Geigenabnahme?

von Nomei, 19.07.07.

  1. Nomei

    Nomei Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.07.07   #1
    Hallo,
    da meine keyboarderin unteranderem auch geige spielt, aber weder geld noch lust hat sich ne e-geige zu kaufen, suchen wir jetz nach guten möglichkeiten ihre geige abzunehmen. gibts da bestimmte mikrofone? oder tuts das shure 57 oder n gesangmikro auch?

    vielen dank für eure hilfe

    grüße fenris
     
  2. andi85

    andi85 Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 19.07.07   #2
    Ein 57er kann man natürlich immer überallhin hinstellen :), aber ich glaube kaum, dass das an der Geige besonders gut klingen wird. Ich würde eher nach einem gescheiten Kleinmembran-Kondensatormikro schauen.

    Eventuell wäre ja noch ein Tonabnehmer was - aber da kenn ich mich nicht aus.
     
  3. frankmusik

    frankmusik Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.07.07   #3
    Hi Fenris

    die E-Geigen arbeiten ja alle mit Piezos und eben DEN kannst Du auch einzeln kaufen ...

    a - als kleine runde welche auf den Steg geklebt werden
    b - als kleine flache 2*6mm? welche in den Stegfuß oder das Herz kommen

    Kosten 30-100 Euro und sind klanglich absolut o.k. (ggf. natürlich sauber pegeln) JEDER Piezo hat aber Feedbackprobleme ab gewisser Lautstärke ... ausprobieren!

    b.t.w. Du weißt dass es E-Geigen ab 179.- gibt .....

    gruß frank :-)

    www.Musikerflohmarkt.de am Sa 21.7. in Pforzheim
     
  4. Harry

    Harry Moderator PA Moderator HCA

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    Erstellt: 19.07.07   #4
    Ich würde auf jeden Fall ein Kondensatormikrofon nehmen.
    Mit denen hier haben wir das schon gemacht und gute Ergebnisse erzielt:

    MXL 603 - wenn daneben andere Instrumente stehen streuen die aber unter Umständen ziemlich ein

    beyerdynamic MC930 - das gibt fantastische Ergebnisse

    Im Prinzip gehen natürlich auch andere Kleinmembran-Kondensatormikrofone
     
  5. lemursh

    lemursh Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 19.07.07   #5
    Ich empfehle auf jeden fall für Live einen Kontakttonabnehmer Bsp. von Schertler.

    Von E-Geigen halte ich nicht sonderlich viel. Ohne massiven Einsatz von Controllertechnik klingen diese Teile (Lowbudget bis Midprice Segment) einfach nur nach Säge. :(

    Wenn die Möglichkeit besteht bietet natürlich die Mikrofonierung mit hochwertigen Kleinmembraner die besten Ergebnisse, sofern der raum auch passt.
     
  6. Nomei

    Nomei Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.07.07   #6
    das mit der säge is mir auch schon aufgefallen ^^. danke erstmal für die vielen antworten. haben das heute mit dem shure 57 von mir probiert kam fasd nix rüber und wenn ichs lauter gemacht hab, gabs feedback -> mit schlagzeug wars nciht machbar... das problem is (wie bei vielen andren auch) es soll so günstig wie nur irgendmöglich sein, aber sich nach was anhören. das mit den kondensator mikros hört sich garnicht schlecht an wqenns unter 100 möglich wäre wärs fantastisch ( wobei ich da die hoffnung schon aufgegeben habe -> qualität kostet hald einfach geld) wie is das mit den kondensator mikros hatte da nochnich soviel damit zu tun brauchen die phantoms. oder haben die ne batterie onboard? hab auch mal so kleine mikrofone gesehn (sahen aus wie die die man sich an den kragen klippst) für akustikgitarre macht das dort auch sinn?


    MfG
     
  7. think.funny

    think.funny Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.07.07   #7
    Ich empfehle den Shadow SH-941Tonabnehmer, mit dem sich der Spieler/in in einer Band frei bewegen kann. Wir haben damit sehr gute Ergebnisse erzielt. Einfach mal googeln oder direkt hier anfragen.

    Grüße,
    think
     
  8. WolleBolle

    WolleBolle Studio & Bühnen MOD Moderator HFU

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    Erstellt: 21.07.07   #8
    Moin ~Fenris~!

    Also Geigenabnahme ist schon eine kleine Kunst und fast genauso schwierig wie das richtige Mikrofonieren eines Flügels oder Klavier! Eigentlich umfasst das alle Saiteninstrumente.

    Aber es gibt Möglichkeiten, wobei die meisten nicht im Low Budget Rahmen zu finden sind!:( Eine Möglichkeit im Preisrahmen unter 100 Euronen ist da AKG:

    http://www.musik-service.de/Mikrofon-AKG-C-411-L-prx13716de.aspx

    Eine ander Möglichkeit bietet da Beyerdynamic an:

    http://www.beyerdynamic.de/cms/Saiten-instrumente.76.0.html da gehe mal weiter unten auf M Serie / MCE 5

    in Verbindung mit diesem Halter:

    https://www.thomann.de/de/beyerdynamic_mgh_5.htm

    Das Micro kostet aber schon wieder wesentlich mehr, weiß gar nicht obs das alte 5er noch gibt, aber der Nachfolger dürfte das 5.18 sein, das dann ungefähr mit 190 € zu Buche schlägt! Ansonsten könnte ich Dir als kleine Alternative noch diese hier auflisten:

    http://www.musik-service.de/Mikrofon-Beyerdynamic-Opus-53-Mikrofon-prx395499310de.aspx
    oder
    http://www.musik-service.de/Mikrofon-Beyerdynamic-Opus-83-Kondensatormikrofon-prx395356562de.aspx

    Du siehst, wir kommen ganz schnell wieder in den Bereich über 150 Steine zurück. Man kann wie gesagt eben auch diese Mics wie die Opus Serie einsetzen, was dann aber wiederum eine disziplinierte Arbeitsweise der Geigerin am Micro erfordert. Deswegen würde ich die Clipmicros vorziehen!

    Eine Abnahme mit Piezos würde ich auch nicht empfehlen, da sie den charakteristischen Klang dieser Instrumente nicht wiedergeben können. Das einzigste Piezo was so halbewegs ran kommt ist Shertler - aber wie gesagt - Piezo ist und bleibt Piezo!:D

    Und das mit den E - Geigen, naja im Rocksektor mögen sie noch ihre Berechtigung haben, aber für Klassik u.ä. sind sie in meinen Augen nichts. Und wie auch schon angemerkt wurde, sind die Teile unter 1000 Tacken eh nur Schrott und auch dann muß ein Heidenaufwand betrieben werden um sie klanglich schön zu bekommen!:screwy::D

    Naja und wenn´s mit der Mikrofonierung professionell werden sollte, dann fangen wir im Preissegment ab 700 Euronen wieder an zu suchen!;)

    Hoffe ich konnte Dir ein wenig helfen!

    Greets Wolle
     
  9. lemursh

    lemursh Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 21.07.07   #9
    Schertler baut aber keine Piezo`s.... Die Schertler Transducer sind im Prinzip sowas wie "geschlossene" Mikrofone. Abnhamesysteme mit einer hohen Dämpfung ausserhalb der aktiven Kontaktfläche. Wobei auch diese Teile nicht zaubern können. Ich habe an einem Kontrabass schon beinahe "stundenlang" geübt um die richtige Position zu finden. :o
     
  10. Nomei

    Nomei Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.07.07   #10
    danke nochmal an alle für ihre hilfe. ich interessiere mich sehr für den Shadow SH-941 kann mir da jemand pro und kontras aufzählen, da ich mich in dieser ecke eher weniger auskenne. das mit dem mikrofonieren hab ich eh schon abgeschrieben, da ich es wie gesagt mit meinem shure schon versucht habe, aber es schon alleine deswegen nicht funktioniert hat, weil die werte dame nicht stillhalten konnte/wollte .


    mfg
     
  11. WolleBolle

    WolleBolle Studio & Bühnen MOD Moderator HFU

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    Erstellt: 22.07.07   #11
    Moinsen!

    @Harald
    :D Jo, Recht hast Du, aber irgendwie laufen die Teile bei mir unter Piezos! Aber eines muß man den Shertlersystemen lassen, sie sind besser als alle Piezos - leider aber noch nicht so bekannt!;) Und wie Du richtig angemerkt hast, zaubern können die auch nicht!

    @~Fenris~

    Okay, da wären wir also wieder beim Piezo!:D Naja ein Piezoabnehmer besteht aus einem Kristall oder speziellen Keramiken und arbeiten mit dem, wie es der Name auch schon sagt, mit dem piezoelektrischen Effekt. Mechanische Schwingungen erzeugen elektrische Spannung! Und hier liegt auch der Unterschied zu einem Micro, dieses wandelt den auftreffenden Schall in elektrische Signale um, ein dynamisches mittels Spulen, ist also mechanisch und trifft daher auf Grenzen, ist also demzufolge träger als ein Kondensatormic. Dort wird der auftreffende Schall mittel Kondensator umgewandelt und arbeitet ohne "Zeitverzögerung", wenn ich das mal so nennen darf!

    Soweit so gut! Der Nachteil bei Piezos ist meistens der, da sie ja den Schall nicht aufnehmen, sondern die Schwingung, das auch die Schwingungen des Instrumentenkörpers mit aufgenommen werden. Diese sogenannten Hintergrundgeräusche beeinträchtigen den eigentlichen Klang. Demzufolge kann ein Piezo nie so klar und deutlich einen Ton wiedergeben, wie das z.B. ein Kondensatormikrofon kann!

    Nun zum eigentlichen Produkt. Der von Dir genannte SH - 941 ist ein guter und eigens für Violine entwickelter Piezo. In diesem Bereich hat er auch seine Berechtigung und wenn man seine Geige schon mit Piezo abnehmen will, dann kannst Du diesen getrost nehmen!

    Hier noch einmal die Firmenseite für evtl. Infos:
    http://www.shadow-electronics.com/viewpro.html?id=30

    Ich persönlich würde aber lieber zur Microfonierung mittels MCE 5 incl. MGH 5 von Beyerdynamic greifen! Da kann dann die Dame sich auch voll ausleben!:D Und wenn sie denn ganz frei sein will, gibt es ja noch die Möglichkeit einer Funkstrecke, dann wäre sie von allen Kabeln befreit und kann dann von mir aus auch fiedelnd durchs Publikum rennen!:D

    Greets Wolle
     
  12. Nomei

    Nomei Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.07.07   #12
    ahja (wieder was dazugelernt :) ) und wie is das mit feedback? des wird ja dann doch alles ziemlich laut. sind die dinger da anfällig drauf? ich mein der korpus wird ja doch durch den schall ziemlich vibrieren oder?

    mfg
     
  13. WolleBolle

    WolleBolle Studio & Bühnen MOD Moderator HFU

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    Erstellt: 22.07.07   #13
    Gibt es nicht, denn es ist kein Mikrofon! Feedback zu altdeutsch auch Rückkopplung genannt :), entsteht nur, wenn ein verstärktes Signal auf seine Ausgangsquelle zurücktrifft! Sprich Du hast ein Mic singst da rein und der Monitor strahlt das gesungene wieder in das Mic rein! Kannst es ja mal ausprobieren, nimm ein Mikrofon und stelle Dich vor eine Box!:D ABER Du solltes in der Nähe eines Mixerreglers sein oder der Techniker, sonst macht es ziemlich doll Aua!;):eek:

    Grüße aus dem schönen Norden
    Wolle
     
  14. Astronautenkost

    Astronautenkost HCA Mikrofone HCA

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    Erstellt: 22.07.07   #14
    Feedbacks brauchen kein Mikrofon! Das geht auch über Saiten und Tonabnehmer. Ob Gitarre, Plattenspieler etc. ist alles egal. Ist zweifelsfalls nur eine Frage des Pegels und der Frequenz.
     
  15. Tonwolf

    Tonwolf Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.07.07   #15
    Das mit dem Feedback kann ich bestätigen. Mir hats heut morgen fast mein Piezo um die Ohren gehaun.

    Als Alternative gäbe es auch noch elektromagnetische Pickups. Unter anderem hier:
    http://electricfiddler.com/transducers
     
  16. WolleBolle

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    Erstellt: 22.07.07   #16
    Hm, dann ist mir das in meiner langen Zeit noch nie unter gekommen, denn damit habe ich noch nie Probleme gehabt! Aber dann braucht man schon einen gehörigen Pegel - oder? Mal nur des technischen Verständnisses wegen, wie funktioniert das denn, da trifft doch nicht das verstärkte Signal wieder auf den Abnehmer?:screwy:

    Greets Wolle
     
  17. Basselch

    Basselch MOD Recording HCA Mikros Moderator HCA

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    Erstellt: 23.07.07   #17
    Hallo, Wolle,

    hab' ich selber schon erlebt. Auf der Bühne, mit einer alten Ovation Custom Legend (die noch den ganz dicken Korpus hat). Der "Toni" gibt mir die Klampfe in den Monitor und prompt gab es da eine köstliche Rückkopplung über den Korpus (Monitorklang trifft auf Korpus, der schwingt mit und fertig!). Er hat dann direkt den Baßbereich 'rausgezogen und o. k. war's. Bei den heutigen Thinlines tritt das Problem in dieser Form kaum auf...

    Viele Grüße
    Klaus
     
  18. WolleBolle

    WolleBolle Studio & Bühnen MOD Moderator HFU

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    Erstellt: 23.07.07   #18
    Na dann bin ich davon immer verschont geblieben!:)

    Ich mag die irgendwie nicht, sowie ich Ovation nicht mag, naja ist ja auch egal. Jedenfalls habe ich ganz laut Hurra geschrien, als unserer Gitarristin das Teil endlich kaputt gegangen ist! Nu spielt sie mit ner Takamine EAN 40C12, und die finde ich sehr gut! :D

    Aber in Bezug auf den Geigenpreamp, SH-941 , sollte das keine Rolle spielen!

    Greets Wolle
     
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