Gibt es EBass Instrumente die Midi antriggern?

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Flodder72

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Hallo zusammen,

seht mir nach wenn die Frage blöd ist..
Bin in unserer Band Keyboarder/ Pianist, Sänger und mach die Technik.
Da wir die Tasten sowie das E-Drum, wie es heute “üblich” ist, über MIDI mit allen möglichen VST Geräten/ Sounds füttern stellt sich mir die Frage ob es nicht auch einen MIDI EBass gibt, mit dem man dann halt ein VST Gerät triggers kann. Ich find da so richtig nix im Netz.
Über ein paar Infos würde ich mich (und unser Bassist..) freuen.
Danke vorab.
Gruss
Flodder
 
siebass

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Ist diese Funktionalität bei Bassisten/ Guitarristen verpönt, oder warum gibt es so etwas noch nicht in Masse?
Bei Tasteninstrumenten ist es mittlerweile Standard, bzw. ein "Muß", ein Drummer der die Vielfälltigkeit eines guten EDrums
kennt (spielt zwar immer noch gerne auf einem Bio Schlagzeug, wie ich auch gerne an einem echten Flügel sitze) nutzt dies ebenfalls mit allen seinen Möglichkeiten.
Ist wirklich nicht provokativ gefragt, interessiert bzw. wundert micht halt, dass dies für Bass/ Guitarre so unpopulär ist..
Gruß
Flodder
Beitrag automatisch zusammengefügt:

moin,
'jein' gibt es:
das hier
https://www.thomann.de/de/roland_gk3b.htm
ist ein piezo tonabnehmer, hat also erst einmal nix mit midi zu tun, liefert aber getrennte audio signale für jede saite einzeln.
und die können dann hiermit weiterverarbeit werden:
https://www.thomann.de/de/roland_sy_1000_guitar_synthesizer.htm
entweder mit der internen analogen kette, oder der internen synh fraktion oder aber, du kannst über midi out auch externe synth spielen.
gruß, horst
Hallo Horst,
Danke für die Info.
Können mit dem Roland GK-3B Mididaten so erzeugt werden das ich diese
auch direkt in einem VST Gerät (im Laptop) angesteuert werden, oder benötigt man immer das Boss Zusatzgerät?
Danke
Gruß
Flodder
 
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nein, wie ich schon schrieb: der GK ist ein reiner analoger tonabnehmer der 'nur' dafür dient die signale für jede saite einzeln zu liefern. daher auch die multipin leitung.
die midi umwandlung geschieht erst im angeschlossenen sy-1000 oder auch anderen, älteren und günstigeren geräten
https://www.thomann.de/de/roland_gr55s_black.htm
die scheinen aber in tracking und latenz nicht so gut zu sein, wie der aktuelle sy-1000.
Beitrag automatisch zusammengefügt:

nachtrag:
du brauchst immer irgendein gerät, das die signale aus dem multipin anschluß abgreift. das können auch die analogen signale die du dann über ein eintsprechendes interface in eine DAW schreibst, je saite einen eigenen track und dann die DAW die umwandlung von audio nach midi erledigen läßt.
fragt sich aber eigentlich nicht wirklich was die einfachere lösung ist.
zumindest das sy-1000 liefert über usb die entsprechenden audios an einen rechner.
(ich bin nahezu sicher, mein altes GP-10 kann das auch).
 
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nur mal so als appetitanreger ein vertreter aus der gk-3b fraktion:

:)
 
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Da du ohnehin primär VST antriggern willst, bietet sich auch eine Softwarelösung an: Jam Origin Midi Bass
https://www.jamorigin.com/products/midi-bass/

Damit wird das Audio Signal des Basses (am besten reines DI Signal verwenden) getracked und in Midi umgewandelt. Das funktioniert recht gut. Allerdings bräuchtest du einen leistungsstarken Rechner, da es erst mit niedriger Latenz sehr gut funktioniert. Eine kostenlose Demo kannst du austesten. Du bekommst die Bass und Gitarren Version für 88 EUR. Das kann - wenn die dir die Demo zusagt und das umsetzt, was du dir vorstellst - im Hinblick auf die Hardware Preise für ein Midi Abnehmsystem - durchaus günstiger sein. Auch bist du dann in deiner Instrumenten/Basswahl etwas flexibler.
 
siebass

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da taucht dann die frage an @Flodder72 auf: live oder studio?
ich hab' meine GK ready strat (mexico strat mit fest eingebautem GK pickup) vor allem für live gekauft. im studio würde ich vielleicht auch eine software lösung zumindest ausprobieren.
...
vielleicht schraube ich mir aber noch ein GK3-b auf meinen sechssaiter.
 
soundmunich

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Das funktioniert recht gut.
Da bin ich der gegensätzlichen Meinung.

Hier ist einiges dazu geschrieben (aber eher werbemäßig - Nutzerbeurteilungen hab ich auf die Schnelle nicht gefunden) und auch in einem Video gezeigt:

https://www.bassgearmag.com/jam-origin-midi-guitar-2-and-midi-bass-real-time-audio-to-midi-software/

Zum Thema Polyphonie werde ich aber nicht wirklich schlau (manchmal geht es eigentlich um Duophonie ...???).

Ich hab die Roland-Technologie in unterschiedlichen Ausführungen, und teilweise muss man ein Bisschen Feintuning machen, aber das funktioniert nachweislich.

Da wir die Tasten sowie das E-Drum, wie es heute “üblich” ist, über MIDI mit allen möglichen VST Geräten/ Sounds füttern stellt sich mir die Frage ob es nicht auch einen MIDI EBass gibt, mit dem man dann halt ein VST Gerät triggers kann. Ich find da so richtig nix im Netz.
Was wollt Ihr denn eigentlich mit den Midi-Daten machen (alle möglichen Solo-Sounds kannst Du doch als Keyboarder beisteuern, weshalb also der Bassist auch???)? Eine Bassgitarre soll ja meist nach Bassgitarre klingen, oder man geht gleich über Keys/Synths. Wenn man mehr Sounds haben will, gibt es speziell z.B.
https://www.roland.com/de/products/v-bass/
(das ist auch einer dieser benötigten "Controller") und das funktioniert eben wieder mit dem Piezo-PU (wie dort beschrieben ist, aber halt damals noch der 2B - das aktuelle Modell ist eben der 3B). Entsprechende Wandler gibt es auch gebraucht, sind aber allesamt nicht billig. Die angesprochenen Latenzen sind in der Tat teilweise ein Problem. Ungeschlagen ist da der AX100 MkII Guitar-to-Midi Konverter & Midi Soundmodul. Damit arbeite ich mit verschiedenen Gitarren (Gibson LP Synth, Fender Strat Roland Ready, Ibanez IMG 2010 X-ING, Roland G 707 (gab's auch als Bass); einen eingebauten Konverter hat z.B. die Casio PG 380).

Ich verwende die Technik, um spezifische Spielweise auf Saiteninstrumenten bei Synths anzuwenden (bin ja hauptsächlich Keyboarder), wie z.B. Bending, das auf den Saiten einfach anders "in der Hand liegt" als mit Mod-Wheels, oder Vorteile der Saitenstimmungen und Lage von Tönen.

Ich weiß nicht, ob man alles was technisch möglich ist, auch machen muss, wenn man nicht den konkreten Bedarf hat. Vielleicht schreibst Du @Flodder72 ja mal was dazu, was denn der Zweck sein soll.
 
Flodder72

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Danke für die zahlreichen Beiträge.
Es geht um Live Performance; ich lasse unsere Band mittlerweile komplett über die Software GigPerformer laufen. Das funktioniert 1a. Bei entsprechend vielen Pluginns braucht man einen schnellen Rechner (Laptop). Ich stelle eben fest das die Tasten sowie die Drums (insofern E Instrumente) machen können was man „will“.. beim analogen EBass kommt halt immer nur der EBass. Ich würde halt gerne meinen Bassisten die gleiche Möglichkeit bieten; ein Klick, und er hat einen völlig anderen Sound.. Natürlich kann ich Effekte in Reihe schalten, aber darum geht es nicht. Ich suche einen MIDI- Bass..
 
Flodder72

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....zur Ergänzung, der Bass soll nur einen Bass spielen, aber eben einen den wir fertig eingestellt, je Song, abgelegt haben. Es geht nicht darum das er damit noch irgend etwas anderes spielt..(wobei das dann natürlich möglich wäre..)
 
Golo

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Hi,

ich finde die MIDI-Geschichte ja prinzipiell auch interessant, aber wenn es nur darum geht, einen fertigen, voreingestellten Bassound bereitzustellen und abzurufen, könnte man stattdessen auch über einen vernünftigen Modeller ala Line6 Helix etc. nachdenken. Damit kannst Du auch die Sounds vormodellieren und die Umschaltung müsste auch per MIDI realisierbar sein (je nach Ausführung).
Hätte den Vorteil, dass die Latenz zu vernachlässigen ist und (behaupte ich mal) das Tracking besser ist, da nichts umgewandelt werden muss. Und teurer als Roland-System wird das in Summe auch nicht unbedingt.

Gruß
Golo
 
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die frage ist jetzt ein wenig OT:

weißt du, ob das auch noch für den sy-1000 gilt?
Sorry, weiß ich nicht. Ich bin mit dem Terratec Axon AX100 MkII absolut zufrieden. Moog (1. ich bin hauptsächlich Keyboarder und 2. ich vertrete Moog patentanwaltlich in Europa, hab also einen "tieferen" Kontakt - neben meiner persönlichen Freundschaft mit dem Geschäftsführer) hat den AX100 MkII auch als Standard für die 2. Generation ihrer früheren Moog Gitarre, Version mit Hex-PU (war nicht Standard) verwendet.

Das AX100 MKII verwendet einen "Vorhersagealgorithmus", um schon vor dem Anschlag einer Saite die Tonhöhe zu haben und sie dann prompt auszugeben. Dabei wird ein Signal verwendet, das schon beim Greifen eines Tons erhalten wird, also eben schon vor dem Anschlag selbst. Da war ein richtiger Schlaumeier am Werk, weil die Technik eben wirklich super funktioniert.

....zur Ergänzung, der Bass soll nur einen Bass spielen, aber eben einen den wir fertig eingestellt, je Song, abgelegt haben. Es geht nicht darum das er damit noch irgend etwas anderes spielt..(wobei das dann natürlich möglich wäre..)
Da fällt mir nur die Frage ein, warum Ihr überhaupt einzelne Sounds für einzelne Instrumente abspeichert? Lasst doch ein Playback laufen und bewegt Euch nett dazu :rofl: :prost:

PS: Selbst wenn Ihr eigene Sachen machen solltet, muss doch auch jeder Sound erst mal gefunden und eingestellt werden. Statt großartig für mehrere Instrumente Midi abzuspeichern, speichert doch Audio komplett ab und könnt dann auch statt Midi "zu starten" - Ihr könntet ja auch gleich die Melodien abspeichern und hättet dann die Hände frei - startet Ihr halt den Audio Track - DJs machen das ja auch so und gelten als Künstler). Für mich echt die Frage, was muss, was kann und was bauche ich nicht. Macht man Musik und ist für alles verantwortlich oder ist man Computer-Freak und reproduziert abgespeicherten Kram?

Sounds abzuspeichern (im Gerät oder extern) macht bei Keys wegen den oft sehr zahlreichen einzustellenden Parametern schon Sinn. Bei Bühnenproduktionen seh ich das auch für einige Positionen ein (neben Keys insbesondere Drums/Drumpads), wobei hier i.d.R. bei einzelnen Instrumenten die Roadies beim "Umschalten" mithelfen, wenn's der Musiker alleine nicht schafft, aber auch hier ist nicht jedes Instrument einer Produktion zentral abgespeichert und verschaltet, weil immer noch MUSIKER spielen.
 
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Nun,
wenn ich an meinem Keyboard/ Piano auf MIDI Sounds zurückgreife dann ist das 100% selbst gemachte Musik, und hat überhaupt nix mit dem abfeuern von Sampels zu tuen (auch wenn die besten verfügbaren VST‘s auf gesampelte Sounds zurückgreifen). Unser Schlagzeuger ist vom Bio-Drum auch auf ein top E-Drum umgestiegen und hatte erst seine Zweifel, jetzt nicht mehr. Die Möglichkeit mit Midisignalen Sounds/ Geräte (Digital) anzusprechen ersetzt die analogen Effektgeräte. Zudem lässt sich (so wie ich es über Gig Performer einsetze) alles über einen Knopfdruck an meinem Keyboard, je Song, umstellen. Das ist für eine kleine Band genial und eröffnet unglaubliche Möglichkeiten.

Bzgl. unserem Bass bleiben wir dann erst mal bei dem Akkustischen, der über einen DI in das Digitalmischpult geht, dann durch GP, da kann ich Ihn mit gewünschten Effekten versorgen.

Um die vorangehende Frage noch zu beantworten; warum über MIDI wenn eh „nur Bass“ Sound; weil dann jegliches Rauschen usw. nicht erst mit dem EQ platt gemacht werden müsste und die Flexibilität steigen würde.

Als Randnotiz; unser Bassist hat 72 Lenze auf dem Buckel und hätte es trotzdem gerne Probiert, da er sieht und versteht welche Möglichkeiten bestehen.
Ich wünsche allen viel Spaß an Ihrer Musik!
LG
Flodder
 
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...habe die vorangegangenen Kommentare noch mal gelesen; der ein oder andere scheint MIDI immer direkt mit einer fertigen Midispur zu verwechseln. Darum geht es nicht; sondern je gezupfter Seite ein Signal (rein Digital, mit den enthaltenen Informationen) an ein VST PlugIn zu senden, welches aus dem Signal einen Klang/ Ton macht. Natürlich könnte/ kann man mit diesem Signal Theoretisch (und auch Praktisch) alles mögliche machen.
Mein Drummer spielt damit aber auch kein Klavier, sondern steuert nur und ausschließlich Sounds an die in einem Drum VST (bei uns Addictive Drummer 2), beim Anschlag einer Snare, eine Snare wiedergeben. Ich kann Ihm jedoch über einen Tastendruck für z.B. In the air Tonight einen Sound mit einem Gated Reverb hinterlegen. Es läuft nix mit was das automatisiert, sondern wird, wie seit 60 Jahren schon bei einer E Guitarre, auf einen Knopf/ Schalter/ Pedal gelegt. (in unserem Fall bei der Song Auswahl an meinem Keyboard auf eine Schnellwahltaste mit Programm Change Signal)
Ich kann dem Drummer beim nächsten Song auf Tom 3 z.B. ein Conga legen, usw.
Die meisten werden wohl wissen was ich meine; einige, den Kommentaren nach zu urteilen, eventuell jedoch noch nicht.
LG
Flodder
 

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