Unklarheiten Melodisch / Harmonisch / Melodisch Moll

von Paul, 02.04.07.

  1. Paul

    Paul Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.04.07   #1
    Ich bin jetzt dran meine Improvisationen zu verbessern, da Pentatoniken recht einseitig klingen habe ich mir mal verschieden Moll Tonleitern angeguckt.
    Hab jetz aus dem Buch "Rock guitar Secrets" das passende Kapitel gefunden,

    Die Einzelnen Pattern (A-Moll Natürlich, A Moll Harmonisch, A Moll Melodisch) kann ich, um z.B C Moll Harm zu spielen muss ich ja nur die Tonleiter transponieren.

    Jetzt bin ich bei folgenden Skalen:

    F-lydisch #9
    G# harmonisch vermindert
    A Harmonisch Moll
    H Lokrisch 6
    C Ionisch #5
    D Dorisch #11
    E Phrygisch dominant

    kann ich die dann auch einfach transponieren?
    Heisst anstatt Grundton F dann zum Beispiel C ?

    Weiter steht in dem Buch wie die Einzelnen Modes klingen.
    Wenn ich dann zum Beispiel was "mystisches" spielen will, benutzte ich Lydisch
    wenn ich was trauriges Spielen will dann Aeolisch?

    Dann noch 2 Fragen zu Modes die ich jetzt noch nich geunden habe:

    Aeolisch??
    Mixolydisch ist Dur oder nich?

    Hoffe mal ihr könnt mir helfen:great:
     
  2. Flower King

    Flower King Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.04.07   #2
    Zu deinen letzten beiden Fragen:

    C ionisch (=Dur)
    =
    D dorisch
    =
    E phrygisch
    =
    F lydisch
    =
    G mixolyd.
    =
    A äolisch (Moll)
    =
    H lokrisch
     
  3. Hans_3

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    Erstellt: 02.04.07   #3
    In der Musik ist alles transponierbar.

    Hat Flower schon beantwortet. Zusätzliche Merkhilfe: Mixolydisch = wie Durtonleiter, aber kleiner statt großer Septime.

    Na, wenn's das schon so steht, dann wird's stimmen. :D Vergiss aber nicht, die Sachen ausgiebig zu spielen und Dir dabei den jeweiligen Klang einzuprägen. Ohne die Klangvorstellung verinnerlicht zu haben, nützt alle Theorie in der Praxis gar nix.
     
  4. Paul

    Paul Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.04.07   #4
    Also wäre es bei D wie folgt:

    D Ionisch
    =
    E dorisch
    =
    F# Phrygisch
    =
    G Lydisch
    =
    A Mixolydisch
    =
    H Aeolisch
    =
    C# Lokrisch?
     
  5. Hans_3

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    Erstellt: 02.04.07   #5
    Rüchtüch :great:
     
  6. kleinershredder

    kleinershredder Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.04.07   #6
    Und was ist mit der Chromatischen Tonleiter? :p

    Außerdem gibts noch begrenzt transponierbare Skalen (Messiaen), aber das mal nur so am rande, weil sie ja wenigstens beschränkt Transponierbar sind.
     
  7. Hans_3

    Hans_3 High Competence Award HCA

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    Erstellt: 08.04.07   #7
    Auch die hat innerhalb einer Komposition einen Anfangs- und Endpunkt (in Relation zur Tonart, Harmonie oder eine 12-Tonfolge). Von daher als Funktionsreihe auch transponierbar. Letztlich macht es ja im klanglichen Zusammenhang einer Komposition ja immer noch einen Unterschied, ob ich eine Chromatik zu E-moll z.B. mit dem Grundton starte oder z.B. mit der großen Septime.

    Allerdings hast Du Recht, dass sich zumindest kein "modaler Effekt" einstellt.

    Kann ich nix antworten, weil: kenne ich leider nicht - also Messiaen schon, aber....
     
  8. kleinershredder

    kleinershredder Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.04.07   #8
    Bei den begrenzt transponierbaren Skalen handelt es sich um Skalen, die sich aus sich wiederholenden Tonfolgen zusammensetzt.
    Wenn du z.b. die Skala c d eb e f#g ab b cb c nimmst, siehst du, dass sie sich aus drei Dreitongruppen zusammensetzt. Diese Skala lässt sich nur 4 mal transponieren, Wenn man öfter transponiert, erhält man wieder die Grundskala.
     
  9. Hans_3

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    Erstellt: 09.04.07   #9
    Also symmetrische Skalen sind gemeint wie

    Vermindert
    Ganzton
    Halbton-Ganzton
    Ganzton-Halbton

    usw.

    Ein schlauer Mensch beschäftigt sich mit "vollständiger Untersuchung aller symmetrischen Skalen, ihrer strukturellen Beschaffenheit und ihrer Beziehungen untereinander..." hier

    http://www.aconnect.de/friends/editions/writings/scales_g.htm

    und hat dabei errechnet dass es allein "3 Billionen Möglichkeiten [1112 = 3.138.428.376.721] gibt, 12-stufige Skalen zu bilden". Aber das sprengt nicht nur diesen Thread ;)
     
  10. HëllRÆZØR

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    Erstellt: 15.04.07   #10
    ;) Du meinst 11^12 (11 hoch 12).

    Unter einer 12-stufigen Skala versteht er übrigens (falls ich das richtig verstehe) eine Skala, bei der die Oktavlage NICHT egal ist, und bei der die 12 Töne (zwischen denen 11 Intervalle liegen) um eine kleine Sekunde bis eine große Septe (11 Intervall-Typen) auseinander liegen, was dann eigentlich 11^11 Möglichkeiten ergeben sollte ... naja, ist immer noch mehr als genug! :rolleyes:

    Danke übrigens für den Link, ist mal 'ne erfrischend andere Betrachtungsweise von Skalen, werd' ich mir mal genauer durchlesen. :great:
     
  11. Hans_3

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    Erstellt: 15.04.07   #11
    "Grau, mein Freund, ist alle Theorie"

    Goethe :D
     
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