Klang Hammond A 100

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heinz102
Guest
Hallo zusammen,
als Besitzer einer A 100 und neuerdings eines Leslie 122 bin ich klanglich schon recht zufrieden, allerdings noch nicht ganz. Mein Idealklang einer Hammond ist so: https://www.youtube.com/watch?v=u-HWDuc4AM8. Hat jemand von euch eine Orgel (A 100, B3, C3) , die so klingt? Wenn ja, habt ihr auch den TG mal gemessen? Könntet ihr mir die Daten schicken? Der Besitzer der A 100 im Video war wenig kooperativ...

Hier die Messwerter meiner Hammond:Anhang anzeigen A 100 Udo Trapp Tongeneratorkurve wie bei Kons Data.doc

Danke für eure Antworten!

Viele Grüße

Udo
 
Eigenschaft
 
Hallo Udo,
hier ein paar Fragen

Klingt die Orgel zu höhenbetont oder zu dumpf?

Hast Du die Möglichkeit den Frequenzgang des Preamps und des Leslies zu messen?

Ich nehme an, dass die Kondensatoren am Generator gewechselt wurden. Hast Du die Kalibrierung selbst vorgenommen ?

Je nachdem wo Du wohnst könnte ich mir die Sache auch mal ansehen.

Vg
 
....prinzipiell klingt jede Hammond anders....

DAS macht es aus!

Grüsse

Wolfgang
 
Hi,

natürlich weiß ich das ;) , schließlich bin ich schon lange auf der Suche. Ich habe aber eine ganz persönliche Vorstellung von DEM Idealklang. Ist ganz klar eine Frage der persönlichen Vorliebe ... :mrgreen:

Grüße
Udo
 
Hallo Udo,

das ist lustig, dass Du auf Organ Explosion verlinkst. Soweit ich weiß, wurde der TWG bei der Orgel von Uwe Menrath, als diese noch im Besitz von Uwe war, kalibriert.

Die Hammond von Hansi ist eine 60Hz US A100 und die TWG Kondensatoren wurden wohl komplett neu gemacht und eben der TWG neu kalibriert. Die Orgel klingt sehr höhenreich und mit dem Leslie 147 auch scharf. Die Musik von Organ Explosion ist absolut Klasse und ich find es 1A, dass jemand noch diese Art von Bands hört und ziehe den Hut vor den Jungs.

Bevor ich mich an Deiner Stelle an einer TWG Rekalibration probieren würde, sollte erstmal der AO28 unter die Lupe genommen werden und das Leslie. Den AO28 kann man einfacher restaurieren und neue Kondensatoren/Widerstände, deren Wert gedriftet ist, einbauen, als einen TWG kalibrieren (da kann so einiges schief gehen). Der Leslie macht bei Hammonds auch sehr viel aus im Sound, d.h. zusammen mit dem AO28 sollte der Leslie überholt werden und falls er gealterte Bauteile im Amp und in der Frequenzweiche hat, erstmal diese austauschen.

Aber davor sollte man versuchen am Tone-Regler des AO28 zu drehen

Und ja, Hammonds klingen alle ein bißchen unterschiedlich.

Beste Grüße,

Dote
 
Hallo Dote,

hast du die Adresse von Uwe? Vielleicht hat er ja noch die Daten der Kalibrierung, bzw. ein paar Tipps für mich. Das Leslie wurde gerade überholt. Die Orgel hat den SSP3A preamp von TREKII drin.

Viele Grüße
Udo
 
...steht im Telefonbuch von TBB...
 
Udo1956":n22we7vd schrieb:
Hallo Dote,

hast du die Adresse von Uwe? Vielleicht hat er ja noch die Daten der Kalibrierung, bzw. ein paar Tipps für mich. Das Leslie wurde gerade überholt. Die Orgel hat den SSP3A preamp von TREKII drin.

Viele Grüße
Udo

Hallo Udo,

ich hatte ja schon auf Deine (gleiche) Frage im Musiker-Board geantwortet, deshalb jetzt hier nur noch:

Registrierung 888 800008 mal versuchen. Darin so ungefähr spielt er den Blues in dem YT-Beispiel.

Grüße
Christoph
 
Hallo zusammen,

Don Leslie meinte, ich solle mich mal outen! Meine gechoppte A 100 hat aus platzgründen einen Preamp von TREKII. Es ist der SSP3A. Wenn ihr mal hören wollt, wie die Orgel so klingt, dann geht einfach auf Soundcloud und gebt ein: Udo Trapp Hammond A 100. Bin mal auf eure Meinungen gespannt. ;)

Viele Grüße auch an die Puristen unter euch

Udo
 
Hallo Udo,

habe mir den File auf Soundcloud angehört, aber was willst Du jetzt von mir hören? Es ist eine Aufnahme sicherlich nicht, wie man es bräuchte um irgendwelchen Feinheiten rauszuhören. Ansonsten bietet das Zugriegelsystem über 80 Mio unterschiedliche Einstellungen, sodass es für den Hörer oftmals schwer zu unterscheiden ist, was ist grundsätzlich der Orgelcharakter und was ist die Registrierung.
Also wenn Du irgend etwas hast, was Deiner Meinung anders klingen sollte, dann mach bitte Aufnahmen, zum einen ohne andere Instrumente, ohne Hall (!) und zum andern gib die Registrierung mit an. Nur so könnte man einen Vergleich mit anderen Orgel machen.

Aber mach Dir bitte auch klar, Orgel und Leslie bilden klanglich eine Einheit. Der TWG in der Orgel ist nur ein Teil, der A028 ein weiterer. Beim Leslie ist es ähnlich, der Amp und auch die Lautsprecher, insbesondere der V21, spielt eine Rolle. Der Klang einer Hammond ist von vielen Dingen abhängig.
Aber es gibt noch ein paar Hammondtechniker, die in der Lage auf Wunsch den Klang einer Orgel auf Deine Wünsche hin einzustellen.

Gruss Helmut
 
Deine Pegel sind ab 70 recht hoch. Wenn ich rekalibriere gehe ich nur bis 18 oder 19 mVpp und lasse die allerobersten 6 bis 7 Töne wieder leicht abfallen.

Ist natürlich Geschmackssache.

Gruss
Christian
 
Hallo,

kannst du mir ein Soundbeispiel deiner Orgel schicken, oder bei Soundcloud einstellen? Mein Idealbild einer Rockorgel siehst du hier:
https://www.youtube.com/watch?v=x0kknUo11oQ. kannst du meine orgel dazu bringen so zu klingen? Liegt es an der Generatorkurve?

Viele Grüße
Udo
 
Udo1956":2awwts4x schrieb:
Hallo,

kannst du mir ein Soundbeispiel deiner Orgel schicken, oder bei Soundcloud einstellen? Mein Idealbild einer Rockorgel siehst du hier:
https://www.youtube.com/watch?v=x0kknUo11oQ. kannst du meine orgel dazu bringen so zu klingen? Liegt es an der Generatorkurve?

Viele Grüße
Udo

Udo, ich habe schon mehrmals hier und im MB gesagt: Laß die Finger von der Generatorkurve. Deine Orgel ist OK.

Glaubst Du, wenn Du Deine Orgel gegen die von Chester Tompson austauschst und er würde auf Deiner Orgel spielen, es klänge irgendwie anders?

CT spielt auf dem Obermanual eine Registrierung von 888 000000 Perc. Third, C3 Vibrato, Leslie Chorale (vielleicht auch irgendwann auch Tremolo) aber da kommen Obertöne > Frequenz #70 so gut wie nicht vor (allenfalls in der Percussion).

Was findest Du überhaupt besonders an dem Klang? Es ist ein ganz normaler Hammondklang. Abgesehen davon, daß die Aufnahme ohnehin nicht viel hergibt. Es ist ja keine Studioaufnahme.

Bei einer Aufnahme von Jimmy Smith † im Studio von Rudi van Gelder † würde ich sagen, daß man da einen besonderen Sound heraushören kann und zwar nur deshalb, weil RVG die Orgel direkt in sein Mischpult eingespeist hat.

Auch in manchen Studioaufnahmen von Joey deFrancesco hört man Orgeln mit besonders gut klingender Percussion.

Aber einer Standard B3 in einer Live Bühnensituation einen besonders einmaligen Sound abgewinnen zu wollen, halte ich für sinnlos.

Da müßte man wirklich 1:1 Vergleiche in einer Laborumgebung anstellen, um darüber etwas aussagen zu können.


Grüße
Christoph
 
Hallo Christoph,

du fragst was ich so besonders an dem Klang finde? Dass er meiner Idealvorstellung entspricht, was ich mir vorgestellt habe, als ich die Orgel in Auftrag gab, dass ich mir vorstelle, wie ich Gänsehaut kriege, wenn ich diesen Sound bekäme. Dass er mir so dicht und voll rüberkommt und die Orgel so schreit. Meine Orgel klingt für MEIN Gehör eher braver. Sie klingt natürlich gut, aber es ist nicht der Klang, den man bei CT hört oder 1969 bei Evil Ways in Woodstock, oder bei Gregg Rollie, oder beim neuen Organisten von Santana, oder bei Organ Explosion, oder, oder, oder. Es ist überall der gleiche Klang mit leichten Nuancierungen. Vielleicht liegt das ja auch am AO 28, den ich (noch) nicht habe.

Viele Grüße
Udo
 
Du müsstest halt mal etwas genauer herausfinden, was Dir an Deinem Orgelsound fehlt. Mir ist es nicht ganz klar. Und ja: Die Generatorkurve macht zwar viel aus, aber es gibt so viele andere klangbeeinflussende Komponenten in der Signalkette. Allein mit der Generatorkurve findest Du wohl nicht den Sound, den du suchst.

Wenn Du so spezifisch nach einen Sound suchst, hängst Du vielleicht am besten mal einen EQ in deinen Signalweg und experimentierst damit herum.

Aus meiner Erfahrung kann ich aber folgendes sagen:

Am klangrelevantesten sind die 6550 Röhren im Leslie (die alten TungSol finde ich klar am besten) und der verwendete Leslie Hochtöner. Erst dann kommt nach meiner Auffassung der Generator und gewisse elektronische Komponenten in PreAmp und Leslie Amp.

Gruss
Christian
 
Hallo Christian,

was mir an dem Klang meiner Orgel fehlt ist der Biss in der letzten Oktave und eigentlich nur da. In dieser letzten Oktave klingt sie mir zu brav... Hast du mein Soundbeispiel in Soundcloud gehört? " Udo Trapp Hammond A 100". Ich werde noch ein anderes Beispiel einstellen, wo ich nur die Töne auf der letzten Oktave spiele. Einmal die ersten 3 Zugriegel mit C3 und Percussion und dann alle 9 Zugriegel mit C3 ( guckst du bei Soundcloud unter "Udo Trapp Hammond A 100 Teil 2").

Viele Grüße und danke für deine Antwort
Udo
 
...solange man das Bühnensetup nicht kennt, kann m.E. keine Aussage machen. Manche Sequenzen kann uch. icht nachvollziehen. Was macht der andere Keybosrder? Was ist alles überlagert?
Dann hört sich eine Aufnahme ganz anders an, als wenn man selbst an der Orgel sitzt.
Wie schon richtig geschrieben, würde hier nur ein A/B Vergleich etwas bringen.

Und zu guter Letzt kommt auch noch die Spieltechnik.....

Grüsse

Wolfgang
 
Udo1956":17zrim9g schrieb:
Hallo Christian,

was mir an dem Klang meiner Orgel fehlt ist der Biss in der letzten Oktave und eigentlich nur da. In dieser letzten Oktave klingt sie mir zu brav... Hast du mein Soundbeispiel in Soundcloud gehört? " Udo Trapp Hammond A 100". Ich werde noch ein anderes Beispiel einstellen, wo ich nur die Töne auf der letzten Oktave spiele. Einmal die ersten 3 Zugriegel mit C3 und Percussion und dann alle 9 Zugriegel mit C3 ( guckst du bei Soundcloud unter "Udo Trapp Hammond A 100 Teil 2").

Viele Grüße und danke für deine Antwort
Udo

Ich habe mir den Teil 2 angehört. Die Aufnahme klingt aber sehr leise und nicht sehr präsent, als stehe der Leslie in einer Ecke und Du am anderen Ende des Raums mit dem Handy, oder wie hast Du es aufgenommen?

Auch, wenn ich jetzt keine "Zahnlosigkeit" erkennen kann, hast Du die 888 888888- Einstellung mit dem A# oder B (H)-Preset gespielt?

Wenn Du 888 888888 auf upper A# und B-Preset einstellst mit Perc. off, spielst oben z.B. ein hohes C und Du schaltest zwischen A# und B-Preset um, hörst
Du einen Unterschied? Worauf ich hinaus will: hast Du geprüft, ob alle Drawbars funktionieren und nicht irgendwo ein Draht ab ist?

Da war ja am Schluß noch Leslie Tremolo dabei, wenn ich richtig gehört habe. Irgendwie kam mir das Leslie etwas langsam vor. Kann mich aber auch irren.

Einzelne Töne zu spielen, macht keinen "Biß"; bissig wird es, wenn Du z.B. die oberste Quarte g-c klingeln läßt, dann vielleicht noch ein g-Bb, c-f-a,Bb-e-g, also ein paar Blues licks.

Richtig "singen" tut die Hammond mit 888 888888 in den oberen 2 Oktaven, C3 Vibrato und Leslie Tremolo.
 
Hallo,

per Zufall stieß ich auf dieses Forum hier, als ich nach Organ Explosion suchte, und fand verblüffenderweise meinen Namen :shock: :shock: :shock: !

Nun denn, zu Hansi Enzenspergers A-100, in der Tat eine US-Version: Ich hatte den TG aus der Orgel genommen, da mir bereits beim Kauf aufgefallen war, dass alle Töne, die mit Kondensatoren gefiltert sind, deutlich leiser als die tieferen klangen. Die Orgel wirkte matt, ja geradezu leblos. Die Wachspapier-Filterkondensatoren baute ich aus und stellte beim Messen fest, dass ihre Kapazitäten durchschnittlich auf das Zwei- bis Dreifache ihres Nennwerts gewachsen waren. Kein Wunder also. Dann ermittelte ich mit Hilfe einer variablen 3-Bit-BCD-Kapazitätsanordnung, die Kapazitätswerte zwischen 1 nF und 399 nF in 1 nF-Stufen einzustellen gestattet, denjenigen Kapazitätswert pro Filter, der die Filter in Resonanz beim jeweiligen Ton bringt. Entsprechende Werte baute ich ein, nötigenfalls durch Konbination zweier Kondensatoren. Die Töne 1 bis 12 versah ich, entsprechend einer Empfehlung aus einem Hammond-Servicebulletin, mit Hochpässen aus je einem Elko 47 µF und einem Widerstand 15 Ohm. Das haben alle Orgeln mit den roten Filterkondensatoren ab Werk. Anschließend stellte ich die Pegel der Töne mit den Magnetstäben auf folgende Werte ein, gemessen Spitze-zu-Spitze (mVss):

Töne 1 - 12 60 mV
Töne 13 - 24 15 mV
Töne 25 - 36 14 mV
Töne 37 - 48 13 mV
Töne 49 - 60 14 mV
Töne 61 - 72 15 mV
Töne 73 - 78 16 mV
Töne 79 - 84 17 mV
Töne 85 - 88 18 mV
Töne 89 - 91 19 mV

Mir schwebte dabei ein bewusst höhenbetonter Klang vor, wie ich ihn von den Keyboard-Heroen meiner Jugend, Keith Emerson und Rick Wakeman,
kenne. Ich denke, das habe ich ganz gut hinbekommen :). Ist aber sehr wohl Geschmackssache.

Im AO-28 tauschte ich alle im Signalweg liegenden keramischen Scheibenkondensatoren gegen axiale PP-Folienkondensatoren und modifizierte den Percussion-Signalweg so, dass er den späteren AO-28-Versionen aus B-3 und C-3 entspricht. Die Röhren und Siebelkos waren noch in Ordnung, da musste ich nicht bei.

Heute würde ich jedoch bei einer AO-28-Überarbeitung sehr wohl sämtliche passiven Komponenten und auch die Röhren, ungeachtet ihres
Funktionszustandes, ersetzen.

Schließlich baute ich ein Hallgerät Trek II RV-1D ein, da Hansi den Hall unbedingt übers Leslie haben wollte, was mit der serienmäßigen Endverstärker/Lautsprecher-Anordnung bekanntlich nicht möglich ist. Die Lautsprecher und beide Endverstärker baute ich aus, um das Gewicht ein wenig zu senken.

@Udo: Soo schlecht klingt Deine A-100 doch gar nicht! Man muss sich vor Augen führen, dass Organ Explosion bei ihren YT-Videos stets von einem professionellen Team gemiked werden. Die Art und Qualität der Aufnahme spielen eine gewaltige Rolle für den wiedergegebenen Klang!

Beste Grüße, Uwe
 

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