Knopf bei Pentatonik

von Yeah, 14.08.08.

  1. Yeah

    Yeah Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.08.08   #1
    Servas!

    hab mich jetzt endlich ausgiebig mit den wichtigsten tonleitern beschäftigt und hab jetzt irgendwie einen leichten knopf drin, wie ich wieder zurück zur pentatonik gekommen bin.

    sagen wir einmal ich spiel in der c-dur pentatonik.
    darüber können jetzt doch aber kadenzen aus der ionischen, lydischen und mixolydischen tonleiter gespielt werden. oder?
    ist die pentatonik jetzt quasi nur...blöd ausgedrückt...eine "vereinfachung", wenn man nicht weiß, in welcher scale man genau spielt?

    ich kenns eigentlich eh von mir bei jams...wenn ich spontan einsteig spiel ich halt mal pentatonisch (sagt man das so? :D ) und überleg mir dann, welche scale passt.
    hat das jetzt wirklich nur diesen sinn oder hat es zb auch songtechnische gründe, wenn etwas einfach genau diesen sound haben soll?

    ich hoff, ihr versteht, was ich mein!

    lg und gute nacht!
     
  2. Hans_3

    Hans_3 High Competence Award HCA

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    Erstellt: 14.08.08   #2
    So ganz sind mir Deine vielen angerissenen Fragen nicht klar. Außer, dass die Pentatonik 2 Töne weniger enthält als eine "normale" Tonleiter und deshalb bei bestimmten Akkordfolgen und harmonischen Funktionen weniger "Kollisionsgefahr" besteht. Zugleich prägt das konsequente Auslassen bestimmter Tonstufen natürlich auch den melodischen Charakter.
     
  3. Hagenwil

    Hagenwil Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 22.08.08   #3
    Eher nicht. Pentatonik wird als die Urform aller Skalen angesehen, also eigentlich anders rum, unsere heutigen Tonleitern sind Erweiterungen oder Weiterentwicklungen der Penatonik.

    Was für Pentatoniken zur Anwendung kommen beim sololieren ist vollig dir überlassen. Insgesamt gibt es vielleicht ein wenig mehr als ein Dutzend verschiedene Fünftonleitern, und bei einem harmonischen Gefüge kann man die zu gebrauchenden Töne im Akkord ablesen.
     
  4. PVaults

    PVaults Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 23.08.08   #4
    Alte Pentatonik kannte aber keine Akkorde... in einem harmonischen Umfeld würde ich schon eher von einer vollständigen Tonleiter ausgehen und die Pentatonik als Kastration derselben betrachten...;)

    Mit Pentatonik allein kann man aber nicht solieren, es sei denn, man dödelt über mit irgendwelchen "richtig" klingenden Tönen über den Akkorden rum. Das ist dann aber sicher nicht musikalisch wertvoll geschweige denn erleuchtend für den Musiker. Besser ist es, ein Thema zu bearbeiten, also nicht wild rumskalieren, sondern musikalisch zu denken. Dann kommt man auch auf mehr "passende" Töne.
     
  5. ginod

    ginod Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 02.09.08   #5
    Pentatonik ist wichtiger als du denkst. Die Pentatonik gewinnt besonders beim Blues eine wichtige Rolle. Eine normale Moll Tonleiter über einen Dur Blues würde sich grausam anhören, da Töne vorhanden sind die sich beissen. Aber wenn du die Moll Pentatonik über einen Dur Blues spielst, dann hört es sich einfach nur genial an, weil die sozusagen "bösen" Töne einfach weggelassen sind und die Moll Töne uminterpretiert werden können. Natürlich ist es in gewisser Weise harmonisch nicht ganz korrekt, was der blues da macht, aber es hört sich super an. Aber mit dieser uminterpretation können dir andere besstimmt besser weiterhelfen und mehr sagen, Fakt ist einfach, dass die Moll Pentatonik auf einen Dur Akkord kein schlechtes Klangbild hervorruft, sondern einen spannenden Blues bildet. Manchmal ist die Pentatonik sehr wichtig wie man sieht und hört sich besser an als eine TOnleiter. Eine Dur Tonleiter würde ja das ganze Klangbild ins Ionische Zerren und würde die ganze Spannung aufheben. Wenn du dann noch eine verminderte Quinte machst und daraus eine Bluespentatonik machst, hast du eine enorme Spannung in der Pentatonik und es hört sich trotzdem klasse an.
     
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