@ Cörnel: Weiß nicht, ob du es überlesen hast, aber es würde mich wirklich interessieren. Auch, wie du mit einem Schüler verfahren würdest, dessen Mund sich kaum öffnet, wenn es nicht aktiv geschieht. Hättest du da einen nützlichen Tipp?
Ja - habs überlesen! War die Woche über weg. Eine gute Frage! Wirklich eine gute Frage, denn natürlich stimme ich zu, dass der Mund sich schon ein Stückchen öffnen muss. Folgende Sachen würde ich mir überlegen:
- hat der SchĂĽler eine Zahnspange mit Gummis? Dann das Jahr Geduld haben, bis die Spange weg ist.
- hat er Schmerzen beim Mund öffnen?
- Wie sieht es aus, wenn der SchĂĽler in einen Apfel beiĂźt?
- Ist er mit seinem Leben zufrieden? Knirscht er nachts mit den Zähnen? Macht er sich enormen Leistungsdruck? Was für einen Job hat er? Oder macht er gerade Abi?
- Wie ist das Selbstbewusstsein des SchĂĽlers?
- Wie war die Erziehung? Musste er immer gehorchen, still und leise sein?
- Und: Was sagt der Zahnarzt? Liegt irgendwas vor, wie "Kraniomandibuläre Dysfunktion"?
Vielleicht gibt es genau so eine Ursache! An einigen kann ich dann versuchen was zu ändern, wenn es z.B. ums Selbstbewusstsein geht, aber wenn es was medizinisches ist, dann muss der Schüler zum Kieferorthopäden.
Was ich in jedem Fall versuchen würde wäre es, dass er die zwei Haupt-Verschlussmuskeln massiert und ausstreicht, also den Temporalis und Masseter. Was ich nicht machen würde sind Sachen mit Korken. Bell sagte glaube ich passend, dass diese in Weinflaschen, aber nicht in den Mund gehören!
Die Frage die sich hier aber stellt ist: Wie sind Muskeln dehnbar? Spagat kann man auch lernen. Wirt es sich positiv aus? Wisst ihr was... ich mache mal eine Woche einen Korken-Selbstversuch und werde dann ganz neutral hier die Messwerte verkĂĽnden.
Macht jemand mit? Das fände ich mal interessant!
Fragestellung: Sind die Kiefermuskeln so dehnbar, dass dieses eine Auswirkung auf die Ă–ffnung des Kiefers durch Fallenlassen hat?
Versuchsaufbau: Die Probanden dehnen täglich 5 Minuten die Kiefermuskeln Temporalis und Masseter durch leichtes Massieren sowie eine aktive Dehnung durch externe Kräfte (Korken, mit den Fingern leicht ziehen).
Messungen: Vor dem Versuch werden die Öffnungsweiten von Schneidezahn zu Schneidezahn gemessen, für die Zustände "Fallen gelassen", "maximal aktiv geöffnet, ohne den Kiefer auszulenken" und "gegähnt (mit ausgelenktem Kiefer).
Selbe Messungen noch einmal unmittelbar nach der Dehnung am 7. Tag und einmal ohne Dehnung am 9. Tag.
Ergebnisse werden hier gepostet und verglichen / ausgewertet.
Erfahrungen werden diskutiert.
Hier die ersten Messwerte
mein Abstand der Schneidezähne beträgt, wenn ich den Mund natürlich öffne 1,8cm bis 2,6cm. Bei 1,8cm ist fallen gelassen, 2,6cm ist etwas aktiv geöffnet. Danach ist aufgerissen. Aufgerissen heißt für mich, dass der Kiefer sich an der Kuhle vorm Ohr ausklingt, dieses Loch also deutlich größer wird, der Kiefer sich nach vorne schiebt. Gähnen / Aufgerissen liegt dann bei 3,5cm.
P.S.: Eine Sache, mit der ich mich in Zukunft beschäftigen werde ist die Alexandertechnik. Ggf. könnte die auch helfen!