Highspeed Solotechnik???

von Rainybruce, 23.02.16.

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  1. Rainybruce

    Rainybruce Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.02.16   #1
    Hi Leute!
    Ich hab in letzter Zeit mal ein wenig was von Megadeth (Youthanasia) gemacht und begebe mich einfach mal versuchsweise an die Soli. Es gibt hier und da Licks und Läufe, die bei nem Tempo von 134BPM 16tel fordern... Das geht momentan so auf 90-95% (z.B. das Solo in dem Song "Youthanasia"). Hier denke ich, mit genügend Übung und Geduld mal hinzukommen. Natürlich nicht heute oder morgen, aber eben irgendwann mal...

    Aber meine eigentlich Frage nach Solotechnik zielt auf das Solo von "Addicted to Chaos" ab. Der Song ist in nem gemütlichen Tempo von 98BPM. Also dachte ich mir, dass da höchstens hier und da mal ein paar 16tel-Sechstolen auf mich zukommen und das wäre auch noch drin. Aber der gute Marty Friedman rotzt da einfach mal so ein paar 32tel raus... Wie soll das geht? Das sind natürlich dann keine Hochkomplexen Läufe und die spielen sich dann miest nur auf 2 Saiten ab... Bsp.:

    e|-17-14-------17-14-------17-14-------------
    h|-------17-14-------17-14-------17-19-21-19-


    usw... die längeren Läufe sind mit Bindungen gespielt (wobei ich mir nicht vorstellen kann, dass man bei der Geschwindigkeit überhaupt was anderes hinbekommt).

    Die Frage die sich mir stellt ist der Fingersatz bei solch schnellen Läufen. Nutze ich dann für beide Saiten nur Zeige- und Ringfinger? Oder geht es schneller, wenn ich auf der e-Saite den Zeige- und Ringfinger nutze und auf der h-Saite vielleicht den Zeige und Mittelfinger? Bringt das einen Geschwindigkeitsvorteil? Dann frage ich mich, ob der Zeigefinger generell liegen gelassen wird, aber irgendwie klingt das nicht, also doch wieder hoch mit dem Ding, was natürlich auch wieder wertvolle Zeit verbraucht...

    Kann man einer von euch ThrashMetalSoloGöttern ein paar Tipps geben? Klar üben, üben, üben... Aber das natürlich am liebsten mit der richtigen Technik... :)

    Vielen Dank und viele Grüße
    Chrisi
     
  2. Gast 2356

    Gast 2356 Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 23.02.16   #2
    Äh? Zeigefinger, Mittelfinger, Ringfinger??
    Das ist ein Lick das man mit dem kleinen Finger spielt,
    dann kann die Hand ganz entspannt liegen und nur bei
    der 17 19 21 Übung ein bißchen dehnen.
    Das sollt in der Lage aber wirklich kein Problem sein.

    Du hast 5 Finger an der Hand und bei modernen Spielarten
    ist der kleine Finger unverzichtbar.
     
  3. Rainybruce

    Rainybruce Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.02.16   #3
    Klar, kann ich bei 17-19-21 nachvollziehen... Aber die 2-Noten-pro-Saite-Geschichte vorher... Ich bin mit Zeige und Ringfinger definitiv schneller als mit Zeige und Kleinem Finger und der Abstand da oben also 17-14 ist ja auch locker zu machen. Aber egal ob kleiner Finger oder Ringfinger...ich kein Plan wir man seine Finger auf dem Tempo bewegen soll...
     
  4. Hendock

    Hendock Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.02.16   #4
    Schlägst du jede Note an oder spielst du mit HammerOn/PullOff?
     
  5. Rainybruce

    Rainybruce Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.02.16   #5
    also die 32tel kann ich bei 98BPM definitv nicht einzeln anschlagen... Bei gemuteten Saiten in nem Metalriff ja, aber bei gezielten Einzelnoten? Nein... Also sind es, bis auf die erste Note natürlich, Pull-Offs und Hammerons... In den Noten stehen solche Läufe aber auch hin und wieder als direkt angespielte Note... Aber daran wollte ich erstmal nicht denken. Mir geht's wirklich rein darum, das zu üben und dazu die entsprechend effizienteste Technik in Erfahrung zu bringen...
     
  6. Gast 2356

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    Erstellt: 23.02.16   #6
    Mag sein, daß das zu Beginn schneller geht.
    Der Kleine braucht halt viel Training um mit den Großen mitzuhalten,
    aber es lohnt sich. Wenn du einmal mit dem Fusch anfängst und den
    kleinen Finker aus Bequemlichkeit nicht einsetzt, wird es extrem
    schwierig, sich das Fuschen hinterher, wenns etwas größere Tonsprünge
    zu meistern gilt, abzugewöhnen.

    Nebenbei funktionieren alle sweeping und speedpicking Geschichten
    nicht ohne den Kleinen.
     
  7. Rainybruce

    Rainybruce Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.02.16   #7
    OK, dann werde ich da mal rangehen... Ich habe gehofft, es gäbe hier noch den ein oder anderen Kniff zur Technik... Vielleicht kommt ja noch was.

    Danke euch soweit!
     
  8. FretboardJunkie

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    Erstellt: 26.02.16   #8
    Jo. Pentatonik bei diesen Geschwindigkeiten ist nix für Anfänger. Nicht zuletzt deshalb fällt mir z.B. bei Dennis Hormes regelmäßig die Kinnlade herunter. Er schlägt auch noch jede Noten an, und das bei 16tel > 200bpm. Heilige Mutter Gottes...

    Also, nach 35 Jahren Gitarrenspiel, von denen ich viele Jahre schon mit diszipliniertem Üben verbracht habe, kann ich Dir versichern, dass der kleine Finger bei solchen Figuren immer langsamer und unbequemer zu verwenden sein wird als der Ringfinger. Das Argument auf ein mit Glorie zu erreichendes Ziel eines gleichwertigen, voll emanzipierten kleinen Fingers, der endlich zu seinen großen Brüdern aufschließen darf, hinzuarbeiten, ist falsch.

    Falsch deshalb, weil die großen Brüder ja ebenfalls mittrainieren und stärker werden und ebenfalls schneller (bzw. präziser, schneller wird man nur in der Kindheit)

    Im November sah ich Guthrie Govan live in Dortmund, er ist ein Ringfinger-Player vor dem Herrn. Das Gleiche gilt auch für Yngwie Malmsteen. Auch Gary Moore hat bei pentatonischen Licks ein Höllentempo vorgelegt, vorzugsweise mit überstrecktem Ringfinger.

    Es ist schon richtig, dass bei 3nps oder chromatischen Sachen eine gute 1-2-3-4-Aufteilung Grundvoraussetzung ist. Bei pentatonischen 2nps-Skalen hingegen ist meine Erfahrung, dass der Ringfinger in mehrerlei Hinsicht eine höhere Geschwindigkeit, eine bessere Tonkontrolle erlaubt und zudem Bendings bzw. bei Bendingvibrato die bessere Wahl ist.

    Insofern würde ich bei solchen Licks den Ringfinger bevorzugen. Bewusst.

    Grüße Thomas
     
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  9. Rainybruce

    Rainybruce Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.02.16   #9
    Danke für den Beitrag Thomas!!!

    Wie meinst Du das, dass man nur in der Kindheit schneller wird... Ich hab leider erst mit 30 angefangen richtig E-Gitarre zu spielen, was jetzt knapp 6 Jahre sind... Ich bin in der Zeit ja auch schneller geworden... Bzw. Geschwindigkeit ist ja schon verbunden mit Präzision... Aber allein die Bewegungsabläufe werden doch schneller... oder sehe ich das falsch?
     
  10. Palm Muter

    Palm Muter Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.03.16   #10
    Ich sehs sogar noch einen Schritt drastischer, Geschwindigkeit ist ein Nebenprodukt der Präzision.
    Merkt man ja daran, dass man fast alles, was man wirklich schön und sauber spielen kann problemlos merklich schneller spielen kann (solange es nicht schon im vorhinein abartig schnell war).
    Je präziser man spielt umso kleinere Wege machen die Finger, umso unkomplizierter falten sich die Finger bei komplexeren Griffen übereinandener, umso genauer dosiert ist die Greifkraft und umso kleinere Bewegungen macht die Schlaghand- diese Routine + viel Übung ist das Rezept für hohe Geschwindigkeit.
     
  11. Gast 2356

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    Erstellt: 05.03.16   #11
    Aha, und was ist mit der 17 - 19 - 21 - 19 -17 Passage am Ende?
    Mit kleinem Finger easy, mit Ringfinger eher blöd
     
  12. FretboardJunkie

    FretboardJunkie Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 18.03.16   #12
    Gern :-)

    Nein, das siehst Du falsch.

    Jeder Mensch hat eine genetisch determinierte Bewegungs-Grundschnelligkeit. Das kannst Du testen, wenn Du einfache rhythmische Bewegungen machst. Beispielsweise mit einzelnen Fingern auf eine Tischplatte tappen. In der Kindheit schafft man, als sagen wir Fünfjähriger, etwa 4-5 Wiederholungen pro Sekunde. Als Mittzwanziger etwa 8-9, danach wird es kontinuierlich langsamer (vielleicht kann man dem durch Üben entgegenwirken, denn es gibt ja hochbetagte klassische Musiker, die immer noch so richtig aufs Gas drücken können :-) ). Versuchst Du über Deine Grenze zu kommen, wirst Du krampfen.

    Die physiologischen Grundlagen sind im empfehlenswertem Buch "Die Kunst des Musizierens" http://www.amazon.de/Die-Kunst-Musizierens-physiologischen-psychologischen/dp/3795787068 aus dem Schott-Verlag sehr anschaulich erklärt.

    Angenommen, Du schaffst 8 Tipper pro Sekunde, dann wären das, bezogen auf diese Pentatonik-Figur in 16teln Tempo 240 bpm. Pro Tipper schaffst Du ja zwei Noten :-) ) Aber dazu kommt die seitliche Bewegung, wenn Du die Notenpaare auf e- und h-Saite mit denselben Fingern spielst. Das bremst es etwas aus, so dass man 200 bpm schon als echtes Männertempo ansehen kann.

    Zur Präzision: Je kleiner die Bewegung, also je weniger Wegstrecke pro Finger, desto schneller. Und je genauer Du zielst, desto schneller.

    Grüße Thomas
    --- Beiträge zusammengefasst, 18.03.16 ---
    Das kommt, zumindest bei mir, auf die Gitarre an. Ibanez Flachhals unterstützt die Variante mit kleinem Finger, auch wegen der längeren Mensur. Bei Les Paul mit fetten Hals-Korpus-Übergang hingegen muss man den Daumen eh aushängen und man hat kurze Mensur. Da geht es nach meinem Gefühl mit der Ringfinger-Variante besser.

    Grüße Thomas
     
  13. Gast 2356

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    Erstellt: 19.03.16   #13
    ..und jetzt spielen wir das ganze mal im 5. Bund
    und schon wird es krass, wenn ich nicht beides kann.
     
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