Höfner 174V mit Mängeln an der Elektronik

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tauber Franke
Mir wurde ein „Dachbodenfund“ angeboten und ich bin auch interessiert. Allerdings ergab ein erster Test, dass nicht nur der Vibratohebel abgebrochen, sondern auch die Funktion der PUs beeinträchtigt ist. Zunächst kam nix vom Bridge-PU und nach etwas Hin- und Herschalten, kam auch vom Hals-PU nix mehr. Dazwischen konnte ich feststellen, dass die Potis höllisch kratzen, ob sie aber ansonsten richtig funktionieren konnte ich in der kurzen Zeit bis zum Totalausfall nicht wirklich klären. Ich hatte zunächst den Eindruck, es wäre so. Nach Abschrauben der Abdeckung und des Schlagbrettes war zu sehen, dass Erdungsdrähte zwischen den Potis und zwischen dem Bridge-PU und dem unteren Bolzen der Bridge verliefen. Letzterer ist durchgerissen und ein weiterer vom oberen zum unteren Volumempoti hat sich am unteren gelöst. Dies könnte die Ursache für den Ausfall erst des einen und dann auch des zweiten PU sein. Irritierend finde ich als Laie, dass zwei zusätzliche Bakelitbauteile nicht wie ich erwarten würde entweder an den Volumen- oder den Tone-Potis verlötet sind. Statt dessen ist eines am oberen Volumen- und das andere am unteren Tone-Poti.
Da ich wenig bis keine Ahnung von Technik habe, bitte ich die Gemeinde um Hilfe. Anbei Bilder der Verkabelung und von Schaltplänen - späterer 174 („meine“ ist wohl die Erstauflage von 1969/70) aus dem Internet.
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Irritierend finde ich als Laie, dass zwei zusätzliche Bakelitbauteile nicht wie ich erwarten würde entweder an den Volumen- oder den Tone-Potis verlötet sind. Statt dessen ist eines am oberen Volumen- und das andere am unteren Tone-Poti.

Bin mir gerade nicht sicher, aber könntest Du mal versuchen diese Bakelit-Teile zu trennen. Ich meine dass es Steckverbinder sind.

Dann würde ich zunächst wenn aufgetrennt mal den Widerstand der Tonabnehmer überprüfen (dazu reicht das billigste Multimeter), um auszuschließen dass ein Defekt vorliegt.

Den Toggleswitch kannst Du mit feinem Nassschleifpapier (P 600) reinigen indem Du dieses gefaltet zwischen den Kontakten des Schalters hin und her ziehst.

Stell doch bitte von dem Schalter auch noch mal ein Foto ein so dass die ganze Schaltung zu sehen ist.

Schöne Gitarre!
 
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Wow das ist voll Antik.
Ja, Steckverbinder.
Vermutlich das ältere Modell
 
Zuletzt bearbeitet:
@roamingBuffalo Ich finde es super, dass Du die Bilder mit der Elektronik des Dachbodenfund hier teilst. Auf den neuen Fotos kann man auch viel mehr erkennen.
Die gerissene Erdung ist aber nicht der Grund, warum der Bridge PU nicht funktioniert. Das Phase-Kabel vom Volumen Pot geht sowohl zum Tone Pot als auch zum Steckverbinder Richtung Bridge PU. Die Masse-Verbindung läuft über das Gehäuse von Tone Pot (das rote Kabel, das von der Anschlussbuchse kommt). Die Pots werden mit Hartpapier verschlossen. Dazu wurden an allen vier Ecken Hohlnieten verwendet, die auch als Löt-Öse für die Erdung verwendet wurden.
Die Masse-Verbindung von der Anschlussbuchse wird am Tone Pot an der gegenüber liegenden Ecke weiter auf die Steckverbindung Richtung Bridge PU geleitet. Optisch sehen die Verbindungen intakt aus - da schafft nur das Nachmessen mit einem Multimeter Klarheit.
Natürlich kann der Bridge PU auch tot sein, vermutlich ist es aber nur das korrodierte Toggle Switch.
 
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  • #5
Was lange währt is auchma irgendwann gut☝️😆
Ich hab mir also einen guten Freund mit Lötkolben und Messgerät kommen lassen (nachdem er endlich ausm Urlaub zurück war) und siehe, wir hamm Alles wieder zum Laufen gebracht. Die Potis kratzen immer noch und trotz aller Versuche bleibt es vorerst dabei, dass der Dreiwegschalter genau andersrum wirkt, aber die Pickups (Höfner 513) funzen - klingen eher nach Beat als nach Rock, aber ok - und letztlich mussten wir nur ein paar Stellen nachlöten und die Erdung wieder herstellen und ach ja, die Bakelitteile sind tatsächlich Steckverbindungen für die Pickups😳
Leider gips den Jammerhaken nicht als Ersatzteil🤷🏻‍♂️
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Potis kann man bei Bedarf ja tauschen. Aber cool, dass es grundsätzlich geklappt hat, das Teil wieder zum Leben zu erwecken.

Und den Switch kann man ggf. (wenn die Kabel lang genug sind) ja auch um 180 Grad gedreht einbauen und dann passt es wieder mit der gewohnten Schsltrichtung 😉
 
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