Hohner Symphonie 76

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the two
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Hallo,

bin seit kurzem Besitzer einer Hohner Symphonie 76 Orgel.
Eigentlich spiele ich Gitarre im Bereich Blues/Bluesrock und Garage, jedoch möchte ich mich in nächster Zeit auch den Tasten widmen.
Kennt die genannte Orgel jemand, gibt es Erfahrungen dazu? Kann mir jemand sagen, ob ich damit auch Sounds wie z.B. Light my fire (by the Doors) spielen kann?


Danke und schöne Grüße!
 
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Alderaan
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Hmm, Ray Manzarek von den Doors spielte bei dem Lied definitiv keine Hammond, sondern eine Transistor-Orgel. So viel ich weiß eine Vox-Continental. Die hat einen dünneren Klang als eine Hammond, aber gerade das macht den Reiz aus. Und deine Orgel (eigentlich eine Heimorgel) dürfte auch Transistoren haben. Einfach mal ausprobieren ;)
 
McCoy
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Das könnte schwierig werden.

Die Vox Continental (die alte) hat 4+2 Zugriegel:
16', 8', 4' und einen Zugriegel, der zwei "Obertöne" mischt, nämlich Terz und Quinte.
Die anderen beiden sorgen grundlegend jeweils für eine Sinus- und eine Sägezahnwelle.

Man sieht das gut auf diesem Video:



Auf diesem Video sieht man, daß bei Ray Manzarek alle Zugriegel komplett herausgezogen sind:



D.h. er benutzt 16', 8', 4' und die Terz- und Quintobertöne komplett als Sinus- und Sägezahnton gleichzeitig.

Die Hohner Symphonie 76 hat ja, soweit ich das sehe, leider(!) keine Zugriegel, sondern diese unsäglichen Kippschalter:

upload_2019-2-26_1-59-25.png


D.h. ich würde jetzt an Deiner Stelle schauen, ob auf irgendwelchen Kippschaltern 16', 8', 4' und die Terz- und Quintobertöne draufstehen. Letztere werden meisten mit einem Bruch gekennzeichnet: 2 2/3 oder so etwas Ähnliches. Dann würde ich schauen, ob sich das alles sowhl als Sinus, als auch als Rechtecksound realisieren läßt.

Wenn Du dann Glück hast, klingt das entfernt so ähnlich wie bei den Doors. :D

Viele Grüße,
McCoy
 
H
happyfreddy
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Die Mixturfußlage der Vox Continental ist aus den Fußlagen
2 2/3´+ 2´+ 1 3/5´+ 1 zusammengesetzt - in welchem Lautstärke
Verhältnis ist nicht bekannt.
Die Fußlagen Zugriegel alleine für sich dürften eigentlich keinen Ton wiedergeben
wenn keiner der beiden ~ und M Zugriegel (die beiden rechten ) nicht zusätzlich
gezogen ist. Beim Test der Fußlagen im Video sind diese auch beide halb gezogen.

Der Generator der Vox ist ein reiner Rechteckgenerator mit spezieller Ausgangsbeschaltung,
die auf die Schwingungsform einen Einfluß hat. Man machte dies um zB mehr Obertöne zu bekommen
was schon eher in Richtung Sägezahn geht.
Mit dem ~ Regler wird auf jeden Fall ein gesamt Sinusfilter aktiviert um mehr flötenartigen Charakter zu
erhalten.
Der Sound einer VOX Continental erstreckt sich also von Rechteck über Sinus und Sägezahn.
Es ist jedoch weder reiner Rechteck noch sauberer Sinus oder idealer Sägezahn vorhanden.
Das resultiert jedoch aus der eher sparsam gestalteten Auslegung der einzelnen Schaltungen.
Hier macht jedoch eindeutig der Mix daraus den unverwechselbaren Klang dieses Instrumentes aus.

Ob das nun mit einer Hohner Symphonie nachzuvollziehen ist wage ich zu bezweifeln.
Die Flötenregister = Sinus sind nur die weißen Registerschalter und soweit ich in Bildern erkennen
konnte umfaßt dies auch nur die Fußlagen 16 , 8 und 4 Fuß im Obermanual
Im Untermanual ist nur eine einzige Sinusfußlage enthalten sowie zwei im Pedal.
Keine der Sinusfußlagen ist in der Amplitude per Zugriegel regelbar - für mich ein entscheidendes
Manko zumal Zugriegel immer additiv arbeiten.
Die anderen farbigen Schalter dürften Streicher oder Bläserklänge sein.
Somit fehlen hier schonmal die Quint bzw Terzlagen wie in der VOX vertreten in der Mixtur.
Dies allein bringt schon die gewünschte " Würze " in einem Sound.
Somit wird die Hohner eher brav klingen statt frech - eben eine biedere Heimorgel für den
kleinen Geldbeutel zu der Zeit

Zum Erlernen = Spieltechnik eines Tasteninstrumentes jedoch völlig ausreichend.
 
the two
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Hallo,

vielen Dank für die Infos!


Schöne Grüße
 

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