Gesucht: Kleiner, einfacher Recorder

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Grüß euch!

Ich suche nach einem kleinen, möglichst einfach Recorder, um selbstgemachte elektronische Musik live aufzunehmen.

Mein Equipment bisher:
*) Yamaha AG-06 Mixer/Interface

*) Mackie MR-5 MK3 Studiomonitore
*) Alesis SRP-100 Studiokopfhörer

*) Fender Stratocaster (+Yamaha THR10)
*) Ibanez Soundgear Bass
*) Kondensatormikrofon Superlux E205
*) Alesis Q25 Keyboard
*) Korg NanoKontrol 2
*) AKAI Tom Cat Drum Computer
*) Waldorf Rocket Synthesizer
*) Digitech Jamman Express Looper
*) Digitech Element XP Multieffektprozessor

Was ich machen möchte:
*) Live Musik erstellen, quasi on-the-fly einen Beat, eine Bassline, Synth-Teppiche, darüber ein Gitarrensolo, o.ä. spielen. Das Ganze soll also schön handgemacht und live passieren, daher laufen immer viele Sachen gleichzeitig. Die einzige Ausnahme ist, dass ich manchmal vom Laptop ein paar Loops ablaufen lasse - über Magix Samplitude Music Studio, das ich per KorgNanoKontrol2 ansteuere (spielen einzelner Spuren im Loop Modus) -> Momentan meine Alternative zu einem Sample Player...der soll aber auch noch kommen.
*) Alle Instrumente schicke ich in meinen Yamaha AG-06 Mixer (langsam werden die Eingänge knapp) und höre es über die Kopfhörer oder die Monitore an.
*) Diese Musik möchte ich nun möglichst einfach aufnehmen. Ich hätte mir das so vorgestellt, dass ich vom Stereo-Ausgang des Mixers in irgendeiner Form in ein Aufnahmegerät gehe, also sozusagen den Gesamt-Mix direkt aufnehme. Das fertige Lied hätte ich gerne als .wav (o.Ä.) und danach würde ich es Mastern - fertig! Mastering könnte am Gerät direkt (siehe Tascam DP) oder am später dann am PC (Samplitude Music Studio) erfolgen - ist mir eig. egal.
*) Das Endprodukt soll dann halbwegs gut klingen, muss aber nicht "professionell" sein. Die Ansprüche sind also amateurhaft - semiprofessionell.

Nun suche ich nach einem Recorder, der für mich das erfüllen kann. Ich hatte auch an die Idee gedacht, einfach den "Input Mix" des AG-06 wieder in den PC zu schicken und dann zu recorden, müsste dann aber die Variante "Samples aus Samplitude einspielen" irgendwie umgehen...Lieber wäre mir eine kleine Hardware, die alles aufzeichnet. Folgende Geräte hätte ich bis jetzt halbwegs ausgesiebt, aber da ich neu in dieser Sparte bin, bin ich mir nicht sicher, was ich nehmen sollte. Mir ist bewusst, dass das durchaus verschiedene Gerätschaften sind, aber ich habe es mal bewusst in mehrere Richtungen offen gehalten!

Gemini DRP-1
Tascam DP-006
Tascam DP-008 EX
(Zoom R8)
Yamaha PR-7
Zoom Serie von H1 bis Hn4 Pro und die Modelle dazwischen
Tascam Serie DR von 05 bis 40 und die Modelle dazwischen
Roland R-05

Aja: Meine Budget liegt bei etwas 200 (daher ist der Zoom R8 in Klammer:evil:).

Ich bin für jeden Tipp dankbar!:)

LG gammy
 
Eigenschaft
 
Hallo,
mein Favorit aus Deiner Liste wäre das Zoom H4nPro. Die MicPreamps sind noch mal rauschärmer, als die des H4nSP und das Gerät geht als Interface.
Beim Tascam DR40 rauschen mir die Preamps etwas zu viel (für meine Einsatzzwecke reicht es aber) und es kann nicht als Interface eingesetzt werden.
Das Zoom H1 und auch das Tascam 05 scheiden aus, da die keine Lineeingänge haben und die wären ja wichtig, um vom Mixer zum Aufnahmegeräte zu gehen.
Mir scheint, Du hast Dich auf Geräte, die 2 Spuren zeitgleich aufzeichnen können "eingeschossen" und da wäre wie gesagt das H4nPro meine erste Wahl.
Grüße
Markus
 
Hallo Markus!

Danke für die Rückmeldung. Ich merke mir das Zoom H4nPro mal vor, auch wenn knapp über 200 liegt. Das ich hauptsächlich Geräte mit 2 Spuren vorgeschlagen habe, ist eher ein "Zufall", liegt vielleicht am Preis. Grundsätzlich würde mir auch 1 "Stereoeingang" reichen, um den Master-Stereoausgang aufzunehmen!

LG gammy
 
Naja, 1x Stereo per Line-in mitschneiden können ja schon die günstigsten Geräte für 90 EUR, dafür musst Du keine 200 EUR ausgeben. Kann man bei Thomann filtern: https://www.thomann.de/de/portable_...true&feature-4474-first=1&feature-4474-last=8
Gebraucht kommt man noch günstiger weg. ;) Allein für diesen Anwendungszweck macht es glaub ich keinen Riesenunterschied, welches Gerät man nimmt. Die Frage ist eher, was Du sonst noch damit machen willst, wenn Du schon eins kaufst :)

Ich hab ein Zoom H2n, die Aufnahmequalität der Mikros wie auch des Line-in sind richtig gut (schau in mein Review, unten verlinkt). Damit kann man auch Line plus Raum gleichzeitig aufnehmen und der Preis ist inzwischen von 165 auf 145 gefallen.
 
Hallo,
ja die kleinen können auch LineSignale aufzeichnen, sind aber dann doch stark limitiert.
Eine Frage stellt sich mir aber schon noch: Wie willst Du das alles zeitgleich einspielen?
Also klar: Drumloops usw. + Bass okay, aber wie willst Du da noch zeitgleich die Gitarre spielen?
Live im Sinne von alles-zeitgleich-einspielen geht doch gar nicht, oder habe ich was falsch verstanden.

Wenn ich es also richtig verstehe, wirst Du sowieso nicht um Overdubbing herum kommen.
Und dann würde ich definitiv zu einem einfachen Interface greifen - ein Focusrite 2i4 oder Steinberg UR22 oder auch UR242. Die hätten auch noch einen HiZ-Input, um zB mit dem E-Bass direkt in das Interface zu gehen.

Und eine Sache finde ich noch erwähnenswert: Auch wenn Du keine "professionellen" Aufnahmen zum Ziel hast, wirst Du Dich dennoch ärgern, wenn es in den Aufnahmen rauscht und alles recht unsauber daherkommt. Die Störgeräusche addieren sich dann je mehr Spuren Du übereinander hast.
Daher ist es nicht irgendwie einer "nerdigen" Ader geschuldet, von Anfang an nicht nur auf den Preis zu schauen, sondern auch Equipment anzuschaffen, mit dem Du auch noch eine Weile Spaß haben kannst.
Grüße
Markus
 
Schau dir ruhig auch mal den hier an. Einfach in deine Kette vor dem Ausgang einschleifen und fertig. Die Gitarre mit Amp Simulation direkt dort rein und mit jammen. Geht auch als Soundkarte in den PC wenn man will ansonsten sogar Multi Track fähig.


 
Naja, 1x Stereo per Line-in mitschneiden können ja schon die günstigsten Geräte für 90 EUR, dafür musst Du keine 200 EUR ausgeben. Kann man bei Thomann filtern
ja die kleinen können auch LineSignale aufzeichnen, sind aber dann doch stark limitiert.
Ok, durch die Liste habe ich mich ja schon durchgearbeitet - siehe mein Eingangspost. Die Frage war eher spezifischer: Welches dieser Geräte erfüllt meine Wünsche am ehesten. Genau da wäre es interessant zu wissen: Worin bin ich bei welchem Gerät limitiert UND: stört es in meinem Fall oder wäre es egal?

Die Frage ist eher, was Du sonst noch damit machen willst, wenn Du schon eins kaufst :)
Und das gehört dann zu meiner Frage dazu: Was kann ich mit den einzelnen Geräten alles machen und was davon brauche ich und wofür würde ich dann quasi extra viel Geld bezahlen.
Beispiel: Ich kaufe mir einen guten mobilen Recorder, der teuer ist, weil er tolle Mikrofone und viele Funktionen dabei hat, aber ich nutze dann nur das Line-In.;)

Ich hab ein Zoom H2n, die Aufnahmequalität der Mikros wie auch des Line-in sind richtig gut (schau in mein Review, unten verlinkt). Damit kann man auch Line plus Raum gleichzeitig aufnehmen und der Preis ist inzwischen von 165 auf 145 gefallen.
Danke. Tolles Review, sehr informativ. Kannst du auch was zur aufnahme via Line-In sagen?

Wenn ich es also richtig verstehe, wirst Du sowieso nicht um Overdubbing herum kommen.
Also grundsätzlich möchte ich nicht mit zusätzlichen Overdubs (im Nachhinein) arbeiten, sondern wie gesagt alles live einspielen.

Eine Frage stellt sich mir aber schon noch: Wie willst Du das alles zeitgleich einspielen?
Also klar: Drumloops usw. + Bass okay, aber wie willst Du da noch zeitgleich die Gitarre spielen?
Live im Sinne von alles-zeitgleich-einspielen geht doch gar nicht, oder habe ich was falsch verstanden.
Kurzfassung: Wenn ich alleine bin, arbeite ich mit: Drum-Machine, Sequenzer, Synthisizer und evtl. Gitarre. Drumcomputer und Sequencer ziehen ihr Ding durch und mit einem Looper soll ein Synthisound live eingespielt und geloopt werden (oder auch mehrere "Overdubs" live eingespielt), darüber würde ich ggf. live mit der Gitarre was dazuspielen bzw. manchmal ist ein Zweiter dabei, der den Gitarren-Part übernimmt. Das Ergebnis soll quasi on-the-fly entstehen und als Live-Mitschnitt (Live-Mix) vorliegen.:engel:

Und dann würde ich definitiv zu einem einfachen Interface greifen - ein Focusrite 2i4 oder Steinberg UR22 oder auch UR242. Die hätten auch noch einen HiZ-Input, um zB mit dem E-Bass direkt in das Interface zu gehen.
Der Computer soll aus Bequemlichkeits- (und wahrscheinlich auch prinzipiellen) Gründen eher keine Rolle beim Aufnehmen spielen, sofern es sich vermeinden lässt. Damit wäre die Option mal eher nicht mehr zu beachten, oder?:cool:
EDIT: Wenn ich doch mit dem Computer arbeite und mir ein Interface kaufe, dann würde ich aber ein Problem kriegen, wenn ich vom gleichen Laptop manuell Samples abspielen will, oder?

Schau dir ruhig auch mal den hier an. Einfach in deine Kette vor dem Ausgang einschleifen und fertig. Die Gitarre mit Amp Simulation direkt dort rein und mit jammen. Geht auch als Soundkarte in den PC wenn man will ansonsten sogar Multi Track fähig.
Wäre da nicht für mich ein Tascam DP-006 oder DP-008 besser geeignet? Denn die Gitarren- und Jam-Funktinen würde ich nicht brauchen und es hat auch nur einen Miniklinken-Line-In!?
 
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Hallo,
Wenn ich doch mit dem Computer arbeite und mir ein Interface kaufe, dann würde ich aber ein Problem kriegen, wenn ich vom gleichen Laptop manuell Samples abspielen will, oder?
Nöö, geht :)
Du hast ja auch zB bei Gesangsaufnahmen das Playback aus der DAW und zugleich die Aufnahmespuren, die in der DAW aufgezeichnet werden.
Was kann ich mit den einzelnen Geräten alles machen und was davon brauche ich und wofür würde ich dann quasi extra viel Geld bezahlen.
Das kann Dir letztlich ja keiner beantworten, ausser Dir selbst. Und die Specs hast Du Dir ja sicher auch angeschaut.
Was Du vorhast geht mit allen den genannten Geräten. In welcher Qualität und mit welchem Maß an Komfort und Erweiterbarkeit ist eine andere Frage.
Grüße
Markus
 
Das kann Dir letztlich ja keiner beantworten, ausser Dir selbst. Und die Specs hast Du Dir ja sicher auch angeschaut.
Was Du vorhast geht mit allen den genannten Geräten. In welcher Qualität und mit welchem Maß an Komfort und Erweiterbarkeit ist eine andere Frage.
Dann stellen wir mal die Frage so:
Was spricht z.B. für/gegen Zoom H2n bzw. Tascam DR-40?
Was hingegen spricht für/gegen die günstigeren Modelle wie Tascam DR-22 oder sogar Zoom H1 oder Tascam DR-05 (beiden haben ja einscheinend einen Line-In Eingang über Miniklinke - im Gegensatz zur obigen Behauptung, oder)?
 
Kannst du auch was zur aufnahme via Line-In sagen?
Wir haben per Line in Bandproben vom JamHub mitgeschnitten. Qualität perfekt, ich wüsste auch nicht, wo da ein Verlust entstehen sollte, das Signal hat ja schon Line Level und muss nicht von einem Mikrofon-Preamp verstärkt werden. Das sollte auch bei den günstigsten Geräten so sein, sofern sie WAV mitzeichnen können, wovon ich mal ausgehe. Erfahrung hab ich nur mit dem H2n.
Darüber hinaus würde ich persönlich den Raum mit aufzeichnen wollen, um auch Publikumsreaktionen und den live Höreindruck einzufangen. Das geht mit dem H2n, steht ja auch in meinem Review ;) Man bekommt beides als separate Stereospuren. Ich vermute, dass günstigere Geräte das nicht können.
Das "mixen und Mastern" (oder sagen wir hier etwas treffender "Nachbearbeiten") machst du später am PC, exportierst ne mp3 und fertig.
Du hättest natürlich viel mehr Handlungsspielraum, wenn du alles in Einzelspuren mitschneidest, aber dann wäre ein mobiler Recorder auch gar nicht das richtige Werkzeug und der Arbeitsaufwand insgesamt viel größer. :)
 
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Hallo,
Was spricht z.B. für/gegen Zoom H2n bzw. Tascam DR-40?
Gegen den Einsatzzweck "Fieldrecording" spricht nicht viel -ausser vielleicht das Rauschen der MicPreamps, wenn die internen Mikros verwendet werden. Für ernsthafte Aufnahmen von Instrumenten spricht dagegen schon einiges, wenn es auch anders gemacht werden kann. Als kleine, mobile Lösung, um zB Proben mitzuschneiden, oder um Ideen schnell festzuhalten, oder auch, wenn keine andere Option besteht, auch für Audiorecorder für Filmaufnahmen sind die Fieldrecorder meiner Ansicht schon eine richtig gute Sache.
ABER: der H1 hat zwar einen Lineeingang, allerdings keinen "richtigen". Das ist eine Stereominiklinke, die allein schon etwas fummelig ist und da das eingehende Signal über eine Stereominiklinke kommt auch nicht symmetrisch ausgeführt sein wird. Es fehlen also schon mal rund 6dB Pegel an den Eingängen. Das muss kein Problem sein, macht aber auch deutlich, dass das Gerät dafür im Grunde nicht gedacht ist.
Viel schwerwiegender ist aber mMn das, was am Ende dabei herauskommt: nämlich eine Stereospur wie Rake5000 auch schon schrieb. Das liegt aber nicht nur an den Fieldrecordern an sich, sondern halt daran, dass Du alles vorher über ein Pult summieren möchtest. Das dann nachzubearbeiten, wird nur sehr begrenzt gehen.
Deine Mixfähigkeiten kenne ich natürlich nicht, aber auch wenn die sich auf höchstem Niveau befinden, werden Euch auch mal Spielfehler unterlaufen. Was drinne ist, ist drinne.
Ein weiterer "Stolperstein" ist, dass die WAV-Dateien auf der SD-Karte der Geräte gespeichert werden. Das heisst auch, dass Du immer zunächst die Dateien in eine DAW ziehen musst, um daran weiter zu schrauben.
Und bitte auch nicht unterschätzen: Es sind nur rein analoge Aufnahmen möglich ohne große Routing- und Synchronisierungsmöglichkeiten. Das liest sich vermutlich ernst mal nicht als Problem, kann es aber schnell werden.
Du schreibst zb auch, das Drumloops aus MuMa kommen. Die werden in einem bestimmten Tempo sein. Wie bekommt ihr zB ein Metronom auf den Kopfhörer, ohne das dieses in der Aufnahme ist? Wie sieht es zB aus, wenn Ihr ein Delay einsetzen wollt? Oder überhaupt auch alle Instrumente zeitgleich starten wollt?

Wie gesagt, um eine Probe mitzuschneiden oder Ideen festzuhalten, ist das alles sicher kein Problem. Wenn Ihr dann aber vielleicht in ein paar Monaten zu der Überzeugung kommt, doch ernsthafter Aufnahmen zu realisieren, werden genau die Punkte zum Nervfaktor.
Ich bin ein Fan von mobilen und Fieldrecordern und für bestimmte Einsatzzwecke sind die wunderbar und damit können auch hochwertige Aufnahmen gemacht werden. Notwendigerweise sind diese Geräte aber auch begrenzt. Es gibt auch Geräte, bei denen die Grenzen recht weit gesteckt sind zB das DR100M3, aber das ist dann schon noch mal eine andere Baustelle.
Grüße
Markus
 
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Wir haben per Line in Bandproben vom JamHub mitgeschnitten. Qualität perfekt, ich wüsste auch nicht, wo da ein Verlust entstehen sollte, das Signal hat ja schon Line Level und muss nicht von einem Mikrofon-Preamp verstärkt werden. Das sollte auch bei den günstigsten Geräten so sein, sofern sie WAV mitzeichnen können, wovon ich mal ausgehe. Erfahrung hab ich nur mit dem H2n.
...der H1 hat zwar einen Lineeingang, allerdings keinen "richtigen". Das ist eine Stereominiklinke, die allein schon etwas fummelig ist und da das eingehende Signal über eine Stereominiklinke kommt auch nicht symmetrisch ausgeführt sein wird. Es fehlen also schon mal rund 6dB Pegel an den Eingängen. Das muss kein Problem sein, macht aber auch deutlich, dass das Gerät dafür im Grunde nicht gedacht ist.

Ok. Genau solche Infos habe ich gesucht. Danke dafür. Und hier wäre der Punkt, an dem ich gerne nochmal ansetzen würde. Welche Geräte bieten denn die passenden Line-Eingänge? (Also: Ab welchem Preisbereich geht es da los?)


Das "mixen und Mastern" (oder sagen wir hier etwas treffender "Nachbearbeiten") machst du später am PC, exportierst ne mp3 und fertig.
Viel schwerwiegender ist aber mMn das, was am Ende dabei herauskommt: nämlich eine Stereospur wie Rake5000 auch schon schrieb. Das liegt aber nicht nur an den Fieldrecordern an sich, sondern halt daran, dass Du alles vorher über ein Pult summieren möchtest. Das dann nachzubearbeiten, wird nur sehr begrenzt gehen.
Deine Mixfähigkeiten kenne ich natürlich nicht, aber auch wenn die sich auf höchstem Niveau befinden, werden Euch auch mal Spielfehler unterlaufen. Was drinne ist, ist drinne.

Der Mix sollte ja grundsätzlich passen, wenn wir alles live einspielen - ich denke, dass daran nicht mehr allzu viel nachzubearbeiten ist...oder hoffe es.
:redface:
Das Mastern ist natürlich dann eine andere Geschichte....

Du schreibst zb auch, das Drumloops aus MuMa kommen. Die werden in einem bestimmten Tempo sein. Wie bekommt ihr zB ein Metronom auf den Kopfhörer, ohne das dieses in der Aufnahme ist? Wie sieht es zB aus, wenn Ihr ein Delay einsetzen wollt? Oder überhaupt auch alle Instrumente zeitgleich starten wollt?
Das Ziel wäre, dass alles, was synchronisiert werden muss, über MIDI ansteuere. Daran tüftel ich momentan und kann daher noch nicht sagen, wie das dann genau aussieht...die Ideen sammeln sich erst langsam im Kopf!:)

Ein weiterer "Stolperstein" ist, dass die WAV-Dateien auf der SD-Karte der Geräte gespeichert werden. Das heisst auch, dass Du immer zunächst die Dateien in eine DAW ziehen musst, um daran weiter zu schrauben.
Und bitte auch nicht unterschätzen: Es sind nur rein analoge Aufnahmen möglich ohne große Routing- und Synchronisierungsmöglichkeiten. Das liest sich vermutlich ernst mal nicht als Problem, kann es aber schnell werden.
...
Ich bin ein Fan von mobilen und Fieldrecordern und für bestimmte Einsatzzwecke sind die wunderbar und damit können auch hochwertige Aufnahmen gemacht werden. Notwendigerweise sind diese Geräte aber auch begrenzt. Es gibt auch Geräte, bei denen die Grenzen recht weit gesteckt sind zB das DR100M3, aber das ist dann schon noch mal eine andere Baustelle
Synchronisiert sollte ja alles sein, sofern wir live alles richtig machen, und nachträgliche Overdubs, o.Ä. sind (vorläufig?) nicht vorgesehen.

Stelle ich mir die Sache zu einfach vor? Muss ich dafür einen größern Aufwand einplanen und vielleicht sogar mit Mehrspur-Recording rechnen?
 
Hallo, hatte den Thread etwas aus den Augen verloren
Stelle ich mir die Sache zu einfach vor?
Ja und Nein. Es ist mMn eine Frage des Anspruchs und der Möglichkeiten, die Dir wichtig sind. Irgendwie wird das funktionieren, auch wenn dabei jede Menge Einschränkungen vorhanden sind.
Also wenn ihr auf einen Fieldrecorder setzt, dann wären zumindest "richtige" symmetrische Lineeingänge für mich (!) ein wichtiger Aspekt.
Die hast Du zB auch schon im Zoom H4nSp, oder dem Tascam DR40 (aber kein Metronom), im H4nPro auch und dem DR100Mk3 sowieso.
Die MIDI-Geräte zu synchronisieren, wird sowieso noch mal eine Herausforderung der eigenen Art. Da habe ich schon "interessante" Erfahrungen gemacht, dass es einfach nicht gelingt (warum auch immer) bis komplett unkompliziert (weiß auch da nicht warum).
Mehrspur-Recording rechnen?
Das wäre sowieso die Art und Weise, wie ich es angehen würde, weil es aus meiner Sicht die größte Flexibilität bringt und in der Nachbearbeitung noch ganz viel möglich ist.
Grüße
Markus
 
Hallo, hatte den Thread etwas aus den Augen verloren
Kein Problem!
Wäre dieses Teil eine Alternative zu den Fieldrecordern: Tascam DP-008EX
Soweit ich das sehe, könnte ich da entweder zwei Instrumente gleichzeitig Mono oder eine Spur Stereo aufnehmen. Ich könnte also sogar direkt vom Stereo Out meines Mixers hier in Stereo rein. Oder eben overdubben und so Multitracks erstellen. Es wäre sogar möglich unabhängig vom PC zu mixen und zu mastern. Ich könnte aber auch jede einzelne Spur extra als .wav auf den Rechner bringen. Der Preis ist ja eig. auch nicht so schlecht! :)

Das wäre sowieso die Art und Weise, wie ich es angehen würde, weil es aus meiner Sicht die größte Flexibilität bringt und in der Nachbearbeitung noch ganz viel möglich ist.
Ok. Da konntest du mich/konntet ihr mich überzeugen. ;)
 
Hallo,
der DP008 ist schon recht klein :)
Wenn es unbedingt eine mobile Lösung, die unabhängig von einem Rechner funktioniert, sein soll, dann schau' Dich doch ein wenig bei gebrauchten Harddiskrecordern um.
In dem Bereich gibt es nicht mehr so viel, aber ältere Geräte sind -wenn technisch in Ordnung- eine gute und günstige Alternative.
Als ich gerade auf Kleinanzeigen schaute, ist mir der hier ins Auge gesprungen:
https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anzeige/yamaha-audio-workststion-aw-1600/583262476-172-9180
Lustig daran ist: Das war mal meiner :) (wenn ich mich nicht täusche) und er verkauft ihn für genau den Preis, für den er ihn von mir hat.
Wenn es mein alter ist, dann ist der 100% in Ordnung und ohne irgendwelche kratzenden Potis oä.
Mit dem sind 8-Spuren simultan in 24bit/44.1kHz drin und jede Spur hat 7 weitere virtuelle Spuren (um zB alternative Aufnahmen zu machen). Insgesamt kann er 16 Spuren verwalten, dann aber nur in 16bit. Die Preamps sind okay.
Die Spuren müssen allerdings auch immer erst auf den Rechner gezogen werden, um sie dann weiter zu bearbeiten in irgendeiner DAW.
Das würde ich aber generell auch vorschlagen, denn an den Geräten selbst ist das zwar möglich, aber an einem richtigen Rechner mit großem Monitor doch deutlich besser und da können dann auch diverse PlugIns eingebunden werden, was bei den Geräten wie der AW1600 oder den TascamDP24 usw. idR nicht geht.
Grüße
Markus
 
der DP008 ist schon recht klein :)
Was ja noch kein Gegenargument sein muss, oder?:)
Zumindest hätte er noch Platz auf meinem Musiktisch.

Wenn es unbedingt eine mobile Lösung, die unabhängig von einem Rechner funktioniert, sein soll, dann schau' Dich doch ein wenig bei gebrauchten Harddiskrecordern um.
In dem Bereich gibt es nicht mehr so viel, aber ältere Geräte sind -wenn technisch in Ordnung- eine gute und günstige Alternative.
Ok. Ich werde mich mal durch die Angebote sehen. Bei uns in Ö gibt es ja: willhaben.at, vielleicht finde ich dort auch was brauchbares, was ich vorher vielleicht sogar antesten könnte - das wäre ganz nett.

Als ich gerade auf Kleinanzeigen schaute, ist mir der hier ins Auge gesprungen:
https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anzeige/yamaha-audio-workststion-aw-1600/583262476-172-9180
Lustig daran ist: Das war mal meiner :) (wenn ich mich nicht täusche) und er verkauft ihn für genau den Preis, für den er ihn von mir hat.
Wenn es mein alter ist, dann ist der 100% in Ordnung und ohne irgendwelche kratzenden Potis oä.
Mit dem sind 8-Spuren simultan in 24bit/44.1kHz drin und jede Spur hat 7 weitere virtuelle Spuren (um zB alternative Aufnahmen zu machen). Insgesamt kann er 16 Spuren verwalten, dann aber nur in 16bit. Die Preamps sind okay.
Danke für den Tip. Ich werde das Angebot beobachten. Vorher muss ich mich noch ein wenig einlesen. Aber danke für die technischen Infos - klingt ja schonmal wirklich nett! Der Preis ist dafür auch ganz gut...

Die Spuren müssen allerdings auch immer erst auf den Rechner gezogen werden, um sie dann weiter zu bearbeiten in irgendeiner DAW.
Das würde ich aber generell auch vorschlagen, denn an den Geräten selbst ist das zwar möglich, aber an einem richtigen Rechner mit großem Monitor doch deutlich besser und da können dann auch diverse PlugIns eingebunden werden, was bei den Geräten wie der AW1600 oder den TascamDP24 usw. idR nicht geht.
Egal, welcher Recorder es am Ende wird, ich werde mir immer im Hinterkopf behalten, dass ich irgendwann mit den aufgezeichneten Daten zum PC gehe - spätestens zum Brennen oder verschicken an Freunde. Vll. ja auch hin und wieder schon vorher, wenn ich diverse Plug-Ins, Effekte, etc. ausprobieren will. Ich habe ja auch prinzipiell nichts gegen PCs und arbeite als Physiker zwangsläufig sehr viel auf dem PC, aber beim Musik machen lasse ich mich immer duch Einstellungen, etc. ablenken, dass oft nach 2-3 Stunden werkeln nichts angreifbares herauskommt. Daher wäre mir so eine Hardware-Variante, bei der ich vorerst nicht zuu viel machen kann, irgendwie sympathisch.
 
Was ja noch kein Gegenargument sein muss, oder?:)
Zumindest hätte er noch Platz auf meinem Musiktisch.

Zum DP008 - ich habe jetzt seit Kurzem hier einen in Benutzung, noch gar nicht alles damit ausprobiert. Die Qualität finde ich ganz erstaunlich (ohne jetzt die ganzen Konkurrenten zu kennen).

Ein kleines, für mich aber immer wichtiges, Argument dagegen: Der "Workflow" - in diesem Zusammenhang vor allem die Menüführung. Intuitiv ist echt anders... das Teil wirkt ziemlich lieblos programmiert. Es geht (fast) alles, aber man wühlt sich durch Menüs, die durch viele verschiedene winzigste Knöpfchen angewählt werden müssen.

Das prägt sich zwar alles schnell ein, hätte man aber echt schöner realisieren können, finde ich. Außerdem: Kein Netzteil serienmäßig dabei, sondern das muss extra gekauft werden. Ansonsten läuft's halt über 4 AA-Batterien, und die halten jeweils so um die 4-5 Stunden. :cool: Ich nehm' jetzt Akkus...

Das klingt jetzt sicher kritischer als gemeint. Im Prinzip ist das Teil schon ein kleiner Freund geworden. Aber bisschen Mecker darf sicher sein...
 
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Hallo Frank!
Danke für deine Antwort. Witzigerweise habe ich mir das DP-008EX vor wenigen Tagen schicken lassen, weil es mich irgendwie angesprochen hat und ich das Gefühl hatte, dass es genau das ist, was ich möchte. Ich hab' mich bislang nur ein wenig rumgespielt und hier ist ein Soundschnipsel, sozusagen ein Livemitschnitt mit ein paar Gitarren- und Synthesizer-Loops: https://soundcloud.com/george-gamow-657962888/jamno1_tascamdp008exwav
Ich habe am DP-008EX "live" aufgenommen - die beiden Stereo-Spuren in Input A und B des Tascam, danach kurz gemixt (viel war ja nicht mehr zu machen) und dann das automatische Natural Mastering drüberlaufen lassen. Dann habe ich den Master exportiert und mit dem USB-Kabel auf den Laptop gespielt und direkt auf Soundcloud geladen. Gesamtzeit: ca. 60min

Zum DP008 - ich habe jetzt seit Kurzem hier einen in Benutzung, noch gar nicht alles damit ausprobiert. Die Qualität finde ich ganz erstaunlich (ohne jetzt die ganzen Konkurrenten zu kennen).
Da stimme ich dir - soweit ich es bis jetzt beurteilen kann - absolut zu!

Gibt es Demo-Aufnahmen von dir?

Ein kleines, für mich aber immer wichtiges, Argument dagegen: Der "Workflow" - in diesem Zusammenhang vor allem die Menüführung. Intuitiv ist echt anders... das Teil wirkt ziemlich lieblos programmiert. Es geht (fast) alles, aber man wühlt sich durch Menüs, die durch viele verschiedene winzigste Knöpfchen angewählt werden müssen.
Das prägt sich zwar alles schnell ein, hätte man aber echt schöner realisieren können, finde ich.
Ja, das stimmt. Multi-Track, Mixdown- Master-Modus...usw.
Vieles ist echt eine Herumsucherei und ich sitze eigentlich ständig mit dem Heftchen. Schön ist, dass es nicht nur als .pdf dabei ist und man darin blättern kann!:cool:

Außerdem: Kein Netzteil serienmäßig dabei, sondern das muss extra gekauft werden. Ansonsten läuft's halt über 4 AA-Batterien, und die halten jeweils so um die 4-5 Stunden. :cool: Ich nehm' jetzt Akkus...
Ja, das ist mühsam. Ich verwende momentan auch meine AA-Akkus, die ich aber eh schon hatte. Wie lange halten deine Akkus? Das erste Set (bin mir aber nicht sicher, ob voll aufgeladen) hat nur ca. 3h gehalten!

Das klingt jetzt sicher kritischer als gemeint. Im Prinzip ist das Teil schon ein kleiner Freund geworden. Aber bisschen Mecker darf sicher sein...
Ich bin gespannt, wie sich meine Beziehung zu ihm entwickelt!;)
 
[...]
Gibt es Demo-Aufnahmen von dir?
[...]

Bis gerade eben nicht... :rolleyes: Ich hab das Teil ja auch noch nicht so lang.

Jetzt hab ich mal spaßeshalber eine Aufnahme bei soundcloud hochgeladen - 4 Gitarrenspuren, nicht besonders sauber eingespielt, bisschen Geklimper halt ohne langes Herumprobieren... macht aber vielleicht trotzdem Sinn, sich das auf Kopfhörer anzutun wg. des panning.

https://soundcloud.com/user-226107370/fpa00001wav
 
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Also ich hab nen Euro mehr in die Hand genommen und hatte mich für nen Boss BR 800 entschieden und damit auch tatsächlich schon einiges aufgenommen.
Selbst alleine ist er durch seine gute und leichte Bedienung und seine Möglichkeiten (sobald man sich vernünftig eingearbeitet hat, was ja immer etwas dauert) eine echte Hilfe, da man auch wunderbar mit cubase/ etc. am Rechner damit arbeiten kann.
Ein echter Tip.
 

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