Keine Jagd mehr nach Equipment

  • Ersteller Dr_Martin
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Ästhetikbefriedigung
... so nett das klingt, ganz glauben mag ich das nicht :D ... denn bei der dürfte der Faktor "Besitz" keine Rolle spielen ... ich habe auch schon Phasen erlebt, in denen ich mich an allen möglichen Instrumenten einfach erfreut habe, ohne auf die Idee zu kommen, sie käuflich erwerben zu müssen. Zur Zeit kämme ich gerade mein Arsenal durch und entscheide dabei, was mich noch reizt oder eben aus bestimmten Gründen nicht mehr. Das geht teilweise ganz flott, gelegentlich auch sehr zäh voran. Ich verfolge da kein konkretes quantitatives Ziel, ist eher so wie Garten umgraben :D
 
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Ich übe sehr oft nur mit der Strat oder anderen Gitarre ganz ohne Verstärkung , weil man einfach direkt hört was man falsch macht (oder nicht )
Vor allem bei filigranen sachen hört man was abgeht und kann sein Spiel verbessern , es klingt dann verstärkt umso besser finde ich

Ich übe auch sehr viel unverstärkt aber umgekehrt ist es auch so daß man gewisse Fehler nicht hört die einem nur verstärkt auffallen.
Im übrigen mache ich es wie Zwetsche mit 80% Klassik und Konzertgitarre was mich viel weiter
bringt als die E-Gitarre
Außerdem bin ich nicht mehr daran interessiert viel Eigentum zu besitzen (Eigentum bindet),
d.h Amps und Gitarren nehmen Platz weg, müssen gepflegt werden usw.
Pedale hatte ich noch nie.
 
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Also unverstärkt übe ich nur sehr selten...das mache ich wenn die Gitarre noch nicht in der Übungsecke ist (zum Beispiel nach dem Unterricht, da räum ich die nicht gleich in ihre Ecke/ihren Platz)
Sonst immer nur mit Amp. Aber ich habe halt viel angefangen mit meinen OD und Boostern und den Amp-Kanälen zu experimentieren, je nach Gitarre variiert das Ergebnis halt auch recht stark.
Wenn ich irgendwann den Platz habe, kommt sich noch der ein oder andere Amp dazu, einfach weil es geht.
Außerdem bin ich nicht mehr daran interessiert viel Eigentum zu besitzen (Eigentum bindet),
hmm...ja kann man so sehen. Aber das ist wohl eher ein sehr individuelle Betrachtungsweise. Meine Frau und ich wollten ein Haus mit großem Grundstück,da sind wir schon erstmal gebunden, an den Job auch...weil uns sonst die Bank ganz schnell sagt was uns nicht mehr gehört.
Da kommt es dann auf die Gitarren,die Amps, die Effektpedale, die Autos usw. auch nicht mehr an.
 
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Amps und Gitarren nehmen Platz weg, müssen gepflegt werden usw.
...so weise und richtig das klingt, was machst du dann mit dem frei gewordenen Platz? Gibt es einen höheren Zweck für den, der mir entgangen ist? ;)

Klar, alles Materielle erfordert Aufwand und verbraucht Energie. Die Frage bleibt dann: leben wir nicht in einer materiellen Welt und müssen uns damit eh irgendwie auseinandersetzen?
 
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...so weise und richtig das klingt, was machst du dann mit dem frei gewordenen Platz? Gibt es einen höheren Zweck für den, der mir entgangen ist? ;)

Klar, alles Materielle erfordert Aufwand und verbraucht Energie. Die Frage bleibt dann: leben wir nicht in einer materiellen Welt und müssen uns damit eh irgendwie auseinandersetzen?
Genau das ist der Punkt, dann brauche ich auch nicht mehr viel Platz. Die materielle Welt halte ich für eine Sackgasse. Ich habe auch vor kurzem mein Auto
verschenkt /schönes altes Mercedes-Coupe.
 
Eigentlich bin ich mit z. Zt. immer noch 8 E-Gitarren gut versorgt. Nun habe ich kürzlich gerade eine meiner 3 Strats verkauft und damit hat sich die Option eröffnet mir wieder eine neue Gitarre zuzulegen, oder es zu lassen was das vernünftigste wäre.
Geld und Platz sind kein Problem.
Nun überlege ich ständig, ob und wie ich meine kleinen Sammlung sinnvoll ergänze.
Eine Shortscale Jaguar oder eine Baritone stehen auf meiner Suchliste. Auch der Squier Bass VI reizt mich irgendwie. Entscheiden kann ich mich bislang noch nicht. Ist schon ziemlich verrückt.
Ich hoffe mal darauf, dass das Gas nachlässt, oder sich die Gelegenheit ergibt die mir die Auswahl abnimmt.

Im übrigen nehme ich auch gern nächtens meine Semiakustik oder die 12saitige ohne Verstärkung zur Hand.
 
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Die materielle Welt halte ich für eine Sackgasse
... mh, dem kann ich nicht ganz folgen, entweder, es gibt so etwas wie "Sinn", dann gibt es auch nur Wege und Entscheidungen, aber keine Sackgassen, oder es gibt keinen Sinn, dann fehlt eh der Maßstab der etwas derart einstuft. Und: wie auch immer, mit dem Tod endet das Spektakel doch vermutlich eh, oder?
 
Und: wie auch immer, mit dem Tod endet das Spektakel doch vermutlich eh, oder?
Nach meiner Weltanschauung ist das so...aber auch das sehen andere vielleicht anders. 4 Full-Stacks, 16 Gitarren,38 Effekte als Grabbeigabe damit der Verstorbene im Jenseits weiter kniedeln kann könnten heute problematisch werden.
Zum einen aus Kostengründen und zum anderen aus umweltschutzgründen....da hat man dann im Jenseits immer welche an der Backe die einen ein Ohr abkauen.

Was und wie viel jemand besitzt soll bitte jeder für sich entscheiden (und zwar nur für sich).
 
... mh, dem kann ich nicht ganz folgen, entweder, es gibt so etwas wie "Sinn", dann gibt es auch nur Wege und Entscheidungen, aber keine Sackgassen, oder es gibt keinen Sinn, dann fehlt eh der Maßstab der etwas derart einstuft. Und: wie auch immer, mit dem Tod endet das Spektakel doch vermutlich eh, oder?
Das führt jetzt vielleicht zu weit vom Thema weg aber im Grunde ist es doch so daß durch den dominierenden Materialismus/Kapitalismus z.B die Natur, das
soziale Gefüge etc. zerstört werden (besonders für nachfolgende Generationen/Sackgasse).
.da hat man dann im Jenseits immer welche an der Backe die einen ein Ohr abkauen.
Da hab ich kein Problem, ich komm nicht ins Paradies.
 
Da hab ich kein Problem, ich komm nicht ins Paradies.
Naja...da ich nicht daran glaube ich auch nicht. Aber wenn es soweit ist (was hoffentlich noch einige Jahrzehnte dauert) hat dann meine Tochter zumindest ein Dach über dem Kopf und kann diverse Gitarren aus dem letzten Jahrtausend verkaufen...und die die noch 2000 gebaut wurden sind bis dahin auch schon vintage.
Alles hat seine Vor und Nachteile, man muss nur für sich selber damit klarkommen.
 
Und vielleicht macht ihr dann auch das Gitarrespielen Spaß
 
Außerdem bin ich nicht mehr daran interessiert viel Eigentum zu besitzen (Eigentum bindet),

Hmm, Eigentum bindet, gibt einem aber die Möglichkeit der Verfügung. Ich bin nicht wirklich am "Besitz" interessiert, wohl aber daran, auf bestimmte Sachen schnell zugreifen zu können, ohne erst alle möglichen Leih- und Sharing-Services abzuklappern oder dann doch im Laden zu landen. Daher habe ich günstig immer wieder mal interessante Sachen gekauft - andererseits: Wenn ich weiß, dass ich ein Instrument für längere Zeit nicht spielen werde oder Leute aus meiner Kapelle ein Mike brauchen, dann wechseln die Teile halt mal ihren Betreuer, auch mal für ein paar Jahre. Ich weiß ja, wo ich sie schnell wieder her bekomme.

d.h Amps und Gitarren nehmen Platz weg, müssen gepflegt werden usw.

Hmm, die Zeit, die ich für die Pflege aller meiner Instrumente pro Jahr brauche, ist wahrscheinlich weniger, als die, die ich in der Woche für's Zähneputze brauche. (Saitenwechsel vielleicht mal ausgenommen. Das ist noch eine zweite Woche Zähneputzen.)

Pedale hatte ich noch nie.

Ich fange jetzt, nach 45 Jahren, damit an - Lust am Experimentieren. (Bin eigentlich kein E-Gitarrist) Keine Ahnung, was dann irgendwann mal dabei rauskommt.
 
Also ich würde mich selbst auch als etwas GAS-krank bezeichnen. Aktuell besitze ich drei Amps und ich habe jetzt auch meine ersten Bodentreter erhalten.
Brauche ich das alles? Wohl eher nicht. Aber ich finde es sehr befriedigend zu wissen, dass mir eine klangliche Felixibilität zugrunde liegt, die über mein Spiel hinaus geht. Ich mag die Abwechslung.

Dennoch habe ich nie das Spielen selbst vernachlässigt, im Gegenteil: es geht mir hauptsächlich und die Musik und das Musik machen.

Wenn du mit deinem minimalistischen Setup zufrieden bist, ist das doch super. Aber vielen wird das eben nicht reichen.

Viele Grüße
Sebastian
 
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Wenn du mit deinem minimalistischen Setup zufrieden bist, ist das doch super. Aber vielen wird das eben nicht reichen.
JA das ist so. Ist ja auch völlig ok. Wobei ich Amps z.b. nicht wechsle. Das ist eben mein Hauptsound-Geber. Effekt schon. Z.b. Overdrives, da könnte ich mir auch noch 2-234 kaufen. Einfach um zu spielen und testen. Der Rest an Effekten ist mir nicht so wichtig. Ich habe z.b. bis heute keinen Distortion gehört und besessen, der mir gefällt. Klang alles nach Plastik und künstlich irgendwie. Dann lieber zwei OD hintereinander. Das passt eher für mich vom Sound her.
 
und kann diverse Gitarren aus dem letzten Jahrtausend verkaufen
... über den Punkt habe ich mir in letzter Zeit auch mal Gedanken gemacht ... wie schwierig das sein wird, lässt sich zumindest nicht ganz klar sagen heute. Schon jetzt haben es Hinterbliebene der Horter-Generation ja schon nicht ganz leicht, große Sammlungsbestände in Geld zurück zu wandeln. Denn das erfordert Augenmaß und Sachkenntnis, wenn es einigermaßen erfolgversprechend sein soll, und eben einen nachfragefreundlichen Markt ...
 
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Das stimmt natürlich. Und ich glaube auch nicht das meine alte Blazer oder meine billige RG dann großartig Geld bringen wird. Aber ehrlich gesagt ist das nicht mein Problem...wenn es dazu kommt gibt es mich nicht mehr.
Wie sich der Markt in den nächsten 10,20 30 oder mehr Jahren entwickelt weiß halt niemand. Im schlimmsten Fall will dann keine Sau mehr Instrumente kaufen mit denen man Musik machen kann die die Urgroßeltern gehört haben.
Und das Angebot wird riesig sein.
Als Ansammler kann man nur versuchen noch zu Lebzeiten es den Nachkommen leichter zu machen. Zum Bleistift irgendwo schriftlich festhalten was für Instrumente es genau sind (ist ja für Themenfremde auch nicht immer einfach). Und einen ungefähren Preis (das müsste man natürlich in gewissen Abständen aktualisieren).
 
Schon jetzt haben es Hinterbliebene der Horter-Generation ja schon nicht ganz leicht, große Sammlungsbestände in Geld zurück zu wandeln. Denn das erfordert Augenmaß und Sachkenntnis, wenn es einigermaßen erfolgversprechend sein soll, und eben einen nachfragefreundlichen Markt ...
Für die Hinterbliebenen, denke ich und weiß ich aus eigener Erfahrung, ist so eine Sammlung eher eine Belastung. Der Sammler hat im Laufe der Zeit so einiges angesammelt, was für ihn sicher auch einen Wert hat, und hätte er zu Lebzeiten wieder einiges verkaufen wollen, hätte er sicher auch einiges rausgeschlagen.
Im Prinzip, egal was man gesammelt hat, aber bei Gitarren und Zubehör ins besondere, weil diese Dinge ja auch viel Platz brauchen, ist man als Erbe froh, das "ganze Zeug" möglichst schnell los zu werden, Wertverlust hin oder her.
Als mein Bruder gestorben ist, hat er mir jede Menge hinterlassen, und ich hatte Glück im Unglück, das es Menschen gab, die mir geholfen haben. Erstens die Sachen unterzubringen, und zweitens, die Sachen zu veräußern. Das war ein Prozess, der sich über Jahre hingezogen hat. Den Raum und die Zeit haben die meisten ja gar nicht, und die nötige Fachkenntnis auch nicht.

und die die noch 2000 gebaut wurden sind bis dahin auch schon vintage.
Alles hat seine Vor und Nachteile, man muss nur für sich selber damit klarkommen.
Man weiß nicht was kommt, aber ich glaube, man tut seinen Nachkommen, sofern sie nicht selbst großes Interesse an solch einer Sammlung haben, keinen Gefallen mit solch einer Erbschaft.
Bei meinen Sachen sehe ich das so, das meine Erben damit eines Tages meine Beerdigung bezahlen können:rolleyes:, mehr wird nicht bleiben.
 
Bei meinen Sachen sehe ich das so, das meine Erben damit eines Tages meine Beerdigung bezahlen können:rolleyes:, mehr wird nicht bleiben.
Das ist doch schonmal was....man weiß halt nie wie es kommt. Kann ja auch sein, das in meinem Fall, unsere Tochter auch unbedingt E-Gitarre spielen will und mir dann wenn sie 12 Jahre ist schon zeigt wo der Frosch die Locken hat.
Vielleicht hat sie auch absolut kein Interesse an Musik jeglicher Art.
Aber deswegen verzichte ich nicht auf etwas nur weil evtl irgendwann usw.... im schlimmsten Fall wandert das ganze Equipment dann halt in den Müll. Wenn ich dann aber 6 Fuß tief verbuddelt bin ist mir das sicher auch wurst.
 
Wenn dir an deinen Nachkommen etwas liegt, ist das aber eine ziemlich fatalistische Einstellung:engel:.
Das sind irgendwie zwei unterschiedliche Paar Schuhe und irgendwie macht ja auch die Menge dann das Problem. Ich meine ich habe z.Z 4 E-Gitarren, einige kommen mit Sicherheit noch dazu.
Aber selbst wenn es dann 10 oder 12 sind ist das ja noch irgendwie eine überschaubare Größe.

Mal ehrlich,wo soll ich anfangen an die Hinterbliebenen zu denken (ich bin jetzt 33 und hatte eigentlich vor noch Gitarre spielen zu lernen bevor ich das zeitliche segne)? Und warum soll ich auf etwas verzichten? Wozu, es ist ja nicht so das die Nachkommen dadurch in den Ruin gestürzt werden.
Ok...im aller aller schlimmsten Fall sind die Instrumente, dann wegen Ebenholzgriffbrett nur mit 37 Dokumenten sowie dem Herkunftsnachweiß bis hin zum Samen des Baumes priv. verkäuflich und bei der Entsorgung giltes als Sondermüll. Das würde dann natürlich die Situation für die Nachkommen verschärfen.
Da macht so manche Keller der voll ist mit Opas Gerassel aus den letzten 30 Jahren mehr Arbeit und Mühe als Instrumente. So sehe ich das zumindest.
Edit:
Ich glaub unsere Beiträge überschneiden sich immer wieder...ein Teufelskreis:D
 

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