Kaufberatung: Digitalpiano für <1.5k

bigvik
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Hallo Gemeinde,

ich lerne das Klavierspielen und habe mein Discounter-Keyboard satt. Es wird jetzt Zeit für ein manierliches Instrument, dass mich die nächsten Jahre zuverlässig begleiten soll.

Hier meine Wunschliste:

1.)
Budget: max 1.500,- (gerne auch weniger, aber im Zweifelsfall pro Qualität)

Kenne leider keinen Gebrauchtverkäufer

2.)
Es ist KEIN Equipment vorhanden, das weiterbenutzt werden soll.

3.)
Meine Erfahrungsstufe ist Anfänger.

4.)
Ich brauche das Instrument hauptsächlich für Zuhause und ab und zu bei Freunden/Familie.

Es wird nur selten woanders gespielt, eventuell eines Tages aber auch öfter.

Ich habe ein Auto, deshalb muss das ePiano kein Federgewicht sein.

5.)
Das ePiano soll ein Klavierersatz sein.

6.)
Es soll von Blues über Rock und Pop bis Klassik gespielt werden.

Auch Piano/Gitarre Duett wird vorkommen.

7.)
Klangerzeugung und Klaviatur in einem Gerät wäre von Vorteil aber nicht Bedingung. Wenn Lautsprecher und Tasten in einem Gerät vorliegen, wäre eine zusätzliche Anschlussmöglichkeit aber schon wichtig (für den Fall der Fälle - aber wahrscheinlich gibt es immer einen optionalen Zusatzanschluss?).

8.)
Das Instrument soll 88 Tasten haben (Standard Klavier Größe).

9.)
Tastaturtyp möglichst wie beim Klavier (Hammermechanik).

10.)
Das ePiano soll eher Allrounder sein.


Mir ist noch wichtig, dass das Gerät halbwegs transportabel aber trotzdem möglichst "klavierlike" zu spielen ist.
Auch möglichst "klavierlike" Pedale wären mir wichtig - wenn es geht sogar mit "Zwischenstufe(n)".

Haltet Ihr bei meiner Fixierung auf möglichst "klavierartige" Funktion ein Stagepiano überhaupt für sinnvoll, oder sollte ich dann lieber ein normales Digitalpiano anschaffen und halt dann zu zweit bewegen?

Ich wäre Euch auch sehr dankbar für Tipps was Musikhäuser mit ePianos im Südwesten Berlins angeht (ich kenne nur Akkordeon-Geschäfte...) wegen des Probespielens.

Danke für alle Antworten und mfG

der Vik
 
Eigenschaft
 
Hi,

ich würde dir das Kawai ES6 empfehlen. Ich finde es ist ein guter Kompromiss aus Optik und Transportfähigkeit. Es hat ein schönes Holzgestell mit "echten" hängenden Pedalen, das du dazukaufen kannst. Das Bundle ist preislich unschlagbar: http://www.musicstore.de/de_DE/EUR/...TE-inkl.-Designstaender-Bank-Kopfh/art-KEY811

Die üblichen verdächtigen der anderen Marken in dem Segment sind Roland FP-4(F) und Yamaha P155. Beide haben auch ein Holzgestell, aber keine verstrebten Pedale.

Die drei würde ich auf jeden Fall probespielen. Mein Favorit wäre wie gesagt das Kawai, aber das ist bei jedem anders. Probespielen kannst du übrigens in (südwest) Berlin gut bei Justmusic, die haben eine große Auswahl.

Wenn du es ab und zu mitnehmen willst rate ich von einem Homepiano ab.
 
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Wow! Danke für die schnelle Antwort! :great:

Ich hätte doch gestern noch mal reinschauen sollen...^^

Ich werde mir die von Dir empfohlenen Modelle zu Gemüte führen.

Justmusic werde ich mir evtl. sogar heute noch anschauen - mal sehen wie das zeitlich klappt.

Gruß

der Vik
 
Wenn Du bereit bist, auch in ein Paar Studiomonitore oder Aktivboxen zu investieren, kommen auch reine Stage Pianos für dich infrage. Da könntest Du nach Kawai MP6, Roland RD300NX oder Yamaha CP50 schauen.
 
Ich habe das Roland FP-7F und bin speziell mit den Lautsprechern sehr zufrieden. Das FP-4F ist sicherlich auch gut, mit leichten Abstrichen bei Klaviatur und Lautsprechern.

Falls Dir die beiden zu teuer sind, dann würde ich aufs transportable evtl. verzichten und ein Kawai CN23 nehmen. Das ES finde ich persönlich nicht gut.
 
Danke für Eure Antworten!

klicki,
Integrierte Lautsprecher finde ich eigentlich sehr praktisch. Ich fand auch den Klang der Lautsprecher der ePianos die ich jüngst ausprobiert habe ganz ansprechend.

cineralf,
ich habe mir das ES 6 mal live angeguckt und es hat mir eigentlich gut gefallen. Ich muss aber sagen, dass ich als Anfänger die Unterschiede in der Klaviatur der verschiedenen Modelle nicht wirklich würdigen konnte - im Vergleich zu meinem Discounter-Keyboard waren alle fantastisch!^^

Am ES 6 hat mir folgendes besonders gut gefallen:

- fest eingehängte Pedale
- schlichtes aber funktionales und selbsterklärendes Design der Funktionen und Sounds
- sympathische Tastatur
- der Preis für das Komplettpaket

Weshalb ist das ES 6 nicht ganz Dein Fall? Über Gründe (die ich vielleicht noch nicht so wahrnehme wenn ich ein Gerät teste) würde ich mich freuen!


Gruß an Alle vom Vik :)
 
beim ES6 haben mir sowohl der Piano-Klang als auch die Klaviatur überhaupt nicht gefallen. Der Klang war irgendwie zu einfach, also ohne Highlights oder Spaß am Klang selber und die Klaviatur war irgendwie schwammig und Federartig und weniger Hammerartig für meinen Geschmack. Aber schlecht wird das Teil natürlich nicht sein.
 
Kawai hat bei den jüngsten Geräten die Tastatur noch einmal richtig verbessert. Den Unterschied, über den cineralf schreibt, erkennst Du wahrscheinlich am besten, wenn Du ES-6 und MP-6 mal direkt vergleichst. Das ist auch eine nette Schulung für Ohr und Hand. Aber daran siehst Du: Es geht um Feinheiten. Da Du das Gerät vermutlich jahrelang intensiv bespielen wirst, lohnt sich die Beschäftigung damit.
 
Danke für die Hinweise.

Ich werde nochmal zu JM fahren und mir beide ePianos nebeneinander ansehen.

Gruß vom Vik
 
Ohne Zweifel ist das MP6 das bessere Instrument. Gerade die Tastautur fühlt sich besser an. Ein Vergleich ist aber etwas unfair, da das MP6 schon eine Klasse drüber spielt. Es kostet (inklusive Studiomonitoren) mindestens 1600-1700€. Das ES6 gibts für 1279€.

Als "schwammig" würde ich die Klaviatur des ES6 nicht beschreiben. Sie ist recht gut und nur im DIREKTEM vergleich mit dem MP6 spürt man die Unterschiede. Hast du nicht zufällig ein MP6 nebenstehen ist das ES6 völlig ausreichend.

Vom Klaviersound nehmen sich ES6 und MP6 doch garnicht so viel? Das MP6 hat halt wesentlich mehr Klänge.

Letzendlich sind beide Instrumente in seiner Klasse absolut gut.
 
Ich möchte nicht überkritisch erscheinen, aber als ich seinerzeit im Laden auf dem ES6 und dem MP5 (nicht MP6) gespielt habe, gefiel mir die Tastatur garnicht. Die schwarzen Tasten insbesondere boxten bei den Vorführgeräten bei nur leicht forte Anschlag hart auf den Tastaturboden, mit knallig-holzigem Geräusch, anscheinend ohne jede Dämpfung, ganz anders als die weißen. Mag ja sein, dass das eine Eigenschaft der vielbespielten Vorführgeräte war, aber von einem Instrument, das ich mehrere Jahre lang spielen möchte, würde ich erwarten, dass es auch einige Monate im Laden aushält, ohne dass die Tastatur zu klappern beginnt. Ganz gleich wie gut der Sound war, diese klapprige Tastatur hat mir bei den mittelpreisigen Kawais den Spass verdorben. Ich kann nur hoffen, dass Kawai da bei dem MP 6 wirklich (und haltbar) nachgebessert hat.

Wir kucken bei diesen elektronischen Teilen immer erstmal auf den Anfangseffekt und das damit verbundene Wow-erlebnis, aber wie sieht es mit der Haltbarkeit nach Wochen, Monaten, Jahren des intensiven Gebrauchs aus? Mein altes Pfeiffer braucht ab und zu eine Wartung für ein paar 100 euro, dafür ist es inzwischen auch über 100 Jahre alt...
 
Wir kucken bei diesen elektronischen Teilen immer erstmal auf den Anfangseffekt und das damit verbundene Wow-erlebnis, aber wie sieht es mit der Haltbarkeit nach Wochen, Monaten, Jahren des intensiven Gebrauchs aus? Mein altes Pfeiffer braucht ab und zu eine Wartung für ein paar 100 euro, dafür ist es inzwischen auch über 100 Jahre alt...
Ich sehe ehrlich gesagt nicht, wo diese Überlegung hinführen soll. Wenn du an der Haltbarkeit eines Gerätes zweifelst gibt es im Prinzip nur zwei Möglichkeiten: Entweder, du ignorierst die Zweifel und kaufst das Ding, und falls es tatsächlich kaputt geht lässt du es auf Garantie reparieren oder ersetzen - oder du kaufst das Gerät nicht und wartest auf Erfahrungswerte. Dann kannst du aber niemals ein aktuelles Gerät haben, sondern musst immer irgendwelche alten Schinken kaufen, die sich schon über Jahre bewährt haben. Allerdings steigt bei denen natürlich wieder stetig die Gefahr, dass doch mal was kaputt geht...

Mit anderen Worten: Vor einem Kauf informieren, ob es vielleicht ein produktionsbedingtes Problem (evtl. bei Geräten mit bestimmten Seriennummern oder so) gibt, okay. Aber mehr kann man da eigentlich nicht tun, ohne sich mehr zu schaden als zu helfen. Für wirkliche Probleme gibts die Garantie.
 
I see your point. Aber wenn ein Vorführgerät schon im Laden anfängt zu klappern, ist das halt auch ein Erfahrungswert.
 
Zum Thema "klappernde (Kawai ES 6 / MP 6) Tastatur" habe ich einen Faden auf Clavio gefunden.

Dort schreibt der User NewOldie:

ich spiele ein Kawai ES-6 Stagepiano seit ca. 1 Jahr ungefähr 2 Stunden pro Tag.

Nun beginnen im "Mittelfeld" der Tastatur einige Tasten beim kurzen Antippen (kurze Stakkato) deutliche Klappergeräusche zu erzeugen.


und in einem späteren Beitrag:

[Ich] habe mit Kawai Kontakt aufgenommen:

Fehlerursache: Die Mimik der Tastatur ist mit Fett abgeschmiert. Dies verteilt sich mit der Zeit und führt dann unweigerlich zum Klappern.
Kawai wird das auf Kulanz nachbessern.



Die Erfahrungswerte in dem Faden klingen danach, als würde Kawai das ePiano vor Ort abholen (wie gesagt auf Kulanz) und nach 1-2 Wochen wieder zurückbringen.

Das ist sicherlich ärgerlich aber fair.

Ich denke, dass ich damit leben könnte, wenn alle 600-700 Nettospielstunden eine Wartung nötig sein sollte. Aber das sieht bestimmt nicht jeder so...^^

Gruß

bigvik
 
Verflixt - die Editierphase ist bereits abgelaufen...

Naja, dann halt als Antwort: Ich habe noch einen Faden auf Clavio gefunden, in dem über klappernde Digi-Piano Tastaturen gefachsimpelt wird.

Dort sind auch Tipps für die Selbstreparatur, deshalb ist er vielleicht interessant.

Gruß

der Vik
 
gute infos, danke dafür! allerdings: wenn man die mechaniken der guten alten akustischen pianos regelmäßig schmieren müsste, um sie zu erhalten, wär das ganz schön fatal. warum wählen die hersteller von dp-tastaturen nicht haltbarere konstruktionen?
 
gute infos, danke dafür! allerdings: wenn man die mechaniken der guten alten akustischen pianos regelmäßig schmieren müsste, um sie zu erhalten, wär das ganz schön fatal. warum wählen die hersteller von dp-tastaturen nicht haltbarere konstruktionen?

Naja, ich finde, beim richtigen akustischen Piano fallen auch genügend Wartungsarbeiten an. Stimmung jedes Jahr (hab dazugelernt), alle zehn Jahre Mechanik-überholung bzw. Intonierung, Grundwert Piano (bei mir ca. 3000,--), da liegt was auf der hohen Kante.

Und wenn man Kawai-Fan ist und einfach weiß, hey, das ist MEIN perfektes D-Piano, wird man damit leben können, oder?
 
Hallo Gemeinde,

ich habe jetzt mein E-Piano, und es handelt sich zur Überraschung um ein Roland F 110 in seidenmatt_schwarz.
(Es kam gestern, am Freitag, per UPS)

Das hat folgende Gründe:

Es kostet einfach nochmal einiges weniger (999,-) als die in diesem Faden diskutierten Modelle, und ich kann (bei Lichte betrachtet) das gesparte Geld durchaus gebrauchen. ;)

Hier im Forum gibt es einen Faden mit diversen Infos zum Roland F 110, und diese Infos und ein Testbericht haben mich überzeugt, dass das 110 für mich reicht.

Jetzt meine Eindrücke (Achtung! Vor lauter Begeisterung massiv voreingenommene Einschätzung!)

- phantastische Tastatur
- unglaubliche Sounds
- sehr kompakte und trotzdem elegante Erscheinung
- raffinierter Deckel (gleichzeitig Notenstütze)
- nach kurzer Einarbeitung logische Bedienung der Funktionen
- fairer Preis (999,-)
- ein wunderbarer Geruch (so ein bisserl wie der legendäre "Neuwagengeruch" bei Autos)
- wenn man sich an die Anleitung hält(!) ein sehr einfacher Zusammenbau (Anleitung VOR Auspacken lesen!)

Warum ich so begeistert bin? Ich habe bisher auf einem alten <100EUR Discounter-Keyboard gespielt - verglichen damit ist wahrscheinlich JEDES Digitalpiano eine Offenbahrung... . Trotzdem: Das F 110 scheint MEIN Instrument zu sein. Ich bin wirklich glücklich mit dem Modell.

Freunde, das Leben ist lebenswert!

So. Jetzt köpfe ich eine Flasche Rotwein und genieße den Klitschko-Kampf. Gespielt wird erst morgen wieder. :cool:

lg vom Vik (der etwas Muskelkater in den Unterarmen hat...^^)
 
@ bigvik: ich habe von einigen schon gehört, dass beim Roland F110 die schwarzen tasten beim spielen so ein schwammiges gefühl haben..bzw, wackeln sie zur seite ab, weiß nicht, wie ich es genauer erklären soll. Ich selbst habe noch kein Roland F110 getestet. :( Hatte die Gelegenheit noch nicht.

Ich tendiere die ganze zeit über das Roland F110 und Kawai CL 36. Beim Roland gefällt mir halt das äußerliche, vom aussehen her, der Faltdeckel , der noch gleichzeitig als Notenhalter dient, find ich super, und sieht auch sehr elegant aus. Mir würde es auch in Hochglanz schwarz gefallen, aber da zahle ich etwa 200-300 euro mehr. und verstaubt sicher schneller, als wie bei nem seidenmatten schwarz.Was meinst du?

Jetzt wo ich gehört habe dass die schwarzen tasten beim spielen ein schwammiges gefühl haben.. (Wackeln), is das der grund wo ich noch drüber überlege, ob es nicht doch das Kawai CL 36 wird.Obwohl beim Kawai gibts auch nen Haken, keine Tastenabdeckung, das is schon ein großer Minus Punkt.. ich finde das muss sein.
 

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