Hallo Christian,
ich möchte, nach dem ich das Youtubevideo auch angeschaut habe, der Meinung von Valvestat
anschließen. Ich habe schon viel schlimmeres gehört.
Da ich nicht weis, wie weit deine praktischen Erfahrungen im Gitarrensetup vorhanden sind,
erkläre alles im Einsteigerformat.
Grundvoraussetzung für das ordentliche Einstellen der Gitarre ist natürlich,
das die Bünde keine Kerben oder Riefen haben. Das die Teile am Tremolo,
über die die Saiten laufen, keine Kerben oder Riefen haben.
Wenn du ein elektrisches Stimmgerät hast, teste doch mal folgendes:
1. Stimme die Gitarre ganz normal
2. Drücke je Saite nacheinander am 12. Bund runter und beobachte, ob die
Stimmung der Saiten noch korrekt ist. (jetzt bitte nicht an den Stimm-Meckaniken nachstimmen)
3. Wenn der Ton am 12. Bund zu hoch ist, drehe langsam und milimeterweise das Böckchen,
über das die entsprechende Saite am Tremolo läuft, nach hinten oder wenn zu tief nach vorne
bis alle stimmt.
4. Dreh alle Saiten über die Stimm-Mechaniken zwei bis drei Umdrehungen tiefer.
5. Stimme dann die Gitarre wieder normal.
6. Wiederhole Schritt 2 und 3 bis alles stimmt.
7. Drücke alle Saiten nacheinander am 1. und 17. Bund herunter
und schau unter den Saiten durch damit du prüfen kannst, ob die
Saiten nirgendwo auf anderen Bünden aufliegen (Halskrümmung testen)
Der Hals muss im Optimalfall einen leichten Bogen nach unten zeigen.
D. h. die Spannung des Halses über den Spannstab stimmt. Wenn nicht,
die Inbusschraube an der Kopfplatte je nach dem entsprechend nachziehen
(bei zuwenig Biegung) oder lockern (bei zuviel Biegung).
Der Abstand der Saiten, an allen Stellen der Bünde, sollte zwischen
einer EC-Karten bis 3 EC-Kartedicke liegen.
Wenn das alles optimal einzustellen ist, dürfte es keine Intonationsprobleme mehr geben.
Nützliche Gitarrensetupvideos findest du auch bei
www.frudua.com im Internet.
Gruß
Jo