Nun, mein Alter spricht dann wohl für den Kemper .

Ein weiterer Aspekt, (hat möglicherweise auch mit den Alter zu tun) ist , dass man mit einem leiseren Bühnensound spielen kann.
Nach mehreren Jahrzehnten freut sich der Tinitus! Ich habe einen kleinen Monitor - für Gitarrensound ans Publikum ist der Mixer vom FOH zuständig.
Ich gebe dem Vorschreiber vollkommen recht, dass das Publikum kaum merkt, ob man Modeller spielt oder nicht.
Manch renommierte Band spielt sogar mit Stackattrappen ala' Potemkinsches Dorf.
Den Vogel schoss einmal eine Mitband bei einem Gig ab, bei denen ein kleiner Kühlschrank im großen "Marshal Rack" eingebaut war. (Dahinter waren 2 Kemper)
Dem Glaubenskrieg welches der beste Modeller sei, kann ich nichts abgewinnen. (Ist viel Geschmack's- und Schmakes-Sache)
Dazu nur eine kleine Anekdote.
Ich habe ein günstiges Gerät von Thomann - DNAfx GT (ca 140 €) als Backup mit, sollte der Kemper mal den Geist aufgeben. Was seit 6-7 Jahren noch nicht geschah.
Besagter Bernd Kitz hat einmal ein Video mit ca. 25 "Bread and Butter sounds" für dieses Gerät gemacht. Konnte man für ca 36 € bestellen.
Klar, mit der Dynamik und dem Spielverhalten können diese nicht mit Kemper und Konsorten mithalten, aber für die Proben reicht es mir und ich bin überzeugt, dass nur wenige im Publikum dies bemerken würden. Vielleich besorge ich mir mal eine Kemper-Attrappe

Zur Probe fahr ich nun mit einer Gitarre und einer normale Aktentasche, die meine ganze Gerätschaft (Kabeln, Ipad etc.) enthält.
Diesbezüglich gibt es sicherlich viele Wege zu einem guten Gitarrensound. Mir ist aber die Reproduzierbarkeit und dadurch kurze Soundchecks sehr angenehm.