Höherwertiges Audio-Interface sinnvoll?

Jan S.
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Zu dem o.a. Thema wäre ich dankbar für Tipps und Hinweise. :) Der Sachverhalt ist schnell erläutert:

(i) Derzeit verwende ich ein M-Audio Air 192/6 USB Audio Interface an einem Mac Studio mit Logic Pro.
(ii) Der Anwendungszweck des Audio Interfaces beschränkt sich auf die Verbindung von Kopfhörer (beyerdynamic) und Lautsprechern (Adam Audio) mit dem Mac.

Wichtig ist mir:
- Bestmöglicher Klang an Kopfhörer und Lautsprechern; kein akustischer Qualitätsverlust durch das Audio Interface;
- Möglichst geringe Latenz;
- Einwandfreies Funktionieren mit Apple und Logic Pro;
- Tischgerät (kein Rack vorhanden).

Unwichtig sind:
- Software und sonstige Beifügungen zum Audio Interface;
- Verwendung des Audio Interfaces zum Anschluss externer Eingabe- bzw. Aufnahmequellen (Micros etc.).

Frage: Würde sich unter diesen Prämissen ein höherwertigeres - falls ja: welches? - Audio Interface lohnen, oder erfüllt das o.a. Gerät von M-Audio meine Anforderungen bereits perfekt?
 
Ich behaupte einfach mal, besser geht immer, da stellt sich direct die Frage nach dem Budget? Du kannst ohne Probleme mehrere Tausend Euro für einen D/A-Wandler ausgeben plus Unsummen für einen High End Kopfhörer-Verstärker... Da ist dann "Audio-Interface" nicht mehr die richtige Kategorie...

Nur mal als Beispiel:
 
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Wenn eine Budget-Angabe erforderlich ist, dann setze ich das Budget hiermit mal auf max. 2.000,- Euro.

Wichtig wäre aber jedenfalls, dass das teurere Audio Interface - in dieser Kategorie sollten wir ruhig bleiben - hinsichtlich der o.a. Aufgabenstellung dann auch eine entsprechende Verbesserung bringt. Einen Automatismus in Richtung „teuer ist besser“ wird es im Sinne meines Anforderungsprofils wahrscheinlich nicht geben. ;)
 
Ist schon lange her, dass ich ein M-Audio hatte.

Haben dann jahrelang den Audient ID14 MK2 genutzt welches ich schon sehr gut empfand und eine Steigerung zum M-Audio darstellte.

Danach habe ich einen Arturia Audiofuse Studio getestet und da ging bei der Wiedergabe und am Kopfhörer nochmal richtig die Sonne auf, auch im Vergleich zum Audient. Die Preamps des Audients finde ich nach wie vor sehr gut.

Den Arturia habe ich zurückgeschickt, weil bei einem Mac-OS upgrade die Studio-Software von Arturia Fehlermeldungen ausgab. Arturia kann dir heute noch nicht genau sagen, welche ihrer Interfaces weitere Upgrades bekommen. Das war mir zu riskant für ein Gerät um die 800,- € und hat mir schmerzlich gezeigt, dass ein Interface nur so gut wie seine Software ist.

So bin ich letztendlich zu meinem RME Babyface gekommen und bin begeistert. Du bekommst hier für unter 800,- € ein Gerät auf dem Tisch, welches sehr handschmeichlerisch ist in der Bedienung, gebaut wie ein kleiner Panzer und Top Wandlung und Signal an gute Monitore und Lautsprecher bringt. Latenz ist auch top.

Erfüllt all deine Anforderungen am besten und du bist bei RME sicher, dass dein Gerät auch noch nach Jahrzehnten in Sachen Treiber und Software gepflegt wird.

Ich würde für deine Anforderungen auch nicht auf das Modell drüber gehen, weil sich das Babyface einfach auf dem Tisch geil bedienen lässt.

Natürlich solltest du, um wirklich die Unterschiede zu hören, auch entsprechend gute Kopfhörer und Monitore haben. Ich habe die Verbesserung auf meinem Sennheiser HD600 gehört aber ebenso mit meinem Beyerdynamic DT 770 Pro der mir erst ab da so richtig gefiel (am Audient weniger). Auch die Neumann KH80 klingen irgendwie räumlicher und detaillierter (wobei es hier auch sehr auf dem Raum ankommt).
 
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Sehr interessante Schilderungen und Vorschäge, @HD600 - vielen Dank! :)

Das Arturia ist mindestens optisch beeindruckend, aber deine Einwände zur Software sind valide (zumal ich mit Arturia an anderer Stelle ähnliche Probleme hatte). Die Empfehlung RME - aktuell scheint das Babyface Pro RS zu sein - ist interessant. Leider sind für mein Setup auf dem Tisch die seitlichen Anschlüsse genau falsch herum (ich bräuchte den Kopfhöreranschluss links und USB rechts). Aber das mag verschmerzbar sein.

Ich sammle mal noch weitere Antworten, aber der Thread hat sich bereits gelohnt. :)
 
Ich habe auch den aktuellen RME, der hätte von unten auch eine Aufnahme für eine Stativschraube, d.h. du könntest ihn auch anders bzw. freier platzieren. Bei mir steht er links von der Tastatur weil rechts das Trackpad steht. USB-C und Monitore sind immer angeschlossen, der Rest nach Bedarf.

Der Arturia klingt richtig geil und er hat eine sehr direkt Bedienung am Gerät aber wie gesagt, ich trau den Jungs nicht in Sachen Software. Der RME kann auch Class Compliant aber besser ist es mit Treiber und Totalmix Software.

Nimmst du nichts auf?
 
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Der Schreibtisch ist bei mir nur 106 cm breit, passt trotzdem gut.

Ansonsten mal den RME UCXII anschauen, da gibt es dann auch eine Fernbedienung die dem Babyface ähnelt.

IMG_5900.jpeg

Könnte aber sein, dass du gegenüber deinem Interface bereits mit einem Motu M2 eine Verbesserung hören könntest (habe ich leider selber noch nicht getestet). Ansonsten fällt mir noch UA ein aber ich mag deren Softwarepolitik nicht. Vielleicht auch noch mal so einen kleineren SSL testen.

Aber RME (und UA Apollo....) setzten sich da bestimmt nochmal ab).
 
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Der RME kann auch Class Compliant
Würde ich nicht nutzen wollen. Mein FireFace UCX-II kommt nächste Woche in den Flohmarkt, weil Class Compliant zwar geht, aber ohne TotalMix ist das schwer nutzbar (ich bin 100% auf Linux inzwischen). Klanglich ist RME aber schon richtig gut.
 
Na ja aber der TE hat ja nix dran, was willst du da in TotalMix Routen? Nicht falsch verstehen, mit Treiber im normalen Modus ist sicherlich besser (auch von der Latenz) und flexibler, dennoch ist Class Compliant nicht schlecht um das Ding auch mal mit iPad zu verwenden.

UCXII ist aber auch geil... schon wegen der Aufnahmefunktion.
 
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dennoch ist Class Compliant nicht schlecht um das Ding auch mal mit iPad zu verwenden.
ja sicher. Genau dafür hat RME meines Wissens nach ja auch den CC-Modus implementiert, wir schweifen aber ab :cool:
 
Nun ja, sagen wir mal so.... wir sprechen auch Randaspekte an, die vielleicht für den TE relevant sein könnten obwohl er es vielleicht noch nicht weiß... :D
 
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Nun ja, sagen wir mal so.... wir sprechen auch Randaspekte an, die vielleicht für den TE relevant sein könnten obwohl er es vielleicht noch nicht weiß... :D
Neinneinneinnein - mehr als den o.a. Anwendungsbereich bekommt ein Audio Interface bei mir erstmal nicht! :D
 
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Kann nur bestätigen, dass RME hochwertig und langlebig ist. Ich betreibe mein UC schon seit 2010 ohne jegliche Störungen oder Probleme.
 
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Aus Interesse: Wofür brauchst du denn die möglichst geringe Latenz?
 
… Wofür brauchst du denn die möglichst geringe Latenz?
Gegenfrage: Braucht jemand in seinem Workflow spürbare Latenzen? ;)

Die Anforderung habe ich benannt, weil die kleinstmögliche Latenz m.E. im gesamten Setup ein wesentlicher Faktor ist.
 
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Gegenfrage: Braucht jemand in seinem Workflow spürbare Latenzen? ;)

Die Anforderung habe ich benannt, weil die kleinstmögliche Latenz m.E. im gesamten Setup ein wesentlicher Faktor ist.
Ich merke die Latenz nur beim Aufnehmen. Da du das nicht vorhast, würde mich interessieren, wo das noch relevant ist.
 
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Ich merke die Latenz nur beim Aufnehmen. Da du das nicht vorhast, würde mich interessieren, wo das noch relevant ist.
Die Antwort von @HD600 finde ich gut passend, weiter würde ich das Thema der Latenz nicht strapazieren wollen. Wenn es für meine Wahl eines hochwertigen Audio Interfaces irrelevant ist, dann soll es mir recht sein.
 

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