Haben Metallica bei ihren Alben bei der Produktion die Fans betrogen?

vielleicht war ich wirklich naiv ich kenne mich mit sowas eben nicht aus.
Hallo @fetterbutterfinger - vermutlich brennt nicht nur mir nach Überflug dieses extrem schnell wachsendes Fadens die Frage unter den Fingern, was denn da eigentlich dein Zugang ist (oder vielleicht hab ich da ja was überlesen).

Bist du einfach Metallica-Fan?
Selbst Musiker (wir sind hier im Musikerboard, so gut wie jeder deiner Mitdiskutanten macht in irgendeiner Form selbst Musik und die meisten nicht erst seit gestern :))?

Ich wage zumindest mal die Spekulation, dass du vermutlich nicht aus der Klassik kommst und mit dem Hintergrund dann Thrashmetal für dich entdeckt hast, gerade im Klassischen Bereich ist.... naja, das, was im Metal "Trueness und Authentizität" ist oder eben genau das "Man muss Beethovens 9. GENAU SO spielen (können)" noch viel schlimmer wenn man so will, tauscht man in deiner Argumentation Metallica gegen die Berliner Philharmoniker würden es irgendwie deutlich besser passen :D


Jedenfalls: Wie ja schon mehrfachst geschrieben wurde, 99% und vermutlich noch etwas mehr der Konsumenten ist es komplett egal, glaube die allermeisten haben nicht mal irgendein Bild oder Idee, was alles passieren muss damit am Ende ein wohl gemastertes Album erscheint. Wenn du eher aus dieser Warte über die Infos, die zu dem Faden geführt haben gestolpert bist verstehe ich die grundsätzliche .... "Erschütterung" schon irgendwo.
Wenn du eher gerade begonnen hast, z.B. Gitarre zu spielen und grundsätzlich mal die Erfahrung gemacht hast, wie viel Arbeit das ist, etwas "schön" spielen zu können kann ichs von der Warte heraus eigentlich auch irgendwo nachvollziehen, wenn man mit der Materie bisher nichts zu tun hatte - Recording, Mixing, "Studiocheating" kommt zwangsläufig erst nachher oder auch nie, viele spielen auch einfach "nur" gerne.

Aber eben deswegen eben die Frage: Wer fragt denn da eigentlich (bzw.: Stört sich daran)?
 
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Aber jetzt wirds irgendwie lächerlich. Denkst du etwa, dass Sean Connery tatsächlich ein Elite-Spion war, und in Wahrheit eigentlich James Bond heisst?
Und Derrick die Fälle in 58 Minuten löst?
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Solange ich sicher weiß, dass die Dinosaurier in Jurassic Park echt sind, passt alles.
Und am Ende im Abspann versichert wird, dass kein Dino verletzt oder getötet wurde bei den Dreharbeiten.
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Beim Film dreht man auch mehrere Takes / Einstellungen und nimmt, was am besten passt.
 
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Wenn es wichtig wäre, James Hetfield zu verteidigen, dann könnte man natürlich diverse Artikel und Videos posten, die betonen, was für ein unglaublich tighter Rhythmusgitarrist er ist und dass die damals ohne Hilfe von Computern gemachten Aufnahmen noch heute beeindruckend klingen. Auch Flemming Rasmussen selber äußert sich so.

Dass Rasmussen in dieser Doku ganz ungeniert dieses Detail mit der Nutzung von Variospeed erwähnt, liegt wahrscheinlich auch daran, dass er James Hetfield als so über allen Zweifeln stehend betrachtet, dass er gar nicht auf den Gedanken kam, dass man das so wie vom Threadersteller getan interpretieren könnte.

Was diese Technik mit dem leichten Beschleunigen der Aufnahmen eigentlich ganz genau macht und was der gewünschte Effekt auf den Sound ist, das müsste jemand erklären, der sich mit den technischen Aspekten davon besser auskennt.
Ich vermute, die Möglichkeit, ein paar wenige Prozent langsamer spielen zu können, hat damit wenig zu tun.
 
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die beatles haben ja in der zweiten hälfte ihrer Karriere sagenhafte studio-alten gemacht.
das war so aufgenommen, gedoppelt, editiert, gemixt, wieder was dazu, langsamer, schneller, neue patches, nochmal -zig spuren mehr: die Musik war überhaupt nicht zum live spielen gedacht.
(insofern finde ich es auch immer goldig, wenn coverbands versuchen, diese songs so original wie möglich nachzuspielen.muss nicht sein, Jungs!)

wo war ich stehengeblieben? genau: George Martin, der Produzent, Arrangeur, Co-Komponist etc. hat in einem interview sinngemäss gesagt, dass es die Beatles geschafft haben, das studio als ein weiteres instrument zu sehen und zu benutzen.
 
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Der Stand der Technik ist doch seit Jahrzehnten, dass alles, was man in die Ohren bekommt, niemals "echt" so gespielt wurde wie man es hört. Zugenommen hat seit 100+ Jahren der Grad der Ton-"Irrealität". Mit der KI wurde der vorläufige Höhepunkt dieser Entwicklung erreicht.
Ein Samplingsound, das Cello aus den Keys, ist auch nicht echt. Man kann es mit der Maus triggern...
Die zunehmende "Entfremdung" des Gehörten vom Praktizierten ist also ein alter, säkularer Prozeß. Schon ein EQ oder ein 100ms Delay für Elvis, das alles sind die Vorboten einer stringenten, logischen Entwicklung. Besser, schneller, weiter, produktiver, effizienter, billiger. KI.
Selbst das Stimmen einer Gitarre ist schon Verfremdung des natürlichen Urzustandes. Ohne technische Abhilfe klingt sie schief.
 
Auch wenn es hier bestimmt schon hundertmal gesagt wurde (ich habe jetzt nicht jeden Beitrag gelesen), aber das sind normale Produktionsmethoden.
Gerade im Metalbereich sind vor allem die Drums (aber nicht nur) hart auf's Raster gezogen. So genau spielt halt keiner.

Das ist ja nicht alles. Gitarren werden viermal (oder weiß der Geier wie oft) eingespielt. Dann noch fett komprimiert (auch durch die Verzerrung) und dadurch werden dann auch die Nebengeräusche angehoben und die muss man dann zwischen den Noten rauseditieren, sonst sammelt sich der Dreck an und es klingt nicht mehr tight genug.
Manchmal werden von den Drums auch mehrere Takes gemacht - einmal spielt der Drummer KEINE Overheads, ein anderes mal NUR Overheads. Dadurch bekommst du dann isolierte Signale, die du gezielter bearbeiten kannst.
Und so weiter und so fort...
Das Resultat ist dann einfach ein Sound "larger than life" und das ist das Ziel und dazu gehört eben auch, dass das alles über-exakt ist.

Aber ist das schlimm? Das Album klingt doch erst dadurch so wie es soll und mittlerweile gehört das einfach zum Sound vieler Genres und hat sich in das kollektive Gedächtnis eingebrannt. Die Leute sind es einfach gewohnt, dass der heutige Produktionsstandard super-tight ist. Das ist natürlich auch Genreabghängig. Bei einem Jazz-Trio kommt wahrscheinlich keiner auf die Idee, das so zu produzieren.

Und gerade Metallica... jetzt mal ernsthaft. Ulrich ist echt kein geiler Drummer und Hammett auch nur ein durchschnittlicher Gitarrist und ein Gesangsvirtuose ist Hetfield ja nun auch nicht gerade. Deswegen hört die doch keiner. Aber das Songwriting ist halt richtig geil und deswegen ist... naja, WAR die Band halt mal gut.
 
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Das Album klingt doch erst so wie es soll ...
ich glaube, das ist der springende Punkt: jemand hat einen bestimmten sound im Ohr, und dann wird versucht, dem so nah wie möglich zu kommen.- und zwar mit allen technischen Mitteln (also Spieltechnik, Aufnahmetechnik und Studiotechnik).

hier sind ja schon -zig Beispiele genannt worden, wie das studio als Werkzeug dient, also noch eins: Gitarrensolos, die rückwärts aufgenommen werden à la rhcp - give it way oder Beatles - I'm only sleeping: sowas geht schlicht nicht ohne "betrug" und tricks.
 
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ich glaube, das ist der springende Punkt: jemand hat einen bestimmten sound im Ohr, und dann wird versucht, dem so nah wie möglich zu kommen.
Ich denke, der springende Punkt ist eben die Konserve; da ist letztlich alles erlaubt.
Bereits in den dreißiger Jahren sollen sie die Aufnahmen leicht beschleunigt haben (Police Dog Blues). Ry Cooder hatte Schwierigkeiten, es im (konserviertem) Tempo von Blind Blake zu spielen.

Vorher (so ca. bis 1900) musste jeder, der ein gehörtes Lied nochmal zu Haus hören wollte, es dort selber spielen. Das ist vergleichsweise so, als wenn wir uns die Geschichten erzählen, anstatt Filme zu schauen oder Bücher zu lesen.
Also @fetterbutterfinger , spiel die Lieder von Metallica lieber selbst, als zu „meckern“. 😉
 
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VORSICHT - AN ALLE

Der Autor der initialen Frage dieser Diskussion spielt ein Spiel mit dem Forum.
Eine neue Diskussion, die er versucht, loszutreten, dreht sich um die Frage,
ob Mark Tremonti überhaupt spielen kann oder auch so ein Loser an der Gitarre ist wie James Hetfield...

Troll-Alarm!

Vielleicht mag die Moderation mal eingreifen...
 
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Gerade im Metalbereich sind vor allem die Drums (aber nicht nur) hart auf's Raster gezogen.
Falsch!

Hart auf's Raster klingt furchtbar nach Drumcomputer, das will man eigentlich im Metal vermeiden. Gerade im Metal liegt das "Geheimnis" natürlich klingende Drums zu programmieren darin die Hits etwas neben das Raster zu legen. Deshalb habe ich die Rasterfunktion beim Programmieren auf Off gestellt. So erspart man sich das Huminizen.
Es gibt auch Videos zu diesem Thema.
 
VORSICHT - AN ALLE

Der Autor der initialen Frage dieser Diskussion spielt ein Spiel mit dem Forum.
Eine neue Diskussion, die er versucht, loszutreten, dreht sich um die Frage,
ob Mark Tremonti überhaupt spielen kann oder auch so ein Loser an der Gitarre ist wie James Hetfield...
Ob ein Forenteilnehmer dieses "Spielchen" mitspielt, ist jedem selber überlassen. Wir sind doch alle erwachsen und mündige Bürger.

Ich persönlich finde das Thema und den Fortlauf der Diskussion eigentlich ganz spannend. Zudem verläuft die Diskussion hier aktuell sehr ruhig, sachlich und aufgeräumt, was in der Forenlandschaft leider keine Selbstverständlichkeit (mehr ist). Außerdem zeigt die Diskussion, sowie die Beiträge des Threadstarters sehr deutlich, dass Menschen bei verschiedenen Themen über sehr unterschiedliche Informations- und Wissensstände verfügen.
 
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Vielleicht mag die Moderation mal eingreifen...
Meldebutton drücken!

Bringt 100x mehr, dann lesens alle Mods, die gerade da sind und nicht nur die jeweiligen Fachmods, die vielleicht gerade zufällig zeitnah über den Beitrag stolpern.
Mach ich btw. auch mal gleich bei diesem Beitrag, wenn sich der TO über so was austauschen will ists ja (mMn) vollkommen legitim, aber dann vielleicht eher in einem (seinem) "Fetterbutterfinger hat Diskussionsbedarf bezüglich dem Können diverser Musiker"-Faden oder so - aber das muss sich eben die Moderation überlegen.

LG
 
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Natürlich kann das jeder tun - und wenn jemand Interesse am weiteren Austausch hat, ist das völlig in Ordnung.
Aber viele hier mögen es vermutlich nur bedingt, wenn sie erfahren, dass der Thread-Ersteller sich einen Spaß draus macht, parallel weitere sehr ähnliche Diskussionen aufzumachen und es offensichtlich genießt, wie sie alle bemühen, ihm was zu erklären und eine Unterhaltung mit ihm zu führen - während er grinsend im Stuhl sitzt...
 
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Vielleicht war dein Beitrag ja interessant für andere, dann war es doch ok. Aber ja, man ärgert sich eventuell etwas.
 
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Zudem verläuft die Diskussion hier aktuell sehr ruhig, sachlich und aufgeräumt, was in der Forenlandschaft leider keine Selbstverständlichkeit (mehr ist).

Eben. Nur weil der TE etwas ungehobelt in seiner Sprachwahl und vielleicht etwas naiv in seiner Erwartungshaltung war, delegitimiert dass ja nicht das gesamte Thema.

Und das der TE desillusioniert ist, kann man ihm nun nicht vorwerfen. Wenn man eben erwartet hat, dass Studioalben ein exaktes Abbild der spielerischen Fähigkeit der Musiker sind, dann kann man auch enttäuscht sein, wenn man die "Wahrheit" erfährt.
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Das sehe ich auch so und ärgere mich, ernsthaft geantwortet zu haben.

Warum? Der TE hat die Diskussion nur gestartet... was das Forum daraus macht ist nicht immer das Selbe. Ich finde, dass nach dem holprigen Start hier doch einiges dabei war, das lesenswert war.

Und wenn der TE möglichweise trollt - wofür sein neuer Thread spricht - dann ist dem eben so. Die Diskussion der anderen User kann trotzdem gehaltvoll sein.
 
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ernsthaft geantwortet zu haben.
der thread findet doch Anklang. Ich finde, hier sind einige interessante Beiträge:rolleyes:. Ist ja inzwischen völlig losgelöst von @fetterbutterfinger.
Allerdings hab ich auch keine Lust jetzt jeden Gitarristen durch die Mangel zuziehen, ist ein bißchen sinnlos. Hier kann es aber ruhig weitergehen, meinethalben:).
 
So ein langer Thread, weil der OT das Video nicht verstanden hat. :D Beachtlich.
 

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