Lackschaden am Headstock durch Stoßeinwirkung - Reparaturtipps erbeten

Das ist bei lackierten Headstocks halt optisch gravierender als bei einer Strat oder Tele. Aber trotzdem: es ist eine “ehrliche“ Delle und macht die Gitarre erst recht einzigartig.
 
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Wenns wirklich stört- Gitarrenbauer. Das kostet auch nicht die Welt. Es sei denn, es ist ein schwer zu mischender Farbton.
 
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eine “ehrliche“ Delle
Kommt immer drauf an. Ich hab 'ne Chevy Tele, die ich 1991 gekauft habe, die hat viele dieser Dellen, hat mich überall hin begleitet, unter einigen Umzügen gelitten. Die wird auch nie verkauft. Bei meinen anderen Instrumenten achte ich schon darauf auch "ehrliche" Dellen zu vermeiden. Einfach auch aus Gründen des Werterhaltes. Manches Instrument geht halt mit einem tiefen Griff ins Portemonnaie einher. Und da sind Macken im Lack o.ä. einfach nur ärgerlich. Auch in Hinsicht auf die Tatsache daß für viele von uns das Instrument mehr darstellt als nur einen Gebrauchsgegenstand.
 
Hm, ob Mr. Slowhand wegen seiner Zigarettenbrandstelle auch so'n "Gschieß" gemacht hätte? ;)

Ich habe dazumals, als ich mit dem Headstock heftig gegen die Beckenkante bumste, schnell ordentlich Spucke auf die Delle gemacht. Dachte, das würde wieder zurückquellen. Aber nöö, blieb so.

:D
 
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Aus meiner Sicht gibts nur zwei vernünftige Möglichkeiten: mehr oder weniger so lassen und akzeptieren, dass Gitarren gerade im Gebrauch auf der Bühne immer mal was abkriegen - oder ab zum Gitarrenbauer, perfekt machen lassen und das Ding nicht mehr solchen Gefahren aussetzen.

Der Unterschrift nach ist es eine ESP Jeff Hannemann (was bei Deinem Nick auch nicht besonders schwer zu erraten gewesen wäre, sehe ich gerade...). Klar, das ist schon ein richtig edles Teil, aber ich nehme mal nicht an, dass Deine Band Easy Listening Jazz im Sitzen spielt. Willst Du die Gitarre also weiter ihrer wahren Bestimmung zuführen und die Bühnen der Welt damit rocken, wird das nicht die letzte Macke bleiben. Nachdem funktional kein Schaden vorliegt, kannst Dus lassen oder natürlich auch ein bisschen retuschieren. Hab ich am Anfang auch noch gemacht, aber irgendwann denkt man sich, der nächste Dong kommt bestimmt... Das heißt ja nicht, dass man das Teil jetzt missbrauchen sollte, aber gebrauchen doch wohl schon! Ich habe einige Gitarren schon 30 Jahre, und trotz (damals noch ;)) wilder Bühnenaction sieht keine so aus wie eine Fender Relic.

Wenns Dich beruhigt: Der wesentliche Wertverlust einer Gitarre tritt regelmäßig nicht mit ein paar Kratzern ein, sondern in dem Moment, in dem sie den Laden verlässt. Ein ordentlicher Zustand ist beim Wiederverkauf natürlich förderlich, aber wer eine gebrauchte Gitarre kauft, will ja was sparen, und die üblichen Spielspuren werden durchaus vorausgesetzt. Es könnte sich sogar einer fragen: "Was stimmt mit der Klampfe nicht, dass die nie einer spielen wollte?" Man kann und sollte ja durchaus auf seine Gitarre achten, aber ungespielt sollten eigentlich nur schlechte Gitarren bleiben...

Tatsächlich dürfte es nur extrem wenige aktuelle Gitarren geben, bei denen ein absolut unbespielter Zustand spürbar werterhöhend wirkt. Eigentlich nur Repräsentationsgitarren wie die PRS Dragons oder irgendwelche One-Off-Gibsons und Fenders mit Gold und Diamanten, die von Anfang an nur für Sammler bestimmt waren und nicht wirklich zum Spielen. So schön Deine ESP ist, fällt sie zum Glück nicht in diese Kategorie.

Gruß, bagotrix
 
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Ich hatte vor der Security-Lock Zeit meine nagelneue US-Standardstrat auf den Boden fallen lassen. Das war mehr als nur kosmetisch, das waren Einschläge... Richtig Holz raus und so. Weil Butterscotch blonde nun aber schwer zu mischen ist und der Gitarrenbauer die deshalb zum Lackierer hätte schicken müssen, hab ich's ihn mit Klarlack machen lassen. Man sieht es wenn man es weiß, fühlen tut man nichts mehr. Hat mich glaube ich 15€ gekostet, mit Originallack wäre ich locker auf ca 200 gekommen. Will sagen: man finde die Balance zwischen Schönheit und Funktionalität.
 
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Die gleiche Erfahrung wie @schmendrick sammelte ich auch. Einen massiven Aufschlag und damit Einschlag des Winkel-Klinkensteckers konnte ich zwar verhindern, jedoch erhielt der Lack meiner nagelneuen PRS 513 Druckstellen. Danach wurden Security Locks geordert und verwendet. Das verhinderte trotzdem nicht, dass diese Gitarre weitere Spuren bekam. Und diese Gitarre lag neu 2011 bei einem Retail-Preis von 5.575 USD, es schmerzt tatsächlich.
ABER: Das sind alltäglich entstehende Gebrauchsspuren. Andere schleifen neue Gitarren ab, damit sie gebraucht aussehen und setzten bewusst künstlich herbeigeführte Schadbilder.
 
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Hm, ob Mr. Slowhand wegen seiner Zigarettenbrandstelle auch so'n "Gschieß" gemacht hätte? ;)

Ich habe dazumals, als ich mit dem Headstock heftig gegen die Beckenkante bumste, schnell ordentlich Spucke auf die Delle gemacht. Dachte, das würde wieder zurückquellen. Aber nöö, blieb so.

:D

Bis zu einem gewissen Punkt geht das, aber nur, wenn die Stelle erhitzt wird, in dem man ein Leinentuch darüber legt, die Stelle und das Tuch anfeuchtet, mit einem Lötkolben dort erwärmt, das zwei, drei mal macht. Soll nur nicht anbrennen. Und wo Lack ist, funktioniert es nicht, weil das Wasser nicht in das Holz eindringen kann.
 

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