JCA22H | Bias/Adapter/Mess Probleme

von jimROOT, 03.04.17.

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  1. jimROOT

    jimROOT Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.04.17   #1
    Ahoi,
    hab folgendes Problem. Habe nen JCA22H. Hab da die letzten Tage bereits diverse Mods (Depth, Clean, Master, Kanal...) gemacht. Funktioniert alles einwandfrei
    und es werden auch noch diverse folgen, inklusive komplett neuer Front/Optik Richtung PRS Archon.
    Soviel dazu. Nun habe ich bereits alle Röhren mal getauscht, V1 JJ ECC81, V2 ECC82, V3 China/EH ECC83, V4-5 JJ ECC83S,.. V6-7 JJ EL84.

    Habe mir nun auch noch 2 Noval Sockel Saver und nen 1Ohm/2W Messwiderstand mitbestellt und versuche nun schon seit Tagen krampfhaft den Bias einzustellen.

    Der 2W Widerstand ist ziemlich groß, sodass ich ihn nach aussen gepackt hab.
    Ziemlich fummelig alles aber ich habs hinbekommen. Innen hat nichts kontakt was nicht kontakt haben darf, alles sehr stabil auch beim reinstecken und rausziehen.
    Es ist nun schon der zweite Aufbauversuch. Leider bekomme ich null Messung angezeigt sobald ich ihn unter der Röhre benutze. Ausserdem was noch viel schlimmer ist,
    sobald ich den Amp aus dem Standby auf Betrieb hole wird die EL84, die im Messadapter steckt innerhalb von sekunden knall heiß und so nach ca. 20-30sekunden fängt
    die Röhre an zu glühen wie böse.

    Ich hab langsam keine Ahnung mehr was ich falsch mache/gemacht habe. Ohne Messwiderstand läuft die Röhre problemlos im Sockelsafer.

    Auch wenn ich kein Multimeter dran habe passiert das Phänomen. Das Multimeter hat nen Innenwiderstand von 0,8Ohm.

    Anodenspannung des Amps ist 355V. Ich habs auch über die Shunt Methode probiert (wie im schon oft hier geteilten Duesentrieb Youtube Video), nur leider bekomm
    ich zwischen B+ und Brown und Blue (Anoden) keinen Messwert angezeigt. (Multimeter auf 200mA) Widerstand zwischen B+ und Brown sind 66Ohm, zwischen B+ und Blue sind 77Ohm.
    Demnach müsste doch trotz billigem Multimeter der Strom hierüber fließen....?

    Mein Multimeter (10-15€ ebay) ist ebenfalls auf den Fotos zu sehen. Da sich aber sonst alles korrekt messen lässt geh ich nicht davon aus, dass es daran liegt.
    Hab auch von damals noch nen selkbst zusammen gebauten Oktal Messadapter, der auch immer funktioniert hat.

    Das schreckliche Bias Poti wollte ich auch noch tauschen, habe den Wert jetzt erstmal mit den original Chinaböller EL84 nach hören und Widerstand des Biaspoti
    messen (ca. 20kOhm) eingestellt. notgedrungen. Der Amp klingt auch völlig in Ordnung, nur möchte ich das mit dem Messadapter erst vernünftig hinbekommen bevor
    ich gleich die neuen JJ EL84 mit evtl. "schlechtem" Ruhestrom malträtiere.


    Kann mir bitte jemand helfen. Sollte ich nochmal andere Messwiderstände testen?
    Es werden immer 2W empfohlen aber in den zu kaufenden Adaptern und den im Netz so gebauten findet man überall weit kleinere. (1 oder 0,5/6W?)

    Foto 03.04.17, 13 33 23.jpg Foto 03.04.17, 13 33 32.jpg Foto 03.04.17, 13 35 34.jpg Foto 03.04.17, 13 35 46.jpg Foto 03.04.17, 13 35 56.jpg Foto 03.04.17, 13 46 05.jpg Foto 03.04.17, 13 37 41.jpg Foto 03.04.17, 13 37 56.jpg Foto 03.04.17, 13 38 21.jpg Foto 03.04.17, 14 06 18.jpg
     
  2. bluesfreak

    bluesfreak Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 03.04.17   #2
    Du hast den Messadapter aber schon so gebaut dass der 1 Öhmer im Massekontakt liegt und das Multimeter die über den Widerstand abfallende Spannung misst?
    Für mich sieht das nämlich so aus als ob Widerstand und Multi in Reihe liegen und wenn Du da auf MilliVolt misst dann läuft die Röhre ohne Masse nach oben weg...
    Ich hab mir aufgrund des Platzproblems mit Widerständen den Novaladapter so gebaut dass ich den Kathodenpin unterbreche und dann mit dem Multi gleich direkt in mA messe...hier muss man aber halt aufpassen das man korrekt verkabelt hat und es keine offene Zuleitung gibt weil sonst die Röhre abglüht (wie Du schon festgestellt hast...)
     
  3. jimROOT

    jimROOT Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.04.17   #3
    Hatte grad schon mit nem Kumpel der Elektroniker is gequatscht. Der meinte auch erst Masse fehlt. Aber dann schien es ihm doch richtig so und er meinte dass wohlmöglich ein Kontaktproblem vorliegt.

    Mein Aufbau ist: Röhre Pin3 (Kathode) > Messadapter > 1Ohm R > (parallel an beiden R Kontakten die beiden Messleitungen) > Amp Sockel (ich hab den Messwiderstand seriell mit dem Pin3 ersetzt. Also der 1Ohm R ist quasi bei mir Pin3 und vor und hinterm R hab ich je eine Messleitung angebracht.
    D.h. Kathode der Röhre geht durch R und dann zum Amp Sockel. Ohne direkten Kontakt, nur über den Messwiderstand, an dem ich davor und dahinter messe mit den Leitungen zum Messgerät. (also parallel gemessen)
    So ist zumindest auch mein Oktal Adapter aufgebaut und hat immer funktioniert.

    Im Netz wird auch nirgends ein extra Massekontakt erwähnt. Oder wo sollte noch ne Masseverbindung stattfinden?

    Das Bein vom R, was ich als Pin3 benutze hab ich unten umgebogen (also doppelt) und hatte scheinbar auch gut kontakt. Ist doppelt dicker als ein normaler Pin. Die Beine weiter oben sind alle mit Schrumpfschlauch isoliert und haben keinerlei Kontakt.


    Edit: die Messleitungen hängen nur am Widerstand. Das was vom Widerstand ins Sockelgehäuse geht sind nur die Beine vom Widerstand.

    Aber ist es möglich, da der Widerstand 1Ohm hat und das Messgerät 0,8Ohm, dass der Kathodenstrom garnich durch den 1Öhmer fließt? ^^

    Wobei das Glühproblem ja aber auch vorliegt wenn das Messgerät nicht angeschlossen ist... hm... bin ratlos.


    Edit2: Und dann noch ne Sache zum Messwiderstand. Kann man da nicht nen kleineren nehmen? Wie man es bei fast allen im Netz sieht. Also nicht son großen 2W sondern 1W oder kleiner.
    Bei max. 200mV*200mA=0,04W komm ich doch nie im leben auch auf nur 1W oder gar 2W(?)
    Oder sind die Spitzen beim einschalten so groß?


    Edit3:
    Die Kathode an Pin3 der Röhre geht im Amp doch an Masse, oder? Dann sollte doch alles korrekt sein(?)
    OUT 6Qe3f.jpg
     

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  4. Köstliches Brot

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    Erstellt: 03.04.17   #4
    Ich kann nur insofern was dazu sagen, dass ich ähnliches Problem mit einem Jet City 5212 Combo habe...allerdings ohne das Röhrenglühen. Nen Messwert gibts aber auch nicht
     
  5. jimROOT

    jimROOT Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.04.17   #5
    Kannst du deinen adapter mal fotografieren? Wird die Röhre im Adapter denn auch so extrem heiß in so kurzer Zeit?
     
  6. Köstliches Brot

    Köstliches Brot Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.04.17   #6
    Das ist der normale Oktaladapter von Tube Town. Habe mit dem Ding auch schon zig andere Röhren eingesessen. Auch danach noch. Das liegt definitiv irgendwie am Amp.

    Heiß wird nichts
     
  7. GeorgeB

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    Erstellt: 04.04.17   #7
    Miss die Spannung über den Wicklungen (also von B+ zur jeweiligen Anode) statt dem Strom durch sie, und dann I=U/R. Für die 66-Ohm-Seite hast du als Meßwert also 66mV/mA und für die andere 77mV/mA, d.h. wenn du zB auf 20mA einstellen willst, folglich auf 1.32V und 1.54V.
    Ist halt auf der Hochspannungsseite, entsprechend vorsichtigst(!) sollte man arbeiten. Und alle gains/volumes auf Null (dann muss auch kein Speaker dran).
    --- Beiträge zusammengefasst, 04.04.17 ---
    Äh, auch am Meßwiderstand musst du die Spannung messen, und da hast du den Faktor 1mV/1mA, d.h. du musst im empfindlichsten Spannungsbereich messen (idR 200mV bei solchen Multimetern), für 20mA also 20mV. Und Gleichspannung, natürlich.
     
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  8. jimROOT

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    Erstellt: 04.04.17   #8
    Ja am Adapter mess ich natürlich mV. An den Anoden hab ich natürlich mA gemessen. Das doofe is, dass das Bias Poti im JCA22 echt der letzte mist ist und man überhaupt nicht vernünftig feinjustieren kann. Dazu kommt dann beim Messen an den Anoden, dass man nicht beides gleichzeitig machen kann, einstellen und messen. Ich werd trotzdem mal schauen was ich bei deiner Methode für Werte beokmme und dann nochmal den Adapter zerpflücken und neu zu sammenbasteln und gucken, dass überall 100% Kontakt ist.
     
  9. fajen

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    Erstellt: 04.04.17   #9
    Bau dir doch ein richtiges Poti ein. So habe ich es bei meinen beiden 22h gemacht. Die haben beide nun ein von außen erreichbares Poti das nur via Schraubendreher verstellt werden kann und relativ schwergängig ist.
     
  10. GeorgeB

    GeorgeB Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.04.17   #10
    Ich habe bei meinem 22er wie auch beim 100H keine Probleme mit dem Bias-Poti... ja, etwas feinfühlig ist es.
    Immerhin ist es fail-safe verschaltet (wenn der Schleifer ja abheben sollte geht der Anodenstrom auf Minimum), etwas was nicht alle Hersteller richtig machen.
     
  11. jimROOT

    jimROOT Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.04.17   #11
    Der Regelweg ist nich das Problem, aber dieses olle 4 Kant loch auch noch horizontal is totaler murks. Den Bildern nach im Netz wurden bei manchen JCAs ja welche mit Riffelrand zum Fingerdrehen eingebaut. Aber der hier is schon bisschen wie ne Kindersicherung. ^^

    @fajen, wie und wo hast du das Bias Poti angebracht? Hast du mal Bilder? Und was hast du für eins genommen? Diese winzigen blauen Kasten-/Platinentrimmer? Hab leider nicht son vertikales Dreibeinpoti bei TT bekommen, hab jetzt nur ein liegendes, was ich erst noch passig basteln muss.

    Edit: hier nochmal eben ein Schema des Adapteraufbaus. So ist doch eigentlich alles korrekt oder?
    IMG_2056.JPG
     
  12. fajen

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    Erstellt: 04.04.17   #12
    Habe ein heavy Duty 24mm 50k Lin Poti mit Riffelachse genommen dieses via Dremel gekürzt und einen Schlitz eingefräst für den Schraubendreher.

    Das Poti habe ich von vorne gesehen rechts neben die Endröhren gebaut sodass es von oben bedient werden kann.
    Damit zusätzlich beim arbeiten an den Röhren das Poti nicht verstellt werden kann habe ich ein kleines Metallteil aufgeschraubt in das der Schraubendreher passt, man aber mit den Fingern nicht rann kommt.

    Sobald ich heute Abend Zeit finde kann ich mal Bilder davon machen.
     
  13. jimROOT

    jimROOT Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.04.17   #13
    Ah von oben ja dacht ich mir schon. Bilder wären cool. ;) Und das dicke Poti hält auf der Platine? ^^
     
  14. fajen

    fajen Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.04.17   #14
    ist an das Gehäuse geschraubt und nicht an die Platine.
     
  15. fortknox

    fortknox Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.09.17   #15
    Hallo!

    Ich habe nun ebenfalls einen jca22h, und suche nun die Anleitungen zu den MODS, nun hier meine frage, ein mod ist der Depth mod, aber das andere? kann mir das wer sagen?

    Verwendet ihr bzw. der TO 500k Ohm oder 1M Ohm beim depth? welcher macht mehr wums? bin schon 20 jahre raus aus der Elektronik! :/

    TIA!
     
  16. Myxin

    Myxin Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.09.17   #16
    Bias: Zwischen 19 und 21 mA klingt es beim 22H am besten. China Werks EL84 gegen JJs tauschen und ein Bias Poti einlöten, das sich nicht selbst verstellt.
    Depth: Beim 22H nur sinnvoll, wenn man leise spielt. Der hat nicht so viel Power und bei hohen Lautstärken ist das Plus an Low End eher kontraproduktiv und zwingt den Amp noch früher in die Knie. 500K sind völlig ausreichend. Man kann auch 2n2 nehmen, dann boostet es eher die Tiefmitten. Einfach mal alles anhören.
    Clean: 39k über Crunch Gain Poti löten (wie beim SLO halt).

    Ansonsten steht das alles im JCA User Thread und wurde dort immer wieder und wieder durchgekaut. Muss man halt einfach mal lesen.
     
  17. fortknox

    fortknox Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.09.17   #17
    Hallo Myxin,

    mit dir hab ich nicht gerechnet hier! ich weiß, habe dein Statement schon gelesen! Danke für deinen Hinweis!

    bin bereits dabei, werd mich drüben mit spezifischeren fragen melden.
     
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