Korg M1: Kaufen oder nicht?

von Cpt. Beefheart, 18.12.06.

  1. Cpt. Beefheart

    Cpt. Beefheart Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 18.12.06   #1
    Guten Abend allerseits, habe kürzlich beschlossen das ich gerne nur aus Spass an der Freude ein bisschen klimpern würde. Dachte zuerst ich kauf mir ein Keyboard, jetzt hab ich durch Zufall erfahren, dass ein Bekannter ein Korg M1 für so ca. 200 Euro verkauft. Nun stellen sich mir einige Fragen: Der M1 ist ja reichlich alt, lohnt sich das überhaupt noch? Sind 200 Euro zuviel dafür? Sollte ich zum einfach klimpern keinen Synthi kaufen sondern ein normales Keyboard? Kann der M1 mit Cubase "kommunizieren"? Da ich das Programm habe würden sich da natürlich nette Möglichkeiten ergeben wenn das funktioniert. Mehr fällt mir im Moment nicht ein. Danke schonmal.
     
  2. TritonFreak

    TritonFreak Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.12.06   #2
    Aloah.

    Soundmäßig ist der M1 natürlich schon lange überholt, aber immer noch ein gerne genutzter Synth. Ein Kult-Teil, was sich leider oft auch im Preis wiederspiegelt. 200 EUR würde ich dafür vielleicht noch ausgeben, wenn das Teil in absolut tadelosem zustand ist und evtl. als EX-Version daher kommt, wodurch der M1 ein "quasi T3" wird.

    Die Kommunikation mit Cubase funktioniert einwandfrei. Einfach ein Midi-interface zwischenschalten und du kannst ohne Probleme damit arbeiten. Für Cubase sollte es auch eine Instrumenten-Definition geben, dann hast du in Cubase selbst alle Sound-Namen gespeichert und kannst die Sounds ohne großartiges Suchen direkt über Cubase abrufen.

    Zum einfachen rumklimpern (ohne Begleitautomatik) und sich mit der Materie Synth, Workstation, Soundbearbeitung/FX usw ... zu befassen ist der M1 meiner Meinung ein recht guter Einstieg. Die Bedienung ist solang man sich auf der reinen Spiel-Ebene befindet absolut bedienerfreundlich. Sobald man ins Programmieren kommt, wird's auf Grund des kleinen Displays (damals eigentlich schon mehr als standard) etwas komplizierter aber trotzdem noch relativ leicht zu durchschauen.

    Wichtig: achte darauf dass die interne Batterie nicht kurz vorm exitus ist. Das erkennst du daran, dass im Display´ beim anmachen der Hinweis kommt "battery low". Der Austausch kann schon mal ein paar Euro kosten und ist vor allem dann ärgerlich wenn man kein BackUp seiner Sounds hat.


    BEATZ,

    Der Mig
     
  3. superbender

    superbender Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.12.06   #3
    Soweit ich mich erinnern kann hat das M1 einen Midi-Out und einen Midi-in. Somit kannst du auch mit Cubase kommunizieren. Der Preis von 200 Euro scheint nach den Gebrauchtmakrtpreisen der Zeitschrift Keyboards in Ordnung zu gehen.

    Damals (1988) war das M1 der Hit. Allerdings hat es nur eine 16 stimmige Polyphonie. Details findest du unter Korg M1 - Wikipedia

    Schau mal, ob du vielleicht einen Roland JV-80 bekommt. Ich persönlich finde das ein wenig besser. Der Preis könnte in einem ähnlichem Bereich liegen.

    Viele Grüße,

    Sveb
     
  4. Boogie_Blaster

    Boogie_Blaster Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.12.06   #4
    Neben Roland JV (der definitiv eine Generation weiter ist und vom Grundsound an die späteren XP-Geräte heranreicht, ich habe immer noch meinen JV880!) ist von Korg die Nachfolgegeneration 01/W eine viel bessere Wahl. Ich habe mir letztes Jahr bei eBay aus einer Kurzschlußhandlung heraus eine alte 01/W geschossen (brauch' ich zwar nicht im geringsten, war aber früher mal eines der Traumteile), hat nur 250,- € gekostet (in gutem Zustand). Beim gelegentlichen Anspielen bin ich immer wieder erstaunt über die insgesamt doch sehr brauchbaren Sounds und allroundfähigkeiten. Als günstiges, robustes Bühnenkeyboard immer noch eine gute Wahl, und mit um längen besserer und flexiblerer Tonerzeugung als die M1 (hatte ich auch 4 jahre lang!). die Natursounds bewegen sich alle im Bereicht "naja, immerhin brauchbar" bis "im zusammenklang mit einer Band total ausreichend", die digitale Röchel/Hauch-Abteilung ist eh' eine der Stärken des Instruments, das Waveshaping erweitert die klangmöglichkeiten charakterlich in Richtung FM- und Wavetable-artiges und mit 32 Stimmen lassen sich auch halbwegs vernünftige sequenzer-Arrangements realisieren.

    Im vergleich zur etwas über Wert gehypten M1 - 200,- wären dafür schon o.k., aber für 50,- mehr ist das Teil ein echtes Schnäppchen und den Mehrpreis auf jeden Fall wert!!
    Wie "Triton-Freak" bereits vollkommen richtig angemerkt hat, bieten die Korgs (alle von der M1 bis hin zum Triton) einen recht übersichtlichen Einstieg in Soundprogrammierung und Sequenzing ...und sogar den Vorteil, daß man bei einem späteren Upgrade auf eine neuere Generation überhaupt keine Verständnisprobleme hat.. als ich mir 3 jahre nach Verkauf meiner M1 damals eine Trinity gekauft habe, konnte ich ohne jemals die anleitung geschaut zu haben, sofort damit arbeiten.. genauso jetzt mit der 01/W...
     
  5. Cpt. Beefheart

    Cpt. Beefheart Threadersteller Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 18.12.06   #5
    Vielen Dank für die schnellen Antworten :), das hilft mir schon mal weiter.
    Jetzt ist es im Moment so, dass ich nur eine Onboard Soundkarte habe und ich bezweifel mal das die ein Midi in hat,oder? Neue Soundkarte+Midi-Interface+Synth. übersteigen meine Finanzen wohl leider.
    Sagen wir mal ich würde das Teil jetzt erstmal ein halbes Jahr zum normalen Keyboard spielen benutzen: Sind die Piano Sounds annehmbar(werde nur über Kopfhörer abhören)?
    Oder sollte ich mich zum "Klavier" spielen lieber doch nach einem echten Keyboard umschauen?
    Mir wäre halt wichtig, dass das Ding anschlagdynamisch ist(was der M1 ja ist) und Keyboards mit diesem Feature beginnen ja auch erst so um die 200 Öcken...
     
  6. TritonFreak

    TritonFreak Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.12.06   #6
    *hust*röchel*
    Zum "Klavier spielen" solltest du den M1 definitiv links liegen lassen. Der Klaviersound ist definitiv nicht seine Stärke ;) Den kannst du höchstens für House und Reggea Sachen verwenden und um das Intro von Ten Sharp's "You" zu spielen.

    Eine neue Soundkarte bruchst du eigentlich nicht. Wenn die nen Game-Port hat kannst du ein Midi-Adapter-Kabel anschließen, ist zwar nicht die eleganteste Alternative aber für den Anfang sollte es reichen. Midi-Interfaces kosten auch nicht die Welt. DIESES HIER sollte auch bei schmalem Geldbeutel finanzierbar sein :)

    Grooves
     
  7. Cpt. Beefheart

    Cpt. Beefheart Threadersteller Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 18.12.06   #7
    Hehe, tut mir leid ich wollte nicht für deinen verfrühten Erstickungstod verantwortlich sein:D.
    Dann kauf ich das Ding lieber nicht und bedanke mich für die schnelle und kompetente Beratung:great:.
    Soll ich im Keyboard Unterforum einen neuen Kaufberatungs-Thread aufmachen oder kann mir vielleicht hier einer ein nettes Einsteiger Keyboard(das, wie jesacht, anschlagsdynamisch sein sollte) empfehlen?
     
  8. Tax-5

    Tax-5 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.12.06   #8
    Die M1 war gerade legendär für ihre Piano Sounds... besonders in der Techno/Dance und House Szene..

    Kommt auf keinen Fall an einen guten Flügel an aber nur zum klimpern reicht es sowieso..
    200 Euro ist n mehr als guter Preis für die M1.. was darüber ist muss auch mehr enthalten (Soundcards oder so)

    Mein Tip: Kaufen...
    Nutze das Teil selber sehr gerne :-)
     
  9. toeti

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    Erstellt: 19.12.06   #9
    Ich finde das zu teuer :)!
     
  10. TritonFreak

    TritonFreak Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.12.06   #10
    nix anderes habe ich ja gesagt ;)
    aber auch nur dafür, wenn du damit irgendne Sonate spielen willst, wirst du ausgelacht .... :D

    Ich finde den Preis wie gesagt etwas überteuert und muss Boogie_Blaster recht geben: wenn ich für den gleichen Preis nen JV80, knapp 50 ören mehr mit Glück nen 01/W oder mit gaaanz viel Glück und 300 € nen XP50 bekomme, würde ich dann doch in jedem Fall zu den neueren Modellen greifen...... wenn mein Geldbeutel das hergibt ... klar ....
     
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  11. Tax-5

    Tax-5 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.12.06   #11
    Ein JV steht auch noch in der bescheidenen Liste meiner Anschaffungen..
    Beim JV muss aber wieder eine externe Tastur hin und dann kommen die "Welches Keyboard für MIDI" und "JV1080 über MIDI verbinden" Threads in Massen...

    200 Euro ist n absolut korrekter Preis.. mehr als das..
    Bis 300 kann man zahlen aber dann muss das Gerät im Zustand einer geleckten Maus sein..
    Und wie gesagt sollte dann einiges an Zubehör dabei sein.

    Als Alternative würde auch ein N5 gehen..
    Klingt nicht so kultig und druckvoll wie die M1 hat aber 4x so viele Combis und Progs..
    Einen sehr ausgeprägten Effektprozessor und 64fache Polyphonie, Arpeggiator und weitere Spielereien.. sollte für so gegen 100.- zu haben sein...
    In der Not trenne ich mich auch von meinem aber nicht für 100 :D
     
  12. toeti

    toeti Keys Moderator

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    Erstellt: 20.12.06   #12
    Morgen,

    also JV1000 braucht keine Tastatur. Da gibt es schon ein paar.
    Midi und JV Epander ist auch kein Thema und wenn haben wir was zu tun ;)

    Wer 300€ für einen M1 zahlt hat einfach viel zu viel Geld und viel zu wenig Ahnung in meinen Augen. Gerade wenn es um das erst oder zweit Gerät geht. Das Teil ist einfach alt und kult. Mehr nicht.

    Gruß
     
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