Hammond M100 / Verstärkerproblem?!

von Mr. Green, 23.09.06.

  1. Mr. Green

    Mr. Green Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.09.06   #1
    Hallo Zusammen!
    Ich habe seit einiger Zeit Probleme mit meiner M-100. Man hört unmittelbar nach dem Start und auch später während des Spielens ein starkes Rauschen/Kratzen in dem Tieftöner der Orgel und somit auch im Bass-Speaker des Leslies. Es ist nicht immer zu hören, manchmal spielt sie auch eine Stunde am Stück tadellos ohne Störgeräusche. Ab und zu setzt das Rauschen (ähnlich wie das Zugriegel-Kratzen) wieder ein und der Basslautsprecher setzt zum Teil sogar aus bzw. verzerrt die Töne stark. Jetzt ist meine spontane laienhafte Vermutung, dass das Problem entweder vom Preamp oder vom Hauptverstärker der Orgel verursacht wird. Nur liegt es an einer kaputten Röhre oder an einem Kondensator? Das weiss ich eben leider nicht. Komisch ist auch, das der Basston auf den Pedalen bei Zugriegelstellung "0" immer noch hörbar ist. Normalerweise müsste das Pedal doch auf "0" stumm sein, genau wie bei den Manualen. Vielleicht liegt also auch ein Problem bei dem Pedal-Drawbar-Kondensator vor.
    Ich wäre euch sehr verbunden, wenn ihr mir helfen könntet!
    Vielen Dank im Vorraus!
    Ulf
     
  2. m-brose

    m-brose Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.09.06   #2
    Hallo Ulf,

    da bisher noch keiner geantwortet hat, mal ein paar Checkpunkte (eine wirkliche Idee für den Fehler habe ich nicht, habe einen solchen Fehler auch noch an keiner M-100 beobachtet):

    - Schon mal alle Röhren aus dem amp genommen, Kontakte gereinigt und wieder eingesetzt?
    - Alle Steckverbindungen überprüft?
    - Evtl. könnte was mit den Pedal-Kontakten nicht stimmen
    - Hat sich evtl. die Verschraubung des Pedal-Kondensators gelöst, so dass er nicht mehr auf "null" zu fahren ist?
    - kommen die Geräusche auch, wenn Du den "bass mute" tab-Schalter umlegst?

    und noch ne Frage: Was für ein Leslie hast Du angeschlossen? (könnte auch andere interessieren, die evtl. Erfahrung mit Deinem oder einem ähnlichen Problem haben)

    Schönen Gruß Martin

    PS.: Ein generelles Problem im amp würde ich für unwahrscheinlich halten, denn dann müsste meiner Ansicht nach das Rauschen in allen Speakern der Orgel und des Leslies auftauchen...
     
  3. stoennes

    stoennes Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.09.06   #3
    Es hilft Dir zwar nicht, aber ich habe ein ähnliches Problem bei meiner A105. Allerdings klingt bei Drawbastellung null nichts mehr. Ich habe ein Knacken verbunden mit abruptem leichtem Lautstärkeabfall der gesamten Orgel. Das tritt aber nur bei Stellung normal des Volume Schalters auf und betrifft nur die eingebauten Lautsprecher. Über den Lineout ist alles OK, daher scheint am Preamp alles in Ordnung zu sein. Ich habe am Endverstärker schon alle Röhren gezogen und Kontakte und Sockel gereinigt, das hat aber nichts gebracht. Es stört mich allerdings nicht besonders, da ich die Orgel meist nicht über die onboard Speaker spiele. Wäre allerdings doch nett, wenn's behoben werden könnte.

    Gruß
    Stefan
     
  4. AdrWgl

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    Erstellt: 25.09.06   #4
    Hi,

    also wirklich was empfehlen kann man in solchen Fällen nicht. Entweder Fachmann aufsuchen oder wenn man selbst Messgeräte hat, einfach mal die Elektronik durchmessen.

    Wenn ein Leslie angeschlossen ist, kann man ja mal den Internen Verstärker abklemmen. Somit haste eine Fehlerquelle weniger. Ich vermute den Fehler allerdings eher im Preamp der Orgel. Ich würde dort erstmal wenn du kein Röhrenprüfgerät hast die Betriebsspannungen der Röhren durchmessen. Wichtig ist auch die Widerstände zu berücksichtigen. Viele denken immer die Kondensatoren gehen kaputt. Nicht nur, auch die damals Verwendeten Widerstände können defekt sein. Wenn du nun so einen defekten Widerstand hast, kann dir mal schnell eine Annodenspannung einer Röhre abfallen und dadurch haste dann einen krachen, das fast immer nur im Bass zu hören ist. Nur um mal ein mögliches Beispiel zu nennen.

    ich würde mir mal einen schaltplan besorgen und durchmessen. vermutungen äußern hilft hier nicht viel.

    gruss
     
  5. Mr. Green

    Mr. Green Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.09.06   #5
    Hallo!
    Erstmal vielen Dank an alle, die mir bis jetzt ein paar Tips geben konnten! Ich habe ersteinmal Martin`s Checkliste abgearbeitet, sprich alle Röhren rausgezogen und Kontakte gereinigt und so weiter. Als ich die Orgel danach einige Stunden in Betrieb gehabt habe, hörte ich keinen Mucks (ausser natürlich liebliche Hammond-Töne!). Trotzalledem bin ich noch misstrauisch. D.h. wenn es wirklich an den Kontakten gelegen hat, freue ich mich sehr, jedoch stelle ich mich mal lieber auf den schlechtesten Fall ein. Diese Woche kommt mein Bekannter wieder. der über solche Messgeräte verfügt, die mir hier im thread empfohlen wurden. Meines Wissens nach hat er sogar den Hickock-Tube-Tester. Mal gucken, ob sich da vielleicht der Fehler finden lässt.
    @Martin: Ich spiele über ein 760er Leslie.
    Der Pedal-"Fehler" besteht immer noch, ist aber auch so nicht weiter störend und ich denke das es auch nichts mit dem Rauschen und Kratzen des Amps zu tun hat. Am Preamp scheint es definitiv zu liegen, denn wenn ich den Leslie Switch auf Echo schalte, tönt das Leslie ja alleine ohne die Internal-Speakers und das Rauschen und Knacksen ist dann eben auch nur im Woofer des Leslies zu hören. Ist doch richtig, das wenn man auf Echo stellt, das Leslie nur von dem Preamp versorgt wird und der Hauptverstärker abschaltet ist? Oder werden einfach nur die Speaker abgeschaltet? Ich betreibe das Leslie halt über ein Leslie-Kit und nicht über ein Combo-Preamp.
    Naja, wie gesagt, ich werde mal meinen Bekannten einen Blick darauf werfen lassen und dann mal sehen, ob der Teufel mal wieder im Detail steckt!
    Wie gesagt, ersteinmal vielen Dank!
    Gruss Ulf
     
  6. m-brose

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    Erstellt: 27.09.06   #6
    Hallo Ulf,

    ob das Leslie vom Preamp der Orgel versorgt wird, kann man so nicht beurteilen, da es alle möglichen Leslie kits gibt. Es kann genausogut sein, dass das Leslie mit dem von den Speakern kommenden Signal angesteuert wird - ich halte das sogar für wahrscheinlich, ist aber nur Spekulation. In dem Fall wäre auch der main amp noch in der Signalkette.

    Knackt und knarzt die Kiste denn noch? Was macht das Pedal, wenn Du den "bass mute" tab betätigst?

    Schönen Gruß Martin
     
  7. AdrWgl

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    Erstellt: 27.09.06   #7
    Also dass das Pedal daran schuld sein soll kann ich mir nicht vorstellen, aber man könnte ja einfach mal die V10 ziehen, dann sollte das Pedal tot sein, wenn ich mich recht entsinne. Ein Versuch wär es wert.

    Gruss
     
  8. Mr. Green

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    Erstellt: 27.09.06   #8
    Hallo!

    @Martin: Heute habe ich festgestellt, dass wenn ich den Bass Mute Switch ausschalte, zum Teil leichte Verzerrungen bei getretenem Pedal zu hören sind. Ein paar Mal waren sogar dissonante Töne im Bass zu hören, praktisch als wenn ich zwei Basspedale zugleich im kleinen sekund-Intervall treten würde. Sehr merkwürdig! Sobald ich den Bass Mute Switch einschalte, läuft an sich alles normal, ohne Dissonanzen und Verzerrungen. Ich tippe Mal, das die Pedal-Kontakte nicht mehr ganz in Ordnung sind, wie du ja schon meintest.

    @adrwgl: Meinst du mit V10 eine Röhre? Ich dachte, man sollte einen Röhrenamp nie ohne Last zum laufen bringen, da er sich ohne Widerstand sonst selbst zerstört?! Wenn es nicht so schlimm ist, kann ich das gerne probieren. Man soll ja nichts unversucht lassen.

    Das Knarren und Kratzen schien ausserdem noch vom Reverbamp zu kommen, denn sobald ich die reverb-tabs umlegte, wurde das Rauschen und Knarren intensiver oder setzte sogar erst danach ein. Nachdem ich die ECL86 und die EZ81 rausgezogen habe und die Kontakte gereinigt habe, blieb dieses Störgeräusch weg. Vielleicht lag es also wirklich nur daran, so hoffe ich. Bleibt erst mal nur die Sache mit den Pedalen/Kontakten...

    Gruss Ulf
     
  9. AdrWgl

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    Erstellt: 27.09.06   #9
    Die Spinett Modelle haben eine andere Pedalausführung als die grossen Hammond orgeln, nicht verunsichern lassen, sie können durchaus anderst klingen, da sie noch zusätzlich über eine Pedal Elektronik verfügen. Dort ist unter anderem auch diese Röhre zu finden. Man kann mich gerne verbesseren wenn ich jetzt was falsches sage, aber die röhre kann man zum test entfernen, da sie das pedal schaltet bzw verstärkt, so genau hab ich das nicht mehr im kopf. wo hier eine last dann fehlen soll ist mir nicht so ganz klar *überleg*

    Gruss
     
  10. m-brose

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    Erstellt: 27.09.06   #10
    Ulf, das mit dem "ohne Last betreiben" hast Du falsch verstanden:
    Damit ist gemeint, dass man einen Röhrenamp nicht ohne Lautsprecher oder entsprechenden Ersatzwiderstand betreiben soll. Das Entfernen einer Röhre hat damit nichts zu tun. Welche Röhre in ner M-100 jetzt für das Pedal zuständig ist weiss ich nicht.
    Aber da bei "bass mute" ja kein Problem mehr auftritt, liegt der Fehler höchstwahrscheinlich irgendwo im Pedal.
    Bei Captain Foldback's Hammond and Leslie Page! kannst Du Dir nen Schaltplan der M-100 runterladen, falls Du noch keinen hast. Das könnte bei der Fehlersuche helfen. Ich wünsche Dir dabei jedenfalls viel Erfolg.

    Schönen Gruß Martin
     
  11. Mr. Green

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    Erstellt: 02.10.06   #11
    So, bin jetzt ein ganzes Stück weiter. Habe mir den Schaltplan bei unserem Captain besorgt und seit dem weiss ich jetzt auch endlich, welche Röhre für was zuständig ist. Der Hauptfehler (Rauschen und Krächtzen) liegt in der Tat an der 6AU6!!! Diese Röhre ist so gut wie komplett am Ende. Als ich diese rausgezogen habe, war nichts mehr zu hören. Als ich diese wieder reinsteckte, war das Rauschen wieder da. Ausserdem setzen auch die Mitten/Bässe in den Manualen komplett aus und da die zweite 6AU6 für den Manual-Bereich zuständig ist, ist es mit absoluter Wahrscheinlichkeit diese Röhre. Nun, sind jetzt bestellt und das Problem ist somit bald Geschichte! Endlich. Ausserdem kackt mir die 5U4 auch bald ab, und der Ersatz dieser Röhre dürfte etwaige abfallende Annodenspannungen in den Röhren Abhilfe schaffen. Auch wenn es jetzt etwas teurer für mich wird, wenigstens habe ich die recht einfach zu behebenden Fehler entdeckt. Und deshalb: Danke an euch Jungs! Ihr habt mir wirklich weiterhelfen können!
    @Martin: Ja haste vollkommen Recht. Ich wusste es zu dem Zeitpunkt wirklich nicht besser, dass man unter "fehlender Last" etwas anderes zu verstehen hat! Sorry für meine Unwissenheit. Habe mir jetzt bei meinem Bekannten einen kleinen Crashkurs in Sachen Tube-Technik verpassen lassen :-) ! Danke nochmal an euch!
    Lieben Gruss!
    Ulf
     
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