Korg Triton, ratlos :-(

von richy, 10.04.05.

  1. richy

    richy HCA Soundprogrammierung HCA

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    Erstellt: 10.04.05   #1
    Hi
    Habe gerade Hochzeit Nr 500 oder so hinter mir und bin ziemlich ratlos.
    Vor eineinhalb Jahren habe ich mir nen Korg Triton LE zugelegt. Alleine aus einem Grund: Wegen dem Smart Media Speichermedium, weniger dem Sound.
    Da bin ich mit meiner Roland XP 60 eigentlich voellig zufrieden.
    Das Teil will ich wie gesagt fuer Tanzmusik einsetzen, als Ersatz fuer die XP 60. Wir spielen querbeet von Dinner ueber Oldie, Party, Disco.
    Live, aber auch manches mit GM MIdI.
    Dass die LE Factory Sounds dafuer nicht geeignet sind ist mir klar und auch der ganze Synthesizer im Grunde kein Tanzmusik Teil ist.

    Da ich mich aber schon lange mit Soundprogramming beschaeftige dachte ich:
    Kein Problem. gehen wir das mal an und macht ja auch Spass so ne Kiste umzuprogrammieren.
    Inzwischen hat sich dieses Trton LE Tanzmusik Projekt aber in so ne Art
    unendliche Geschichte entartet.
    So um die 2000 Stunden hab ich am LE schon verbraten.
    Zuerst mal alle GM Files (so 100 Stueck) vom PC auf den LE rerecorded
    und im Le Format gespeichert.
    Als Kontrolle meinen Dynacord Aktiv 12/2 Buehnenmonitor verwendet.
    Im Live Betrieb klang aber alles "schlechter" als bei der XP60.
    Im ersten Versuch bin ich nach 2 GM Files wieder auf die XP 60 umgestiegen.
    Das Triton MIDI Projekt hab ich daher erstmal auf Eis gelegt.

    Na dann wenigstens die Combisounds der XP 60 emulieren. Das ging schon besser. Irgendwie klingt die LE aber immer kaelter als die XP.
    BTW:
    Routet man die MFX Effekte in Reihe z.B. Chorus -> Hall, klingt die LE etwas waermer. Auch der Stereoeffekt wird dann sehr viel breiter.

    Im Live Betrieb macht sich die LE als Zusatz fuer die XP 60 inzwischen ganz gut. Aber ist noch lange kein Working Horse Aber wie gesagt wollte das Teil ja aber auch vor allem wegen der Smart Media Karte fuer die GM Files benutzen.
    90% vom Sound machen Bass und Drums.
    Daher hab ich auch erstmal 4 neue GM Drumbaenke und 2 neue GM Bass Sounds programmiert.
    Um ganz sicher zu sein unsere 18/3 Pa im Proberaum aufgebaut. 14 Tage lang 8 Stunden im Proberaum verbracht. Alle hundert Files darueber in allen moeglichen Lautstaerken (kenne das Fletcher Diagramm) neu abgemischt.
    3 Proben mit der Band angesetzt, um auch das ganze mit Gesang zu ueberpruefen.

    Heute auf der Hochzeit war ich mir sicher, jepp jetzt ist die LE als GM File Player einsetzbar.
    Nach 3 Sets hab ich aber trotzdem wieder auf Xp60 umgestellt.
    Denke auch meine Musikerkollegen fuehlten sich im Gesammten unwohl.

    Und komisch, kaum hatte ich auf die XP 60 umgestellt stieg auch ploetzlich die Stimmung im Publikum.
    Die XP hat vor allem eine Charakteristik. Eine sehr seltsame Basedrum.
    Klingt recht unnatuerlich, fast wie eine Snare und bollert nicht bei 80 Hz rum
    sonder sehr viel hoeher. Auch die Baesse haben sehr viel eher unnatuerlichen Knack.
    Kann es daran liegen ?

    Klar man an seinen Sound gewoehnt.
    Geht das vielleicht so weit, dass man auch nur mit diesem gewohnten Sound sich dann besser dem Publikum verkauft ?
    Im Moment bin ich wirklich nur noch ratlos.

    Ich habe auch schon fuer alle Titel die wir spielen die Originale besorgt.
    Combinations programmiert, die soweit wie moeglich den Originalaufnahmen
    entsprechen. Auch im Frequenzgang. Manche Titel klingen ok , Aber einige einfach nur duenn, Ganz einfach schlecht
    Obwohl sie fuer mich wie das Original klingen.
    Kann es eventuell auch sein, dass es gar nicht so vorteilhaft ist einen Titel voellig perfekt zu reproduzieren ? Midi Files koennen das sehr gut.
    Live klingt es aber immer besser.
    ciao
     
  2. DI-Box

    DI-Box Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.04.05   #2
    Also ich bin der Meinung, dass es absolut nicht wichtig ist, einen Titel perfekt zu reproduzieren. Ich finde, es muss einfach das Feeling rüberkommen, man muss aber auch zeigen, dass man Musiker ist, der eigene Sachen macht.
    Ansonsten kannst du auch gleich ne Playback-Show machen.
    Der Sound muss nicht perfekt wie das Original klingen, sondern er muss Spaß machen.
    Und dazu trägt mit Sicherheit massiv bei, dass du mit dem Sound zufrieden bist, also deinen Spaß hast. Und wenn das mit dem Triton LE nicht der Fall ist, dann merkt das Publikum das und hat nicht ganz den Spaß dabei!
    Daran könnte es liegen...
    Oli
     
  3. toeti

    toeti Keys Moderator

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    Erstellt: 10.04.05   #3
    Hi,
    ganz ehrlich, ich versteh dich nicht. Wenn du mit dem Sound vom XP doch zufrieden bist, dann lass es doch so?!
    Dass das Publikum auf den anderen soun reagiert, wage ich zu bezweifeln. Eher an deiner Spielfreude, wir orichters das schon sagte.

    Und, wenn ich n Song 100 pro wie von CD will, dann leg ich einfach die CD ein.

    mfG
     
  4. richy

    richy Threadersteller HCA Soundprogrammierung HCA

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    Erstellt: 10.04.05   #4
    Ich wollte eben bei den Midi Sachen die doofe Disketteschieberei ersetzen.
    Die LE Flashromkarte ist da schon praktisch. Schon die Zugriffszeit.
    Und man will ja auch mal was neues ausprobieren.
    Aber denke die Arbeit war wohl umsonst.
    Klasse ist, dass der Le so viele Combination Speicherplaetze bietet.
    Fuer die Live Titel hat man da alle Moeglichkeiten.
    (Vielleicht auch zu viele)
    Also werde ich wohl weiterhin beide Teile auf die Buehne schleppen. Wollte ich eigentlich auch vermeiden.
    ciao

    *ueberleg
    auch Punk Bands produzieren CDs
    so was als Playback bei nem Punk Konzert ?

    Es scheint live also doch anders klingen zu duerfen wie von CD ?
    (Meine vor allem den Frequenzgang) Darf man also gar nich als Masstab nehmen ?
     
  5. sanni0

    sanni0 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.04.05   #5
    Grundsätzlich Zustimmung, Ja - "massiv" aber nicht. Richy und seinen Mannen scheinen Profis zu sein. Die machen während des Auftritts bestimmt keine langen Gesichter auch wenn der neue Sound gefühlsmäßig nicht ganz so ihr Ding zu sein scheint. Die geben sich bestimmt so professionell wie immer. Und kleine, gefühlsmäßige Unsicherheiten kriegt der Gast auf einer Hochzeit garantiert nicht mit. Dafür ist er viel zu wenig auf die Musiker fixiert. Ein Hochzeitsgast amüsiert sich, trinkt, schwatzt usw. Er läßt sich gern von dem was er hört mitreißen, achtet aber weniger auf die Akteuere, die die Musik machen.

    Daher glaube ich schon, daß durchaus der neue Sound "schuld" an dem schleppenden Gang war. Das Problem ist: je länger (am Stück) man sich mit Soundprogrammierung beschäftigt, desto undiffernzierter oder vielleicht auch unkritischer wird man bei der Bewertung des Gesamteindrucks. Logisch, wenn man an einer Sache stundenlang arbeitet, muß ja zwangsläufig das Ergebnis besser sein, als vorher (meint man). Vielleicht wäre es von Vorteil, die Ergebnisse (neuer Gesamtsound) von jemand Unabhängigen (Ehefrau, Freunde, Nicht-Musiker) bewerten zu lassen ...

    Vielleicht stieg die Stimmung im Publikum ja auch nur aufgrund eines anderen ursächlichen Zusammenhangs - vorgerückte Stunde, Alkoholkonsum, längere Pause, DER Titel ...
     
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