Kaufberatung Synthesizer oder Workstation

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Ron09
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Hallo,

ich lerne jetzt seit 6 Monaten Klavier spielen. Dafür habe ich mir ein Roland RD-700NX zugelegt. Um die, doch recht trockenen, Übungen (was muß man da nur für grauenvolle Stücke lernen) aufzulockern, habe ich angefangen mit den anderen Sounds im Roland rumzuspielen. Ich spiele da einfach nach Gefühl, weil ich ja noch nichts kann. Allerdings sind die Synthsounds im Roland nicht so der Renner und eine Arpeggiator-Funktion vermisse ich auch. Ich habe nun angefangen das iPad ans Roland zu stöpseln und mit "Sunrizer" rumzuspielen. Das macht soweit auch Spaß, aber irgendwie komme ich mit den Drehreglern am iPad nicht klar (Wurstelfinger, Grobmotoriker?). Nun ist in mir der Wunsch nach einem richtigen Hardware Synthesizer erwacht. Mir ist schon klar, dass ich ja noch nichts kann, aber ich hoffe doch Fortschritte zu machen. Der Lehrer ist zumindestens ganz optimistisch.
Ich habe mich jetzt schon ein paar Tage in großen Musikhäusern rumgedrückt und einiges ausprobiert (MikroKorg XL, Novation Ultranova, Roland Gaia, Waldorf Blofeld). Außerdem recherchiere ich intensiv im Internet. Aber je mehr ich lese und je mehr die Verkäufer mir erzählen, desto weniger weiß ich, was das Richtige für mich ist.
Im Augenblick geht es nur um Spielen mit Sounds und Arpeggiator. Dafür brauche ich ein Gerät mit vorinstallierten Sounds. Später möchte ich aber versuchen eine (einfache) Grundmelodie aufzunehmen und dann mit einem anderen Sound drüberzuspielen. Dafür brauche ich dann eine Sequenzerfunktion, richtig? Wenn ich das richtig verstanden habe, lande ich dann automatisch bei den Workstations. Diese haben dann aber wieder soviele Sounds, die ich nicht brauche, da ich sie schon im Roland habe (Klavier, Epiano, Orgeln, Streicher,...). Außerdem hatten die getesteten Geräte (Yamaha MX49, MOX8, Roland Juno-Di) keinen so schönen Synthiesound wie die oben erwähnten und die Bearbeitungsmöglichkeiten fand ich auch komplizierter.
Ich weiß aber auf alle Fälle, dass ich ein extra Gerät mit 49, oder 61 Tasten möchte (macht einfach mehr Spaß, als auf der Hammertatstatur). Über folgende Geräte habe ich interessant Videos gesehen, konnte sie aber nicht anspielen. Raland X/G6, Korg M3/M50.
Wäre es als Alternative zu einer Workstation möglich einen Keybordsynthesizer mit dem iPad zu verbinden und dort dann eine Sequenzer-App aufzuspielen? Funktioniert sowas und ist es einfach zu handhaben (die Infos im Internet haben mich eher verwirrt), oder ist eine Workstation dann doch die bessere Lösung? Eine rein PC basierende Lösung kommt nicht in Frage, weil der PC im anderen Zimmer steht und ich nicht noch einen kaufen will.
Ich hoffe, dass ich mein Problem verständlich dargestellt habe und Ihr mir ein paar Tipps geben könnt.
Achja Soundtechnisch möchte ich in die Richtung Genesis, Pink Floyd, Prog Rock, Mike Oldfield, J.M. Jarre. Klingt ganz schön größenwahnsinnig:gruebel:.

Hier mal die Kaufdingsliste
(1) Welches Budget steht dir zur Verfügung? (Bitte unbedingt angeben!)
bis 700 €
[x] Gebrauchtkauf möglich

(2) Ist bereits Equipment vorhanden, das weiterbenutzt werden soll?
[x] ja: Roland RD-700NX, iPad___________________________________ _______________
[ ] nein

(3) Wie schätzt du deine spieltechnische Erfahrung mit Tasteninstrumenten ein?
[x] Anfänger
[ ] Fortgeschrittener
[ ] ambitionierter Fortgeschrittener
[ ] Profi (Berufsmusiker)

(4a) Wo wirst du das Instrument einsetzen?
[x] Zuhause
[ ] auf der Bühne
[ ] im Proberaum
[ ] im Studio

(4b) Wie oft wirst du es bewegen?
wahrscheinlich gar nicht _______________

(4c) Welches Gewicht willst du maximal schleppen?
bis zu ___ kg

(5) Zu welchem Zweck benötigst du das Instrument (als Klavierersatz, in der Live-Band, als Soundlieferant im Studio, als Alleinunterhalter-Board, ...)
_Daheim zu Eigenvergnügen _______________

(6) Welche Musik-Stile spielst du und in welchen Besetzungen?
Alleine,Synthpop, Prog Rock _______________

(7) Welche Instrumenttypen kommen für dich infrage?
[x] Klangerzeugung und Tastatur in einem Gerät
[ ] Klangerzeugung ohne Tastatur plus ggf. externe Tastatur (Rack-Expander + MIDI-Masterkeyboard)
[ ] Computer-Software plus ggf. externe Tastatur (VSTi + MIDI-Masterkeyboard)

(8) Welche Tastaturgrößen kommen für dich infrage?
[ ] 25
[ ] 37
[x] 49
[x] 61 (Standardgröße Keyboards/Orgeln)
[ ] 73/76
[ ] 88 (Standardgröße Klavier)

(9) Welche Tastaturtypen kommen für dich infrage?
[x] leicht- bzw. ungewichtet (Standard Keyboards/Orgeln/Synthesizer)
[ ] Druckpunkttastatur (typisch für Sakralorgeln)
[ ] Hammermechanik (wie beim Klavier)

(10) Soll dein Instrument "Spezialist" auf einem bestimmten Soundgebiet sein?
[x] ja: überwiegend Synthie Sounds_______________
[ ] nein, lieber ein Allrounder

(11) Welche Funktionen sind dir besonders wichtig?
[ ] Standard-Sounds (Piano, E-Piano, Orgeln, Streicher, Bläser etc.)
[x] Synthese (Soundbearbeitung)
[ ] Sampling (eigene Sounds aufnehmen und spielen)
[x] Sequencer (Songs aufnehmen und abspielen)
[ ] Begleitautomatik / Rhythmusgerät
[x] Masterkeyboardeigenschaften (zum Ansteuern anderer Geräte)
[ ] Eingebaute Lautsprecher
[ ] Eingebaute Effekte (falls gewünscht, konkret: __________)
[x] sonstiges: Arpeggiator _______________

(12) Hast du bestimmte Ansprüche an die Optik? (klavierähnliches Aussehen, wohnzimmertauglich etc.)
___________________________________ _______________

(13) Sonst noch was? Extrawünsche, Hinweise oder Anmerkungen?
___________________________________ _______________


Grüße, Michael
 
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Hallo,

ich musste echt schmunzeln, als ich Deinen Text gelesen habe - bei mir war damals die Reihenfolge ganz ähnlich :) Zu Deiner Frage: Mittlerweile gibt es von allen großen Workstations kleine Ableger, die soundtechnisch wirklich der Hammer sind. Für Deine Zwecke würde ich persönlich zwei Dinge in's Auge fassen:

01. Einen kleinen digitalen Synthesizer von Yamaha, die haben im Bereich Arpeggiator meiner Meinung nach die brauchbarsten Lösungen für eine schnelle Lösung. Oder ein gebrauchter Fantom X oder Kurzweil PC3, die sind allerdings nicht so einfach zu bedienen in diesen Bereichen
02. Statt einer Tastatur ein Soundmodul, ich denk hier an das KORG M3 Modul, dass bei eBay schon um die 700 Euro weg gegangen ist. Hier heißt der Arpeggiator KARMA und ist sehr mächtig, aber auch echt Einarbeitungsbedürftig. Der Yamaha Motif XS Rack ist auch super, hat aber keine Regler, da ist der M3 die erste Wahl

Die Frage ist, wie mächtig so ein Gerät sein soll. Wenn Du wirklich Masterkeyboardfunktionen willst, eine geile Synthese möchtest und einen unglaublich mächtigen Arpeggiator und dabei noch eine super 61er Tastatur, dann gibt es aus meiner Sicht nur eine Antwort: Kurzweil PC361. Kurzweil ist kein Mainstream, aber wenn Du Dir mal den Kurzweil Thread anschaust, wirst Du feststellen, dass sehr viele hier so ein Teil in ihrem Setup rumstehen haben, weil er einfach gut ist UND weil er eben nicht so Mainstream ist, gehen die Teile auf dem Gebrauchtmarkt zu Preisen weg, die weit unter dem tatsächlichen Wert liegen. Für einen PC361 kannst Du schon mal um die 700 Euro rechnen. Ich hab' kürzlich erst einen PC3LE7 für 650,00 Euro ergattert und der war erst 4 Wochen alt. Für Dich wie gesagt wäre der PC361 optimal, der erfüllt ALLE Deine Anforderungen, die Du genannt hast und klingt super.

Gruß
Tom
 
Telefunky
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... Im Augenblick geht es nur um Spielen mit Sounds und Arpeggiator. Dafür brauche ich ein Gerät mit vorinstallierten Sounds. Später möchte ich aber versuchen eine (einfache) Grundmelodie aufzunehmen und dann mit einem anderen Sound drüberzuspielen. Dafür brauche ich dann eine Sequenzerfunktion, richtig? ...

...Wäre es als Alternative zu einer Workstation möglich einen Keybordsynthesizer mit dem iPad zu verbinden und dort dann eine Sequenzer-App aufzuspielen? Funktioniert sowas und ist es einfach zu handhaben (die Infos im Internet haben mich eher verwirrt), oder ist eine Workstation dann doch die bessere Lösung? ....
von den Synth-Sounds her ist das Angebot auf dem iPad inzwischen wirklich gut...

der Synrizer hat den Vorteil einer besonders übersichtlichen Bedienung - die Wurstfinger nehm ich dir nicht ab... ;)
vermutlich bist von der Grafik irritiert worden, die Regler Abbilder werden nicht 'angefasst'
man tippt drauf, hält den Finger auf der Oberfläche und zieht seitlich weg, so dass man den Regler wieder sieht
(der Finger bleibt dabei die ganze Zeit auf der Fläche)
jetzt kann man den Regler durch hoch- und runterschieben beliebig feinfühlig oder auch schnell 'drehen'
(dazu steht die gesamte Bildschirmhöhe zur Verfügung - solange der Finger Kontakt zur Oberfläche hat)
also für Grobmotoriker: drauftippen, halten, rechts ziehen, auf/abwärts schieben für's Drehen
die Einstellung findet sich unter: Utils-Interface-Knobs Control-linear
der 'rotary' Modus funktioniert im Prinzip ähnlich (tippen-wegziehen), ist durch die Drehbewegung aber 'anstrengender'

man gewöhnt sich fix dran, imho ist es schneller und genauer als 'einfache' Drehregler in Hardware
der bekannte 'Nachteil' ist halt der verschmierte look gegen's Licht...
es ist übrigens keine Schande, sich einen kleinen Griffel zuzulegen, manche Dinge bedienen sich damit entspannter
... oder stilecht - wie beim virtuelle CMI :D
(ich habe ein noname Teil für 9,50 € mit leicht nachgiebiger, runder Kappe - die 'Schwammteile' funktionieren nicht gut)
derzeit klingt der Waldorf Nave am spektakulärsten, der PPG Wavemapper hat die 'beste' Audio-Engine, Magellan die umfangreichsten Parameter und auch einen sehr hörenswerten Ton

es gibt inzwischen einiges an Sequencer Anwendungen auf dem iPad, Cubase, Beatmaker, Auria... etc
man kann den 'klassischen' Weg über Midi, wie auch über reine Audio-Aufzeichnung gehen

interessant (und imho richtungsweisend) ist aber Integration der 'Instrumente' zu angepassten Szenarien
Midi wird durchgehend unterstützt, per Audiobus können Tonerzeuger/Effekte programmübergreifend Daten austauschen
mit Audiocopy gibt es eine Art Clipboard für Auschnitte oder Aufzeichnungen

ich mache inzwischen alle Aufnahmen nur noch auf dem iPad mit MultitrackDAW, im Prinzip eine Bandmaschine ohne Umspulzeit
Songideen werden immer auf dem iPad skizziert, was als 'brauchbar' erscheint übertrage ich danach per WLAN auf den Rechner
(wenn jemand wirklich gut einspielt, braucht man das nicht unbedingt... aber man hat eben seine Arbeitsweise) :D

cheers, Tom
 
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@Telefunky: Interessant, ich würde auch gerne mehr mit dem iPad machen. Gibt es irgendwo mehr Dokumentation darüber?
 
Telefunky
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es ist tatsächlich oft schwierig, etwas mehr als 'feature-infos' zu bekommen :gruebel:
bei Neuerscheinen von Apps gibt's flott was auf YT in Stil von: kann dieses, jenes und das auch noch... aber selten im Zusammenhang
ich kenne zB keinen einzigen clip, der sich mit der Aufnahme in MultitrackDAW befasst
(iirc war das die erste Anwendung in der Richtung überhaupt, und sie ist da wirklich stark aufgestellt)

eine gute Anlaufstelle könnte iDesignSound sein
ist schon merkwürdig:
ich habe 2 Creamware-Systeme mit > 30 DSPs, die Modular Synths samt Erweiterungen, alles von John Bowen und Stephen Hummel
trotzdem habe ich auf dem iPad praktisch die gesamte Palette an 'guten' Tonerzeugern
... kannüber die Qualität nur staunen, von DSP Hardware ist es nicht so weit weg, VST steckt es grösstenteils in die Tasche
aber (das ist das eigentliche Plus) es ist handhabbar, Sound wird intuitiv zugänglich, greifbar
das 'echte' Sampling hat unter IOS imho eine regelrechte Renaissance erlebt

das iPad 4 habe ich noch nicht probiert... aber mein 2er stösst regelmässig an seine Hardware-Grenzen
da ist die inhaltliche Entwicklung einfach schneller gegangen, als die reine Technik, die das unterstützt
(man neigt dazu, dem Ding mehr abzuverlangen, als es physikalisch liefern kann - weil's eben gut funktioniert)
bei Audiobus und Core-Midi sind inzwischen sehr gute (Basis) Strategien ausgearbeitet worden
die werden mit hoher Wahrscheinlichkeit auch ausgebaut (mehr Signalwege, Latenz-Optimierung, Szenen-Speicher etc)

iPad-Synth-Midi-Audio hat das beste 'Musik gemacht versus verplemperte Zeit' Verhältnis aller mir bekannten Systeme :D

cheers, Tom
 
Martman
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Mein persönlicher Tip: Vergiß Klangerzeuger, die nur mit Samples rumhantieren und über Menüs gesteuert werden, also Rompler, will sagen, alles, was in diesem Thread bisher an japanischen (Yamaha, Korg, Roland)-Geräten genannt wurde. Außerdem hast du schon einen.

Du willst elektronische Musik machen. Klassische elektronische Musik im Stil der 70er. Da wirst du mit solchen Geräten nicht weit kommen. Außerdem willst du schrauben wie auf Synths, wie sie bis Anfang/Mitte der 80er auf den Markt kamen.

Vergiß Rompler. Was du brauchst, ist ein virtuell-analoger Synthesizer. Von DSPs errechnete Oszillatoren, von DSPs errechnete Filter, ganz im Stil der klassischen Analogsynthesizer. Ultranova und Blofeld gehen schon mal in die richtige Richtung, sind natürlich nicht one knob, one feature. MicroKorg XL hat klanglich was, auch wenn die Filter nicht jedermanns Geschmack sind, und das Sound-Editing ist ohne angeschlossenen PC kopfschmerzerregend. GAIA hat eine merkwürdige Struktur, quasi drei Synthesizer mit jeweils einem Oszillator und einem Filter pro Stimme nebeneinander, die dann am Ende gemischt werden. Rompler funktionieren so, aber keine Analogsynthesizer.

Wie so oft liegen die Alternativen im Bereich der Nicht-mehr-Produzierten. Wenn du Arpeggiatoren magst, wirst du programmierbare Stepsequencer lieben. Der Korg Radias kann das und ist auch in der Bedienung gut, weil er genügend Oberfläche für genügend Regler hat; Sound ist ziemlich wie der des MicroKorg XL. Dann gibt's noch Alesis Micron und Akai Miniak, die sind unter der Haube identisch, ziemlich potente kleine Kisten, aber du steuerst und programmierst im Prinzip alles über nur einen einzigen gerasterten Regler - das ist unbequem und leiert beim Micron den Regler irgendwann aus. Zu allem Überfluß gibt's keinen offiziellen Editor, und was es an guten Editoren gibt, kostet Geld (ich sage nur HyperSynth). Was dir beide nicht bieten, sind vollwertige Song-Sequencer wie eine Workstation oder eine DAW, wo man ganze mehrspurige Songs aufzeichnen kann.

Die virtuell-analoge Workstation in dem Sinne wird es wohl nie geben, also mit dem Sequencer einer typischen Rompler-Workstation, aber mit einem mächtigen VA (Preisklasse Virus, Nord Lead, *nova) als einzigem Klangerzeuger.

Kurzweil PC3 ist grenzwertig. Das Ding hat einen regelrechten virtuell-analogen Modularsynthesizer unter der Haube, ist aber in der Bedienung 90er-Jahre-mäßig, hat also mit dem Rumdrehen und Rumstöpseln an einem Moog 55 Modular oder EMS VCS3 genau gar nichts gemeinsam. Außerdem bezahlst du immer noch für einen Rompler mit.


Martman
 
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Ron09
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Hallo,

danke für die Antworten.
Ich habe mir jetzt ein Buch über Synthesizer gekauft und intendiv darin gelesen.
Ich denke, dass ich mir das zu einfach vorgestellt habe und mich auch etwas falsch ausgedrückt (oder falsch gedacht) habe. Richtige Soundbasteleien und -schraubereien kann und will ich jetzt noch nicht machen. Eigentlich will ich doch eher mit schon vorhandenen Sounds und Arpeggiatoren, die man dann vielleicht noch etwas anpassen kann, improvisieren (spielen kann ich ja noch nicht). Das aber halt gerne mit Sounds zu den genannten Bands und Stilrichtungen. Mir ist schon klar, dass es das in einem Gerät so nicht gibt. Ich habe in Youtube viele Videos von "Space4Keys" gefunden, die für viele Geräte Patches mit sehr brauchbaren Sounds programmieren (nennt man das so?).
Eine Rackversion will ich nicht, da ich schon gemerkt habe das so Synthsachen auf der gewichteten Tastatur nicht soviel Spß machen.
Ich habe mich gestern auch mit "iRig Recorder" versucht und bin schier ausgerastet. Das Programm hat einfach nicht gemacht was es sollte. Ich habe auch keine Lust Geld in eine Sequencer App zu investieren, die dann total bedienerunfreundlich ist und keine Hilfefunktion hat. Deshalb denke ich an eine Workstation, wo alles in einem Gerät ist. Es soll ja kein super Profi Sequencer sein, ich will ja keine Songs produzieren.
Die ganze Materie ist ziemlich verwirrend. Vielleicht sollte ich doch erst mal nur Klavier spielen lernen und mir später noch mal Gedanken drüber machen, was meint Ihr?

Grüße, Michael
 
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Ich hatte auch gleich am Anfang versucht neben dem Klavierspielen auf Yamahas Mox "Musik" zu machen.
Das funktionierte nicht wie gedacht. Heut weiss ich warum :)
Vielleicht ist es besser erstmal noch Klavier zu lernen. In einem Jahr kennst und kannst du ne Menge Akkorde etc.
Dann macht es schon mehr Spass zu improvizieren und an Workstation/Synthesizer zu spielen.
 
RecordingHans
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Ein Tipp vorne weg, egal um welches Instrument es geht, erstmal piano machen :D Also mache einen Sache richtig und dann mache weiter, Mache nicht Anfänger und Fortgeschrittene Sachen parallel das führt zu Chaos :)
Generell bieten dir Workstations mehr Möglichkeiten als nur Auswahl von Sounds und einstellen von Apregios...
Ich habe die M50 Workstation hier und nutze selten das volle potential aus...
Habe bisher wenige Sound mir selber programmiert, Wokrstations bieten halt eine vorgefertigte Umfangreiche Soundlibary an Presets, aber auch die Möglichkeit vom Sample an deinen Sound zu designen mit Filtern und Effekten etc.
Prinzipiell ist das M50 meiner Meinung nach nen absoluter Allrounder und stark zu empfehlen...
Wenn du allerdings nur mit fertigen Presets spielen möchtest meiner Meinung nach das falsche Gerät ;)



Gruß Hans
 
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Hallo,

ist wohl doch besser, wenn ich erst mal weiter Klavier spielen lerne und später dann mit Synthiesachen anfange. Wenn das rumspielen (nicht schrauben) nur nicht soviel Spaß machen würde.
Das Korg M50 finde ich auch interessant, das sah nur von der Verarbeitungsqualität irgendwie etwas billig aus. Für das M50 gibt es von S4K ein paar richtig shcöne Patches. Aber wie bekommt man die denn dann ins M50? Das ist doch nicht Samplefähig. Oder heißt das nur, dass man mit dem M50 selber keine Sample erstellen kann? Vielleicht warte ich jetzt mal und übe fleißig weiter und wenn ich dann ein schönes Schnäppchen sehe könnte ich es ja vielleicht kaufen. So eine Mittelklasse Workstation (Yamaha MOX6, Roland Juno-G, Korg M50/Kroma) wäre dann wohl das sinnvollste.

Grüße, Michael
 
RecordingHans
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Also mit der Verarbeitung hatte ich noch nie Probleme, ich habe das hier zu Hause/ auch live auf einem KM Spider drauf, transportiere es im Hardcase noch nie Probleme gehabt...
Ich habe noch nicht viel von externen Patches gehört, allerdings vermute ich, dass du die über USB reinladen kannst, da du auch die Option hast über USB ein Programm aufzurufen um alle Sounds relativ Benutzerfreundlich zu editieren ;)

Aber dein jetziges Fazit erscheint sinnvoll ;)
 
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Ron09
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Hallo,

ich lerne immer noch Klavier spielen und mache auch mäßige Fortschritte. Die Lust mit Synthesizern rumzuspielen ist immer noch da. Inzwischen habe ich ja ein Roland RD-800 und bin ganz zufrieden damit. Ich habe inzwischen wieder angefangen mein iPad Air mit dem RD-800 zu verbinden und mit den Synth-Apps ( Nave, Korg iPolysix, Sunrizer, Arturia iMini) rumzuspielen. Das gefällt mir soundtechnisch ziemlich gut, auch die netten Arpeggiospielerein begeistern mich. Was mich aber nerft ist die Bedienung der "Knöpfe" auf dem iPad. Mit dem RD-800 kann ich aber die Regler in den Apps nicht steuern. Jetzt meine Frage, kann man mit einem Masterkeyboard, z.B. Novation Impulse, mit den Reglern des Keyboards die Regler in der App steuern? Wenn ja, funktioniert das dann immer (also mit jedem Masterkeyboard), oder nur bei bestimmten Kombinationen? Was ist denn da ausschlaggebend, die App, oder das Keyboard? Eine andere Idee wäre ein gebrauchtes Yamaha MOX6 zu kaufen. Könnte man die Reglerin den Apps damit steuern? Dann hätte ich eine kleine Workstation mit netten Sounds und könnte die Synth-Apps des iPad nutzen, dass wäre genial.

Grüße, Michael
 
Telefunky
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ich kann's gerade nur für den Nave nachsehen...
eventuell bedienst du die Knöpfe falsch - das machen selbst Korg Angestellte in YT Videos, wäre also keine Schande...
man tippt einmal auf den Knopf drauf und zieht dann den aufgelegten Finger weg (ohne abzuheben)
dann kannst du diesen Knopf über die gesamte Display Fläche 'justieren', je weiter weg, desto feiner
(solange der Finger auf der Oberfläche bleibt)
wenn man das Prinzip durchschaut hat, lässt sich damit sehr komfortabel arbeiten

beim Nave solltest du (für diese Bedienung) nach drauftippen relativ schnell wegziehen...
sonst kommt ein Hinweis, der sich auf deine eigentliche Frage bezieht:
der nächste eintreffende Midi-Controller wird diesem Regler zugewiesen
(das macht aber jeder Anbieter uU anders, bei Waldorf schaltet 'antippen und liegenlassen' in einen Midi-Lernmodus

cheers, Tom
 
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Hi,

Ich finde es schlimm dass du viele grauenhafte Übungen machen musst. Ist dein Schwerpunkt Klassik? Ich musste zum Glück nie solche Übungen machen, bin aber in der Popularmusik zuhause und spiele ausgewählte klassische Stücke, jazz, Balladen, rock. Pop.

Vielleicht kannst du mal das präludium c-dur von Bach üben?, das klingt schon nach was und lässt sich schaffen.

Guter klang und systematisches Üben müssen sich nicht ausschließen. Empfehle dir auch easy pop von daniel hellbach, dann das neue “klavierspielen nach akkorden“ von Manfred Schmitz, “beginning rock piano“ von Jürgen Moser. Wenn du nicht konzertpianist werden willst kommst du auf diesem Wege schnell zu klangvollen Ergebnissen.

Ich habe keine technischen Probleme bei dem, was ich spielen und können will, spiele auch Bruce hornsby in originalverpackt.
 
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Hallo,

danke für den Nave-Tipp. Das funktioniert jetzt ganz gut. Bei den anderen Programmen habe ich das auch ausprobiert, funktioniert ebenfalls meistens ganz gut. Ich bleibe aber trotzdem ein Fan echter Knöpfe, ich mag diese Bildschirmwischerei einfach nicht. Ich hätte auch gerne eine zweite Tastatur mit "Synthesizertasten" ohne Hammermechanik.
Ich muß eigentlich keine wirklich schlimmen Übungen machen. Mein Lehrer kommt aus der Klassik und wir lernen nach "Klavierspielen, mein schönstes Hobby". Das ist wohl für Erwachsene so eine Art Standartwerk. Die Stücke sind ja meistens ganz ok, ich würde aber gerne auch etwas in die Richtung gehen, die ich gerne höre (alte Genesis, J. M. Jarre, Pink Floyd,...). Natürlich reicht mein Können dafür noch nicht, aber ich merke, dass mir das Experimentieren mit den Synthsoundsund den Arpeggiatoren großen Spaß macht.
Ich muß dazu sagen, dass ich große psychische Probleme habe, die es mir sehr schwer machen konzentriert zu lernen. Mehr als 15 Minuten am Stück schaffe ich nicht. Da entkrampft dann die Soundspielerei meine Gehirnwindungen wieder etwas. Deshalb bleibe ich auch bei meinem Lehrer, der ist nicht nur sehr nett und geduldig, sondern kann es auch mit erwachsenen "Psycherln" recht gut.

Grüße, Michael
 
stuckl
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Klingt okay, dein Lehrer. Als Ergänzung gutklingend würde er sicher nichts gegen das Buch von Manfred Schmitz haben.

Und das präludium fließt so schön dahin (am Ende des heumann bandes, einfach schon mal die ersten vier takte probieren), das entkrampft und entspannt schön.
 
Michael Burman
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Tja, die Stichworte bzgl. Steuerung der Parameter per Regler / Fader wurden ja bereits genannt. Du suchst dir eine gute Tastatur mit guten Reglern / Fadern, und achtest darauf, dass diese Regler / Fader brav MIDI-Daten senden. Und im Software-Synth stellst du ein, welcher Parameter auf welchen Regler / Fader wie reagieren soll. Bei normalen Reglern / Fadern sollte man beachten, dass sie ihre Stellungen nicht vom Synth übernehmen können, wenn man z.B. einen anderen Sound aufruft. Das funktioniert nur mit motorisierten Fadern und Endlos-Encodern, wenn sie von der Software entsprechendes Feedback bekommen. Und außerdem wäre ein Gerät besser, wo die Regler / Fader elektronisch beschriftet werden können und je nach verwendetem Synthesizer anzeigen, welche Parameter mit welchem Regler / Fader gerade gesteuert werden können.
 
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Hallo,

vielen Dank für die Antworten. Ich habe mich jetzt mal intensiv mit den Synth-Apps beschäftigt und versucht die Regler auf dem RD-800 mit den Apps zu verbibden. Das hat nicht funktioniert. Ein paar Apps haben aber eine Lernfunktion (Nave, Arturia iMini, Sunrizer?, NLog Pro), die aber auf mein RD-800 nicht anspricht. Soweit ich das verstanden habe muß das Keyboard auch Signale zurücksenden? Arturia iMini hat nur für einige Regler eine Zuordnungsmöglichkeit und bei Korg Poplysix habe ich keine gefunden.
Ich war auch nochmal in einem großen Musikhaus hier in München, dort konnte (oder wollte?) man mir aber mit der App-Sache nicht weiterhelfen. Ich habe mir dann noch die unterschiedlichen Synthesizer und Workstations angesehen. Mit dem Korg Krome konnte ich mich nicht anfreunden und Roland habe ich ja schon. Sehr gut hat mir das Yamaha MOXF6 gefallen, noch besser das Motif XF6. Das hatte eine angenehmere Tastatur.Diese Geräte sind natürlich bei meinem jetzigen Können viel zu hoch gegriffen, aber das Yamaha MX61 hat mir dagegen garnicht gefallen, das wirkte direkt billig gegen die anderen.
Was wäre denn am besten, ein gebrauchtes Motif XS6, oder ein MOXF6? Oder wäre ein gebrauchtes MOX6 einem MOXF6 sehr unterlegen? Ich habe aber auch schon ein Angebot für ein gebrauchtes Motif XF6 für 1000,-€ gesehen, was ich merkwürdig fand, da ja für die Motif XS6 noch über 1000,-€ verlangt werden. Die Yamaha gefallen mir auch so gut, da es dafür Samples? zum kaufen gibt, die ich für meine Musikrichtung gut brauchen kann.
Ich weiß, dass das nicht vernünftig ist und ich erst noch anständig Klavier lernen sollte, aber Vernunft war noch nie meine Stärke und es macht halt soviel Spaß.
Würde denn eins der oben genannten Yamahas die Apps ansprechen können?

Grüße, Michael
 
Michael Burman
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Einen MOX6 habe ich selber. Also die 8 Encoder sollten MIDI raussenden können. Dafür gibt es im Master-Mode auch, soviel ich gesehen habe, extra Einstellungen. Habe ich selber aber nicht ausprobiert. Wenn du dein iPad nah an den Reglern anbringt, kannst du die Auswirkungen direkt am iPad beobachten. Rückmeldung benötigst du dann, denke ich, keine, weil die Regler eh keine LED-Kränze oder Ähnliches haben. An den Motifs sind Regler, glaube ich, nicht Endles, sondern normale Potis, und Fader auch nicht motorisiert. Der MOX hat halbe Polyphonie (64 Stimmen) und ROM-Samples wie im Motif XS. Motif XF und MOXF haben mehr ROM-Samples und können neue Samples laden. Der MOX kann das nicht.
 
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Ich kenne mich bei Yamaha nicht so gut aus, aber den MoXF würde ich deutlich über den Mox stellen. Mehr Samples und vor allem der Flash ROM Speicher sind eine deutliche Aufwertung. Der Motif XF ist natürlich nochmal eine Stufe drüber. Ein gebrachter XF6 für 1000€ ist ein absolutes Schnäppchen.
 

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