Welcher All-in-One Soundrecorder für die Aufnahme von Instrumenten im Wohnzimmer?

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kort
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Hallo,

ich möchte gerne den akustischen Sound von diversen Instrumenten aufnehmen, die im Wohnzimmer gespielt werden. Das kann ein akustisches Cello sein oder auch eine Flöte, bis hin zu per Monitorbox oder Combo verstärkten Instrumenten wie E-Bass oder einem Digitalpiano. Tonabnehmer am Instrument selber sind nicht gewünscht.

Dafür möchte ich einen mobilen Soundrecorder anschaffen, also nach Art der Zoom Essential Modellreihe. Ein Gerät, batteriebetrieben mit eingebauten Micros. Einschalten, starten, Aufnehmen, ohne erst diverses Equipment wie Laptop, Mischpult und Micros ranschleppen und aufbauen zu müssen.

Die Soundqualität braucht nicht anbetungswürdig zu sein, es geht um die Dokumentation vom Instrumentenspiel zum Vergleich über die Zeit, um die Aufnahme von spontanen Melodieideen und die Archivierung des eigenen Repertoires. Also ordentliche Aufnahmequalität ohne derbes Rauschen, Geknackse und quäkigen Überstuerungen.

Die Frage ist: welches Gerät ist zu empfehlen, wenn man Preis, Größe, Features und Bedienungs-Komplexität einbezieht? Der Zoom H1 Essential ist preislich nett, es dürfen aber auch 200€ für einen Zoom H4 sein, wenn man dadurch mehr Qualität, eine bessere Bedienung und etwas Zukunftssicherheit (evtl. mal zu besonderen Anlässen ein Micro anhängen) bekommt. Gibt es evtl. Empfehlungen für meinen speziellen Einsatzzweck?
 
Ich hatte länger ein Zoom H4N ... zufällig gebraucht bekommen.
War einfach zu bedienen, und die Klangqualität fand ich sehr gut.
(Nachteilig war, dass die gummierte Oberfläche nach längerer Zeit etwas "pappig" wurde, ein bekanntes Problem solcher Oberflächen).
 
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moin,
ich hatte das problem ganz schlimm mit einem H6, der mir dann von zoom gegen einen H6 essential getauscht wurde, die haben inzwischen ein anderes gehäusematerial.
H4 hat den vorteil gegenüber H1, daß du externe mikros anschließen kannst. auch wenn du das primär nicht vorhast in erwartung des sekundären.
gruß, horst
 
Zuletzt bearbeitet:
Diese klebrigen Gehäuse älterer, gummierter Geräte kenne ich auch von Fotoausrüstungen, nicht gerade toll. Aber das hat sich mit den Hartplastikgehäusen der Essential Reihe dann wohl auch erledigt. Nachteil dürften stärker bemerkbare Handlinggeräusche sein.

Ich tendiere ja auch zum H4, der Preisunterschied ist ja nicht wirklich groß. Die Frage ist jedoch, ob sich eventuell eine andere Marke vielleicht eher lohnt. Oder ist Zoom doch die sinnvollste Lösung?
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Soundqualität braucht nicht anbetungswürdig zu sein, es geht um die Dokumentation vom Instrumentenspiel zum Vergleich über die Zeit, um die Aufnahme von spontanen Melodieideen und die Archivierung des eigenen Repertoires. Also ordentliche Aufnahmequalität ohne derbes Rauschen, Geknackse und quäkigen Überstuerungen.
Dafür werden die Zoom Geräte wohl taugen.
Wegen spontan, lies dir die Bedienungsanleitung vor dem Kauf gut durch (kannst du etwa bei Zoom herunterladen), ob sich das fragliche Gerät so rasch und spontan auf Aufnahme stellen lässt wie es dir vorschwebt.

Manche Zooms bieten eine "Backup-Aufnahme". Dabei wird parallel zur eigentlichen Aufnahme zusätzlich eine um 12dB leisere Aufnahme gemacht - für den Fall, dass die eigentliche Aufnahme übersteuert war.
Einige neuere Zooms haben gar keine Austeuerungsregler mehr, sondern nehmen 32Bit-Float auf, was manuelle Aussteuerungen überflüssig machen soll.


Frage ist halt, ob du "externe Mikrofone" mal verwenden willst, ob du etwa Line-Input (etwa vom Keyboard) brauchst, oder wieviel Kanäle du gleichzeitig aufnehmen willst.

Zoom H5 z.B. kann vier Kanäle gleichzeitig (bei Verwendung von 2 "externen Mikrofonen" zusätzlich zu den 2 eingebauten) aufnehmen. Es hat aber gewissen Eigenartigkeiten im Aussteuerungsverhalten hochtonreicher Signale (findet man auf Youtube dokumentiert).
Evtl. liegt das an der Firmware von Zoom. Zum Glück ist das im Alltag eher kein Problem.

Und anscheinend haben alle Zooms mit diesen gummiartigen Gehäusen das Pappig-Klebrigkeits-Problem.


Nach Einschalten solcher Geräte bootet erst einmal die Firmware, und man wartet gefühlt 5 Minuten, bis sich das Menu zeigt.

Im Sinne des spontanen Aufnehmens würde man sich dann wünschen, dass das Gerät sodann "automatisch" im bevorzugten Aufnahmemodus ist, und sofort aufnehmen kann.

Ohne, dass man erst über das Menu einen neuen "Projektordner" erstellen und mühsam über ein Tastenrädchen einen Namen dafür einstellen müsste, Samplerate und Bitauflösung erst noch einstellen müsse, usw.


Grüße
 
Offengestanden bin ichzu wenig in der Materie drin, als dass ich die Unterschiede anhand der Bedienungsanleitungen erkennen kann. Das sind dann einfach zu viele Parameter bei diversen Geräten.

Ich weiß noch nicht, welchen Umfang die Aufnahmen ausmachen werden. Grundlegend soll schon spontan aufgenommen werden können. Also Gerät an, auf Ministativ vor das Instrument oder den Combo stellen, Aufnahme drücken, feddich. Müsste eigentlich möglich sein, wenn ich mir die Videos auf YouTube so anschaue.

Externe Micros scheinen nicht wirklich etwas zu bringen, wenn man Einzelintrumente aufnehmen möchte. Die meisten Erfahrungsberichte sind sowieso auf Betreiber von Podcasts o.ä. ausgelegt, die die entsprechenden Ansprüche haben und gleichzeitig auch Filmen wollen. Zumindest konnte ich keinen signifikanten Unterschied zwischen den Soundbeispielen erkennen.

Ich möchte aber eben teils sehr unterschiedliche Instrumente aufnehmen. E-Bass über Bass-Combo abgespielt, E-Cello über Bass-Combo, Aerophone-Klarinette über Studiomonitor, E-Piano über Studiomonitore, dazu noch akustische Flöten, Akustikgitarre mit Gesang und mein akustisches Cello.

Es gibt also keinen einzigen Aufnahmestandard bei mir, der immer gleich bleibt. Allerdings kann ich Aufnahmeabstände und Lautstärken recht gut einstellen, was wieder ein Vorteil ist. Zumindest ist meine bisherige Methodik der Aufnahme über das Smartphone nicht besonders toll. Da erwarte ich von einem Soundrecorder dann doch deutlich mehr Qualität und Bequemlichkeit.

Ich denke, ein Zoom H4 Essential inkl. Bluetooth-Adapter für die Bedienung über die Smartphone-App, dürfte der beste Mittelweg sein. Aber hätte ja sein können, dass hier jemand Erfahrungen mit anderen Markenals nur Zoom hat und ebenfalls Wohnzimmerspieler ist.
 
Ich hatte mich da bei meinem Zoom einfach erst mal etwas eingelesen und bisschen damit geübt.
Dann "meine" Einstellungen einfach so stehen lassen, und nie mehr was geändert.
Und von da an nur noch auf jeweils die Aufnahme gestartet und gestoppt ...

Man braucht all das was diese Wunderkistchen heute können ja gar nicht alles.
Bzw. man braucht es, wenn man es wirklich braucht.
Und was man wirklich braucht und regelmäßig benutzt, das merkt man sich dann auch schnell.
 
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Nimmst du auch mehrere Instrumente gleichzeitig auf oder alles nacheinander?
 
Falls ich gemeint war ... das war unterschiedlich. Am liebsten gleichzeitig.
(Aber die Phase ist vorbei, ich habe schon länger nichts mehr "richtig" aufgenommen, nur noch was zur Lernkontrolle für mich selbst).
 
Welchen Vorteil
Ich möchte aber eben teils sehr unterschiedliche Instrumente aufnehmen. E-Bass über Bass-Combo abgespielt, E-Cello über Bass-Combo, Aerophone-Klarinette über Studiomonitor, E-Piano über Studiomonitore, dazu noch akustische Flöten, Akustikgitarre mit Gesang und mein akustisches Cello.
Welchen Vorteil erhoffst du dir vom Zoom H4 Essential gegenüber dem H1 Essential?
Und wofür benötigst du beim Aufnehmen Bluetooth?

Grüße
 
Nimmst du auch mehrere Instrumente gleichzeitig auf oder alles nacheinander?

Nacheinander. Ich spiele besagte diverse Instrumente, aber jeweils für sich alleine ohne Komposition oder ähnliches.

Welchen Vorteil erhoffst du dir vom Zoom H4 Essential gegenüber dem H1 Essential?
Und wofür benötigst du beim Aufnehmen Bluetooth?

Mehr Potenzial für die Zukunft durch mehr mögliche Anschlüsse usw., eine bessere Bedienung, auchbdurch das größere Display. Die Einsteigermodelle sind bei den meisten Firmen meist bewusst beschnitten und die 90€ Unterschied machen den Kohl auf Dauer auch nicht fett.

Bluetooth wegen der Möglichkeit, das Zoom über das Smartphone zu bedienen. Mit z.B. dem akustischen Cello im Arm, ist das ansonsten etwas schwierig, die Aufnahme zu starten oder zu stoppen.
 
Mehr Potenzial für die Zukunft durch mehr mögliche Anschlüsse usw., eine bessere Bedienung,
Hmm, für die Zukunft würde ich nix kaufen. Bis die Zukunft kommt, gibt es schon wieder etwas anderes, besseres. Und Bedienung.. im Grunde drückst du nur eine einzige Taste, die Aufnahme-Taste...
Bluetooth wegen der Möglichkeit, das Zoom über das Smartphone zu bedienen.
Ist Rumgefummel in einer App auf einem Flatscreen eines Handys leichter als eine Taste auf einem H1 Essential zu drücken...?
Naja..

Grüße
 
Hmm, für die Zukunft würde ich nix kaufen. Bis die Zukunft kommt, gibt es schon wieder etwas anderes, besseres. Und Bedienung.. im Grunde drückst du nur eine einzige Taste, die Aufnahme-Taste...

Für die Zukunft in sofern, als dass der H4 zwei XLR Eingänge hat, somit insgesamt vier Mikros (inkl. der original verbauten XY Mikrofone) an steuern kann. Ob 100 € oder 190 €, macht meiner Meinung halt beim Kauf den Kohl nicht fett, aber es wäre ärgerlich, dann doch zeitnah zu merken, dass man besser die Mittelklasse als das Einsteigermodell hätte kaufen sollen.

Das hat aber nicht viel mit künftigen Weiterentwicklungen zu tun, sondern in erster Linie Sache des Produktmarketings der einzelnen Modellreihen und Hersteller, ob man den Geräten mehrere Kanäle, Eingänge und größere Displays spendiert.

Ist Rumgefummel in einer App auf einem Flatscreen eines Handys leichter als eine Taste auf einem H1 Essential zu drücken...?
Naja..

Hast du schon mal mit einem Cello und Bogen im Arm versucht, auf den Aufnahmebutton des Recorders zu drücken, der in einem Meter Entfernung aufgebaut ist? 😉
 
al mit einem Cello und Bogen im Arm versucht, auf den Aufnahmebutton des Recorders zu drücken, der in einem Meter Entfernung aufgebaut ist?
:ROFLMAO:, aber man kann ja auch ein paar Sekunden "nichts" aufnehmen:rolleyes:.
 
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Hast du schon mal mit einem Cello und Bogen im Arm versucht, auf den Aufnahmebutton des Recorders zu drücken, der in einem Meter Entfernung aufgebaut ist? 😉
Und wie startest du die Aufnahme mit der App auf dem Touchscreen vom Handy? *kopfkratz*

Grüße
 
die fernbedienung ist dann sehr hilfreich, wenn der recorder nicht dort steht, wo man selber spielt.
leider gibt es aber von zoom für das H6 essential keine entsprechende software für android.
 
:ROFLMAO:, aber man kann ja auch ein paar Sekunden "nichts" aufnehmen:rolleyes:.

Wenn man mehrfach ansetzen muss, um ein Lied perfekt aufzunehmen, bedeutet das jedes mal aufstehen, Bogen fallsicher weglegen, Cello in den Ständer stellen, zum Zoom gehen, die Aufnahme neu starten, das ganze retour, natürlich samt optimalen Abstand und Winkel zum Micro. Offenbar ist dir nicht bewusst, was für ein Aufwand das beim Cello ist?

Genauso ist es sinnvoll, bei Bühnenaufnahmen (ich bin hier und da auf semiprivaten Veranstaltungen) von ein paar Metern Entfernung die Aufnahme starten/stoppen zu können, ohne vor der Bühne rum zu springen.

Und wie startest du die Aufnahme mit der App auf dem Touchscreen vom Handy? *kopfkratz*

🤔 Handy antippen, Aufnahmebutton drücken? Das Smartphone kann ja direkt neben einem liegen, das Zoom muss jedoch im je nach Instrument optimalen Abstand stehen, dazu noch quasi mit dem Display auf dem Kopf mit den Micros zu einem hin gerichtet.
 
Für das Zoom gibt's doch auch ne (kabelgebundene) Fernbedienung. Habe ich zumindest für meines, damit ich nicht immer hinter dem Keyboard raus muss... LG, Frank
 
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Die Fernbedienung passt nicht an das Essential, soweit ich weiß.
 
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