Halskrümmung und Intonation Epi Sg 400 Maestro

von Fiedl, 25.06.10.

Sponsored by
pedaltrain
  1. Fiedl

    Fiedl Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    20.03.06
    Zuletzt hier:
    23.12.20
    Beiträge:
    1.016
    Ort:
    Stockholm
    Kekse:
    1.626
    Erstellt: 25.06.10   #1
    Hallo zusammen, zu oben genanntem Thema gibt es ja schon eine Menge Threads, daher halte ich mich kurz. Als vorbildlicher ^^ Leser habe ich natürlich mit Google und der Boardsuche nach Lösungen gesucht, bin leider nur bedingt schlauer geworden. Immer wieder wurde dieser Link empfohlen http://www.rockinger.com/index.php?page=ROC_Workshop_Setup . Die zwei Fragen die sich mir stellen: Ich habe eine Epiphone SG-400 Ltd.

    1. Wenn ich erst die Halskrümmung einstelle und dann die Intonation, sollte ich ja noch Spielraum haben. Heisst das, ich sollte zu erst die verschiebbaren Reiter auf eine Mittelposition stellen? Sonst kann es ja passieren, dass ich den Hals eingestellt habe und dann nicht mehr an der Tonation arbeiten kann, da der Reiter eventuell schon am Ende ist und ich keinen Spielraum in eine Richtung habe!?

    2. Die noch wichtigere Frage: Ich kann ja meine Bridge hoch und runterschrauben. Welche Höhe ist denn Grundlage für die Einstellen des Halses? So dass ich mir nicht unnötig Höhe nehme, die ich dann durch die Halskrümmung wiederholen will oder ähnliches?

    Vielen Dank!

    Detailbild der Gitarre:

    http://www.epiphone.com/press/P_65G400.jpg
     
  2. dodona

    dodona Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    18.10.08
    Beiträge:
    287
    Kekse:
    438
    Erstellt: 26.06.10   #2
    das ist schon ein ganz schönes Gefummele wenn du es wirklich perfekt machen willst.

    Schraub deine Bridge solange nach unten, bis es beim Spielen zu scheppern anfängt. Dann solange hochschrauben, bis das Scheppern aufhört. Dann justiere die Halskrümmung und stell die Intonation vorläufig ein. Wenn du wirklich eine sehr flache Saitenlage haben willst, kannst du jetzt die Bridge vorsichtig runterschrauben bis kurz bevor es scheppert. Jetzt noch die Feinjustierungen für die Halskrümmung und die Intonation und dann hast du es geschafft.

    Mit der Saitenlage ist das so eine Sache. Bei Fenders ist eine höhere Saitenlage dringend geboten, um einen allzu metallischen Sound zu vermeiden und das unbehinderte Ausschwingen der Saiten zu ermöglichen. Da ich ursprünglich vom Blues komme, mag ich eine zu flache Saitenlage nicht, da sie mir das Saitenziehen erschwert. Wenn du eher einen cleanen oder max. bluesig verzerrten Sound spielst, sind höhere Saitenlagen generell besser, weil die Saiten unbehindert ausschwingen können. Bei Metal mit Superduperdistortion brauchst du dir keine Sorgen mehr zu machen. Scheppern und Klirren hört man bei dem Matsch sowieso nicht, nur die Intonation muss natürlich stimmen.
     
  3. Kompetenzbestie

    Kompetenzbestie Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    18.11.03
    Zuletzt hier:
    19.01.21
    Beiträge:
    380
    Ort:
    Hannover
    Kekse:
    3.692
    Erstellt: 26.06.10   #3
    Hallo Fiedl,
    Antwort zu Frage 1:
    Spielraum für die Einstellung der Intonation sollte vorhanden sein, das stimmt. Das hat aber mit der Position der Bridge zu tun, also wie der Gitarrenbauer sie eingebaut hat. Wenn sie etwas weiter hinten steht, kann es sein, daß nach vorne nur noch sehr wenig Spielraum ist. Es ist also egal, wo die Reiter zum Zeitpunkt der Halskrümmungsjustage stehen.

    Antwort zu Frage 2:
    Auf der Rockingerseite steht, daß man zur Überprüfung der korrekten Halskrümmung die Saite im 1. und letzten Bund runterdrücken soll und dann der Saite/Bundabstand im 7. Bund 0,5 mm betragen sollte. Da man die Saite ja runterdrückt, ist die Bridgehöhe irrelevant.
    Ich machs so: wie bei Rockinger beschrieben die Halskrümmung vorsichtig (!, max. eine Vierteldrehung auf einmal und dann zur Sicherheit erstmal paar Stunden warten, Holz ist eher träge) justieren und probespielen. Wenn dann die Saiten in den höheren Bünden (>7) schnarren, wird die Bridge erhöht. Wenn nicht, kann man versuchen, die Bridge noch niedriger zu machen, wenn mans noch niedriger will. Wenn die Saiten in den niedrigeren Lagen schnarren wird der Halsstab etwas entspannt.

    Viele Grüße
    Matze
     
  4. Fiedl

    Fiedl Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    20.03.06
    Zuletzt hier:
    23.12.20
    Beiträge:
    1.016
    Ort:
    Stockholm
    Kekse:
    1.626
    Erstellt: 26.06.10   #4
    Fail
    Oh man, das hätte ich auch selbst merken können. Bachelor of Engineering...ich sags ja :D
     
  5. Fiedl

    Fiedl Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    20.03.06
    Zuletzt hier:
    23.12.20
    Beiträge:
    1.016
    Ort:
    Stockholm
    Kekse:
    1.626
    Erstellt: 27.06.10   #5
    Soooo ich habe angefangen wie empfohlen. Nun habe ich die Bridge so lang erhöht, bis die tiefe E-Saite beim Spielen nichtmehr schnarrt. Dafür musste ich sie jedoch ziemlich weit erhöhen (die Gitarre wurde seit 6 Jahren nicht eingestellt). Nun meine Frage: Ich habe ja zwei Schrauben für die Bridge. Ich habe jetzt nur eine erhöht, eben die Schraube auf der Seite der tiefen Saiten. Die hohen Saiten schnarren nicht. Also ist diese Schraube auf dieser Seite wesentlich tiefer. Ich hab also ein ziemliches Höhengefällt zwischen der tiefen und der hohen E-Saite. Ist das sinnvoll? Oder sollte ich zur sinnvollen Halseinstellung die gleiche Höhe anpeilen?

    Vielen lieben Dank :)

    Edit: und wie um alles in der Welt messe ich 0,5 mm!? ^^
     
  6. Kompetenzbestie

    Kompetenzbestie Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    18.11.03
    Zuletzt hier:
    19.01.21
    Beiträge:
    380
    Ort:
    Hannover
    Kekse:
    3.692
    Erstellt: 29.06.10   #6
    Nabend,
    es ist eigentlich normal, daß die beiden Seiten der Bridge nicht gleichhoch sind. Wie groß das Gefälle maximal sein "darf", weiß ich jetzt auch nicht. Wenn es stört, würde ich es ändern, sonst nicht.

    0.5 mm abmessen ist total einfach ;): entweder per Augenmaß oder ein Plektrum mit ungefähr dieser Dicke drunterlegen und sehn, ob es leicht rausfällt. Es müssen ja auch nicht GENAU 0.5 mm sein, wenn z.B die Bünde nicht allzu gut abgerichtet sind (vielleicht ist gerade der 7. Bund etwas höher), dann bringt das ganz genaue Befolgen auch nix.

    Viele Grüße
    Matze
     
  7. Fiedl

    Fiedl Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    20.03.06
    Zuletzt hier:
    23.12.20
    Beiträge:
    1.016
    Ort:
    Stockholm
    Kekse:
    1.626
    Erstellt: 29.06.10   #7
    Ok
    Ich habe jetzt mal etwas gemutmaßt und daraus schlussfolgend das Trussrod im uhrzeigersinn gedreht. Wollte eigentlich nur eine Viertel Drehung, aber die erste viertel Drehung lief praktisch von alleine. Als wäre da überhaupt kein Zug drauf. Als würde ich eine 5er schraube in ein Zehner Gewinde drehen. Kann das sein?
     
  8. Joa

    Joa Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    20.06.04
    Zuletzt hier:
    3.06.14
    Beiträge:
    2.805
    Ort:
    Blankenheim
    Kekse:
    5.940
    Erstellt: 30.06.10   #8
    Hi,

    wenn da schon lange keine Saiten mehr drauf waren, sollte sich der Hals erst mal wieder an den Saitenzug gewöhnen ohne Einstellungen des Trussrods am Hals. Das kann ne Woche dauern.

    Es gibt auch Hälse, die vertragen ne Menge Saitenzug und bleiben trotzdem gerade.
    Auf solchen Hälsen gehts dann nur mit etwas höherer Saitenlage oder eben dicke Saiten, in der Hoffnung, der Hals macht sich doch noch krumm.
     
  9. Fiedl

    Fiedl Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    20.03.06
    Zuletzt hier:
    23.12.20
    Beiträge:
    1.016
    Ort:
    Stockholm
    Kekse:
    1.626
    Erstellt: 30.06.10   #9
    Hey, Saiten sind die ganze Zeit drauf....seit 6 Jahren. Wird auch seeehr regelmäßig gespielt.
     
  10. Joa

    Joa Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    20.06.04
    Zuletzt hier:
    3.06.14
    Beiträge:
    2.805
    Ort:
    Blankenheim
    Kekse:
    5.940
    Erstellt: 30.06.10   #10
    Ok, habe ich falsch verstanden.;)

    die Halskrümmung richtet sich ja nach dem Saitenzug, somit entscheidet auch die Stärke der Saiten.
    Stelle die optimale Saitenlage ein (schön tief mit dem Steg - da ist die Intonation auch am besten) - darauf muß nun der Rest - bleibt nur noch dei Halskrümmung - eingestellt werden. Wenn der Trussrod entspannt ist, gehen halt nur noch dickere Saiten - 11er, die können Wunder wirken.
     
  11. Fiedl

    Fiedl Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    20.03.06
    Zuletzt hier:
    23.12.20
    Beiträge:
    1.016
    Ort:
    Stockholm
    Kekse:
    1.626
    Erstellt: 30.06.10   #11
    OK, aber wie ist diese erste widerstandlose Drehung zu erklären? Kann es sein, dass sich der Hals über die Jahre komplett entspannt hat?
     
  12. Joa

    Joa Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    20.06.04
    Zuletzt hier:
    3.06.14
    Beiträge:
    2.805
    Ort:
    Blankenheim
    Kekse:
    5.940
    Erstellt: 30.06.10   #12
    Im Normalfall ist der Halsstab dann völlig entspannt - ansonsten gebrochen.:D
    Dreh mal weiter rechts rum (Uhrzeigersinn) und schau, was passiert.
    Wenn kein Widerstand da ist, passiert auch nichts.;)
    Ich schätze, da ist ein ganz normaler 1 Weg Halsstab mit Rechtsgewinde drin.
     
  13. Fiedl

    Fiedl Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    20.03.06
    Zuletzt hier:
    23.12.20
    Beiträge:
    1.016
    Ort:
    Stockholm
    Kekse:
    1.626
    Erstellt: 30.06.10   #13
    Ja ich hatte gleich noch ein viertel weitergedreht, da hat sich dann auch was getan. Widerstand und minimales kurzes Knacken ^^
     
mapping