Humbucker durch 'Umpolung' Out Of Phase

von JPage, 03.07.06.

  1. JPage

    JPage Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.07.06   #1
    Hallo ihr Technikexperten!
    Ich habe in der aktuellen Ausgabe, bedingt durch mein Interesse an der Out Of Phase-Schaltung, einen Leserbrief und die zugehörige Antwort gelesen.
    Da erklärt Udo Pipper einem Leser die Schaltung der Peter Green (jetzt Ex-Gary Moore)-Les Paul. Diese hat im Hals-Humbucker den Magneten umgedreht -
    Womit wir bei meinem kleinen Problemchen wären: Wie ist ein Magnet in einem Humbucker gepolt?
    Logisch gedacht wären doch die langen Seiten die Pole, damit die Spulen gegenläufig gepolt sind - wo ich mir aber absolut nicht sicher bin, da ja Stabmagnete zum Beispiel an den kurzen Seiten die Pole haben.
    Wie also muss man den Magneten umdrehen?

    Vielen Dank im Voraus!

    MfG
     
  2. Ray

    Ray Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 03.07.06   #2
    Nordsüd oder Südnord. Die Hersteller machen das unterschiedlich. Manchmal variiert es sogar beim selben Hersteller.

    Beim Humbucker ist aber erst mal nur wichtig, dass beide Spulen gegenpolig sind. Also einmal nordsüd, einmal südnord. Welche welche ist, ist egal.

    Wenn du nun out of phase durch Umpolung machen willst, müsstest du bei PUs mit Einzelmagneten eine Reihe umstecken. Mit Screwpoles geht das schon mal nicht, und mit Flatpoles auch nur, wenn die sich locker rausnehmen lassen.

    Bei PUs mit Barrenmagnet unten druntern müsste man den Barren eben anders anordnen.

    Sowas macht aber keiner bewusst (bei Peter Green wars ja ein Fehler).

    Wer bewusst out of phase will, polt nicht die Magneten um, sondern vertauscht die Drähte. Damit dreht sich die Wicklungsrichtung der Spule, das Ergebnis fürs Signal ist das gleiche.

    Unterscheiden muss man dann nur noch, ob man den HB mit sich selbst oop schaltet, also die beiden Spulen zueinander, oder den ganzen HB zu einem anderen HB oop schaltet. Bei ersterem vertauscht man Ein- und Ausgang EINER der beiden HB-Spulen, bei letzterem vertauscht man Eingang der ersten Spule mit Ausgang der zweiten.
     
  3. JPage

    JPage Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.07.06   #3
    Gut, das bringt mich schonmal weiter, auch wenn wir das teilweise schonmal in dem anderen Thread hatten.
    Ich hab vor, dass die beiden HBs in der Mittelstellung OoP geschaltet sind, eben genau wie bei der Green-Les Paul. Klanglich bringt mir die Mittelstellung eh nicht viel, da ich den Frequenzbereich, wenn ich das mal so nennen darf, auch durch zurückdrehen des Tone-Potis vom Bridge-HB erreiche.

    Jetzt ist aber meine grundlegende Frage noch nicht beantwortet: Wo am Magnet sind denn die Pole? :D

    MfG
     
  4. schmoemi®

    schmoemi® Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.07.06   #4
    "Wer überall seinen Senf dazugibt, ist selbst ein Würstchen..." ich weiss.. aber ich wollt einfach auch noch was dazu gesagt haben:
    Wenn du den HB mit sich selbst oop schaltest, handelst du dir den Nachteil ein, dass du nicht nur das eigentliche Tonsignal abschwächst, sondern auch im Gegenzug die Störungen verstärkst, sprich, es wird dann ordentlich brummen.
     
  5. JPage

    JPage Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.07.06   #5
    Ich weiß - Aber das hab ich ja auch nicht vor... :rolleyes:
     
  6. Ray

    Ray Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 03.07.06   #6
    Dann vertauschst du einfach Eingang 1 mit Ausgang 2 eines der beiden HBs. Welcher, ist egal, alleine sind die dann ja immer in phase. Bei Duncan wäre es schwarz und grün, was du dann vertauschst.

    Bei 2-adrigen (Metallgeflecht aussen rum und Inneleiter) müsstest du Innenleiter und Metallgeflecht tauschen. Hat allerdings den Nachteil, dass dann die Abschirmung weg ist bzw. am heissen leiter und (bei HBs mit Kappe) sogar auf der Kappe hängt. Hier sollte man den PU aufmachen und Abschirmung und kalten Leiter trennen. Minimum ist, dass man die Kappen-Abschirmung sperat legt. Aber man sollte auch Innenleiter und Geflecht getrennt führen.

    ??

    Ein Magnet hat nen Südpol und nen Nordpol. Mehr ist da nicht. Der ganze Magnet (oder zumindest jeweils die Hälfte) ist der Pol. Pol sind ja nicht nur die obersten 5 Mikrometer Fläche des Magneten. :)

    Glaub ich zumindest...:o

    Einen Pol zu lokalisieren und zu isolieren geht jedenfalls nicht. Schnippelst du am Magneten was ab, haste zwei Magneten. Wieder mit Süd- und Nordpol.

    PS an die Experten: was ist genau in der Mitte eines Magneten?
     
  7. JPage

    JPage Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.07.06   #7
    Nein, so meine ich das nicht. Ein einfacher Stabmagnet hat an jedem Ende einen Pol. Welcher wo ist, ist mir mal egal. Ein Hufeisenmagnet ebenfalls an jedem Ende. Aber wo hat der Magnet in einem PU seine Pole? An den Enden wäre eine Möglichkeit, klingt für mich aber unlogisch, weil da die Polepieces ja nicht sind.

    MfG
     
  8. Ray

    Ray Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 03.07.06   #8
    bei Einzelmagneten hast du kleine Magnetstifte. Bei PUs mit Barrenmagnet (wie deinem HB aller Wahrscheinlichkeit nach) hast du einen Querliegenden Barren unten drunter, der seine Magnetpolung auf Weicheisenstifte oder Schrauben überträgt, die dann magentisch sind. Und das Ergebnis ist dann, dass diese Stifte/Schrauben selber magnetisch werden. Und da hast du dann wieder deine Pole oben und unten.

    [​IMG]

    [​IMG]
     
  9. JPage

    JPage Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.07.06   #9
    Jep, das zweite Bild isses.
    Dankeschön!!

    MfG
     
  10. schmoemi®

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    Erstellt: 03.07.06   #10
    Metall... meistens zumindest.. :cool::D
     
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