Ich finde übrigens, dass man sehr gut lydisch über unzusammenhängende Maj7-Akkorde spielen kann. Sobald sich funktionell (wie etwa bei Cmaj7, Fmaj7) Zusammenhänge schaffen lassen, klappt das an sich nicht mehr wirklich, bei einer Akkordfolge wie etwa Cmaj7, Ebmaj7 aber sehr gut. Ist natürlich ein wenig etwas anderes, da man halt zwei lydische Skalen bemühen muss.
Lydische Akkordfolgen, die mehrere Akkorde beinhalten und innerhalb der gleichen zugrundeliegenden Durtonart bleiben, kenne ich persönlich nicht, meistens klingt der "lydische Akkord" zu vage, so dass alle anderen Akkorde, die man dazu spielt, sofort das Zepter schwingen. Fmaj7, G7 könnte man ja theoretisch als eine Akkordfolge in F-lydisch deuten, aber ich bin der festen Meinung, dass fast jedes westliche Ohr das in etwas aus G-mixolydisch umdeuten wird - oder sogar in eine (dann nicht aufgelöste) IV-V Bewegung in C-Dur.
Gut klappen tut das für mich wie gesagt nur in einem sehr "reinen" modalen Kontext, halt mit komplett losgelösten Akkorden oder mit einem Pedalbass (der lydischen Stufe, also sowas wie F/F, G/F). Lydisch ist, wie auch lokrisch (und beinahe auch phrygisch, da gibt es aber Ausnahmen) zu "vage" bzw. zu "leicht", um sich innerhalb einer diatonischen Akkordfolge als stabil zu behaupten.
Bin aber gespannt, ob ihr was findet.
Gruß
Sascha