Kaufberatung für ein sehnsüchtiges Mädel

  • Ersteller pianosue
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So, da bin ich dann auch mal wieder.

Also das die Tastengeräusche den Untermieter so stören können hätte ich gar nicht gedacht - aber ich werde mir wohl dann mal die Dämpfungstipps zu Herzen nehmen, damit es keinen Krach gibt (unter mir ist nämlich ein Beauty-Studio mit Entspannung und so :redface: die würden sich sicher nicht so freuen)

Das es ein Stagepiano wird hätte ich erst auch nicht gedacht - eigentlich finde ich die Optik eines Homepianos noch was schöner, aber die sind ja echt nicht mehr zu tragen.
Ich hab gestern mal auf einem Homepiano von Yahama (ein Clavinova, weiß aber nicht genau welches) gespielt, und die internen Lautsprecher (war ein recht großer über die ganze Länge ungefähr auf Kniehöhe halb darunter) waren echt nicht so der Brüller. Von daher könnte ich wohl auch ein paar Boxen zu nem Stagepiano zukaufen (oder mal schauen, welche von meinen alten Gesangsboxen sich dafür eignen).

Werde sobald wie möglich in einen Musikladen mit vielen Stagepianos marschieren und mal auf allen spielen - dann lässt sich die Entscheidung sicherlich noch besser treffen.
Und wenn Roland bald das RD-700GX rausbringt und das SX dann was günstiger wird - perfekt :great:

Lohnt sich ein Besuch im MusicStore in Köln? Der wäre für mich noch gut erreichbar, und wenn ich da alle Instrumente und Marken finde wär das ja gut. Oder gibt es noch was gutes im Ruhrpott? Vielleicht kennt sich ja einer von euch da aus? (Raum Dortmund, Essen, Duisburg)
 
Lohnt sich ein Besuch im MusicStore in Köln? Der wäre für mich noch gut erreichbar, und wenn ich da alle Instrumente und Marken finde wär das ja gut. Oder gibt es noch was gutes im Ruhrpott? Vielleicht kennt sich ja einer von euch da aus? (Raum Dortmund, Essen, Duisburg)
Köln ist, was die Auswahl zum Probespielen angeht, auf jeden Fall richtig gut. Da geh ich auch immer hin ;)
Die haben eigentlich auch fast alle Sachen da, für die man sich so interessieren könnte. Yamaha, Roland, Kawai, aber auch weniger bekannte und/oder große Marken wie z.B. Clavia, Kurzweil oder GEM sind vertreten.
Ich weiß das zwar nur von den Stagepianos (die Homepianos müssen wohl im Piano-Center gegenüber stehen - da war ich aber noch nie drin :screwy: ), aber ich denke für die andern wird es ähnlich sein - falls du doch auch nochmal schauen willst.
 
Ja, die Homepianos stehen auf der anderen Straßenseite quasi. Eig. auch ganz gut, dass da Flügel stehen, da kann man mal kurz "rüberhüpfen" und hat den direkten Vergleich. Also zum Anspielen ist der Laden auf jeden Fall empfehlenswert. Ich bin aus Düseldorf auch immer dahin gefahren, weil die doch sehr viel direkt da haben. Alles weitere ist sehr subjektiv, und da ich keinen Ärger will, schreibe ich hier auch nichts rein. Wenn jemand eine Meinung haben will, bitte über PM.
 
Spricht was gegen ein echtes Klavier (Platz, Nachbarn)?
 
Hallo.

Also dass die Tastatur des MP8 nicht mithalten kann, halte ich für sehr fragwürdig.

Sagen wir es mal so: Nichts ist subjektiver als das Spielgefühl auf einem Tasteninstrument. Je nach dem, was man in der Vergangenheit gespielt hat, wird die Einschätzung anders sein.

Ich habe bis letztes Jahr immer nur akustische Klaviere und Flügel gespielt. Dabei habe ich gemerkt, dass selbst derselbe Flügeltyp sich völlig unterschiedlich spielen kann: Ein Jahrzehnte alter Steinway D spielt sich anders als ein fabrikneuer. Ich habe einen Steinway D als recht schwer gewichtetes Instrument in Erinnerung. Manche Yamaha-Flügel an der Hochschule, wenn sie sehr viel gespielt wurden, gingen sehr leicht, ein neuer Yamaha-Flügel in einem kleinen Saal ging dagegen ziemlich schwer.

Mein Klavier, das ich nun seit zwanzig Jahren habe, ist dazwischen. Wenn ich lange nicht gespielt habe, geht immer nur kurz alles wunderbar, dann werden die Fingerchen müde. Aber man gewöhnt sich schnell wieder dran.

Letztes Jahr bin ich auf die Suche nach einem E-Piano gegangen. Ich hatte immer nur diese Plastiktasten im Hinterkopf, z.B. Clavinova CLP-150 oder P-120. Diese waren keine Alternative. Ich habe fast alle Marken und Pianos unter den Fingern gehabt, alle Instrumente einschließlich Roland 700SX etc. fand ich irgendwie "plastikartig". Also bin ich gleich weiter oben eingestiegen: CLP280 (Holztastatur). Auch das war es nicht, aber dann bin ich auf die Kawais gestoßen. Das CA5 hat meinen Fingerchen am besten gefallen. Aus verschiedenen Gründen habe ich mich dann irgendwann für das MP8 entschieden.

Mein erstes MP8 hatte ich im Dezember bekommen, aber nach der Musikmesse war klar, dass das MP8II mein Instrument sein müsste, da das MP8 manchmal (je nach Tagesform und Trainingsstand) wirklich recht schwer gewichtet ist. Die Finger ermüden noch schneller als auf meinem Klavier.

Dann hatte ich im November das MP8II bekommen. Voller Enthusiasmus drauflos gespielt, alles war zunächst wunderbar. Geiler Anschlag, super Feeling, Läufe liefen wie niemals zuvor. Aber sobald ich etwas gespielt hatte, das eine mittlere Schnelligkeit, Lautstärke und Kontrolle erforderte, bracht das MP8II zusammen. Man kann super "ohne Kraft" spielen. Aber zum Beispiel Rachmaninoff Preludium Op 3 Nr. 2, Schluß geht gar nicht. Dabei fühlen sich die Tasten an wie viele DP-Tastaturen: zu leicht.

Ich habe mir dann eines der letzten MP8 (alt) gekrallt und beide einige Zeit nebeneinander gespielt. Mal gefiel mir das leichte Spielen auf dem MP8II, mal der feste Griff beim MP8. Beide haben klare Vorzüge. Zuletzt war ich mir eigentlich sicher, dass die leichtere, etwas "schnellere" Tastatur des MP8II die bessere ist. Aber es gibt "Software", die geht darauf einfach nicht. Da ist das MP8 viel souveräner.

Ich bin letztlich beim MP8 geblieben. Ideal wäre ein Digitalpiano, dessen Tastatur das Spielgefühl des MP8 und die "Schnelligkeit" des MP8II hat, aber von der Gewichtung her zwischen MP8 und MP8II angesiedelt ist. DAS wäre mal ein "Killerteil" (IMHO) Aber das gibt es noch nicht. Meine Fingerchen kann ich trainieren, das MP8II schwerer gewichten wäre ein sehr hoher Aufwand, wenn es überhaupt funktioniert.

Interessant finde ich diesen Artikel: http://www.northernsounds.com/forum/showthread.php?t=56512 Das war mein Eindruck von den beiden Instrumenten. Beim MP8 fühle ich mich wie auf einem funkelnagelneuen Flügel, dessen Mechanik noch einlaufen muss. Beim MP8II hatte ich das Gefühl eines zwar toll klingenden Instruments, das aber schon lange in Betrieb ist, so was wie ein schon lange eingespielter, fast "abgespielter" Flügel.

Aber wie gesagt: Alles ist sehr subjektiv. :)

Gruß
T


P.S.: Dieses Doepfer LMK4+ habe ich nicht angespielt. K.A., wo man das findet. Aber vielleicht wäre das genau das Teil, das ich oben meinte... ;)
 
Köln ist, was die Auswahl zum Probespielen angeht, auf jeden Fall richtig gut. Da geh ich auch immer hin ;)

Gut, dass "immer" ein dehnbarer Begriff ist und nicht aussagt, WANN immer das denn ist ;). Oder warst du inzwischen mal da? ;)


@Trombonist:

Da hier ja viele sagen, dass jeder Flügel sich unterschiedlich spielt, der eine leicht-, der andere schwergängig, würde doch deine Aussage bedeuten, dass man auf den ganzen leichtgängigen Flügeln dieses Preludium nicht ordentlich spielen kann? Was macht man da als Konzertpianist, wenn man ein Konzert mit diesem Preludium geben muss und da steht nun ein superteurer, aber leichtgängiger XYZ-Flügel?


Liebe Grüße

Matthias
 
@CapFuture: ein "echtes" geht leider wirklich nicht. aber sobald es die äußeren umstände zulassen, werde ich mir wohl wieder eins anschaffen.

ein digitalpiano kann das zwar nicht ersetzen - aber es eröffnet ja auch noch ganz andere möglichkeiten als ein akustisches klavier, dann hab ich halt später beides :D
 
Hallo Matja,

naja, der Unterschied zwischen Stagepiano und Flügel ist: Das Stagepiano (Digitalpiano) IST kein Flügel :D

Selbst ein abgespielter Flügel oder ein sehr leicht gängiger Flügel spielt sich anders als ein Digitalpiano, auch als ein MP8II. Es ist einfach mehr "Masse" da. Wenn man richtig "hinlangt", dann macht sich die Masse des Instruments bemerkbar. Das kann ein digitales Instrument einfach nicht leisten. Und dann wäre noch sowas wie ein "Druckpunkt". Ich habe den Eindruck, dass der Druckpunkt der Tasten beim MP8 in jeder Spielsituation gleich ist, beim MP8II hatte ich das Gefühl, dass er "nachgegeben" hat.

Natürlich kann man das Prelude auch auf solchen Instrumenten spielen. Ja, man kann es sogar gar nicht schlecht auf dem MP8II spielen. Aber auf dem MP8II hatte *ich* das Gefühl, dass die ganze Mechanik an die Grenze kommt. Am Ende sind es ja 4 Systeme (2x Baß-, 2x Violinschlüssel weil zu viele Noten für ein normales Pianosystem) fff, also "Vollgas". Und da stimmt (für mich) beim MP8II das Verhältnis relativ niedriger notwendiger Kraft zur Erreichung des Vollgastons (MIDI Vel 127) einfach nicht.

Gruß
T
 
Gut, dass "immer" ein dehnbarer Begriff ist und nicht aussagt, WANN immer das denn ist ;). Oder warst du inzwischen mal da? ;)
"Immer" gibt ja auch keinen Zeitpunkt an, sonderne eine Häufigkeit. :D
Und bis auf eine einzige Ausnahme vor kurzem stimmt das sogar - das war allerdings ein kleiner Laden mit vergleichsweise kleiner Auswahl.
Aber Köln ist mittlerweile fest geplant: Wenn die wichtigste Klausur weg ist, fahr ich hin ;)


@CapFuture: ein "echtes" geht leider wirklich nicht. aber sobald es die äußeren umstände zulassen, werde ich mir wohl wieder eins anschaffen.
Wir reiten darauf hier meist so stark rum, weil ein Großteil der Fragesteller hier Gründe nennt, die eigentlich garnicht zählen, sondern irgendwie nur aus dem allgemeinen "Vorurteilen" kommen - warum auch immer.
Deshalb fragen wir eben meistens nach, was eigentlich der Grund ist, und häufig können wir sagen: "Das ist doch garkein Grund, denn xyz trifft garnicht zu!"
 

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