Hilfe zum Mischen!

von Sück, 13.08.08.

  1. Sück

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    Erstellt: 13.08.08   #1
    hi leute,

    unsere band hat vor kurzem drei songs aufgenommen.
    es ist aber leider so, dass die aufnahmen ein wenig "schwammig" klingen.
    es fehlt einfach die power dahinter.
    jezt wollte ich einfach mal nachfragen ob villeicht irgend jemand heraushören kann was man da noch so einstellen könnte.
    hier mal der link: http://www.myspace.com/peragins
    wir haben mit dem cubase LE aufgenommen und auf cubase SX gemischt.
    eigentlich müsste man da schon noch was rausholen können weil unser restliches equipment eigentlich ganz gut ist.

    ps.: sorry wenn die frage ein wenig komisch klingt, aber ich hab mir gedach ich frag halt mal.
     
  2. |Benni|

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    Erstellt: 13.08.08   #2
    Wie habt ihr denn aufgenommen?

    Mein erster Eindruck ist, dass ihr grundsätzlich zu viel Raum auf den Aufnahmen habt, d.h. die Charakteristik des wahrscheinlich nicht so gut klingenden Raums ist auf jeder Aufnahme mit drauf, daher klingt das ganze sehr nach Live-Aufnahme. Abhilfe schafft hier nur das Aufnehmen ohne jegliche Hall-Anteile durch den Raum, das gibt einem beim Mischen dann viel mehr Möglichkeiten.

    Natürlich kann man noch viel mehr machen, aber sag erstmal, wie genau ihr aufgenommen habt.
     
  3. Sück

    Sück Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.08.08   #3
    hi benni,

    wir haben in unserem proberaum aufgenommen, der an allen seiten mit schaumstoffnoppen abgedeckt ist. (sind auch fotos auf der myspace seite)
    weiters: mit shure schlagzeugmicros (jedes auf eine eigene spur) und shure gitarrenmicros, und den bass haben wir direk über das firewire interface in den laptop gespielt und wie gesagt mit cubase gemischt.
    das problem ist, dass sich keiner wirklich mit dem programm bzw. mischen auskennt, und wir eher herumprobiert haben.
     
  4. |Benni|

    |Benni| Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.08.08   #4
    Wie gesagt, ich bin davon überzeugt, dass der Grund, warum es so klingt, wie es klingt, ganz am Anfang der Signalkette liegt, also beim Raum, bei den Mikros, Mikrofonpositionierung, usw.

    Über das Mischen würde ich mir erst Gedanken machen, wenn das Ausgangsmaterial (also die Rohaufnahmen) so sind, dass sie euch grundsätzlich schon gefallen und klar und deutlich rüberkommen.

    Beschreib am besten nochmal ganz genau, was ihr wie in welcher Reihenfolge in welchem Umfeld und mit welchen Mikros (Bezeichung wie "Shure" reicht hier nicht) wie aufgebaut aufgenommen habt. Dann kann man speziell ansetzen und für jeden Einzelfall Verbesserungsvorschläge geben.
     
  5. Sück

    Sück Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.08.08   #5
    also gut, ich weiss leider bei den meisten dingen nicht wie sie genau heißen, aber ich veruchs erstmal so...

    als erstes haben wir eine guidespur aufgenommen.
    darüber das schlagzeug mit sieben micros ( ich weiss nur das es ein 6 er drummicset von shure um ca.500 € ist + einem SHURE SM57LC gitarrenmicro) jedes auf eine eigene spur aufgenommen.
    eins für BASSDRUM: das bassdrumfell haben wir mit einer decke abgedämpft und das micro durch das resonanzfell loch hineingehängt.
    zwei für SNARE: in ca. 15cm abstand schräg in die mitte des schlagfells gerichtet + das gitarrenmicro auf den teppich der snare gerichtet.
    eins für TOMTOM: ca. 15cm abstand schräg in die mitte des schlagfells
    einsfür FLOORTOM: ca. 15cm abstand schräg in die mitte des schlagfells
    zwei für BECKEN + HI-HAT: ca. einen halben meter uber crash und ca. 30 cm. zwischen crash und hi-hat.
    danach den bass ( fender Jazzbass )direkt über das alesis io|26 über firewire auf den laptop in das mitgelieferte cubase LE.
    danach die gitarren, erst meine ( Les Paul Epiphone + Orange Rockerverb 50 + 4x12 Box ) mit zwei micros: eines ca. 10cm am unteren rechten rand der box, das andere ca.30cm entfernt ungfähr in die mitte der linken lautsprecher.
    die andere gitarre ( Gibson SG Special Faded + Marshall Top + 4x12 Box ) eigentlich genau so nur dass dieser Marshall einen recording output hat den wir zusätzlich verwendet haben.
    Das heißt drei spuren für den Marshall.
    danach dan Gesang mit einem Großmembranmic. + Popkiller + externem microfonvorverstärker.
    wir habn bei den gitarren oft sachen zweimal aufgenommen und spuren gedoppelt.

    bei den abständen bin ich mir nicht mehr ganz sicher...ca.!

    die genauen namen des eqipments kann ich aber noch herausfinden.
    lg
     
  6. |Benni|

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    Erstellt: 13.08.08   #6
    Die Vorgehensweise ist auf jeden Fall sehr vernünftig. Ich nehme mal nicht an, dass ihr für die einzelnen Sachen die völlig falschen Mikros benutzt habt.

    Das Grundproblem ist und bleibt aber der Raum, den ihr bei jeder einzelnen Aufnahme mit aufnehmt. Das führt einfach dazu, dass auf jeder Aufnahme nicht der pure Klang des Instruments drauf ist, sondern der Klang, den das Instrument in eurem Raum hat. Man kann es drehen und wenden, wie man will, auf die Art und Weise klingt es am Ende alles nach Proberaum- bzw. Live-Aufnahme.

    Die einzig sinnvolle (und auch günstige) Lösung ist an dieser Stelle wohl der Einsatz von selbstgebauten Akustikelementen, die ihr dann je nach Bedarf um das entsprechende Instrument bei der Aufnahme aufbaut. Ich hatte irgendwo hier im Forum mal ne Bauanleitung für sowas gefunden, finde sie aber nicht mehr. Vielleicht weiß jemand, was ich meine und kann das nochmal verlinken?
     
  7. Sück

    Sück Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.08.08   #7
    ich hab auch mal gehört, dass es so kisten gibt mit eingebauter 1x12 box ?!?

    naja...ich sag mal danke! werden das mit den akkustikelementen bei der nächsten aufnahme session ausprobieren.
    lg
     
  8. |Benni|

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    Erstellt: 13.08.08   #8
    Für den Anfang würden es auch ein paar Matratzen in Kombination mit dicken Wolldecken tun. Das ist kostenlos, und damit kann man schon was erreichen. Daraus einfach eine "Hundehütte" bauen, in die "Tür" die Gitarrenbox schieben und an beliebiger Stelle (ausprobieren!) in der Hütte die Mikros aufbauen. Nimmt man die Matratzen hochkant, hat man schon ne Gesangskabine, und stellt man sie um das Schlagzeug auf, hat man auch hier was gewonnen.
     
  9. mastercelebrator

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    Erstellt: 13.08.08   #9
    Also von der Vorgehensweise der Aufnahmen klingt's ja schon nicht verkehrt..

    Denke auch, dass da in dem Material noch mehr potential schlummert... Da sollte noch einiges machbar sein, da Ihr ja auch noch alle einzelspuren zur Verfügung habt...

    Habt Ihr denn schon irgendwas an z.B. Equalizern etc. auf die Spuren angewendet oder einfach nur die Lautstärkenverhältnisse per Kanalfader angepasst?


    Da kann ich dir nicht so hundertprozentig zustimmen. Sicherlich, der Aufnahmeraum spielt immer in den späteren Sound der Aufnahme mit hinein, aber ich finde, dass man durch "unsachgemässes" Dämpfen des Raumes eher mehr kaputt machen kann... Kann aber auch bis jetzt nur meine persönliche (schlechte) Erfahrung sein.

    Ich hab schon in unterschiedlichen Proberäumen Aufnahmen gemacht und finde, dass die nicht "nach Proberaum" klingen...natürlich auch nicht nach High-End-Studio, aber doch sehr brauchbar...
     
  10. Navar

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    Erstellt: 14.08.08   #10
    Ich kann auch dem "das liegt nur am Raum" nicht ganz zustimmen. Aber trotzdem wäre es interessant zu wissen wie euer Raum aussieht, ob ihr zum Beispiel nur blanke Wände oder sowas habt. Die Fehler liegen hier eher in der Summe, denn mit dem Equipment sollten weit bessere Aufnahmen möglich sein.

    - hört ihr die Signale ab, oder mikrofoniert ihr drauf los?
    - Ich hab nicht ganz kapiert was ihr mit den Becken gemacht habt, das klingt nicht nach einer Overhead - Mikrofonierung sondern irgendwie merkwürdig. Bei Overhead Mikrofonen empfiehlt es sich erstmal mit der gleichen Höhe zu arbeiten, bis man da ein ordentliches Ergebnis erzielt.

    Aber mal zum Mix. Ihr solltet euch auf jeden Fall in eurem Stadium immer mit Referenzen beschäftigen, also hört euch Musik an, die euch gefällt und analysiert den Mix. (ich würde euch da zum Beispiel die letzte Smashing Pumpkins empfehlen). Und dann fangt im Mix mit den Lautstärkeverhältnissen an, bevor ihr irgendwas verschlimmbessert. Danach irgendwann mit EQs anfangen, dann mit Dynamikbearbeitung und dann mit Räumen und kreativen Elementen. Aber da stimmen alleine schon die Lautstärkeverhältnisse nicht und bevor ihr dafür kein Gefühl habt wird es auch mit irgendwelchen anderen Bearbeitungen nicht besser.

    PS: bei "lights of babylon" ist bei ca. 3 min eine echt fiese Rückkopplung von der Gitarre. Die ist nicht schön, die tut weh, das ist ein NOGO!!!
     
  11. |Benni|

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    Erstellt: 14.08.08   #11
    "das liegt nur am Raum" hab ich nie geschrieben und auch nie gemeint. Ich meinte nur, dass der Raum bereits eine erhebliche Färbung in die Aufnahmen bringt, die man bis zum Schluss hört, und ich zuerst da ansetzen würde zu optimieren, bevor ich hinten Schadensbegrenzung betreibe. Dabei bleib ich auch.
     
  12. gincool

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    Erstellt: 15.08.08   #12
    alle einzelspuren als 320er mp3s und gezippt hochladen dann kann man die sich mal anhören :)
    der fehlende drucke kriegt man mit EQ und bisschen kompression auf jeden fall hin. ich würde das problem auch auf raum + falsches mischen schieben. bei zuviel raumklang is da nicht viel zu retten (deswegen mal einzelspuren hochladen ^^) bei fehlenden EQ settings kann man noch sehr viel machen ^^
     
  13. Hypnoskult

    Hypnoskult Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.09.08   #13
    Tag,

    schwammig finde ich die Aufnahmen nun wirklich nicht, sie klingen ein wenig wie eine Live-Aufnahme und das passt zur Musik. Denn mal ehrlich, Stoner Rock mit kristallklarem Sound wäre auch nicht so der Knaller. Macht einfach mal weiter, bisher klingt es wirklich vielversprechend.
     
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