Harley Benton B-450 BK oder JB-75 NA

von Smartin99, 05.09.20.

  1. Smartin99

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    Erstellt: 05.09.20   #1
    Die Entscheidung ist gefallen. Ich lerne E-Bass. Als blutiger Anfänger ist es das erste Instrument, dass ich lerne. Nun stehe ich vor der schwierigen Entscheidung zwischen diesen beiden Modellen:

    https://www.thomann.de/at/harley_benton_b_450lh_bk_progressive_bundle.htm

    https://www.thomann.de/de/harley_benton_jb_75lh_na_vintage_seri_bundle.htm

    Bevorzugte Musikrichtung ist Jazz, ein bißchen auch Funk und Blues. Obwohl ich nicht weiß, ob das ganz am Anfang eine Rolle spielt ;o)

    Was würdet ihr empfehlen? Zum JB-75 habe ich hier im Forum einen Eintrag gelesen, dass die Einstellung bei Auslieferung furchtbar gewesen wäre und irgendwo nachgeschliffen werden musste. Das würde mich wohl etwas überfordern. War das seltenes Pech, oder muss man damit rechnen?

    Ich sag schon einmal vielen Dank für jeden Tipp
     
  2. FoxGolf

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    Erstellt: 05.09.20   #2
    Vorneweg: Du hast ein Links- und ein Rechtshändermodell verlinkt. War das Absicht?

    Ich kenne beide Bässe, einen JB-75 habe ich selbst. Die HBs sind in der Regel taugliche Instrumente. Schlecht eingestellt können sie aber schon mal sein, wobei das mir noch nie passiert ist (bei 2 Bässen und einer Gitarre).
    Der B-450 hat ein ziemlich dickes D-Förmiges Halsprofil, der JB-75 ein auch eher dickes C-Profil. Der B-450 hat eine aktive Elektronik, deren Qualität aber nicht sehr hoch ist und die auch schon mal defekt sein kann. Die kann man aber zur Not austauschen. Was man nicht tauschen kann, sind die Tonabnehmer aufgrund ihrer exotischen Maße. Der JB-75 hat eine passive Elektronik, da kann nicht viel kaputt gehen und wenn, ist es leicht zu reparieren. Die Tonabnehmer haben Standardmaße. Der JB-75 kann sehr schwer ausfallen; meiner ist mit 4,4 Kg ein leichtes Exemplar, es kann aber auch schon mal locker 1 Kg mehr sein.

    Ideal wäre natürlich, die Bässe (oder möglichst noch ein paar mehr) im Laden in die Hand zu nehmen. Falls du unbedingt online kaufen willst, und dich gar nicht entscheiden kannst, bleibt auch noch die Möglichkeit, beide zu bestellen und einen (oder schlimmstenfalls beide) wieder zurückzuschicken.

    Von einem Bundle-Angebot würde ich eher absehen. Lieber was passendes individuell zusammenstellen, bzw. z.B. einen Verstärker gebraucht kaufen.
     
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  3. Smartin99

    Smartin99 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.09.20   #3
    Erst mal vielen Dank für die Tipps. Dann wird wohl der JB-75 eher passen. Stimmt, da habe ich die Modelle vertauscht. Es sollte zweimal der für Linkshänder sein. Wenn du von einem Bundle absehen würdest - hättest du einen Tipp für einen Verstärker? An sich dachte ich ja schon, das Bundle würde nur für den Einstieg und das Spielen Lernen zuhause erst mal reichen. Klar, wenn sich das intensiviert muss man sowieso schauen, welches Equipment man noch braucht. Ich dachte, das wird wahrscheinlich für Instrument und Verstärker gelten. Gibts etwas ganz gravierendes, was gegen den Verstärker im Bundle spricht? Wie gesagt, dass ich damit keine Clubs und Konzerthallen beschalle ist mir auf jeden Fall klar.
     
  4. FoxGolf

    FoxGolf Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.09.20   #4
    Also ehrlich gesagt kenne ich diesen Combo nicht. Kann auch sein, daß er was taugt. 10" Lautsprecher ist ok, 40W braucht man zum Üben zuhause nicht, aber man kann ja leise drehen. Semiparametrische Mittenreglung gibts allerdings nicht oft in der Klasse.
    Ansonsten ist das Angebot für kleine Übungscombos ziemlich uferlos, da habe ich auch keinen Überblick. Hab noch von früher (90er Jahre) einen Trace Elliot Boxer 30 Combo, inzwischen spiele ich beim Üben meist übers Interface und Kopfhörer am PC, wo ich meine Playbacks drauf habe.

    Im Verstärker-Unterforum gibts auf jeden Fall schon viele Threads zum Thema Übungscombos, vielleicht dort noch mal suchen.

    Der Rest von dem Bundle (Gurt, Kabel, Bag) ist halt unterste Schublade. So ein Gigbag habe ich auch, das taugt nur als Staubschutzhülle (wofür ich es auch gekauft habe).
     
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  5. Dietlaib

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    Erstellt: 05.09.20   #5
    Der größte Unterschied zwischen den Bässen besteht darin, dass der eine einen klassischen Jazzbass (heißt so, ist nicht nur für Jazz) kopiert, während der andere eine "modernere" Form einer Bassgitarre darstellt. Der Jazzbass hat passive Singlecoils (Einzelspulentonabnehmer) und ein Ahorngriffbrett, der andere hat aktive Humbucker (die weniger brummen und etwas anders klingen) und ein Walnuss(?) Griffbrett. Wofür man sich entscheidet, ist letztendlich Geschmacksache. Man kann nicht sagen, dass der eine irgendwie besser wäre als der andere. Sie sind halt unterschiedlich.

    "Mein" Lieblingsbass ist tatsächlich der Jazzbass, und ich mag eher passive Bässe (ohne Batterie und Vorverstärker im Instrument), für mich wäre die Wahl also klar. Aber das hat nichts mit deiner Wahl zu tun. :)

    Witzigerweise besitze ich einen solchen Harley Benton JB-75 aus der ersten Serie. Da war der Korpus aus Ahorn und nicht aus Erle. Dieser Bass klingt sehr gut. Einen der Nachfolger aus Erle (sicher auch mit anderen Pickups) habe ich auch mal gespielt. Aber den hätte ich nicht behalten. (Das ist aber auch schon einige Jahre her, so dass diese Beurteilung nicht für die aktuellen Bässe gilt.) Soll heißen: Du weisst nicht, was du bekommst. Es kann ein guter oder ein weniger guter Bass sein. Das gleiche gilt im Grunde auch für den anderen. Also lass deinen Geschmack entscheiden (auch was die Optik angeht). Und wenn der Bass bei dir ist, überlegst du nicht, ob ein anderer besser sein könnte. Du überlegst stattdessen, ob er dir gut genug gefällt, dass du ihn behalten möchtest.

    Was den Verstärker angeht, wollte ich seinerzeit einen eher kleinen Verstärker, der nicht viel kosten sollte. Ich kaufte einen damals aktuellen 100W Verstärker von Harley Benton als B-Stock für gut 100.- Euro. Eine der besten Entscheidungen, denn als Übungsverstärker ist das Ding voll in Ordnung, selbst bei anderen Gelegenheiten brauchbar. Daher würde ich gar nicht mal vom Bundle abraten. Denn es kann gut sein, dass du in dem Rahmen einen Verstärker bekommst, der deinen aktuellen Bedarf erfüllt.
     
  6. Smartin99

    Smartin99 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.09.20   #6
    Übrigens, nur so nebenbei, Fall jemand gute Bücher zum Bass lernen kennt, wär ich auch dankbar. Ich weiss, es gibt tolle video-tutors, aber ich hab halt auch gerne ein Buch in der Hand.
     
  7. Dietlaib

    Dietlaib Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.09.20   #7
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    Vor Jahren recherchiert, ausgesucht, gekauft und letztendlich wenigstens mal ähm... durchgeblättert. :)

    Lag daran, dass ich bereits recht lange Gitarre spielte, als ich meine Bass-Skills reaktivieren wollte. :) Ich hatte dann auf dem Bass so viel zu spielen (hatte mir extra dafür eine zweite Band gesucht), dass ich gar nicht zu der Bassschule kam. Aber ich wusste halt schon, was ich machen wollte, hatte Theorie- und Griffbrettkenntnisse.
     
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  8. saxof

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    Erstellt: 06.09.20   #8
    Such mal bei Tom Bornemann, dann für später im AMA Verlag Westwwod Bass bible, für mich ein wichtiges Nachschlagewerk!
    Zu den Jazz Bässen kann ich nichts sagen, ich bin preci Spieler
    Ich habe den Beatles Bass Klon von HB, der ist absolut Top!
     
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  9. Stirchmonkel

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    Erstellt: 07.09.20   #9
    Diese Amps werden dir auf dem Gebrauchtmarkt hinterhergeschmissen, würde ich nicht neu kaufen.
     
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  10. Mecki

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    Erstellt: 09.09.20   #10
    Also ich hab' vor 5 Jahren (nach 35 Jahren Bass-Abstinenz) damit wieder angefangen
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    Fängt wirklich bei A an, ist didaktisch mMn. gut aufgebaut und die Playalongs können sich durchaus hören lassen.

    Gibt's auch in erweiterter Version (aber nur englischprachig, umfasst auch das 1. Buch):
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