Geld verdienen mit Klavier?

  • Ersteller flügelflo
  • Erstellt am
F
flügelflo
Registrierter Benutzer
Zuletzt hier
30.03.08
Registriert
08.10.06
Beiträge
10
Kekse
0
Hallo,
ich spiele seit so ziemlich genau einem Jahr Klavier und die Begeisterung steigt ständig weiter. Als ich noch mehr Zeit hatte, also vor meinem Studium, habe ich öfters mal 6 Stunden pro Tag am Klavier verbracht. Also ich, 21 Jahre, studiere im Moment Elektrotechnik im ersten Semester und merke, dass nur wenig Zeit fürs Klavier übrig bleibt. Musik bereitet einfach auch viel mehr Freude und ich denke damit wird man sicher Glücklicher als mit Elektrotechnik, also so geht es mir jedenfalls. Seit ein paar Tagen frage ich mich, ob ich nich ernsthaft irgendeine Musikerausbildung absolvieren könnte? Ich weiß, dass ich verdammt wenig erfahrung habe bis jetzt... nur ein Jahr Klavierunterricht und auch sonst keine Musikalische bildung genossen. Von vielen Seiten (Bekannte und Verwandte) höre ich, dass Musik sowieso eine brotlose Kunst sei aber irgendwie möcht ich das nicht glauben.

Also ein wenig konkreter, kann ich damit in Zukunft mein Leben finanzieren? Ich möchte nicht stinkreich werden, sonder einfach gut leben können. Könnte mir jemand vielleicht ein paar Anlaufenstellen nennen, wo ich mich näher informieren könnte?
Generell was haltet ihr von dieser Idee? Ich würd gern ein wenig darüber reden...

Gruß
flo

ps: Falls ich hier in der falschen Kategorie bin, lasst es mich wissen.
 
Eigenschaft
 
wenn du einer der besten bist kannst du dich schon über wasser halten, aber dazu musst du noch mind 10 jahre üben:) meld dich dann nochmal ;)

klingt jetzt ein bischen gemein, is aber so
 
Natürlich gibt es Leute, die mit ihren Fähigkeiten Geld verdienen können. Trotzdem stellt sich mir die Frage, ob es sich wirklich lohnt, für sein "Hobby" mit seinem Studium etc. aufzuhören. Bis du gut genug bist, um Geld mit deinem Klavierspiel zu verdienen, wird einiges an Zeit vergehen, was meiner Meinung nach mit 21 relativ kritisch sein sollte. Frag dich wirklich, ob das ganze nicht vielleicht nur ein kurzlebiger Gedanke ist, den du eines Tages dann mächtig bereuen wirst...einfach würde das Vorhaben definitiv nicht werden und ich persönlich würde in dieser Situation einen gewaltigen Druck fühlen, jetzt umbedingt besser zu werden, dass mir persönlich der Spaß vergehen würde.

Ich an deiner Stelle würde erstmal fertig studieren und nebenbei Klavier spielen, sofern es deine Freizeit zulässt. Bist du an sich mit deiner Studienwahl zufrieden?
 
Ob ich damit zufrieden bin? Man lernt dabei schon viele interessante Sachen. Aber ob es genau das ist was ich will? Ich weiß es selber nicht. Ich würde jetz eher sagen "ich mach es halt einfach"... habe eine Ausbilung in Bereich Etechnik und habe daher schon einige Erfahrung damit. Die Perspektive mit dem Klavier hat sich mir ja jetz auch erst ganz neu geboten, kenne das ja erst seit einem Jahr.
Den Druck, dass ich besser werden will hab ich.. aber leider kann ich nicht soviel üben wie ich gerne möchte.
 
Also am sichersten fährst Du noch mit einem Instrumentalpädagogik Studium. Aber auch das ermöglicht keinen so sicheren Broterwerb wie z.B. ein Ingenieurjob. Der ganze künstlerische Bereich ist durchzogen von Unsicherheit und Preisdruck, jemandem der die Kunst liebt ist das natürlich herzlich egal.

Ich studiere ja Musik, dazu aber noch Wirtschaftswissenschaft um die Unsicherheit abzubauen. Nach dem Studium nur ein Musiker-Diplom in der Tasche zu haben wäre mir zu riskant. Man kann ja nicht mal eben so bei einer Kompositionsfirma anklopfen.
 
Ich finde du hast zu spät angefangen, wie meister hubert schon sagt. Sicher kann man sein Ziel immer erreichen wenn man will (es werden immer Leute an Theatern gesucht, die Proben und Sänger/in bei ihren Proben begleiten), aber überleg mal wo das hinführt. Hart a-bär ehrlich: Wenn du besser geworden bist und einige Leute mit großem musikalischen Fachwissen kennenlernt hast, wirst du erst feststellen, was du alles noch zu lernen nötig hast.
Aber hast du schon mal über eine alternative Nachgedacht? Ich z.B. weiß jetzt schon, dass das Klavierspiel mein allerschönstes Hobby ist und auch bleiben wird. Ich spiele auch mit Freunden in einer Rock/Pop Band (obwohl Jazz&Swing eigentlich eher meins ist). Wir treten ab und zu auf und es macht allgemein eine Menge Spaß. Die Band ist mir schon sehr wichtig und ein wichtiger Ausgleich.
Vielleicht solltest du dir einfach ein paar Gleichgesinnte suchen. Mit denen kannst du dann bei Auftritten dein "Geld mit dem Klavier verdienen". Das macht eine Menge Spaß und ist ganz anders als wenn man als Solokünstler auftritt. Und hauptsächlich hast du einen hoffentlich sicheren Beruf in mit der Elektrotechnik.

Grüße
Christian

PS.: Denk bloß nicht dass du einer Band nicht gewachsen bist, da wächst du allmählich rein. Und wenn du Fragen hast: Hier ist das Board.
 
Hallo
Ich kenne eine Dänin, die erst mit etwa 20 angefangen hat Querflöte zu spielen. Sie hat ihr Dolmetscherstudium abgeschlossen, eine zeitlang hat sie glaub ich auch in ihrem Beruf gearbeitet und mit fast 30 dann ein Musikstudium aufgenommen (in Dänemark). Obwohl sie so spät angefangen hat ist sie wirklich richtig gut und hat glaub ich (mit ein bisschen Glück) Chancen auf einen Orchesterplatz.
Du siehst möglich ist alles. Aber dadurch das du schon so alt bist wird es richtig schwierig. Das fängt da an, dass die Musikhochschulen in Deutschland grundsätzlich keinen zur Aufnahmeprüfung zulassen, der ein bestimmtes Alter überschritten hat (in Detmold wollte eine Freundin von mir die Prüfung machen: sie durfte nicht. Grund: mit 22 war sie zu alt)
Da du bestimmt noch 7-10 Jahre üben musst um das erforderliche Niveau zu erreichen wird es zumindest in Deutschland sehr schwer sein einen Studienplatz zu kriegen.
Eine weitere Schwierigkeit ist, dass du wegen deines Alters eigentlich immer ein bisschen besser sein musst als deine jüngere Konkurrenz. Wenn du die Möglichkeit hast kannst du dir ja mal ein Konzert von Musikstudenten oder angehenden Musikstudenten anhören um dir eine Vorstellung von dem zu machen, was du erreichen musst/willst.
Wenn du ein Überflieger bist und den eisernen Willen zu einen Musikstudium hast, dann kannst du es schaffen. Ich würde dir aber in jedem Fall empfehlen dein Studium weiterzuführen. Oder, wenn du schon eine Ausbildung hast, könntest du arbeiten und parallel üben.... aber lass nicht wegen der Musik alles andere stehen und liegen. Nach einem Jahr üben stehst du erst ganz am Anfang und man kann noch nicht beurteilen, ob das was wird oder nicht.
Hast du denn schon vorher musikalische Erfahrungen gemacht? Ansonsten müsstest du dich auch um Musiktheorie/ Harmonielehre und Gehörbildung kümmern. Und man braucht ein Zweitinstrument fürs Studium.
Zu deiner eigentlichen Frage: Ja, man kann mit Klavier/Musik Geld verdienen, wenn man gut genug ist. Nur reich wird man davon nicht, aber dafür vielleicht glücklich :)
Also, ich wünsche dir auf jeden Fall viel Glück für dein Vorhaben.
 
Erst einmal vielen Dank für die ganzen Antworten.
Solokünstler muss es ja nicht unbedingt sein, ich suche einfach etwas bei dem ich mit Klavier / Musik meinen Lebensunterhalt bestreiten kann.
Wenn ich die ganzen Antworten hier lese, dann schreckt mich das doch ziemlich ab... muss ich halt erstmal mit ein paar Stunden üben pro Woche weiterkrebsen die nächsten paar Semester. Aber das tut weh, irgendwie bin ich wie verliebt ins Klavierspielen und würde das am liebsten den ganzen Tag lang machen... geht das hier manchen auch so? Ich dachte, wenn ich was mit Musik arbeiten/studieren würde, hätte ich dann einfach ständig Kontakt zum Klavier. Aber naja.. aus der Traum :) vielleicht nach dem Etechnik Studium.
 
Ich bin in einer ähnlichen Situation wie du, nur zwei Semester weiter - und ich hab akzeptiert, dass ich nie von Musik werde leben können.

Das erste Semester ist wirklcih extrem Grundlagenzeugs. Danach wirds schwerer, aber auch sehr viel interessanter.


Wenn man Musik Studiert, dann fährt man mit gewisser Wahrscheinlichkeit Taxis und mit einer eher kleineren Wahrscheinlichkeit unterrichtet man kleine Blagen. Ne Danke, dann baue ich später lieber Verstärker, dass hat für mich selber noch mehr mit Musik zu tun als zu Unterrichten. Und nebenbei hat man fast eine Jobgarantie mit wirklich gutem Gehalt. Musik kann man dann ja immer noch nebenher machen, und dann die Musik die einem Freude bereitet, und die nicht die einem über Wasser hält.
Es gäbe nichts schlimmeres für mich als Aufzuwachen und zu merken, dass die Musik die man macht einen ankotzt und man trotzdem weiter machen muss.


Das Studium bringt einen jeden Tag mehr Einblick in eine absolut fazinierende Welt, von der man das Gefühl hat, dass man weniger von ihr weiß je mehr man von ihr weiß. Du hast gerade eine Hochphase mit dem Klavierspielen, sowas geht wahrschienlcih wieder vorbei. Mein Rast ist: Wenn dir das Studium an sich Spaß macht, dann mach es weiter. Es bringt dir mehr.
 
Ich denke, man kann nich einfach sagen "Ich will jetzt mit Musik Geld verdienen"!
Man brauch dazu einfach ne richtig große Portion Glück und man muss sich gut verkaufen (und man brauch natürlich das Talent und die Erfahrung...).
Such dir ne Band und mach mit denen Musik, auf Geburtstagen und so...damit verdient man auch schon was^^
Aber in deiner Situation wäre es meiner Meinung nach vollkommen falsch. Sowas kann man man nicht lernen, sowas fällt einem eben zu...so gemein is das Leben :D
 
flügelflo;2739940 schrieb:
Erst einmal vielen Dank für die ganzen Antworten.
Solokünstler muss es ja nicht unbedingt sein, ich suche einfach etwas bei dem ich mit Klavier / Musik meinen Lebensunterhalt bestreiten kann.
Wenn ich die ganzen Antworten hier lese, dann schreckt mich das doch ziemlich ab... muss ich halt erstmal mit ein paar Stunden üben pro Woche weiterkrebsen die nächsten paar Semester. Aber das tut weh, irgendwie bin ich wie verliebt ins Klavierspielen und würde das am liebsten den ganzen Tag lang machen... geht das hier manchen auch so? Ich dachte, wenn ich was mit Musik arbeiten/studieren würde, hätte ich dann einfach ständig Kontakt zum Klavier. Aber naja.. aus der Traum :) vielleicht nach dem Etechnik Studium.

Bei Klavier gibt es noch die Möglichkeit als "Begleiter" entweder von Sängern, Musikschülern oder auch im professionellen Rahmen...

Das du jetzt sofort Geld mit deinem Klavier verdienen kannst ist sehr unwahrscheinlich, zumindest im klassischen Bereich. Was sagt denn dein Lehrer dazu? Ich hoffe du hast Unterricht?

Mir geht es tatsächlich im Moment ähnlich. Ich studiere erstes Semester Geschichte und bereite mich gleichzeitig auf die Aufnahmeprüfung im Sommer vor. Da ist nichts mehr mit Freizeit. Aber im Gegensatz zu dir spiel ich eben schon 9 Jahre. Das Geschichtsstudium mache ich für den Fall, dass es nicht klappt mit der Musik.

Nach dem Etechnik Studium ist eine gute Entscheidung, trotzdem müsstes du parallel zum Studium so viel wie möglich üben, damit du eine Chance hast. Eigentlich sagt man so 4 Stunden am Tag (ich schaffs auch nicht immer, aber 2 Stunden ist für mich absolutes Minimum).

Trotzdem: nicht den Mut verlieren, wie ich schon gesagt habe: mit dem richtigen Willen ist das tatsächlich zu schaffen ;)

Und: Das wichtigste ist nicht auf Biegen und brechen jetzt Musiker werden zu wollen, sondern das dir dein Instrument (auch in Zukunft) richtig Spaß macht

:):):)
 
ich habe mich letztes jahr auch dazu entschieden, musik zu studieren. ich habe jedoch auch schon 12 jahre erfahrung aufm buckel, was aber nicht heißt, dass andere in einem jahr nicht genausoweit kommen können.

eins sollte man sich jedoch vor augen führen: wenn musik zum hauptverdienst wird, ist es kein hobby mehr. ich bin rund um die uhr nur mit musik beschäftigt, und mehr als die hälfte dessen, was ich übe ist nicht die musik, die ich gerne machen würde. wenn man auf gagen angewiesen ist muss man halt spielen was gefragt wird.
viele meiner kommilitonen haben schon aufgehört, weil ihnen der spaß an der musik verloren geht. musik studieren ist also nicht der traum vom künstlerdasein, sondern ebenso harte arbeit wie jedes andere fach, nur dass man anstatt mit mathe gehörbildung üben muss. ;-)

am besten du informierst mal bei den musikhochschulen bei dir in der nähe. die organisieren immer einen tag der offenen tür, an dem man den dozenten vorspielen kann, und ein ehrliches feedback über seine chancen bekommt. ansonsten frage einfach mal, ob du bei den dozenten eine probestunde machen kannst. habe ich auch gemacht.... danach weiß man definitiv, ob die fähigkeiten reichen oder nicht.
 
Das Geschichtsstudium mache ich für den Fall, dass es nicht klappt mit der Musik.

Worin liegt denn der Unterschied hinsichtlich der Sicherheit, später einen Job zu haben? Ich meine, Geschichte ist sicherlich interessant, aber ob das auf dem Arbeitsmarkt so gefragt ist?
 
Zitat:
Das Geschichtsstudium mache ich für den Fall, dass es nicht klappt mit der Musik.
Worin liegt denn der Unterschied hinsichtlich der Sicherheit, später einen Job zu haben? Ich meine, Geschichte ist sicherlich interessant, aber ob das auf dem Arbeitsmarkt so gefragt ist?
Ok, ich verbessere mich: Falls das mit dem Musikstudium nicht klappt. Ich möchte nämlich entweder einen richtig guten Studienplatz kriegen (wo hinterher wenigstens ansatzweise die Chance auf einen Job besteht) oder es lieber gleich lassen.
Ich weiß auch nicht, irgendwie hab ich einen Hang zu aussichtslosen Berufen :redface:
 
Nochmals danke für die Antworten, so langsam gibt es wieder ein wenig mehr Hoffnung.
Ich habe Klavierunterricht, zuerst hatte ich bei dem nächsten Newcomer-Star aus Deutschland und jetz bin ich bei ihrer Mutter. ^^ Die Mutter hat Klavier studiert und ihre Tochter spielt auch seit sie 3 Jahre alt ist Klavier. Bei ihr hatte ich die ersten 3 Monate Klavierunterricht dann ist sie nach Hamburg auf eine Musikhochschule und rockt seitdem die Bühnen unter dem Namen Anna Coralee. Manche kennen sie vielleicht. Und die Mutter meinte wenn ich früher angefangen hätte, dann könnt ich damit sicherlich gut Geld verdienen. Also ich glaub ich hab ein Händchen dafür und vor allem auch sehr viel Spaß daran. Im moment übe ich den 3. Satz der Mondscheinsonate und übe schon seit bestimmt 2-3 Monaten daran. Es geht zwar nur langsam vorwärts, aber es geht vorwärts, so die ersten 4 Minuten kann ich auswendig spielen bis jetzt. Also Klassische Musik ist auf jeden Fall auch mein Favorit. Ich bin jetz noch weit davon entfernt, dass ich es konstant schaffe den Teil vom 3. Satz, den ich kann, so zu spielen, dass es sich gut anhört. Aber wenn es ab un zu mal klappt, also, dass es sich gut anhört, dann gribbelt es so richtig krass.. als wär ich verliebt... Ich weiß noch wie ich das Video von Willhelm Kempff das erste mal bei YouTube gesehen habe, in dem er den 3. Satz spielt... Ich dachte mir eigentlich bis ich das spielen kann vergehen noch ein paar Jährchen aber das Stück hat mich dann so gepackt und als ich mit den Noten zu meiner Klavierlehrerin gekommen bin hat sie erstmal geschluckt und mich belächelt ^^ Trotzdem haben wir damit einfach mal angefangen und es scheint sogar zu funktionieren.
Ich will damit ja nicht stinkreich oder der Solopianist schlechthin werden. Ich hätte später einfach gern einen Beruf, in dem ich automatisch Zeit am Klavier verbringe. Und damit müsste ich halt soviel Geld verdienen können, damit ich davon leben kann ^^
 
flügelflo;2741460 schrieb:
Bei ihr hatte ich die ersten 3 Monate Klavierunterricht dann ist sie nach Hamburg auf eine Musikhochschule und rockt seitdem die Bühnen unter dem Namen Anna Coralee.
Hm, die Dame spielt hat laut ihrer Seite 2 Auftritte in 3 Monaten und schreibt des weiteren, dass sie bald mal mit ihrer Coverband auftreten will^^
Unter rocken verstehe ich was anderes:D Und irgendwie scheint sie auch auf Gesang umgestiegen zu sein. Das macht sie allerdings ganz ordentlich;)
 
Worin liegt denn der Unterschied hinsichtlich der Sicherheit, später einen Job zu haben? Ich meine, Geschichte ist sicherlich interessant, aber ob das auf dem Arbeitsmarkt so gefragt ist?
Es kann ja nicht jeder IT-Spezialist werden :p

Nein, im Ernst - ist der Hauptunterschied nicht eher der, dass man sich mit sowas nicht die Lieblingsbeschäftigung zum Beruf macht? Ich hab mich mit Amerikanistik / Politikwissenschaft / Spanisch auch nicht gerade für die absolute Sicherheit entschieden. Dafür bin ich mir aber sicher, die Balance erreicht zu haben, bei der ich großteils wirklich das studiere was mich interessiert, bei der aber andererseits meine absolute Lieblingsbeschäftigung immer noch mir selbst gehört, ohne dass ich den Zwang hätte, davon leben können zu müssen.

Perfekt ist das natürlich auch nicht - 100% Musik geht damit selbstredend nicht, gleichzeitig ist die Musik dann oft wieder interessanter als das Studium :) - aber für mich ein guter Kompromiss.
 
Naja, man sollte wirklich versuchen, eine gute Balance zu finden. Ein Studienfach zu wählen, das einem gar nicht zusagt, aber ein gutes Gehalt verspricht, kann es auch nicht sein.
In diesem Zusammenhang sehe ich die "Verwirtschaftlichung", vorangetrieben vom CHE (Centrum für Hochschulentwicklung), sehr kritisch. Es geht dabei nur noch um wirtschaftliche Verwertbarkeit, Geisteswissenschaften und Kunst bleiben auf der Strecke. Dieses CHE ist eine der Ausgeburten der Bertelsmannstiftung. Aber das ist ein andere Thema.
 
Ja, da sagst du was... Über dieses Thema könnte ich ganze Abende diskutieren.
 
flügelflo;2738554 schrieb:
Den Druck, dass ich besser werden will hab ich.. aber leider kann ich nicht soviel üben wie ich gerne möchte.

Meiner Meinung nach besteht halt ein Unterschied, ob man besser werden will oder regelrecht besser werden muss. Natürlich ist das bei mir nur ein Gedankengang, da ich noch Schüler bin, aber wenn ich mein Studium etc. hinschmeißen würde und umbedingt gewisse Prüfungen etc. bestehen müsste, dann aber merke, dass ich ab einem bestimmten Punkt einfach nicht besser werde, wäre das nicht gerade prickelnd. Wobei das wohl in allen Bereichen des Lebens gilt, in deinem Fall aber noch stärker.

Das du den 3. Satz der Mondscheinsonate schon nach circa einem Jahr in Angriff nehmen kannst ( was zusätzlich zum Talent auch daran liegt, dass du eben sehr viel Zeit und Gefühl in das Ganze gesteckt hast ), ist ja an sich schonmal positiv. Ich hatte als kleines Kind mal Klavierunterricht, sowas hätte ich mir damals aber wohl niemals innerhalb der nächsten 5 Jahre zugetraut. ^^
 

Ähnliche Themen


Unser weiteres Online-Angebot:
Bassic.de · Deejayforum.de · Sequencer.de · Clavio.de · Guitarworld.de · Recording.de

Musiker-Board Logo
Zurück
Oben