Gmaj7 als maj7, in Bm7 als 5, in D7 als 3 und in F#m7b5 als 1. In den anderen 3 Vierklängen kommt das f# nicht vor.

Jetzt weiß ich weiter, denke ich. Vielen Dank MaBa! Natürlich euch allen anderen auch!

1. Das Tonmaterial ermitteln - du kennst ja die Sprüche von den frischen Brötchen und dem armen Esel, der immer Fisch holen muss? :)

Du, die Sprüche sind mir nicht bekannt, glaube ich!
 
...C - 0; F - 1; B - 2; Eb - 3; Ab - 4; Db - 5; Gb - 6

Zumindest in der gleichen Zeile oder dem gleichen Absatz ist es für den Leser ganz angenehm, wenn man bei einer Konvention bleibt:
also ...B, Es, As, Des, Ges/Fis, H, E...
oder ...Bb, Eb, Ab, Db, Gb/F#, B, E...

Wenn ich in einem Beitrag B statt H verwende, schreibe ich inzwischen meine Verwendung meistens als Klammertext in die Zeile (B = dt. H), evtl. auch (Bb = dt. B), damit alles klar ist.

Gruß Claus
 
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Und angeblich gibts den ganzen Wirrwarr um das H und das B nur weil irgendein betrunkener Mönch im Mittelalter bei Kerzenschein die Buchstaben nicht auseinanderhalten konnte und tatsächlich dachte, es hieße A, H, C, D..... :) Idiotisch, oder? Hat das Gerücht sonst schon wer gehört?

Die Sprüche für die Reihenfolge im Quintenzirkel gibts in mehreren Variationen - ich kenne folgende noch aus dem Musikunterricht in der 5. Klasse:

Kreuztonarten: Geh, du alter Esel, hole Fisch!!!
b-Tonarten: Frische Brötchen essen Asse des Gesangs!!!

Man kann sich natürlich auch einfach merken, dass es immer eine Quinte weiter nach oben oder unten geht, aber das hat natürlich nicht den gleichen Unterhaltungsfaktor :)
 
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