Interface für Dummie

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Ich habe unter "Recording Starter" die Frage schon gestellt, aber da scheint sie nicht wirklich rein zu passen, darum zitiere ich mich mal selbst:
Ich möchte im Prinzip mit möglichst nur einem Teil unterschiedliche Anforderungen erschlagen. Zum Einen möchte ich mich damit zu Hause selbst aufnehmen und dazu Latenz arm ein PA in den Kopfhörer bekommen. Bisher kam das PA oft vom MP3 Player oder iPad, weil's einfach bequem ist. Idealerweise möchte ich den KH Ausgang generell als KH Verstärker für MP3 Zuspieler, PC, Digital Piano verwenden - was eher auf einen Mixer hindeutet.
...
Ich lese seit Tagen alles zum Thema quer und habe trotzdem noch Verständnis Probleme was das generelle Handling dieser Teile angeht. Bei meiner Anfrage "Mixer für's Musikzimmer" wurde mir sofort geraten, lieber gleich ein richtiges "Interface" zu nehmen und mittlerweile verstehe ich auch besser, warum das so empfohlen wird. Allerdings erschließt sich mir nicht, wie ich mit so einem Teil praktisch arbeitet, das ja möglicherweise xx Ein- und Ausgänge hat, Monitor Anschlüsse, Kopfhörer usw also im Grunde alles was auch ein Mixer hat - aber kaum Regler. Wenn ich also zwei Mikros, einen Line-Eingang, ein PA von der CD oder eines vom PC habe muss ich doch irgendwie regeln, welche Teile ich wie laut am Kopfhörer Ausgang bekomme und was davon in der Aufnahme landet und was nicht. Ich muss also einmal das Mikro (mono oder Stereo) an den KH bekommen, einmal den Line ohne Mikro, einmal beides zusammen und dann noch mit dem PA oder auch nicht. Wenn ich 6 Eingänge habe, das eben 6x.

Mit einem Mixer habe ich zu jedem Eingang Regler und Schalter, die das Signal mal dahin, mal dorthin mal überallhin schalten. Am Interface hab ich einen Input Regler pro Kanal und einen Lautstärkeregler für den KH. Das scheint mir ein wenig wenig.

Muss also jeder Kanal zuerst digitalisiert, über einen Software Mixer miteinander verrechnet und anschließend wieder auf den KH ausgegeben werden? Das scheint mir eine eher unpraktische Lösung zu sein, die mir unangenehme Latenz rein drückt.
Verwendet mann dazu "irgend eine DAW Software" oder was Modell spezifisches?
Oder ist so ein Interface grundsätzlich dafür nicht gedacht, weil das "nur zum Aufnehmen" und offline nachbearbeiten ist?
Oder ist das je Interface anders?

Das Signal digitalisieren können ja wohl alle. Von der Focusrite Seite habe ich die Info, dass man mit einer Software die Signale routen kann und dass man "je nach Modell" eine iPad App zum Steuern von "verschiedenen" Parametern verwenden kann. Genaueres erfährt man nicht. Ist das allgemein so bzw. gibt's geneische Apps die so etwas machen und den fehlenden Hardware Mixer Teil durch Fernsteuerung der internen Parameter erledigen?

Beim Vergleich der unterschiedlichen Modelle findet man seitens der Hersteller auch kaum Informationen über beispielsweise die Leistung des Mic-Preamps. Außer "die sind total super". Beim Lesen der Forums Beiträge kommt dann aber ein "Der PreAmp ist etwas schwach, man muss voll aufdrehen und dann rauscht es". Das ist natürlich vom Mic abhängig, aber eben an jedem Teil anders. Leise Mics wie das mehrfach empfohlene CM3 scheinen deshalb nicht an jedem Interface geeignet. Nur wie kriegt man das raus, ohne alle auszuprobieren?

Eine Tabelle mit "PreAmp Gain 50dB, Rauschen bei 50%, 75%, bei 100% = xx dB" wäre da praktisch. Oder sind die Werte ohnehin bei allen so gut, dass es keine praktische Relevanz hat, so etwas überhaupt anzugeben?

Letztendlich ist ein Argument gegen einen Mischer normalerweise "da kannst Du nur die Stereo Summe aufnehmen". Aber das vielfach stattdessen empfohlene UR22 hat ja auch nur 2 Kanäle, würde bedienungsmäßig gegenüber einem Kleinmixer also eher ein Rückschritt sein.

Ein UR242 hätte also 4 (oder 2x Stereo) die parallel aufgenommen werden können. Aber wie kriege ich die in den Kopfhörer gemischt? Ein UMC404HD hat überhaupt 4 ein und 4 Ausgänge und kostet im Vergleich dazu eine Bagatelle. Ein Scarlet 18i8 hat überhaupt 26 Kanäle die irgendwie zueinander und in den Kopfhörer oder Lautsprecher finden müssen...

Und was machen die, die gerade nicht aufnehmen, sondern am PC einfach nur mal Musik hören wollen? Das soll ja dann auch da raus und nicht wieder über irgend eine Soundkarte die erst wieder an einen Verstärker verkabelt werden muss.

Es ist alles so schwer :-(

Kann mich bitte wer in die richtige Richtung weisen? Ich lese es mir gerne selbst nach, aber ich weiß ja nicht einmal wonach ich überhaupt suchen muss.
 
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Wenn Du Dich noch was mehr anstrengst kann man diesen relativ einfachen Sachverhalt sicher noch komplizierter darstellen....... :evil:

Also halten wir mal fest:

-----
  • Einen PC mit Soundkarte
  • Ein Digital Piano (zwar kein echtes Line-Out, aber KH Ausgang ist auch OK)
  • Ein Zoom H1 das ich als USB Mic, als USB-Interface für ein externes Mic und/oder als ASIO Output Quelle verwenden kann. Möglicherweise auch als Analog Mic, je nach Verkabelung.
  • Ab und an mal den MP3 Player oder Smartphone (Tablet) dran
  • Mein DP hat ein USB MIDI Interface und eventuell möchte ich am PC Software Instrumente einsetzen und dazu mischen.
------

Den PC mit Soundkarte kann man streichen. Das übernimmt das Interface oder gegebenenfalls ein Mischer.
Ein Zoom H1 als Micro ist nicht empfehlenswert. Das lässt sich nicht so ohne weiteres in so ein Setup integrieren. Das ist einfach nur ein ziemlich einfacher portablere Recorder als Micro ungeeignet und als Interface auch nur eine Notlösung.

Zuerst mal zum Mischer. Der ist verglichen mit einem Interface gleicher Qualität ungleich teurer. Da ist mehr Hardware drin und dran und soll das auch noch an den Computer gesendet werden muss ja auch noch für Wandlung gesorgt werden was auch noch mal was kostet. Vorteile hat das im Vergleich zu einer Interface basierenden Lösung keine. Deswegen gehe ich auf eine Mischer Lösung nicht weiter ein.

Bleibt:

2 x Eingang für Piano.
2 x Eingang für MP3 Player
1 x Eingang für Mic.

Mach summa Summarium mindestens 5 Eingänge.

Ausgänge werden gebraucht:

1 x KH Out
1 x Boxen out.

Ergibt mindestens sowas:

https://global.focusrite.com/usb-audio-interfaces/scarlett-18i8

warum nicht das kleinere 6i6? Zwei von den Eingängen sind digital Eingänge. Die kann man in dem Setup nicht brauchen. Bleiben 4, also zuwenig.

Wenn Du alles angeschlossen haben willst und nicht dauernd umstöpseln willst sind mehr Eingänge bestimmt nicht verkehrt.

Das Routing wird in diesem Gerät über einen zum Interface gehörenden Mischer realisiert.

foc control.PNG


kann über PC oder Smartphone bedient werden. Und dieses Interface kann STANDALONE. Ist das Routing eingerichtet, wird das im Interface gespeichert. Den PC kann man dann abstecken und dann bleibt das so und ist auch wieder so wenn man das Interface mal aus- und wieder einschaltet.

Latenz in diesem Fall nur die Zeit für Wandlung hin und wieder her. Irgendwas um 1 ms plus minus. In eine DAW muss das nicht. Da geht es parallel hin und da kann dann gegebenenfalls jederzeit aufgenommen werden.

Midi kann es auch, also virtuelle VSTi gehen auch.

Ziel erreicht mit relativ wenig Kohle.

Mehr zu Einzelheiten und Alternativen und Details gegebenenfalls wenn Du mal angesagt hast was Du maximal gewillt bist auszugeben.......
 
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Seh gerade da war noch jemand schneller als ich, könnte also sein das sich die beiden Posts evtl in manchen Dingen überschneiden :gruebel:

Ich erklär dir am besten mal was ein Interface grundlegend macht:

als Erstes werden leise Signale falls nötig mit dem Preamp auf Line Level verstärkt

als Nächstes kommen sie an einen AD Wandler - werden also digitalisiert und an den PC übertragen

Am PC können sie nun mittels Software bearbeitet, gemischt oder Ähnliches werden, Die Pegel, Panning etc. werden auch alle in der Software eingestellt - Also wird die eigentliche Funktion des Mischpults durch die Software erledigt

Nun wird das gemischte/bearbeitete Signal an die DA - Wandler des Interface werden also wieder in analoge Signale umgewandelt

Die nun wieder analogen Signale werden an den Ausgängen ausgegeben, an welchen Ausgängen ausgegeben wird, wird in der Software eingestellt


Das was du bei Focusrite erwähnt hast ist, dass bei der Clarett Serie (und vielleicht auch bei anderen von Focusrite, habe aber nur mit der Clarett Serie Erfahrungen) die analogen Signale an den Eingängen direkt an einen Ausgang weitergeleitet werden können, also ohne AD und dann wieder DA gewandelt werden - dann liegen aber die rohen unbearbeiteten Signale an den Ausgängen allerdings latenzfrei (ohne Verzögerung durch Wandlungen und Bearbeitung am PC), dabei wird dann über eine eigene Steuersoftware von Focusrite 'gemischt'



Ein Gerät das mehrere Funktionen abdeckt und wie ich denke ziemlich gut passen könnte für die Anwendung die du beschreibst, ist das Zoom R24 oder das R16 (bzw evtl auch das R8)
Diese können Standalone als Recorder verwendet werden (bei dieser Verwendung wird also verstärkt, bearbeitet und gemischt mit dem Gerät und auf einer SD-Karte gespeichert, die Signale werden aber trotzdem AD und DA gewandelt, da auch hier die Bearbeitung digital erfolgt) oder man verwendet es in Kombination mit einem PC als Interface, dabei dient es gleichzeitig als DAW-Controller und man kann wie von einem Mischpult gewohnt die Fader dazu benutzen den Mixer der DAW-Software zu steuern - man muss also nicht alles mit der Maus einstellen

Ich denke diese sind gerade für Einsteiger 'logischer' zu bedienen als ein gewöhnliches Interface, außerdem deckt es mehrere Funktionen ab.

Ich habe lange ein R24 benutzt, erst als Interface und DAW Controller, dann habe ich mir mal ein besseres Interface besorgt und das R24 aber weiterhin als Controller verwendet, mittlerweile habe ich auch einen anderen Controller und das R24 verkauft, hatte es aber 4 Jahre lang in Verwendung und muss sagen: Es ist vielleicht nicht das beste Interface, auch nicht der beste Controller und vielleicht auch nicht der beste Standalone Recorder aber man bekommt 3 Geräte in einem und ich denke nicht, dass man um den selben Preis in der selben Qualität Interface und Controller extra kaufen kann und gerade deswegen ist es meiner Meinung nach ideal zum Anfangen
 
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Das was du bei Focusrite erwähnt hast ist, dass bei der Clarett Serie (und vielleicht auch bei anderen von Focusrite, habe aber nur mit der Clarett Serie Erfahrungen) die analogen Signale an den Eingängen direkt an einen Ausgang weitergeleitet werden können, also ohne AD und dann wieder DA gewandelt werden

Ne. Die werden zuerst gewandelt und dann mit dem Interface Mischer verteilt. Und dann geht es wieder raus. Ansonsten müsste da ja ein umfangreiches VCA Fader System im Interface existieren und das ist ganz bestimmt nicht so........
 
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Ne. Die werden zuerst gewandelt und dann mit dem Interface Mischer verteilt. Und dann geht es wieder raus. Ansonsten müsste da ja ein umfangreiches VCA Fader System im Interface existieren und das ist ganz bestimmt nicht so........

Okay dann hatte ich da wohl was falsch in Erinnerung, danke dir fürs Korigieren! :great:
 
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Ah danke für die Erklärung.

Dann kann ich also davon ausgehen, dass jeder Regler der mir am Interface gegenüber dem Mischer fehlt über die dazu passende (oder generische) Software nachgebildet wird. Die Signal Durchlaufzeiten kann ich in der Praxis vergessen. Das hört sich nicht an wie das Echo bei einem Übersee Telefonat.

Wenn ich also gerade nicht aufnehme, starte ich mir den Software-Mischer, klicke das PA vom MP3 Player auf den Kopfhörer und den Eingang vom Piano auf den Lautsprecher und los geht's. Oder ich spiele am PC irgend eine Konserve ab und leite das zusammen mit dem Mikrofon in variablen Anteilen auf den Kopfhörer und das Mikro nur auf den Lautsprecher oder auch anders herum, wenn's grade lustig ist.

Und das geht denn grundsätzlich mit jedem Interface so? Da muss man also nicht mir unerwarteten Überraschungen rechnen, weil das die Art ist wie diese Dinge bedient werden? Deshalb wird das auch nirgendwo erklärt, weil es selbstverständlich ist.

In dem Fall ist ein Interface sinnvoll wenn man ohnehin einen PC dran hängen hat.

Das UMC404HD oder das 6i6 geht nur deshalb nicht, weil es nur vier analoge Eingänge hat, ich also nur zwei Stereo Quellen anschließen kann ansonsten wäre das auch OK. Könnte ich mich also vom MP3 Player verabschieden und das PA nur per PC einspielen, ginge das gleiche mit 4 analogen Kanälen also deutlich günstiger. Bei knapp 300€ Differenz komme ich da schon ins Grübeln. Da geht sich schon ein Paar CM3 + Kabel aus.
 
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ich also nur zwei Stereo Quellen anschließen kann ansonsten wäre das auch OK.
Ich habe jetzt vielleich nicht alles mitbekommen, weil ich ein paar Posts nur quer gelesen habe. Falls mir was entgangen ist: Entschuldigung!

Ich denke, dass vier reichen - vorausgesetzt, Du entscheidest Dich dafür, nicht alles gleichzeitig zu machen (konkret wohl: die Aufnahmen von Piano und Stimme zeitlich zu trennen). Ob die Möglichkeit ausgeschlossen wurde, ist mir momentan nicht klar.
 
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Ich denke, dass vier reichen - vorausgesetzt, Du entscheidest Dich dafür, nicht alles gleichzeitig zu machen (konkret wohl: die Aufnahmen von Piano und Stimme zeitlich zu trennen).
Daheim bin ich alleine. Ich kann nicht Piano spielen und Singen gleichzeitig. Ich kann übehaupt nicht singen und Piano Spielen eigentlich auch (noch) nicht. Die Idee war, dass ich als fauler Sack gerne meinen KH und Lautsprecher am "Master Anschluss" permanent hängen habe und dann je nach Bedarf die verschiedenen Audio Quellen auf Knopfdruck (oder Mausklick) da drauf lege, ohne dass ich jedes mal umbauen muss. Deshalb die "Mixer" Idee. Aufnehmen kommt glegentlich mit dem Saxophon dran. Ob Mono oder Stereo zeigt sich noch. Bisher mit dem Zoom H1, das ist zwangsweise Stereo.

Ich kann sicher damit leben, wenn die Mikros nicht permanent dran hängen. Ein paar Steckzyklen werden die Anschlüsse schon aushalten.
Auf keinen Fall sind Mikro und Piano gleichzeitig in Betrieb.
Das AnyTune am iPad ist aber schon ein Knaller beim Üben, da verzichte ich nicht gern drauf. Das müsste ich dann beim Üben anstelle der Mikros und beim Aufnehmen anstelle des Pianos umstöpseln.

Das Teil soll im zweiten Leben ein Stereo Paar für die Konzert Aufnahme bedienen.
 
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Was ist das?

Bei knapp 300€ Differenz komme ich da schon ins Grübeln

Wie kommst Du da auf 300 Euro Differenz? Behringer als günstigstes knapp 100, Focusrite 18i6 um die 250.

Und das geht denn grundsätzlich mit jedem Interface so?

Nein. Das braucht einen Software Mischer der direkt auf das Interface zugreift. Das Behringer hat das nicht. Da muss man das über das Direkt Monitoring realisieren. Also Mix Regler auf IN, dann werden die Eingänge auf den Ausgang durchgeschleift. Nachteil, das Mischungsverhältnis muss über die Gain Regler eingestellt werden. Also erst mal lauteste Signalquelle einstellen, dann Kopfhörer oder Monitor Ausgang einstellen, dann die anderen Quellen dazumischen. Gegebenenfalls nachregeln. Und wenn dann Kinder, Hund, Katze oder Frau zwischendurch dran rumdrehen, von vorne anfangen. Erschwerend hinzu kommt, ist der MIX Regler auf IN, ist der Rückweg vom PC nicht vorhanden. Also was auf dem PC spielt, kommt da erst mal nicht mehr an. Das müsste man dann gegebenenfalls wieder über den MIX Regler anteilig dazumischen indem man den gegen PB dreht. Ich meine, wer auf maximales Rumgefrickel steht.......

Den Zustand des Software Mischers kann man übrigens abspeichern.

Da geht sich schon ein Paar CM3 + Kabel aus.

Wer CM3 haben will, der will sicher auch einigermaßen anständige Qualität, oder? Wäre ein Argument, warum kein Hardware Mischer und warum kein billigstes vom billigen Zeug.

Das Teil soll im zweiten Leben ein Stereo Paar für die Konzert Aufnahme bedienen.

Ein weiteres Argument für eine Klasse besser.
--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
Ich kann sicher damit leben, wenn die Mikros nicht permanent dran hängen

Dann das 6i6. Das hat auch Software Mischer und kann Standalone........
 
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Ich denke er meint damit den Monitormix auf den Kopfhörern oder aber das Signal zu dem er dazuspielt (Playback Audio?)

Wie kommst Du da auf 300 Euro Differenz? Behringer als günstigstes knapp 100, Focusrite 18i6 um die 250.

Bzw ~350 fürs 18i8, wo dann insgesamt 18 Eingänge zur Verfügung stehen würden, auch da sind es keine 300€ Differenz

Nein. Das braucht einen Software Mischer der direkt auf das Interface zugreift. Das Behringer hat das nicht. Da muss man das über das Direkt Monitoring realisieren. Also Mix Regler auf IN, dann werden die Eingänge auf den Ausgang durchgeschleift. Nachteil, das Mischungsverhältnis muss über die Gain Regler eingestellt werden. Also erst mal lauteste Signalquelle einstellen, dann Kopfhörer oder Monitor Ausgang einstellen, dann die anderen Quellen dazumischen. Gegebenenfalls nachregeln. Und wenn dann Kinder, Hund, Katze oder Frau zwischendurch dran rumdrehen, von vorne anfangen. Erschwerend hinzu kommt, ist der MIX Regler auf IN, ist der Rückweg vom PC nicht vorhanden. Also was auf dem PC spielt, kommt da erst mal nicht mehr an. Das müsste man dann gegebenenfalls wieder über den MIX Regler anteilig dazumischen indem man den gegen PB dreht. Ich meine, wer auf maximales Rumgefrickel steht.......

Auch wenn das Behringer nicht wie das Focusrite über einen eigenen Softwaremixer verfügt, so kann man ja trotzdem softwaremäßig über die DAW mischen und dort dann auch alle Einstellungen in einem Projekt speichern, denke nicht das da dan mehr 'Rumgefrickel' dabei ist wenn man sich auf diese Art in der DAW den Monitormix erstellt oder habe ich hier jetzt irgendwo einen Denkfehler in meinen Überlegungen? :gruebel:
 
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Auch wenn das Behringer nicht wie das Focusrite über einen eigenen Softwaremixer verfügt, so kann man ja trotzdem softwaremäßig über die DAW mischen

Kann man. Aber das bedeutet zusätzliche Latenz. Da ja geplant ist, auch VSTi zu spielen sollte man das sowieso noch mal genauer betrachten. Minimale Latenz ist abhängig vom Interface, dem Rechner und gegebenenfalls von der DAW.......
 
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Kann man. Aber das bedeutet zusätzliche Latenz. Da ja geplant ist, auch VSTi zu spielen sollte man das sowieso noch mal genauer betrachten. Minimale Latenz ist abhängig vom Interface, dem Rechner und gegebenenfalls von der DAW.......

Ja das die Latenz dann zunimmt ist klar, was aber nicht zwingend heißt, dass sie dann schon so hoch ist, dass sie störend auffallen würde, gibt ja genug die sich ihren Monitormix in der DAW erstellen und keine Probleme mit der Methode haben
 
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[PA] Was ist das?
Playalong, also die externe Zuspielung von entweder Background Track oder auch Komplett mit Melodiestimme.

Wie kommst Du da auf 300 Euro Differenz? Behringer als günstigstes knapp 100, Focusrite 18i6 um die 250.
Oben wurde das 18i8 Interface empfohlen. OK! Das ist nicht genau 300€ teurer, sondern etwas weniger. Es ging mir um die Größenordnung. Eventuell gibt's das ja auch als B-Ware. Ich runde beim Vergleich lieber ein wenig auf als ab. Wenn ich irgendwo 19,90 lese sind das bei mir auch 20, auch wenn die Psychologische Kriegsführung des Marketings mich mit dem Einser vorne gerne geistig auf 10€ justieren will. Wenn's in der Nachkalkulation etwas weniger war als in der Überschlagsrechnung, freu ich mich mehr als umgekehrt.

Das 18i8 1st Gen gibt's grad günstig. Mit den neuen Treibern ist die Latenz wohl auch noch mal gesunken. Wäre das eine Empfehlung gegenüber dem 6i6 2nd Gen? Oder kann das was funktional nicht, wie etwa diese Mischer Geschichte?

Nicht dass das so ein Showstopper ist wie beim billigen Behringer.
 
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Das 18i8 1st Gen gibt's grad günstig

Na dann. Die sind fast identisch, erste und zweite Generation. Erste hat Mixcontrol als Mischer Software, 2nd Focusrite Control. Mit gefällt Mixcontrol besser. Finde ich übersichtlicher. Funktion ist aber gleich.

Technische Daten von In- und Out sind so gut wie gleich. Sie sagen, 2nd Generation hätte noch mal niedrigere Latenz. Kann ich weder bestätigen noch bestreiten aus Mangel an eigenen Erfahrungen.

Wäre das eine Empfehlung gegenüber dem 6i6 2nd Gen?

Hat halt was Luft nach oben. Kommt drauf an wie die Zukunft aussehen soll. Werden mehr In benötigt und so weiter. Und wie sehr einen das nervt wenn man mal was umstecken muss.

Wie auch immer, der Preis von dem 18i6 ist sehr gut für das was es zu bieten hat. Ich hatte das 1st Generation und konnte da einige prima Aufnahmen mit machen. Das hätte ich heute noch wenn ich nicht mehr Inputs gebraucht hätte......
 
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Ich habe mal fleißig zum Thema Latenz gelesen und da erfährt man beispielsweise, dass USB eigentlich gar nicht so gut geeignet ist, Daten mit kurzer Latenz zu übermitteln, weil immer erst der USB Buffer gefüllt wird, bevor ein Paket raus geht. Nun haben aber viele Audio Interfaces einen S/PDIF Anschluss, die meisten PC's doch auch. Die Schnittstelle wäre doch genau dafür gemacht, Audio Daten digital an ein Gerät zu übermitteln.

Wäre es da nicht sinnvoller, die Audiodaten anstatt sie über die USB Schnittstelle und die zugehörigen, nicht dafür optimierten Treiber zu quälen gleich über die dafür eigentlich vorgesehene S/PDIF Leitung zum Interface bzw auch herein zu übertragen? Würde das die Latenz in beide Richtungen nicht automatisch reduzieren?

Das scheint aber irgendwie kein Ding zu sein. S/PDIF wird immer nur erwähnt, wenn man zusätzliche Interfaces zusammen verkabeln will. Was also, wenn mein zusätzliches Interface mein PC ist?

Macht man das nicht, weil es grundsätzlich nicht so funktioniert, oder ist bloß die On-Board Schnittstelle dafür noch weniger geeignet als USB? Zwischen Audio Interfaces scheint es jedenfalls gut zu funktionieren und niemand beschwert sich über zusätzliche Latenz.

UND ich habe mittlerweile den VoiceMeeter für mich entdeckt. Interessantes Stück Software. Damit kann man auch mit den schon vorhandenen Schnittstellen schon ein paar coole Kunststücke machen. Latenz ist da natürlich auch wieder ein Thema.
 
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SPDIF ändert nichts an der Notwendigkeit eines Audio Puffers. Es fällt nur die AD oder DA Wandlung weg. Irgendwann und irgendwo muss die aber auf jeden Fall erfolgen. Digitale Mic und Lautsprecher gibt es nicht. Sinnvoll ist dagegen, unnötige Wandlungen zu vermeiden. Die Zeit für die Wandlung ist dabei nicht mal unbedingt das Kriterium Nummer eins. Die ist sehr gering. Irgendwas zwischen 40 - 400 Microsekunden. Einen Artikel über Wandler und Timing findet sich hier.

Der Puffer ist auf jeden Fall notwendig, egal of analog Audio oder digital Audio. Der ist ja auch noch VOR dem Interface. Und auch SPDIF und Co müssen da durch. Was das Interface dann mit dem Datenstrom macht steht auf einem anderen Blatt.

Die Notwendigkeit für einen Puffer ergibt sich aus dem Umstand, dass normale Computer nicht echtzeitfähig sind. Das sind serielle Maschinen und auch Multicore und Co ändern daran nichts. Immer schön ein Byte nach dem anderen.

Interessant in dem Zusammenhang ist die Zeit und damit Schnelligkeit, mit der es gelingt, diesen Puffer zu füllen und auszulesen. Und von denen gibt es auch noch zwei. Einen zum Lesen und einen zum Schreiben analog zu Record und Playback.

Mit diesem Hintergrund wird es dann auch logisch das die Regel gilt, je schneller der Rechner, desto besser funktioniert das. Und das gilt natürlich auch für die Schnittstelle zum Interface.

Umfangreiches Datenmaterial zum Thema gibt es auf DAW_Benchmark.com. Da sieht man, schnellste Schnittstelle ist nach wie vor PCIe. Eigentlich logisch denn da landen die Daten ohne weitere Umwege direkt auf dem Computer Bus. Dann Firewire und dann USB.

Auch auffällig, dass einigen Herstellern (RME natürlich. Die wissen wie es geht) Latenz bei unterschiedlichen Schnittstellen ähnlich schnell hinbekommen.

Was da noch fehlt ist Thunderbolt. Da kommt es drauf an, wie das vom Hersteller implementiert ist. Falls es nur eine Adaption im Interface von Firewire auf Thunderbolt ist, dann hat das keine Vorteile. Sozusagen ein Firewire - Thunderbolt Adapter der im Interface verbaut ist.

Thunderbolt hat die Möglichkeit ohne große Umwege direkt auf den PCIe Bus zu schreiben und zu lesen in Vollduplex. Also beide Richtungen gleichzeitig. Daher ist da ähnliche Geschwindigkeit möglich wie bei PCIe Karten. Infos zu Thunderbolt gibt es bei der TU Dresden.

Ich habe ein Thunderbolt Interface. Und das ist in der Tat das schnellste in der Auswahl. Das spielt auch noch mit 16 Puffern bis 50 Spuren. Andere Interfaces bieten 16 Samples Puffer erst gar nicht an. Da geht es los mit 32. Für sicherer Betrieb ohne Dropouts würde ich aber nicht bei 16 Samples Puffer bleiben. Das ist übrigens ein Clarett 2pre.

Interessant in dem Zusammenhang diese Aufstellung, die zeigt, das Latenz auch unterschiedlich ist je nach verwendeter DAW und verwendetem OS. Hier hat MAC OS eindeutig die Nase vorne. Wobei die Unterschiede der verwendeten DAW eher zu vernachlässigen sind.

Wie auch immer, hat lange gedauert, bis low Latency für Audio Interfaces realisiert wurde. Den Stand der Dinge finde ich aber durchaus brauchbar. So verglichen mit vor 10 Jahren.........
 
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UND ich habe mittlerweile den VoiceMeeter für mich entdeckt

Nach einigen Monaten Test ist das unterdessen fester Bestandteil meines Audio Setups. Das übernimmt den Monitor Weg. Latenz ist für mich nicht relevant da ich meist nur mische. Zum Aufnehmen würde ich das raus nehmen da die minimalen Latenzen, die damit möglich sind den Ansprüchen beim Recording nicht gerecht werden.

Als Standard Windows Wiedergabegerät ist VB-Audio Voicmeeter VAIO gewählt:

vaio out.PNG


damit gehen System Sound und alle Windows Player wie youtube oder Mediaplayer da hin. Das Interface wird dann in Voicmeeter definiert:

vaio output.PNG


VAIO In über Bus A1 zum Interface.

Mit eingebunden über ASIO Insert BlueCat Patchwork:

insert asio.PNG


Da hängen alle Messgeräte und Kopfhörer / Lautsprecher Tools drin.

Und gleichzeitig geht es aus der DAW da drauf:

daw vaio.PNG


Prima Lösung. Messgeräte und Kopfhörer / Lautsprecher Equalization und Tools immer aktiv. Spielt auch beides gleichzeitig, also Windows System Audio und DAW. Einziger Nachteil, das muss gestartet werden beim Hochfahren des Computers. Voicemeeter startet automatisch, Patchwork manuell. Sonst keine Nachteile. Na ja, Latenz. Wer Low Latency braucht, der muss den konventionellen Weg gehen.
 
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