Kosten für die Band-Technik Regelung

  • Ersteller Neisgei
  • Erstellt am
Ich stelle mir die Frage, warum ihr einen (neuen) Verteilerschlüssel braucht?
Zum Einen kassiert ihr, nach deinen Angaben, nur kleine dreistellige Gagen mit euren Gigs.
Und zum Anderen, leistet jeder von euch, laut deiner Beschreibung, einen immens wichtigen Beitrag, zur Funktion einer Band.

Wie hier mehrfach darauf hingewiesen wurde, liegt das Problem wo anders bzw. tiefer in der Band-Dynamik und Konstellation. Und wenn ich so darüber nachdenke, erschliessen sich mir schon Sachen.

Wir stellen uns zusammen aus: Hobyisten, Halb-Professionellen, und Professionellen Musikern zusammen. "Eigentlich wollen wir kommerziell erfolg haben". Jetzt lächelt manch einer von euch darüber, weil jeder schon seine Erfahrungen mit "kommerziellem Erfolg" gemacht hat und wer möchte schon nicht mit seinem schönen Hobby seinen Lebensunterhalt bestreiten. Da trifft also: ich möchte Geld über die Band verdienen auf: mir macht das ganze einfach Spass, auch wenn ich kein Geld verdiene. Somit denke ich, ist auch eher klar, aus welcher Ecke die Themen kommen. Die Frage ist; schaffen wir den Spagat?
 
Dann ist aus meiner Sicht, die Band falsch zusammengestellt. Was will der ambitionierte Profi mit dem Spaß-Hobby-Spieler?
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 3 Benutzer
Das Wichtigste wurde hier schon interessant diskutiert, weshalb ich einfach nur noch beitragen will, wie wir das machen.
Ganz einfach: Es gibt eine Hauptanlage die kaufmännisch zu gleichen Teilen auf die Band aufgeteilt wird und jeder (inkl. Sänger) hat ein perfektes Stereosignal an die Hauptanlage abzuliefern. Der Rest inkl. Monitoring etc. ist eine persönliche Angelegenheit der Mitglieder - Punkt. Und es funktioniert...
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Mal angenommen, du buchst einen freiberuflichen Tontechniker für 450,- und mietest bei einem Eventdienstleister Material im Anschaffungswert von 15000,- zu einem Preis von ca. 4%, also rund 550,-.
Dazu noch ein Transport von einem der üblichen Dienstleister. Wenn du das aus finanziellen Interessen machst, rechne so.
Diese Rechnung geht leider nicht auf in Bereichen, wo der Wirt der Band 500,- komplett gibt, sonst spielt halt jemand anders. Da handhabe ich das so: Arbeit, die ich gerne mache (mischen) bleibt unberücksichtigt. Arbeit, die ich nicht gerne mache, wird so vergütet, dass ich sie wieder gerne mache (PA und Backline laden dauert ca. 1h und kostet 50,- Alle dürfen kommen und mitmachen, dann wird geteilt.)
Beim Material sollte der Verschleiß kompensiert werden, der Rest ist dann mein Problem.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Was will der ambitionierte Profi mit dem Spaß-Hobby-Spieler?
..die Zeit überbrücken, bis er Erfolg hat? ;) Sollte sich der aber einstellen mit dieser Konstellation, sind die Probleme vorprogrammiert und nach meiner Erfahrung unlösbar ...
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 3 Benutzer
Bandmitglied Nr. :
  1. Aquiriert und telefoniert um Auftritte zu generieren
  2. Macht Marketing-Texte, Grafiken, Flyer- Visitenkarten, Socialmedia, Webseite
  3. Macht Musikalische Leitung, arrangiert, macht Setlisten für Auftritte
  4. Ist zuständig für die Technik, macht Detailplanung mit Veranstalter
damit erhält Nr. 1 doppelte Gage, Nr. 2 ebenso, Nr. 3 und Nr. 4 natürlich auch. Somit wird die Gage anstatt durch 4 durch 8 geteilt und jeder erhält 2 Anteile ... natürlich nach Abzug der Kosten für die Technik (ich gehe davon aus, dass Flyer und Visitenkarten, die Nr. 2 erstellt, nicht von ihm selbst bezahlt werden, genauso wie die Kosten für die Website) ...
Sorry, wenn ich hier polemisch rüberkomme, aber diese Einstellung der einzelnen Bandmitglieder kommt mir vor wie bei dem alten Witz, bei dem die einzelnen Körperteile bzw. Organe eines Menschen darüber streiten, wer am wichtigsten ist.
Und bei dieser Einstellung von Nr. 1 - 3 kann ich mir nicht vorstellen, dass du entweder einen angemessenen Anteil an der Gage für die Technik noch einen angemessenen Kaufpreis für deine Anlage (von der Band) erhalten kannst. Du hast also - fürchte ich - die Wahl zwischen Pest und Cholera: entweder du gibst dich mit einem minimalen Anteil von 10 € pro Gig für die Technik zufrieden und machst weiter wie bisher oder du verkaufst deine PA. Kannst sie ja zuerst der Band anbieten ("habe mir, wie ihr ja wisst, für mich selbst etwas anderes zugelegt und brauche diese Anlage nicht mehr. Meine Frau drängt mich jetzt, sie zu verkaufen. Deshalb biete ich sie euch für einen Sonderpreis von xxxx € an"). Wenn sie darauf nicht anspringen, verkaufe sie anderweitig, mache dich aber darauf gefasst, dass du dann möglicherweise der "Buhmann" bist, der schuld ist, wenn die Band auseinanderbricht. Bei dieser Diskussion "ich bin wichtiger als du und muss deshalb mehr Geld bekommen" gebe ich der Band allerdings eh keine lange Lebensdauer mehr ... außer, ihr schafft es, euch auszusprechen und die ganze Geschichte auf eine neue Ebene zu heben.
 
  • Gefällt mir
  • Interessant
Reaktionen: 8 Benutzer
Meine Frau drängt mich jetzt, sie zu verkaufen. Deshalb biete ich sie euch für einen Sonderpreis von xxxx € an"). Wenn sie darauf nicht anspringen, verkaufe sie anderweitig, mache dich aber darauf gefasst, dass du dann möglicherweise der "Buhmann" bist, der schuld ist, wenn die Band auseinanderbricht.
Wenn schon Buhmann dann richtig, also weshalb die Frau vorschieben ......?
 
  • Gefällt mir
  • Haha
Reaktionen: 8 Benutzer
Irgendwie hört sich für mich da vieles nicht nach "Band" an, sondern im Wesentlichen eher nach einer Art Zweckgemeinschaft, ein Zusammenschluss einzelner Individuen mit dem Ziel maximaler Nutzen bei minimalem Aufwand ...
Dieses gegenseitige Aufrechnen ... Krämergeist irgendwie, statt begeisterte Hobbymusiker ...
Find ich irgendwie traurig.

(Bei Profis die davon leben müssen ist das was anderes, das ist mir auch klar).
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 3 Benutzer
Irgendwie hört sich für mich da vieles nicht nach "Band" an, sondern im Wesentlichen eher nach einer Art Zweckgemeinschaft, ein Zusammenschluss einzelner Individuen mit dem Ziel maximaler Nutzen bei minimalem Aufwand ...

Eine sehr treffende Formulierung, die vermutzlich auf eine Vielzahl von Bands zutrifft.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Für mich ist eine Band tatsächlich auch
...im Wesentlichen eher eine Art Zweckgemeinschaft
allerdings nicht zwingend mit dem
Ziel maximaler Nutzen bei minimalem Aufwand ...
Dieses gegenseitige Aufrechnen ... Krämergeist irgendwie, statt begeisterte Hobbymusiker ...
Find ich irgendwie traurig.
...ich auch, und das kenne ich auch nicht in der Form. Einzeln ist das schon passiert, z.B. als eine neue Sängerin sich nicht zu gleichen Teilen an der Proberaummiete beteiligen wollte, im Übrigen der einzige Beitrag, den wir ihr auferlegt haben, der auch eigentlich selbstverständlich sein sollte. Aber als es los ging, sie könne eh nur zweimal im Monat zur Probe kommen, dn Proberaum also weniger nutzen als wir, und daher auch nur den halben Beitrag zahlen, war das für mich das K.O. Kriterium für sie. Wenn sie jetzt gesanglich der totale Überflieger gewesen wäre, und könnte das finanziell nicht, wäre das für mich was ganz anderes gewesen. Aber solch einer Argumentation hört es für mich auf.

In einer anderen Band ging es um das Akreditieren von Gigs. Da war ein Neuzugang, dem unser Engagement, an Gigs zu kommen, nicht ausreichend war, er mehr spielen wollte, sich auch darum kümmern würde, aber dann für jeden Gig, den er an Land zieht, 15% der Gage bekommen sollte. Grenzwertig aber vielleicht durchaus legitim, denn Agenturen verlangen das auch. Nur kannte ich solche Ambitionen nicht von meinen anderen Bands. Ich bin es gewohnt, dass jeder sich so einbringt wie er kann, und das unentgeldlich.
Bei so einer Verteilung:
Bandmitglied Nr. :
  1. Aquiriert und telefoniert um Auftritte zu generieren
  2. Macht Marketing-Texte, Grafiken, Flyer- Visitenkarten, Socialmedia, Webseite
  3. Macht Musikalische Leitung, arrangiert, macht Setlisten für Auftritte
  4. Ist zuständig für die Technik, macht Detailplanung mit Veranstalter
ist doch alles super, da könnte ich regelrecht neidisch werden, denn das mache ich für eine meiner Bands komplett alleine. Bei der letzten Band war das auch relativ gut verteilt, und da gab es auch keine Probleme.
Ich hab aber auch kein Problem, alle diese Aufgaben zu übernehmen, weil ich immer der Meinung bin, dass das was ich selber erledige, am Ende auch funktioniert, und ich mich darauf verlassen kann, dass es so ist, wie ich es mir vorstelle.
Was die Anlage angeht, ist bei uns auch immer schon so gewesen, dass sich natürlich jeder selber um sein Equipment kümmert, und die Sachen, die gemeinsam genutzt werden, sind auf die Bandmitglieder verteilt. Der Drummer stellt die PA, der Gitarrist die Lichtanlage, ich hab das Digitalpult und Funkstrecken beigesteuert. Von gemeinsamen Anschaffungen haben wir nie etwas gehalten, weil bei Wechsel eines Musikers immer einer ausgezahlt und der neue zur Kasse gebeten werden muss. Unser Bassist und Sängerin steuern nichts bei, das ist bewusst so. Sie sind auch nicht Mitglied in der GbR, sondern stellen jeweils Rechnungen für ihre Gagen. Diese Beträge errechne ich jeweils nach einem Schlüssel, nach dem für die drei in der GbR mehr rauskommt. Der BAssist bekommt auch mehr als die Sängering, weil er mit auf- und abbaut, während die Sängerin nur für die reine Spielzeit vor Ort ist. Das passt so für alle, und funktioniert seit Jahren.


Und zur Lösung mit der alten Anlage:
Eine prima Voraussetzung also, es loszuwerden, indem ich es der Band verkaufe :unsure:
Vermutlich würdest Du nicht das verlangen können, wie wenn Du es anderweitig vertickst, selbst wenn Du Deinen Beitrag (Du bist ja immerhin auch ein Mitglied der Band) berücksichtigst. Und dann bliebe trotzdem noch die Frage mit Lagerung, Transport, Auf- und Abbau sowie Bedienung. Es sei denn jemand anderes aus der Band hat ein entsprechendes Fahrzeug und Lagermöglichkeiten.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer
Die meisten Bands die ich seit Jahren in angesagten Clubs erlebe, haben meistens eine dieser relativ kleinen aber leistungsfähigen Anlage und jeder sein Instrument. Was es da an Problemen geben soll, erscheint mir nicht auf den ersten Blick schlüssig. Der wirkliche substantielle Aufwand haben meisten die super Solisten und das Marketing, die die Basis einer erfolgreichen Band ausmachen. Während die Hardware und Logistikleistungen rein kaufmännisch berechenbar sind, ist es bei den massgebenden Künstlern schon schwieriger. Auf jeden Fall ist es in jeder Band so, dass die Musiker die wirklich etwas können, unglaublich viel mehr Aufwand investieren als diejenigen, die rein banddienlich mitspielen. Ich z.B. als Rhythmusgitarre habe nur einen Bruchteil an Aufwand an Songerarbeitung als unsere genialen Solisten. Daher bin ich bei jeder guten Gage immer dafür, dass die auch mehr bekommen sollen.
 
Ich halte es für kritisch, wenn man innerhalb einer Band Musiker nach ihrer musikalischen Leistung entlohnt. Wer will das wirklich objektiv beurtilen? Inenrhalb eines Orchesters bei Berufsmusikern mag das noch funktionieren, genau wie es auch in normalen Jobs unterschiedliche Bezahlung gibt.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Ich frage mich allerdings die ganze Zeit warum ihr für vier Sänger mit Keyboardbegleitung bei einer Gage von teils nur 300 € Equipment für 15.000 € auffahrt. Was stellt ihr denn da alles hin und in welchen riesen Hallen singt ihr?
 
  • Gefällt mir
  • Interessant
  • Wow
Reaktionen: 6 Benutzer
Ich frage mich allerdings die ganze Zeit warum ihr für vier Sänger mit Keyboardbegleitung bei einer Gage von teils nur 300 € Equipment für 15.000 € auffahrt.

Mein Beitrag ist also die PA-Technik
- Für Konzerte der Band nehme ich mein persönliches PA-Equipment für die Bandbeschallung mit. Dazu gehört komplett alles; PA, Mixer, Funkstrecke-Mic, Monitoren, Mic-Ständer, DI-Boxe und Verkabelung. Halt alles ausser das Keyboard und Keyboard-Ständer.
Das Equipment habe ich, weil ich noch persönliche Gesangs-Auftritte ohne diese Band mache.
 
Da trifft also: ich möchte Geld über die Band verdienen auf:
Ist der Punkt ich möchte Geld verdienen oder „ich muss“ Geld verdienen?
Sind zwei komplett unterschiedliche Dinge.
Vor allem der „professionelle Bereich“ ist halt auch einfach auf Geld angewiesen
Bei euch scheint sich das zu mischen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich frage mich allerdings die ganze Zeit warum ihr für vier Sänger mit Keyboardbegleitung bei einer Gage von teils nur 300 € Equipment für 15.000 € auffahrt. Was stellt ihr denn da alles hin und in welchen riesen Hallen singt ihr?
Ja, das frage ich mich auch. Da stimmt das Verhältnis nicht. Es ist am Ende überhaupt nicht wirtschaftlich. Kannst ja überschlagen, was für eine Anlage halbwegs angemessen wäre in Bezug auf die Gage.
Bei uns ist das natürlich auch nicht anders, ist halt Hobby, da zahlt man drauf.

Mit dem Gemeinschaftlichen Equipment ist es bei uns so, dass das komplett aus der Bandkasse bezahlt wird. Also aus den Gagen. Als ich der Band meinen UI24R zur Verfügung stellen wollte als Hauptmischpult, wurde mir das dann zwangsabgekauft.
Bei uns wird aber ohnehin keine Gage ausbezahlt, das Geld geht ins Gemeinschaftsequipment und die Proberaummiete und der Rest bleibt in der Bandkasse… handelt sich aber auch nicht um große Summen, da wir aktuell nicht mehr als drei Gigs im Jahr haben…
 
Ich frage mich allerdings die ganze Zeit warum ihr für vier Sänger mit Keyboardbegleitung bei einer Gage von teils nur 300 € Equipment für 15.000 € auffahrt.
Nun ja, ich denke mal, weil das Zeug einfach schon da ist. Es nicht zu benutzen wäre doch Humbug. Und was wäre die Alternative? Was anderes, günstigeres anschaffen, nur damit die Relation wieder passt?
ich finde ja, dass man die Zeit, die man für die Band aufbringt nicht irgendwie sonderlich extra vergüten kann, zumal es im Endeffekt ohnehin recht gleich verteilt sein wird. Direkte Ausgaben sollten aber irgendwie schon auch gemeinsam getragen werden. Wenn einer ein passendes Auto hat, in dem dann alle zum Auftritt fahren, so soll der halt nicht draufzahlen und seine Auslagen aus der Bandgage vergütet bekommen. Und so ist das irgendwie für mich auch mit der Anlage. Da will man sich ja nicht bereichern, es geht doch nur um die Anerkennung und Wertschätzung, zumindest bei Gagen im dreistelligen Bereich. Gehts dann darüber hinaus, so sollte ohnehin anders kalkuliert werden. Aber das ist eine andere Geschichte.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 4 Benutzer
In der Tat eine super schwere Diskussion in der IMO viele Randbedingungen zu berücksichtigen sind.
Das wichtigste vorweg ist IMO, dass die Geldansprüche unbedingt vor einem Gig -egal nach welchem Modus- klar und transparent geklärt sind. Wurde darüber vorab nicht gesprochen, ist es noch schwieriger Zusatzforderungen zu platzieren.

Grundsätzlich ist für mich Musikmachen und spielen in einer Band eh ein finanzielles Fiasko! Wenn es mir schade um das Geld ist/wäre, müsste ich hier jedes Engagement sofort beenden.
Bei Gagen von um die 100€ pro Nase und 5-10 Gigs stehen da pro Jahr 500-1000€ Einkommen, alleine schon etwa 500€ Probenraummietanteil plus etwa 1000-2000€ Equipmentinvestition gegenüber. Benzinkosten und „Arbeitszeit“ gar nicht gerechnet…

Natürlich hört der „Spass“ irgendwo auch auf und ich möchte nicht unbedingt auch noch selbigen meiner Bandkollegen mitfinanzieren, wobei selbst da beim Teilen der Kosten vielleicht auch der jeweilige finanzielle Background evtl. zu berücksichtigen ist.

Nichtsdestotrotz sollte es fair bleiben! Da ist „Mitanpacken“ schon mal ein Must!
Im Falle der PA habe ich aber tatsächlich immer das was ich hatte (zwei RCF Topteile und Mackie Digital Mischpult), unentgeldlich zur Verfügung gestellt. Was aber dann wiederum auch unseren Keyboarder bewogen hat, sich irgendwann mal um einen entsprechenden Subwoofer zu kümmern, den er dann gebraucht zusammen mit zwei guten aktiven Monitoren erworben hat und ebenfalls für die Gigs zur Verfügung gestellt hat.
Die anderen Hanseln haben sich da anders oder auch gar nicht eingebracht... Am Ende war das dann natürlich nicht zu 100% fair, aber der Aufwand und Nerv da x% zusätzlich von den Gagen als Kompensation einzufordern war es mir auch nicht wert.

Den genauen Wert, den die anderen Kollegen da geschenkt bekamen zu errechnen, ist IMO auch nicht so einfach. Da einen typischen Mietpreis anzusetzen, ist IMO schon problematisch, vor allem wenn die Anlage nicht originär nur für die betreffende Band angeschafft wurde.
So lange sie im Besitz dessen bleibt, der sie mitbringt, behält der ja auch den Gegenwert (abzüglich der Wertminderung/abnutzung durch die Nutzung). Doch wie viel Gigs hält so eine Anlage? Das würde eine Wertminderung/Gig ergeben. Den „Gewinn“, den ein professioneller Verleiher erwirtschaften muss, kann man IMO schwerlich fairer Weise den Bandkollegen in Rechnung stellen.
Die Argumentation, dann lieber die Anlage zu verscherbeln, und dann halt eine Miete „gerecht“ auf die Band zu verteilen, kann man natürlich führen. Das ist dann vielleicht „fairer“, aber doch gesamtwirtschaftlich auf jeden Fall bandschädigend und ein bandschädigendes Verhalten wäre für mich erst mal auch keine Option.

Daher bin ich für mich zum Schluss gekommen, dass ich wegen wegen der Frage, ob es mich nun 1500 oder 2000€ im Jahr kostet, 5-10 mal auf einer Bühne zu stehen, ich mir keine „schwierigen“ Diskussionen aufhalse, die am Ende die Stimmung killen können und damit den einzigen Sinn der ganzen Aktion, nämlich zusammen eine geile Zeit zu haben, zerstören könnte.

Die Betrachtung ändert sich natürlich drastisch, wenn die Band kommerziell erfolgreich(er) ist. Dann kann/sollte man sauber die tatsächlichen Kosten der Bandmitglieder mit den Einnahmen verrechnen.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 7 Benutzer
Ich war übrigens mal in einer Band, in der es so keine Anlage gab um Auftritte abzuwickeln. Damals hatte ich selbst auch nichts passendes rum stehen. Also haben wir (es waren vier Bandmitglieder, zwei davon sind Brüder) entschieden uns eine kleine Anlage zu kaufen. Bestehend aus Mischpult, PA-Boxen und eine passende Endstufe. Bemerkenswert war übrigens dass wir mit dem Händler eine Ratenzahlung vereinbart haben, so konnten wir uns quasi mit den anstehenden Gigs die Anlage finanzieren. Nur wenn in einem Monat kein Gig anstand hätten wir aus der eigenen Tasche die Rate berappen müssen, was allerdings nie notwendig war. Zudem haben wir gleich von vorne weg die Anlagen Komponenten aufgeteilt. Den Brüdern gehörten die Boxen, der Gitarrist besaß somit die Endstufe und mir blieb das Pult. Die Anschaffungskosten waren dadurch recht gut aufgeteilt. Als wir die Band dann nach einigen Jahren ruhend stellten (aufgelöst haben wir uns de facto nie) wollten die beiden Brüder unsere Teile (also die Endstufe und das Pult) uns abkaufen. Wir haben da einen guten Zeitwert für die Teile ermittelt und sie übernahmen also den Rest von uns.
Derlei Vereinbarungen sollte man imho so früh es geht, festlegen. Denn wenn es unglücklicherweise zu einer nicht so einvernehmlichen Auflösung des Zusammenwirkens kommt, dann ist es gut schon alles klar gestellt zu haben. Das vermeidet unnötige Streitereien. Es muss ja nicht gleich ein notariell beglaubigter Vertrag oder dergleichen sein. Es bedarf allerdings in jedem Fall (ob mit oder ohne Vertrag) Handschlagqualitäten aller beteiligten. Denn wer es dann doch aufs Streiten anlegt, der wird auch streiten, so oder so.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 6 Benutzer
Und das wie Du es nennst - "eigenartige" - ist ja, weshalb das Thema bei mir überhaupt auf dem Tisch liegt: ein einzelnes Bandmitglied musste bisher wenig Eigenleistung einbringen, weder zeitlich noch materiell. Bezeichnenderweise menschlich: Jetzt wo dieses Bandmitglied Eigenleistung in Form Zeit für Telefonate mit Veranstalter erbringen muss, will es mehr Gage die als Anderen. Das wieder bringt den Keyboarder auf den Plan, dass er ja auch sein Keyboard selbst zahlen musste und sowieso immer doppelt üben muss- als Sänger und als Keyboarder. Auch er möchte diese Zusatzleistung abgegolten haben, auch er erachtet seine Aufwände höher als die der anderen.

Wir kennen ja die Situation nur aus deiner Warte, aber offenbar kannst du deinen Lebensunterhalt nicht mit dieser Band bestreiten. Dann wäre bei so einem Affenzirkus meine Mitgliedschaft in dieser Band beendet.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer

Ähnliche Themen


Unser weiteres Online-Angebot:
Bassic.de · Deejayforum.de · Sequencer.de · Clavio.de · Guitarworld.de · Recording.de

Musiker-Board Logo
Zurück
Oben