Gibt es ein Interface dass einen Mischpult ersetzen kann?

von J.B.Goode, 16.04.07.

  1. J.B.Goode

    J.B.Goode Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.04.07   #1
    Hallo Leute,
    da der Trend zu digitalen Studios ohne Analogmischpulte geht, will ich mal wissen ob sowas möglich ist:

    Ziel ist es eine ganze Band in einem Durchlauf aufzunehmen (Mehrspurig) und dabei das Monitoring über Kopfhörer stereo zu fahren. Wobei man trocken aufnimmt, aber Effekte für die einzelnen Spuren fürs Monitoring draufgibt.

    z.B. 5 Musiker (siehe auch Zeichnung)

    Analog wäre dass so:
    Mischpult mit 24 Eingängen, pro Eingang ein Insert und 12 Auxsends und 2 Stereo Returns.
    Aus den Inserts splitet man das Signal zum AUfnehmen und für die Effekte. Delay/Reverb kommen über die 2 Auxe hinzu.


    Ist das Gleiche auch Digital mit einem Interface möglich? Wobei die Effekte im Computer (Software) eingebunden werden und das Routing über den Rechner eingestellt wird.

    Wenn ja, bitte um Vorschläge.
    Meine größtes Bedenken gilt der Latenz, die durch das Routing über den Rechner und die Effekte im Rechner stattfinden entsteht.

    Danke :)
    J.B.
     

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  2. ars ultima

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    Erstellt: 16.04.07   #2
    Bei dem Thread-Titel dachte ich erst an was anderes (also Mischpultfunktionalität für live etc.) aber dein beschriebens vorhaben ist so eigentlich üblich - muss ja auch, sonst könnte man in einem komplettdigitalen Studio ja gar nicht richtig arbeiten.
    Du musst dir dazu einfach vorstellen, dass wie bei einem Digitalpult die Software das Mischen übernnimmt. Jede Sofwtare hat ja so ein virtuelles Mischpult eingebaut. Dein Interface bitetet dann einfach Ein und Ausgänge, und in der Software kannst du dir dann dein Mischpult "zusammenbauen". Insofern musst du auch eher bei der Software drauf achten, dass das geht. Beim Interface ist das ja recht einfach zu sehen, das muss eben nur genügend Ausgänge haben (bei einer vierköpfigen Band, die alle einen eigenen Stereomix haben eben acht). Im virtuellen Mixer der Software könnt Ihr dann auf jeder Spur einen Aux Send anlegen, eiegntlcih so wie bei einem analogen Pult. Nur das man beim Computer eben noch wäheln kann/muss, auf welchen physikalischen Ausgang am Interface das Signal geschickt werden soll. Die Software muss halt entsprechnd viele Aux-Sends unterstützen.
    Latenz könnte in der Tat bei sovielen Spuren udn Effekten ein problem werden. Da kann ich aber konkret nichts zu sagen, das hängt eben vor allem vom Rechner und Interface ab. Ich hab sowas ähnliches nur mal auf eienm ProTools HD System gemacht, da hat man mit Latenz wenig Probleme...
     
  3. J.B.Goode

    J.B.Goode Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.04.07   #3
    danke :)
    Hat jemand Érfahrung wie es mit der Latenz ist wenn ich die Signale über den Rechner route. Also nicht direckt in dem Interface und Effekte draufgebe? Sonst ist die lösung nicht besser wie ein Mischpult + Effekte+ Einfaches Iterface.
     
  4. J.B.Goode

    J.B.Goode Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.08.07   #4
    Hallo Leute,
    hat ev. jemand schon Erfahrungen gemacht? :)
     
  5. Nerezza

    Nerezza Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 31.08.07   #5
    Ob Du eine hörbare Latenz hast oder nicht hängt maßgeblich vom Treiber ab. Wenn Du nur genug Spuren mit genug Effekten hast kommst Du natürlich auch in Bedrängnis, aber das hängt dann davon ab was Du Deinem System abverlangst und was das für ein System ist. Allgemeingültige Aussagen sind da nicht ohne weiteres Möglich.

    Grüße
    Nerezza
     
  6. J.B.Goode

    J.B.Goode Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.08.07   #6
    ja, die eigentliche Frage ist, ob der Ansatz praxistauglich ist. Gehen wir von einem leistungsfähigem Rechner aus.... Dual oder Quadcore z.B. und genug Ram.
    1. Gibt es für diesen zweck optimierte Software und Interfaces?
    2. Ist es mit den Verfügbaren möglich/unmöglich sowas zu realisieren?
    3. Hat niemand Ahnung, weil keiner es in der Gräßenordnung probiert hat?

    :)
    ps. Wenn es praxistauglich ist, dann ist der Ansatz um einiges günstiger, als wenn man es in "Hardware" realisiert.
     
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