Höherwertiges Audio-Interface sinnvoll?

Bei externen Audioquellen (Mikro, Modeler, Synthi,…) spielt die Latenz keine so große Rolle wegen der Möglichkeit von Direkt Monitoring. Bei Plugins und VSTs muss alles grundsätzlich durch die DA-Wandlung.
Allerdings ist Latenz IMO auch nichts, was so „gering wie möglich“ sein muss. Es sollte IMO irgendwo unter 8 ms sein. Das entspricht der „Latenz“, die eine Lautsprecherbox im Abstand von etwas weniger als 3m hat. Das ist IMO „normal“. Latenz von 2 ms ist dann so wie Frequenzgang von unter 20 bis über 20 kHz hinaus. Kann man machen, kostet meist extra, bringt aber nix.
 
Danke. Thema des Thread ist die Suche nach einem hochwertigen Audio Interface für den genannten Einsatzweck. Gerne nehme ich noch weitere Tipps neben dem RME Babyface. :)
 
Mein Senf:

1. DAC = Seit Jahrzenten ausgereift, selbst bei Hifi-enthusiasten sind klangliche Unterschiede umstritten. Lohnt sich IMAO für die Meisten nicht und es gibt heute günstige und trotzdem messtechnisch sehr gute Teile. Ich nutze den hier zum musikhören.

2. Kopfhörerverstärker: Können einen Unterschied machen, das kommt u. A. aber auch auf den Kopfhörer an. Meist sind die Unterschiede vernachlässigbar klein bis unhörbar. Wichtig aber: Geringe Ausgangsimpedanz (höchstens ein Achtel der Impedanz des Kopfhörers, besser nahe 0Ohm) & genügend Leistung (siehe hier). Dürfte sich für Viele nicht so wirklich lohnen, kommt halt drauf an wie anspruchsvoll der Kopfhörer ist und woran man ihn vorher betrieben hat. Müsste man halt mal ausprobieren.

Evtl könnte man sich auch bei DAC/KHV Kombis umschauen -> Beispiel

Latenz versteh ich hier nicht so ganz, wird hier ein Instrument "gespielt" oder in ein Mikro gesprochen wo man eine Verzögerungszeit merken/spüren würde?
 
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Ich finde noch die Apollos von Universal Audio ganz interessant. Aber die sind wohl nicht so wirklich auf Apple zugeschnitten. Also bleibt Stand jetzt das RME Babyface der Favorit. :)

Meinen Kopfhörer - beyerdynamics DT 770 Pro (80 Ohm) - finde ich am M-Audio übrigens recht leise. Ich habe einen DT 700 Pro X (48 Ohm) bestellt - mal schauen. Ein besseres Audio Interface dürfte jedenfalls gerne mehr „Saft“ auf den Kopfhörerausgang liefern.
 
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Also bleibt Stand jetzt das RME Babyface der Favorit. :)
ist imho eine gute und vernünftige Wahl.
Die Kombination KH-Verstärker und der jeweilige Kopfhörer können das Signal allerdings stark beeinflussen. Kann man negativ oder positiv sehen... ;)
Ich hatte das Glück eine perfekt auf meine persönlichen Präferenzen passende Kombination zu finden. Dabei ist das Interface nahezu egal, :eek: was mich durchaus erstaunt. Motu 828, Creamware Scope, Digidesign 888, Audient ID22, iConnectAudio4+ „profitieren“ alle relativ gleichmässig von einer Art signature-sound des KH Verstärkers.

Müsste ich Mixe als Dienstleister anbieten, würde ich das ID22 nutzen, das ist detaillierter und eine Idee analytischer ausgelegt - aber stattdessen geniesse ich den Sound. :cool:
Nur am Rande: als KH Verstärker tut es ein V357 mit entfernter Impedanzwandel-Stufe, 2 Haufe Ausgangsübertrager, ideal für die ca 150 Ohm des AKG K601, das Teil ist extrem impedanzabhängig, 32 Ohm sind definitiv nogo.
Ist in erster Linie als (Fall) Beispiel gedacht, als Kauf Tipp völlig unpassend.
 
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RME passt auf jeden Fall von der Qualität und den gewünschten Funktionen. Wenn es um die bestmögliche DA Wandlung geht würde ich noch dieses Gerät miteinbeziehen:

ADI-2 DAC FS​


Optimierte DA Wandlung und noch ein edler EQ für Boxen- und Raumanpassung. Spectrum Analyzer direkt am Gerät, sehr fein um bei Softwareklangerzeugern das Klangspektrum schnell einzuschätzen (extreme Bässe, Klangspitzen, ...)

Und wie gefordert, Null Eingänge in den Computer ;-)
 
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(ii) Der Anwendungszweck des Audio Interfaces beschränkt sich auf die Verbindung von Kopfhörer (beyerdynamic) und Lautsprechern (Adam Audio) mit dem Mac.

Wichtig ist mir:
- Bestmöglicher Klang an Kopfhörer und Lautsprechern; kein akustischer Qualitätsverlust durch das Audio Interface;
- Möglichst geringe Latenz;
- Einwandfreies Funktionieren mit Apple und Logic Pro;
- Tischgerät (kein Rack vorhanden).

Unwichtig sind:
- Software und sonstige Beifügungen zum Audio Interface;
- Verwendung des Audio Interfaces zum Anschluss externer Eingabe- bzw. Aufnahmequellen (Micros etc.).
Das heißt: Pre-Amps sind nicht notwendig (die das Babyface hat) => kosten Geld.
DA-Wandler mit Line Out für Monitore und Phone-Buchse.

=> RME ADI 2/4 pro se

=> RME ADI 2 pro FS R BE

oder etwas günstiger:
=> RME ADI 2 DAC FS

Alle werden per USB an den Rechner angeschlossen, alle haben einen Line out für die Monitore, alle haben 1-2 Phone-Ausgänge und Top-Wandler.

Allerdings glaube ich, dass Deine Kopfhörer eine Nummer zu klein für die Qualität der Wandler sind. Ist ein bisschen so wie bester Verstärker aber nicht die adäquaten Lautsprecher am Verstärker. Es könnte passieren, dass Du vielleicht keinen riesigen Unterschied hörst.
 
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Das oben genannte Gerät hat kraftvolle und sauber klingende Kopfhörerverstärker.
Wenn es noch edler sein soll, dann gibt es noch eine "pro" Variante:

RME ADI-2 Pro FS R Black

Das hat dann möglicherweise noch unnötige Zusatz-Funktionen.

Das Upgrade von M-Audio zu RME sollte deutlich wahrnehmbar sein, wenn nicht, gibt es vielleicht noch anderen Optimierungsbedarf.

edit: ... da war jemand noch etwas schneller :)
 
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Danke euch - ich sehe, ihr seid euch einig. :biggrinB: Und an RME führt kein Weg vorbei.

Auch bei dem Kopfhörer stimme ich euch zu: Ggf. Muss da dann später auch nochmal aufgerüstet werden. Vor allem aber muss meine Musik hinterherkommen. :censored:
 
Da du die Beyerdynamic Kopfhörer hast: Ich persönlich finde den Übergang vom 770 zum 1770 (geschlossen) bzw. 1990 (offen, den habe ich selber. Die neue MK2 Variante kenne ich nicht) sehr gut und eine merkliche Steigerung im Hörempfinden, vor allem im Hören von Details. Ich habe von CD Musiker atmen gehört, was woanders nicht zu hören war, beispielsweise. Wenn du dein Interfaceprojekt abgeschlossen hast und noch Lust auf mehr hast :).
 
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… Ich persönlich finde den Übergang vom 770 zum 1770 (geschlossen) bzw. 1990 (offen, …) sehr gut und eine merkliche Steigerung im Hörempfinden, vor allem im Hören von Details. …
Danke, das ist hilfreich. (y) In der Tat hatte ich auch schon an die beiden o.a. Modelle gedacht. Vielleicht war ich mit dem 770 Pro zu geizig. Wichtig ist für mich, dass der Kopfhörer neutral und detailliert ist, weil ich ihn für den gesamten Workflow von der Aufnahme über das Mixing bis hin zum Mastering maßgeblich verwende. Mit dem bisher verwendeten 770 Pro stelle ich fest, dass die Musikstücke nach dem Mastering eine Nuance zu wenig Höhen und Bass haben - vermutlich deshalb, weil genau diese Bereiche durch den 770 Pro (leicht) betont werden.

Falls ein 1770 oder 1990 alles in allem hörbar besser sein sollte als der nun bestellte 700 Pro X, dann habe ich wohl am falschen Ende gespart.
 
Den 700 Pro X kenne ich nicht, das können vielleicht andere besser beurteilen.
 
Jetzt kommt noch eine Nachtragsfrage zum RME Babyface:

Meine aktuellen Lautsprecherboxen (ADAM Audio T5V) sind an das M-Audio auf dessen Seite mit Klinke angeschlossen. In den Lautsprecher geht XLR. Das RME Babyface möchte aber gerne auch auf dessen Seite XLR haben, weshalb ich dann neue Kabel brauche.

Ist so eines das richtige Kabel (unabhängig davon, dass es unangenehm lang ist)?


IMG_9301.jpeg
 
@ Jan S.,

die Apollo Interfaces von UAD sind für den Mac perfekt geeignet, ich verwende ein Apollo TwinX. Wenn man will, kann man den optischen Eingang für die Erweiterung von Anschlüssen nutzen und
die UAD Plugins werden im Apollo berechnet (!), wenn man sich darauf festlegt. Für mich bei großen "Verbrauchern" sinnvoll, trotz des Mac Studio.

Den Kopfhörerausgang nutze ich nicht, weil ich einen SPL Phonitor besitze.

Für die Beyerdynamic gibt es übrigens ein kostenloses Plugin, dass Dir Crossfeed usw. für KH bietet.

VG

Ray
 
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Jetzt hast mich erwischt.... :D

Ich verwende kein "Lautsprecherkabel" sondern ein normales XLR:

Gibt es auch mit 1,5 m:

Ich höre zu anderen Kabeln hier kein Unterschied, außerdem wird ja hier ein Line-Signal von Interface zu Aktiv-Lautsprecher weitergereicht, deshalb bin ich auch nie auf die Idee gekommen, hierfür nach speziellen"Lautsprecherkabeln" zu suchen. Speziell für Lautsprecher suche ich nur wenn ich zwischen Verstärker und Speaker ein Kabel ziehen muss.
Vielleicht war ich mit dem 770 Pro zu geizig.
Keine Ahnung aber ich mag ihn seit ich ihn an dem Arturia- und dann RME-Interface betreibe. Allerdings habe ich mir diesen geschlossenen Kopfhörer nur angeschafft, um mein Gesang (oder Akustikgitarre) aufzunehmen, ohne dass der Backing Track in das Mikrofon einstreut. Und nur für das verwende ich ihn.

Für Mixing oder VST-Instrumente über Tastatur nehme ich lieber meine Monitore oder meinen offenen Sennheiser HD600. Ich überlege derzeit allerdings, ob ich mir hierfür nicht einen zweiten Kopfhörer anschaffe. Ich habe schon Digitalpiano-Profis gehört die über den Apple Air Pod Max (natürlich nur über USB-C Kabel zu Audio Adapter) schwärmen, zumindest wenn es um das räumliche Abbild von Klavierklang geht. Sowas inspirierendes kann man beim Musikerstellen immer gebrauchen, auch wenn nicht immer linear. Für letzteres ist eher der HD600 meine Vergleichsgröße.
Ggf. Muss da dann später auch nochmal aufgerüstet werden.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass du nicht mit dem Kopfhörerverstärker des RME Babyface zufrieden bist.
 
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Gut dass du nachfragst, nein das verlinkte Kabel ist falsch, das ist ein Lautsprecherkabel zur Leistungsübertragung.
Du brauchst ein Mirofonkabel zur symmetrischen Signalübertragung, gibt es in beliebigen Längen, Empfehlung von Sommer Cable oder Cordial.
 
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Übrigens, um es hier nicht zu verschweigen: Das einzige was mich stört beim RME ist, dass er kein An-/Ausschalter hat. Klar kann man immer mitlaufen lassen oder eben abstöpseln, aber mit Schalter wäre es schöner. In Summe ist das aber zu verkraften.
 
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… die Apollo Interfaces von UAD sind für den Mac perfekt geeignet, ich verwende ein Apollo TwinX. …
Interessant, danke dir. Damit müsste ich ja jetzt fast noch nach vergleichenden Erfahrungen mit einem Apollo Interface (insb. Apollo Solo) und dem RME Babyface fragen - insbesondere hinsichtlich der akustischen Qualitäten.

Vorteil eines Apollo wäre für mich, dass die Anschlüsse überwiegend vorne und hinten sind. Die seitlichen Anschlüsse sind das einzige, was mich bei dem RME noch abhält.

Jetzt hast mich erwischt.... :D

Ich verwende kein "Lautsprecherkabel" sondern ein normales XLR:

Gibt es auch mit 1,5 m:

Ich höre zu anderen Kabeln hier kein Unterschied ..
Super, danke. Das Kabel hatte ich auch schon gesehen, nur mich nicht getraut, das hier zu bringen. :censored: Aber dann ist es ja genau richtig.

Übrigens, um es hier nicht zu verschweigen: Das einzige was mich stört beim RME ist, dass er kein An-/Ausschalter hat. Klar kann man immer mitlaufen lassen …
Für mich ist das in Ordnung, weil ich für die Musik einen eigenen Mac habe. Insofern ist das Audio Interface ohnehin immer an, wenn der Mac läuft.

Ganz allgemein: Danke an alle für den reichlichen und wirklich hilfreichen Input! :)
 
(insb. Apollo Solo) und dem RME Babyface
Mit einem Vergleich kann ich leider nicht dienen. Apollo klingt schon gut, mir eine Spur mehr "produziert". Das ist aber sehr sehr subjektiv. UA stellt auch höhere Ansprüche an die Mac-Hardware, bei Neuerungen heisst es oft bei denen "ab Mac OS soundso...". In dieser Hinsicht ist RME wesentlich unproblematischer und dazu noch stabiler. Ich mag auch nicht in die Softwarewelt von UA eintauchen mit ihrer DSP-Software (und Kosten). Aber wie gesagt, das ist alles sehr subjektiv, vielleicht ist es für dich als VST-Musiker sogar interessanter mit guter Software zu arbeiten.
Die seitlichen Anschlüsse sind das einzige, was mich bei dem RME noch abhält.
Das USB-Kabel links ist gewinkelt, den merkst du kaum. OK, rechts der Kopfhörerstecker würde etwas rausragen, notfalls könntest du einen Winkeladapter verwenden. Ich würde ja deine Bedenken verstehen, wenn du ständig alle Eingänge belegen würdest inclusive Adat und Midi...

Da du ein Budget von max 2.000,- genannt hast, würde ich mir beide kommen lassen und testen. Dann kannst du ziemlich sicher sein, was sich in deinem Umfeld besser macht. Ich kann dir gerade nicht sagen ob der Apollo genug Power an Kopfhörer liefert, wäre z.B. für mich ein KO-Faktor. Du könntest dir damit auch anhören wie sie sich auf deinen Monitoren anhören und wie sie sich bedienen lassen.

Ansonsten auch mal den UCX II in Betracht ziehen, auch wenn für deinen Anwendungsfall überdimensioniert.
 
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Danke dir. (y) Ich tendiere auch nach wie vor stark zum RME. Man liest einfach nur Gutes darüber - hier wie anderswo. Und das rechts herausragende Kopfhörerkabel ist in der Tat aushaltbar. Und ja: Viel Power am Kopfhörerausgang muss unbedingt sein. :)
 

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