Italienisch für "hervor"?

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Fast alle "Anweisungen" in den Notenblättern sind ja italienisch. Nur "hervor" steht auf deutsch drin, und ich hab auch kein italienisches Gegenstück finden können. War ich nur zu doof zum Suchen, oder gibt es tatsächlich keins?
 

Spannend, habe ich nie gesehen. :gruebel:

Kannst Du vielleicht ein Smartphone-Foto von den Noten mit der Anweisung darüber hochladen und genauere Angaben zum Werk machen?
Damit ließe sich möglicherweise der Kontext erschließen oder recherchieren, falls der Begriff auch unseren besser ausgebildeten Klavierspielern unbekannt ist.

Gruß Claus
 
ich bin jetzt kein Experte dafür. Aber liegt das nicht einfach daran, dass es eine zusätzliche Interpretationshilfe ist und keine traditionelle "Musiksprache"?

EDIT: die normale Schreibweise wäre ja auch ein Betonungszeichen ">".
 
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  • #4
ein Smartphone-Foto von den Noten mit der Anweisung darüber
Nokia 3310.
In Arrangements für Akkordeonorchester - die Frage wurde aus "Akkordeon-Forum/Noten,Literatur,Software" hierher verschoben - steht es in einer Stimme, die aus irgendeinem Grund eine Zeitlang hervortreten soll.
die normale Schreibweise wäre ja auch ein Betonungszeichen ">"
Meiner Meinung nach nicht dasselbe, weil eher für einzelne Töne und man auch akzentuiert aber trotzdem im Hintergrund spielen kann.
 
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Marcato oder accentuato wären die wörtlichen italienischen Entsprechungen.

Eine inhaltlich genaue italienische Entsprechung ist nicht üblich, weil „hervor“ von deutschsprachigen Komponisten wie Wagner und Mahler (soweit ich mich erinnere auch Schönberg und Richard Strauss) genutzt wurde und damit also eine Schattierung im Kontext spätromantischer Orchesterwerke gemeint ist.

Wenn man das Wort „hervor“ heutzutage und in ganz anderen Kontexten verwendet, sollte man es meiner Meinung nach lieber z.B. als deutsch „hervorgehoben“ o.ä. ausschreiben, um dem Spieler handwerklich möglichst genau klar zu machen, was er tun soll.
 
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Die Dinger heißen übrigens Vortragsbezeichnungen.

Ja, die sind in 98% auf Italienisch, aber z.B. Karg-Elert hat die auch auf deutsch geschrieben, Rachmaninow auf Russisch, …

Ist also nicht so schlimm. Und „einheitlich“ ist das eine, aber wenn „hervor“ eine bestimmte Bedeutung in nem bestimmten Kontext hat, wie HaraldS erwähnte, und der Rest in der italienischen Standardliste ist, ist das auch in Ordnung.
 
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  • #7
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Obwohl beides nicht so recht zu passen scheint
Niemand weiß bisher, wozu bezüglich Werk / Ausgabe / Taktnummer von dir nachgefragt wird.
Könntest Du dazu bitte noch etwas konkreter werden?

Gruß Claus
 
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  • #9
Italo Pop Hits, II, 108
Music, III/El, 69
Music, III, 110
 
  • #10
Danke, nur habe ich zu deinen Angaben keine Notenausgaben gefunden.

Ich denke, dein Stück ist aus einer älteren Veröffentlichung. Die werden bzw. wurden früher möglichst schnell und billig gemacht, eine unzutreffende Übersetzung des Originalbegriffs wäre da noch harmlos. Was ich an alten Heften aus den 70er/80er Jahren habe, da fehlen solche Vortragsbezeichnungen vollständig.

Vermutlich gibt es das Original des Titels auf Youtube, so könntest Du dich an der amtlichen Interpretation orientieren.

Gruß Claus
 
  • #12
Was ist denn jetzt der Kontext und die noch offene Frage?

Falls du Dirigent eines Akkordeon-Orchesters bist und daher Möglichkeiten suchst, wie die Anweisung „hervor“ umzusetzen wäre, schreib das doch. Wenn du Arrangeur für Akkordeon-Orchester bist, die genannten Ausgaben als Vorlage hast und selbst was arrangieren willst, sag das. Falls du Spieler bist, musst du mit deinem Dirigenten ausmachen, wie „hervor“ praktisch umgesetzt wird.

Oder ist deine Frage daher motiviert, dass du Musik-italienisch lernen willst?
 
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  • #13
Fast alle "Anweisungen" in den Notenblättern sind ja italienisch. Nur "hervor" steht auf deutsch drin

Ab der Romantik war es auch im deutschsprachigen Raum üblich, deutsche Vortragsbezeichnungen oder gewünschte Interpretationscharakteristika anzugeben, in der Regel für Dinge, die mit den italienischen "Standardbezeichnungen" nicht abgedeckt waren.
Auch die MM-Angabe kam dazu. Manchmal sogar kleine Vierzeiler-Gedichte, um die Stimmung darzustellen.

Also ja, es steht auf deutsch drin und ich denke, diesbezüglich
War ich nur zu doof, ...
können wir Dich beruhigen 😉

Was mir gerade noch einfiel - in Barockausgaben würde man für so etwas vermutlich "c.f." (cantus firmus) schreiben.
Aber war die Angabe "c.f." damals schon üblich, oder hat man das später erst dazugefügt?

Bezüglich eines Fotos
es gibt auch heute noch Digitalkameras. Viele haben die Dinger noch rumliegen und nutzen sie nicht.
Auch Scanner sind ein Möglichkeit. Abschreiben wäre der Klassiker 😉
Vielleicht gibt es auch in Deiner Umgebung irgendwo einen Menschen, der ein Handy aus den letzten 10 Jahren in seinem Besitz hat...
 
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