Gitarre oder Mandoline

von ah-variabel.de, 03.01.08.

  1. ah-variabel.de

    ah-variabel.de Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.01.08   #1
    Ich möchte gern E-Mandoline spielen lernen.
    Kann mir bitte jemand den Unterschied zur Gitarre beschreiben?
    Welche Noten oder Tabulaturen braucht man für E-Mandoline?
    Warum sind manche E-Mandolinen mit 8 & manche mit 4 Saiten bespannt?
    Welche Gitarren-Effekte kann man auf der Mandoline anwenden?

    Vielen Dank

    ah-variabel
     
  2. orlovius

    orlovius Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.01.08   #2
  3. Ganty

    Ganty Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.01.08   #3
    Gitarre und Mandoline sind erstmal zwei verschiedene Instrumente. Dabei ist es vollkommen egal ob E- oder Akustikinstrument.

    Eine Gitarre hat (meistens) sechs Saiten die in EADGHE gestimmt sind.

    Eine Mandoline hat (ebenfalls meistens) acht Saiten die jeweils paarweise in GDAE gestimmt sind. Zwei nebeneinanderliegende Saiten sind also gleich gestimmt, wenn die Mandoline nur 4 Saiten hat sind es eben Einzelsaiten.

    Die Spielweise von Gitarre und Mandoline unterscheidet sich ebenfalls.

    Du solltest dir erstmal klar werden welches Instrument du denn überhaupt lernen willst, ggf. kannst du in einer Musikschule Probeuntericht nehmen.
     
  4. SidSerious

    SidSerious Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.01.08   #4
    Ich kann mich meinem Vorredner anschließen, allerdings kann man tatsächlich Mandoline "Töne" mit Gitarrespielen erreichen.
    Schnelles Alternativpicking etwa. Der Soundtrack von "Der Pate" wäre geeignet, allerdings auch anstrengend für die rechte Hand, und auch nicht wirklich das "Italian Feelin", als mit der echten Mandoline.
    Ich wiederhole das was mein Vorredner auch meinte,
    Sei dir klar, welches Instrument du erlernen willst.

    Sid
     
  5. GEH

    GEH MOD A-Saiteninstrumente Moderator

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    Erstellt: 30.01.08   #5
    Als Mandolinen und Gitarren-Spieler kann ich folgendes berichten:

    Auf der Mandolie wird idealer Weise der Fingersatz wie auf der Geige gespielt - schließlich sind die Instrumente auch gleich gestimmt.
    Diese sogenannte Quintenstimmung ermöglich ein flottes Spiel aber nur mit dem richtigen Fingersatz wird das Optimale aus der Mando raus geholt.
    Insofern ist es, wie schon gesagt wurde, aus der Sicht der linken Hand ein anderes Instument.
    Die rechte Hand geht bei der Mando eigentlich nur mit harten Plektrumschlag.
    Hier bietet die Gitarre mehr Möglichkeiten durch Zupfen, Picks oder Plektrumspiel.
    Die Gitarre beitet durch auch etwas mehr Möglichkeiten bei der Improviastion, so etwas wie Bending der Saiten ist bei der Mando schwerer, der Saitenzug ist auch immens höher.
    Die Mando ist aber bei Melodien das deutlich schnellere Instrument. :cool:
    Akkorde lassen sich auch auf der Mando begleiten, so richtig "geil" ist dabei aber nur die Begleitung mit abgestoppten gegriffenen Saiten (keine Leersaiten) wie beim Bluegrass, was je nach Griff nicht so einfach ist..
    Ich wehre mich immer dagegen, wenn die Mando in die Folk-Ecke gesteckt wird, zumal es auch tolle Sachen gearde aus dem Berich Jazz gibt und ich sowieso alles damit spiele.
    Letztlich ist die Gitarre aber das flexiblere oder angesagtere Instrument.
    Oder ich drück es so aus:
    Kaum eine Band sucht einen Mandolinenspieler, aber wenn sie einen sucht findet sie keinen guten ...
    Einen Gitarristen hat wiederum fast jede Band, dafür gibt es aber auch satt Konkurrenz.

    Noch ein Tipp:
    Für Mandolinenspieler ist eigentlich die Website http://www.mandolincafe.com/ obligatorisch.
    Da gibt es Lessons, Chords, wunderschöne Instrumente ... etc. und auch ein gutes Maondolinen-Forum.
    Ganz besonders empfehlenswert ist die dortige MP3-Seite mit immer wieder neuen Stücken, sortiert nach Stilen.

    Du hast leider nicht gesagt, welche Musikrichtung Dir vorschwebt.
    Vielleicht helfen Dir die Beispiele bei Mandolincafe für eine Orientierung.

    Achja, Thema 4-saitige Mandoline:
    Der typische Mandolinensound setzt die 4 Doppelsaiten voraus.
    Es gibt ein paar 4- und 5(plus tiefes C)-saitige Modelle, die meistens auch einen magnetischen Pickup haben. Damit lassen sich mehr Sachen in Richtung E-Gitarre machen und sind etwas für Gitarren-Weicheier, denen die stark gespannten Doppelsaiten zu hart sind.
    Ne, Spass, ich überlege auch eine zu kaufen, werde dann berichten ...

    Thema Effekte:
    Wenn ich Live über PA spiele, kommt bei der Mando etwas Kompression und Hall drauf, damit sich das Ding durchsetzt und nicht so dünn klingt.
    Über Verstärker im Proberaum ebenso Hall.
    Oder meinst Du stilistische Effekte?
    Typisch auf der Mando ist der schnelle Tremmoloanschlag.
    Irgend welche Slide und Hämmering gehen auch.
    Bending (Saiten ziehen) ist eher schlecht und verstimmt auch leicht.

    OK, mehr fällt mir jetzt um diese Uhrzeit nicht ein, abschließend:
    Einem unentschlossenen Anfänger kann ich auch zunächst die Gitarre empfehlen.
    Durch den hohen Saitenzug und das harte Plektrumspiel klingt die Mando bei gänzlich unerfahrenen Anfängern recht ungelenk.
    Da sind ein paar Akkorde auf der Gitarre eine wohlkingendere, motivierendere Sache.
    Der Umstieg auf den Geigenfingersatz viel mir nicht so schwer, man muss es nur konsequent durch ziehen.

    GEH
     
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  6. Pyron

    Pyron Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.01.08   #6
    Was nimmt man denn für einen Verstärker bei einer E-Mandoline?
    Kann man da einen normalen Gitarrenverstärker nehmen? ^^
     
  7. averan

    averan Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.01.08   #7
    Was soll das denn heißen ? :eek: Nur weil "Ihr" Mandos nicht mit 6 Saiten klarkommt uns hier weicheiigkeit zu unterstellen....tststs :D
     
  8. think.funny

    think.funny Registrierter Benutzer

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    wo's am schönsten ist ;)
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    Erstellt: 30.01.08   #8
    Hi Pyron,
    du könntes schon über einen e-Gitarrenverstärker spielen, was allerdings den Sound sehr hart werden lässt.
    Normalerweise spielt man eine e-Mandoline über die PA oder einen Akkustikamp.


    Effekte kannst du nach eigenem Geschmack immer verwenden. Würde ich aber nicht übertreiben. Etwas Hall oder ein wenig Delay lass ich mir angehen. Es kommt halt auf die Musikrichtung an, die du spielen willst.
    Ein Soloswitcher oder Booster ist für Soloparts innerhalb des Bandgefüges ganz praktisch.

    Grüße,
    think
     
  9. GEH

    GEH MOD A-Saiteninstrumente Moderator

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    Erstellt: 30.01.08   #9
    Man nimmt was gefällt ;)

    Also meinst Du eine Mandoline mit magnetischem Pickup und massivem Korpus, so wie eine E-Gitarre?
    [​IMG]
    Also ich besitze so ein Instrument noch nicht, kenne es nur vom Test im Musikhaus, deshalb fehlen mir Erfahrungswerte.
    Ich habe bisher den akustischen Mando-Sound bevorzugt, dafür ist so ein Instrument nur eingeschränkt geeignet, vor allem die ohne Doppelsaiten.
    Im Prinzip ähnlich wie bei einer E-Gitarre, die auch nur mit speziellen Effeken einen akustischen Touch bekommt.
    Ich hätte keine Probleme damit, so einer E-Mandoline mit einem Röhrenverstärker einen eigenen individuellen Sound zu verpassen, für den akustischen Sound würde ich aber ein anderes Instrument nehmen.
    Wer speziell nur einen akustischen Sound will, der kauft sich auch keine E-Gitarre sondern eine Akustische, ebenso bei der Mandoline.

    Es gibt natürlich auch elektroakustische Instrumente mit Piezo-Abnahme, die speziell auch noch für eine sehr laute Rockband geeignet sind.
    Ein Beispiel wäre die Godin A-8
    [​IMG]
    Mit so einem Instrument klingt dann natürlich ein Akustikverstärker besser.

    Bei einer normalen akustischen Mandoline lässt natürlich auch ein Pickup einbauen.
    Entweder im Steg (Fishman) oder unter der Decke (McIntyre, Schertler etc.).
    Letzteres kling sehr gut, solche Systeme sind aber rückkopplungsempfindlicher.
    Bei passiven Pickups empfiehlt sich auch ein externer Preamp wie z.B. der L.R. Bagg Para DI.
     
  10. Pyron

    Pyron Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.01.08   #10
    Danke für die Infos :)
    In erster Linie habe ich nur mal aus reinem Interesse gefragt...
    Eine Mandoline wäre wohl eher so eine "nebenbei Anschaffung", wenn ich mal nicht weiß, was ich mit meinem Geld anfangen soll und auch richtig gut Gitarre spielen kann....
    ...dauert also noch ein wenig ;D
    Ich denke mal, dass ich da als Linkshänder sowieso nicht so die große Auswahl haben werde oder? :o
    Die Möglichkeit, eine Rechtshändermando auf links umzusaiten würde ja auch noch bestehen, aber ob das so das Wahre ist... :confused:

    naja wie gesagt...wollte mich nur mal so für später erkundigen... :)
    Danke nochmals für die Antwort!

    ***edit

    hab gerade deinen Beitrag gelesen @ GEH...
    Jepp genauso eine würde ich bevorzugen :D
     
  11. GEH

    GEH MOD A-Saiteninstrumente Moderator

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    Erstellt: 30.01.08   #11
    Tatsächlich schwierig, zumindest bei günstigeren Instrumenten.

    Das kannst Du fast immer vergessen.
    Bereits der Steg lässt nicht drehen, da er so gut wie nie gerade ist.
    Bei so einer kurzen Mensur und hohem Satienzug muss ja beim Steg auf die Saitendicke bautechnisch eingegangen werden.
    Ich hab und kenne kein Instrument, bei dem so ein Umbau mit halbwegs vertretbaren Aufwand möglich wäre.

    Wenn Du dich an einen Mandolinenbauer wendest, dürfte aber links kein Problem sein.
    Ich könnte Dir vielleicht einen Tipp geben, wenn Du einen Preisrahmen nennst.
     
  12. Pyron

    Pyron Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.01.08   #12
    Hey, halblang machen ^^
    Ich wollte mich doch nur erkundigen ;)
    Aber wenn wir schonmal so weit reingerutscht sind, können wir ja auch testweise mal weitermachen ;)
    Ich weiß absolut nicht, wie die hoch Preise für Mandolinen sind...
    Aber mehr als 400€ würde ich wohl nicht ausgeben wollen :)
     
  13. GEH

    GEH MOD A-Saiteninstrumente Moderator

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    Erstellt: 30.01.08   #13
    Ich würde als Orientierung sagen, dass ein gute Mandoline nicht billiger ist als eine gute Gitarre.
    Bei einer kurzen Mensur muss ja noch genauer gearbeitet werden und Du musst aufgrund des starken Saitenzugs auch stabiler bauen wie z.B. bei einer Ukulele, das lässt sich absolut nicht vergleichen.
    Die akustischen Modelle amerikanischer Bauart haben auch alle Halsstab und gewölbte ausgearbeitete Decke wie bei einer Geige, so etwas ist teuer.
    E-Mando ohne gewölbte Decke ist dann schon günstiger.

    Links, E-Mando, 400 Euro, puh - da musst Du mir echt etwas Zeit geben - aber Du hast es ja nicht eilig. ;)
     
  14. ah-variabel.de

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    Erstellt: 14.03.08   #14
    Vielen Dank für die Antwort.
    ah-variabel
     
  15. ah-variabel.de

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    Erstellt: 14.03.08   #15
    Vielen Dank für die Antwort.
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  16. ah-variabel.de

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    Erstellt: 14.03.08   #16
    Vielen Dank für die Antwort. Hier bekomme ich eineige Antworten, es werfen sich aber dadurch gleich die nächsten Fragen auf.
    Ich wollte ursprüngl. Westerngitarre lernen und später auf dei E-Gitarre umsteigen. Dies ist mir alles vergangen, als ich das erste mal in Echt eine Gitarre in der Hand hatte. (Ich rede von meiner Starfigur.)
    Tage später habe ich im Net eine "E-Gitarre für Zwerge" gesehen. Es war die Mandobird.
    Was ich spielen möchte passt nicht wirklich in eine Schublade. Es lässt sich vieleicht mit Senfmusik umschreiben. (FreeJazz, FreeRock)Eine Cd wird eingelegt, und mehrere Musiker spielen ihre Impro dazu. Das Original soll noch "durchleuchten".
    Effekte gefallen mir Wah-Wah, Echo und ganz wichtig Tremolo.
    Ich freue mich auf Deinen Bericht.
    ah-variabel
     
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