Gesangsmikrofon mit möglichst wenig Bleed / ähnlich Audix I5

von Chris_appel, 01.08.20.

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  1. Chris_appel

    Chris_appel Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.08.20   #1
    Hi, wie der Titel sagt. Ich singe im Moment gern mal in der Band, erst mit nem 58, passt nicht so ganz zu mir, dann ein 57, schon besser und vor allem wenig drum bleed. Jetzt hab ich ein I5, das ist schon noch ne ecke passender für mich, nur das ist wieder mehr bleed drauf, als mit dem 57.

    Gibts da nen tipp? Im kleinen Proberaum ist das drumbleed snare und cymbals schon recht doll, evtl hat da jemand erfahrung. Room Treatment mit dampfung mit ner Menge absorbern haben wir schon hinter uns. Ein Drumschield wird auch folgen aber das ist noch zukunftmusik.

    Vielleicht hat wer nen geheimtipp, ich dachte ich probiers mal. Gruß
     
  2. antipasti

    antipasti Singemod Moderator

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    Erstellt: 01.08.20   #2
    Hi,

    ich habe dich mal in's PA-Forum->Live-Mikros geschoben. Viel Erfolg.
     
  3. mix4munich

    mix4munich Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 01.08.20   #3
    Es ist immer besser, das Problem an der Quelle anzugehen, und das ist in Eurem Fall das Drumset und der Schall, den es emittiert. Dazu kommt ein kleiner Raum. Der Drummer sollte es mit leiser spielen probieren. Dazu Moongel (https://www.thomann.de/de/smile_moongel.htm) oder Sky-Gel (https://www.thomann.de/de/skygel_gel_damper_pads_black.htm) Damper-Pads auf die Trommeln sowie ordentlich Dämpfungsmaterial in die Bassdrum. Weiter ein Set Cympad Moderator, um die Becken leiser zu kriegen, bei unverändertem Sound und Spielgefühl: https://www.thomann.de/de/cympad_moderator_box_set.htm

    Dann sprachst Du von einem Drumshield - dazu braucht es aber immer auch ein Set von Dämpfungswänden HINTER dem Set, sonst fliegen dem Drummer die Röhrchen weg. Guckst Du hier: https://www.thomann.de/de/clearsonic_s2466x2_s5_2d_sorber.htm (das sind jetzt nur zwei Platten, da müsst Ihr einfach die passende Größe auswählen).

    Und DANN wird es sinnvoll, nach einem Mikro zu suchen:
    - Audix i7, angeblich it der besten Nebengeräuschunterdrückung, die es gibt, dafür musst Du dieses Mikro auch beinahe "fressen", sonst hilft es nicht
    - Sennheiser e945, eine Superniere, mit der ich sehr gerne arbeite, auf lauten Bühnen noch besser als das e935
     
  4. Alttöpfer

    Alttöpfer Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.08.20   #4

    Ich nehme mal an, Kollege mix4munich meint das Audix OM7. Ja das wäre eine Option. Gilt allgemein als eins der Gesangsmikros mit am wenigsten Übersprechung aus den umliegenden Quellen.
    Eine relativ preiswerte Lösung wäre noch das Shure beta56a, welches aus dem gleichen Grund live gerne von singenden Drummern benutzt wird oder das entsprechende "Handmodell" beta57. Der "Trick" besteht wie bei der Nutzung eines SM57 als Gesangsmikro darin, das der kleine Einsprechkorb dieser Mikros den Abstand zwischen der gewünschten Quelle (Gesang) und der eigentlichen Kapsel verkleinert und dadurch den relativen Abstand zur Störquelle (Drumset) vergrößert und damit das "bleed" verringert. Wenn Dir beta56/57 klanglich nicht gefallen, würde ich um des genannten Tricks willen eher beherzter zum EQ greifen als diese Lösung wegen des "schrillen" Charakters der betas abzulehnen.
    Und klar, Du mußt mit dem Drummer eine gangbare Lösung finden, wie sein Set durch Dämpfung und/oder akustische Abschirmung in Deinem Mikro leiser wird, wenn Du 'all together' aufnehmen willst.
     
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  5. mix4munich

    mix4munich Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 01.08.20   #5
    Oops. Yup, das meinte ich.
     
  6. Mfk0815

    Mfk0815 PA-Mod & HCA Digitalpulte Moderator HCA

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    Erstellt: 01.08.20   #6
    Das Beta57 wäre mich auch gleich eingefallen, ist von dem Grundcharakter nicht mit dem Beta58 (das ich nur seltenst als brauchbar empfinde) vergleichbar.
    Mikrofon „fressen“ und auf die Ausrichtung zum Schlagzeug achten ist neben den anderen vorgeschlagenen Maßnahmen zu empfehlen, egal welches Mikro es wird.
     
  7. Chris_appel

    Chris_appel Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.08.20   #7
    Ja genau, mic fressen das machen wir inzwischen auch schon xD

    Ok, dann Sennheiser e945 oder OM7, kann ich mir vergleichsweise mal antesten. Wobei wir das Sennheiser mal hier hatten, da war das nicht ganz mein Fall.

    ja sry, gedämpft haben wir schon jede menge, auf allen Fellen, auch die snare oben und drunter totgedämpft (fell unter der snare und oben auch dämpfer), bassdrum ist komplett voll, und die cymbals haben auch so große dämpferfilze drunter, wir proben in einer Garage in einem Wohngebiet da ist es eh ein muss, zu dämpfen.
     
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  8. Simon99

    Simon99 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.08.20   #8
    Ich glaube es ist hierbei sehr hilfreich sich den ganzen Raum und dessen Beschaffenheit anzuschauen. Wir z.B. haben eine Betondecke (das war lange Zeit der Horror). Wir haben an der Decke Noppenschaum angebracht, sowie die Wände versucht gezielt bei Reflexionen zu behandeln. Wie ist die Decke oberhalb der Cymbals beschaffen ?
     
  9. Chris_appel

    Chris_appel Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.08.20 um 07:42 Uhr   #9
    Hi, die Decke ist Sparren in ca 1m Abstand, und dazwischen Glaswolle, Folie und OSB als Verkleidung. Die Sparren stehen ca 8cm hervor, aus der OSB Verkeidung. Ich hatte schon überlegt, an der Decke Absorber anzubringen, habe 8 Stück, jeweils ca 1qm gruß, im Raum Verteilt weil es recht hallig war im Raum.
     
  10. Mfk0815

    Mfk0815 PA-Mod & HCA Digitalpulte Moderator HCA

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    Erstellt: 04.08.20 um 10:01 Uhr   #10
    Mich interessiert jetzt die genaue Monitor Situation. Wird mit wedges oder „PA“/Gesangsanlage gearbeitet oder mit Inear? Bei Boxen ist die Aufstellung auch interessant. Dann ist mir noch nicht klar wie das Mikro / die Mikros im Raum und in Relation zu den Instrumenten, speziell den Drums, positioniert und ausgerichtet ist. Zudem ist für mich interessant wie viel Bleed da tatsächlich entsteht und wie das ermittelt wird. Also einfach Mikro auf den Monitor geben und dann hören was da an Drums daher kommt aber nicht um wie viel leiser es zum eigentlichen Nutzsignal ist? Kannst du da mal ein Klangbeispiel beisteuern? Wie ist der Monitormix gemacht? Wenn Stimme oder Summe extrem höhenlastig bzw mit vielen hohen Mitten gemischt wird (was bei den ganzen Akustikmaßnahmen leicht passieren kann) dann zieht man sich halt auch wieder viel Becken usw rein. Schon mal einen Expander auf die Stimme gegeben um in Singpausen das Signal weg zu drücken?

    Ohne dir jetzt auf den Schlips treten zu wollen hört sich das alles schon so an als ob du da einiges über das Ziel hinausgeschossen bist. Einen Proberaum komplett tot zu dämpfen ist für mich auch nicht zielführend. Wie soll das dann in einer Live Situation funktionieren? Und wie ich oben schon angedeutet habe kann man bei zu viel des „Guten“ sich auch schnell wichtige Frequenzen zu viel bedämpfen. Und dann dreht man da wieder am Pult war rein, z.B wenn die Höhen weg gedämpft wurden aber Bässe und tiefe Mitten nicht, was aber eigentlich alles wieder ad absurdum führt.
    Schon mal darüber nachgedacht?
     
  11. Chris_appel

    Chris_appel Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.08.20 um 18:44 Uhr   #11
    Ok. Ich mache dir morgen mal 1,2 pics und dann können wir das von Grund auf mal gern besprechen. Jetzt ist gleich Probe, muss noch schnell das Projekt für die Probe fertig machen.
     
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