Kleines Latency Tutorial

von Lucky_Strike, 30.05.06.

  1. Lucky_Strike

    Lucky_Strike Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.05.06   #1
    ROTER TEXT IST WICHTIG
    SCHWARZER TEXT IST OPTIONAL

    1. Was ist Latency?

    Als Latency (dt. Verzoegerung) bezeichnet man den Wert um den die Audioaugabe bzw. -eingabe verzoegert ist.
    (Latency kann auch bei anderen Dingen wie z.B. dem Festplattenzugriff, der Internetuebertragung (Ping), usw. auftretten. Da wir hier aber im Musiker-Board sind ist unsere Latency Audio bezogen :great: . Wobei die Latency in der Soundkarte (Kabeln und anderen Geraetschafften) in diesem Thread nicht beruecksichtigt wird, da sie sehr gering und somit vernachlaessigbar ist. ;) )
    Diese Latency ist abhaengig von den folgenden Werten:
    1. Samplerate (Hz oder kHz)
    2. Buffer Groesse (meist in Samples, sehr selten in ms)
    3. Buffer Anzahl (eine natuerliche Zahl n e N+ :D )
    2. Wie berechne ich die Latency?
    Latency (in ms) = Buffer Anzahl * Buffer Groesse (Samples) / Samplerate (kHz)
    Bsp:
    Fuer die Einstellungen:
    Samplerate = 44100 Hz = 44.1 kHz
    Buffer Groesse = 1024
    Buffer Anzahl = 8
    Rechnung:
    8 * 1024 / 44.1 = 185 ms Latency


    3. Wie viel Latency ist gut?
    [FONT=Arial, Helvetica, sans-serif] Steinberg says that 11 or 12 milliseconds of latency is acceptable.
    Deutsch: Steinberg sagt 11 oder 12 Millisekunden sind akzteptabel.
    Dabei kommt es stark darauf wobei Latency auftritt:
    Hat man z.B. bei einem Editing bzw. Mixing Programm Latency ist hier der Wert relativ egal (solang er sich noch in Sekunden messen laesst :D ), da man die paar Millisekunden warten kann bis man was hoert :cool: .
    Hat man jedoch bei Aufnahme Programmen oder noch schlimmer bei Live-Monitoring Programmen Latency :( , sollte man dagegen etwas tuen.

    ABER GENERELL GILT: Je weniger desto besser.

    4. Was kann man gegen Latency tun? :confused:
    [/FONT]Mit der oben genannten Formel die Latency moeglichst klein zuhalten (ABER VORSICHT!)
    So ergeben sich die Moeglichkeient:
    • Hoehere Samplerate = kleinere Latency
    • kleinere bzw. weniger Buffer = kleinere Latency
    Zu beachten ist:
    Je kleiner die Buffer Groesse und deren Anzahl, desto wahrscheinlicher kommt es zu einem so genannten "Buffer Underrun", d.h. einem Aussetzen (Stottern) des Sounds.

    (Weitere Erlauerungen hierzu verkneife ich mir da sie zuweit fueren wuerden.)
    IMVHO ist es besser ehr mehr kleinere Buffer zu nehmen als wenige Grosse. ;)

    Einweiterer Weg (oder der Standart in DIGITAL AUDIO RECORDING AND MIXING):
    Installation eines ASIO-Treibers, dieser Treiber umgeht (bypassed) das Betriebssystem und kommuniziert "direkt" mit der Soundkarte (weitere Erklaerungen fuehren zuweit).
    LINKS ZU FREIEN ASIO Treibern (univeral Treiber daher nicht optimal, erkundigt euch lieber beim Hersteller euerer Karte ob er diese Firmen eigene Treiber besitzt. ):
    http://www.asio4all.com/
    http://www.asio2ks.de/ (Veraltet!)


    ---------------------------------------------
    So ich hoffe dieser Beitrag hilft dem ein oder anderen :great:

    Falls jemand diesen Beitrag fuer Schwachsinn haelt (sei es auf Grund der Legastenie bedingten Rechstreibfehler) kann ich auch nichts machen.
    [FONT=Arial, Helvetica, sans-serif][/FONT]
     
  2. Exciter

    Exciter Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.05.06   #2
    Danke! Endlich braucht man in den wöchentlich auftretenden Latenz-Threads nur noch diesen Link zu posten :great:
     
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